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Der Sonnenbrand bei Katzen

Katze sitzt auf der Fensterbank in der Sonne

Ein Sonnenbrand bei Katzen ist bei vermehrter UV-Strahlung durchaus möglich. Oft gehen wir davon aus, dass das Fell der Katze ausreichend gegen Sonnenstrahlen schützt.

Das ist aber nur bedingt der Fall. Worauf müssen Sie achten, damit sich Ihre Katze keinen Sonnenbrand einfängt? Wie helfen Sie Ihrer Katze, wenn sie doch zu viel Sonne abbekommen hat?

Woran erkennen Sie einen Sonnenbrand bei Ihrer Katze?

Die meisten Katzen, wenn wir mal von Sphinx-Katzen oder ähnlichen Rassen absehen, haben ein Fell, das vor der Sonne schützt. Das ist aber ein Trugschluss, denn es gibt Stellen am Körper der Katze, die nicht vollständig mit Fell bedeckt sind und der Sonne daher genug Angriffsfläche bieten. Die Symptome bei einem Sonnenband fallen im Prinzip ähnlich aus wie beim Menschen:

  • Ein Sonnenbrand ist eine leichte Verbrennung. Diese äußert sich in einer Rötung der Hautoberfläche.
  • Ein stärkerer Sonnenbrand führt zu Bläschen und Entzündungen auf der Hautoberfläche.
  • Die betroffenen Hautpartien lösen ihre Oberfläche ab - ähnlich wie beim Menschen.
  • Die Ablösung der Hautoberfläche löst bei der Katze einen Juckreiz aus. Sie kratzt sich an den betroffenen Stellen.
  • Durch das Kratzen verletzt die Katze Ihre Haut noch mehr, sodass Schmutz und Bakterien in die Wunde eindringen können.
  • Es kommt zu eitrigen und nässenden Entzündungen.

Sonnenbrand bei Katzen - Hautkrebs als Folge?

Vor allem an Körperpartien wie den Ohren, der Nase oder auch dem Bauch, der wenig mit Fell bedeckt ist, kann es schnell zu einem Sonnenbrand kommen. Gefährlich dabei ist das Kratzen an den Wundrändern. Sonnenverbrannte Wundränder auf aufgekratzten Hautpartien können sich quasi einrollen und Geschwulste bilden. Die Folge ist Hautkrebs. Deshalb müssen Sie Hautschäden unmittelbar durch den Tierarzt behandeln lassen. Dazu ein Tipp vom Tierversicherungsexperten Ralf Becker: „Die Früherkennung und die Versorgung von Wunden bei Katzen ist unerlässlich, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die Kosten für diese Untersuchungen übernimmt die Katzenkrankenversicherung.“ Ralf Becker betont, dass vor allem Hautkrebs bei Katzen bei zu starker Sonneneinstrahlung eine häufig auftretende Krebserkrankung darstellt.

Icon Glühbirne

Wie kommt es bei Katzen zum Sonnenbrand?

Der Sonnenbrand nimmt bei der Katze einen ähnlichen Verlauf wie beim Menschen. Wenn Ihre Katze zu lange in der Sonne liegt, dringen die UV-Strahlen in die Haut der Katze ein. Die UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) wird durch die Zellen der Haut aufgenommen und löst dort Schäden aus. Das kann zu Krebserkrankungen führen, aber auch zu Erbgutveränderungen. Das geschädigte Zellgewebe führt zu lokalen Entzündungsherden. Die daraus resultierende Gefäßerweiterung der Zellen führt dazu, dass es zur rötlichen Färbung der Hautoberfläche kommt.

Wie können Sie einen leichten Sonnenbrand bei Ihrer Katze behandeln?

Nehmen Sie Ihre Katze, wenn sie eine Weile in der Sonne gelegen hat, gründlich in Augenschein. Sind womöglich gerötete Hautstellen bereits zu entdecken? Dann sind das die ersten Anzeichen für einen Sonnenbrand. Bevor Ihre Katze nun dazu verfällt, die betroffenen Stellen zu lecken oder sich dort zu kratzen, müssen Sie aktiv werden. Zunächst verschafft eine sanfte Kühlung erste Linderung bei einem Sonnenbrand. Legen Sie Ihrer Katze ein feuchtes Tuch auf. Ein wenig Quark oder Joghurt schafft ebenfalls Kühlung und bleibt noch ein wenig auf der Hautoberfläche haften.

Zudem ist dieser Belag unschädlich, wenn Ihre Katze daran leckt. Eine Fettcreme ohne Zusatzstoffe ist ebenfalls unschädlich. Dazu ist es wichtig, dass Ihre Katze ausreichend frisches Wasser bekommt. Sie hat dadurch einen innerlichen Kühleffekt und die Symptome des Sonnenbrands werden quasi von innen behandelt. Dabei darf das Wasser natürlich nicht eiskalt sein, sondern mindestens 12 bis 15 Grad "warm" sein. Eiskaltes Wasser führt dazu, dass Ihre Katze die innere Heizung einschaltet, um die aufkommende innere Kälte zu regulieren.

Sonnenbrand auf der Katzennase

Die Nase ist ein sehr empfindliches Körperteil und reagiert schnell auf starke Sonneneinstrahlung. Die Nase ist nicht durch Fell geschützt und in vielen Fällen relativ hellhäutig. Ein Sonnenbrand hat für Ihre Katze eine fatale Wirkung, da sie sich dort womöglich kratzt und sich dann Entzündungen bilden. Auch hier gilt: Raus aus der Sonne und die Nase mit viel Flüssigkeit kühlen. Tragen Sie auch hier notfalls etwas Quark, Joghurt oder eine neutrale Fettcreme auf. Das gilt im Übrigen auch für die Ohren der Katze. Diese sind sehr anfällig für das Risiko eines Sonnenbrands. Verbrannte Ohren bei der Katze sind keine Seltenheit. Hier können Sie die gleichen Erstmaßnahmen anwenden wie bei der Nase.

Wann geht es beim Sonnenbrand zum Tierarzt?

Wenn die Sonneneinstrahlung bei Ihrer Katze mehr als nur eine Hautrötung hinterlassen hat, kann das bereits eine Verbrennung zweiten Grades sein. In diesem Fall müssen Sie mit Ihrem Liebling unbedingt zum Tierarzt. Er kann für Ihre Katze entzündungshemmende Präparate verschreiben wie beispielsweise eine Cortisonsalbe. Hautpartien, die bereits Entzündungen aufweisen, behandelt Ihr Tierarzt mit Antibiotika. Er kann Ihnen auch Tipps für einen geeigneten Sonnenschutz geben.

Gibt es Vorerkrankungen, die die Haut der Katze empfindlich machen?

Der Sonnenbrand bei Katzen kann durch verschiedene Erkrankungen begünstigt werden. Dazu gehören Fellerkrankungen, die dazu führen, dass Ihre Katze kahle Hautstellen hat. Diese Stellen bieten naturgemäß eine größere Angriffsfläche für die UV-Strahlung. Ein Befall mit Parasiten kann ebenfalls zu einem erhöhten Sonnenbrandrisiko beitragen wie auch chronische Hautentzündungen. Narbengewebe nach einer Operation, wo das Fell nicht mehr nachwächst, ist ebenfalls gefährdet in Bezug auf das Risiko Sonnenbrand. Halten Sie vor allem diese Stellen gut im Auge und tragen Sie dort vor dem Sonnenbad Ihrer Katze ein wenig Sonnenmilch auf.

Katzen vor Sonnenbrand schützen

Der wichtigste Schutz für Katzen gegen Sonnenbrand sind ausreichend schattige Plätzchen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Dazu müssen Sie darauf achten, dass sich Ihre Katze nicht zu lange in der Sonne rekelt. Es droht ja nicht nur ein Sonnenbrand. Ein Hitzschlag bei Katzen stellt ebenfalls eine große Gefahr dar. Für Ihre Katze ist die Wärme total entspannend. Bei hochsommerlichen Temperaturen wird sie aber von alleine schattige Plätze aufsuchen.

Zum Schutz gibt es natürlich auch spezielle Sonnencreme für Katzen. Diese sind in Zoofachgeschäften erhältlich. Wer nicht auf diese Produkte zurückgreifen möchte, kann auch Sonnencreme für Menschen verwenden. Dabei muss die verwendete Sonnencreme aber mehrere Kriterien erfüllen:

  • Der Lichtschutzfaktor beträgt mindestens 30.
  • Bei Katzen mit heller Fellfarbe sollte der Lichtschutzfaktor mindestens bei 50 liegen.
  • Die Sonnencreme ist frei von Duftstoffen und Farbstoffen.
  • Die verwendete Sonnencreme beinhaltet keine Öle. Diese Inhaltsstoffe sind giftig für Ihre Katze.
  • Im besten Fall zieht die Sonnencreme sofort ein und ist wasserfest - falls Ihre Katze mit dem Näschen zu tief in die nächste Wasserschüssel eintaucht.

Neben Sonnencreme für Katzen aus dem Fachhandel eignet sich auch Babysonnenmilch für Katzen. Achten Sie bei der Auswahl der Sonnencreme aber darauf, dass diese alle genannten Punkte erfüllt.