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Sind Katzen eigentlich immer Einzelgänger?

Zwei streitende Katzen auf der Fensterbank

Wenn unsere Samtpfote so durch das Haus oder die Natur streift und wir sie dabei beobachten, hat es den Anschein, als wenn unser Liebling ganz auf sich gestellt sein Umfeld erkundet. Katzen lieben ihre Unabhängigkeit und scheinen perfekte Einzelgänger zu sein.

Das stimmt aber nur zum Teil: Über viele Jahrzehnte hinweg haben wir die Katze vom Mäusejäger in einen Schmusetiger verwandelt. Dazu gehört auch, dass wir aus Liebe zur Katze in manchen Fällen nicht nur eine Katze, sondern direkt mehrere Katzen angeschafft. Die Frage, die sich dabei stellt: Geht das immer gut oder halten wir unsere Katze doch lieber für sich alleine?

Was sind eigentlich Einzelgänger?

Viele Tierärzte und Tierschützer sagen: Katzen sind zwar absolute Individualisten. Aber nicht zwangsläufig Einzelgänger. Einzelgänger sind Tiere, die ihre Artgenossen meiden, außer zum Zwecke der Fortpflanzung. Das trifft sicherlich auf so manche Katze zu, aber eben nicht auf alle Katzen. Sie können das daran erkennen, dass Ihre Stubentiger, sofern Sie mehrere davon haben, sich gemeinsam ins Körbchen legen, sich beschnuppern oder gegenseitig ablecken und putzen. Wie bei uns Menschen auch liegen viele Eigenschaften in der Kindheit begründet: Sind die Kitten als Wurf sehr lange zusammen, so prägt das auch das Verständnis für ein Miteinander. Damit sind quasi die Eckpfeiler für ein Zusammenleben errichtet.

Was ist wichtig, wenn Sie sich eine zweite Katze anschaffen?

Spielen Sie auch mit dem Gedanken, für Ihren Liebling einen Spielkameraden anzuschaffen, weil Sie vielleicht berufsbedingt nicht so viel Zeit für Ihren Liebling haben? Dann müssen Sie einige Dinge im Auge behalten, damit es zwischen den beiden später auch gut klappt und die beiden sich nicht ans Fell gehen. Denken Sie immer daran, dass ein Katzensenior nicht gerade viel Lust auf einen vierbeinigen Springinsfeld hat. Er braucht eher Ruhe und keinen Artgenossen, der sich dauernd mit ihm im Spiel raufen will. Besser funktioniert es, wenn beide Katzen gleichen Alters und auch gleichen Geschlechtes sind. Die vertragen sich wesentlich schneller. Noch einfacher ist es natürlich, wenn Sie von Anfang an zwei Geschwister aus einem Wurf nehmen. Die haben sich ja bereits prächtig aneinander gewöhnt.

Welche Probleme können bei der Haltung von zwei Katzen auftreten?

Gerade ältere Katzen können auf den Neuzugang im Haus empfindlich reagieren. Schließlich könnte ja jemand ihnen das Revier streitig machen. Das äußert sich vor allem in Unsauberkeit, etwa, wenn der Senior des Hauses nun überall sein Revier markiert. Darauf müssen Sie reagieren und die Katze mal ein bisschen häufiger beschmusen – einfach, um ihr zu zeigen, dass sie nicht abgeschrieben ist.

Wenn Katzen plötzlich miteinander streiten

Die ältere Katze liegt still und friedlich in ihrem Körbchen, als sich plötzlich der Neuling des Hauses nähert und spielerisch mit der Pfote auf den Schwanz und auf den Rücken haut. Doch statt das Spiel zu erwidern, faucht die ältere Katze den Artgenossen zornig und wutgeladen an. Das passiert immer häufiger, das Zusammenleben wird zu einer Belastungsprobe. So passiert es in unzähligen Katzenhaushalten und bringt Probleme mit sich. Seien es nur Unsauberkeit der einen oder anderen Katze oder sogar Verletzungen durch Pfotenhiebe. Es kann durchaus der Fall sein, dass Sie nicht Zeuge jeder Rauferei sind. Achten Sie aber mal darauf, wie sich Ihre Katzen verhalten, wenn Sie nach Hause kommen: Haben sich beide unabhängig voneinander gut versteckt und reagieren nur mit Fauchen oder Knurren auf Bewegungen oder Geräusche, dann stimmt hier etwas nicht. Womöglich haben beide gerade eine deftige Schlägerei hinter sich.

Jedes Aufeinandertreffen der Katzen kann nun zum Streit führen. Da reicht schon die falsche Körpersprache, um einen der beiden Stubentiger völlig auf die Palme zu bringen. Was passiert? Eine wüste Rauferei, begleitet von Schreien und Fauchen entbrennt.

Wie können Sie Ihre Katzen im Streitfall besänftigen?

Bekommen Sie einen Streit mit, so trennen Sie erst einmal beide Kontrahenten. Und zwar möglichst so, dass beide gegenseitig außer Hörweite sind. Probieren Sie mal aus, ob der Zwist zwischen den beiden nur eine einmalige Angelegenheit war: Am besten mit einer gemeinsamen Mahlzeit, indem Sie den beiden ihr Lieblingsfutter hinstellen. Wenn sich beide ohne weiteren Streit der Mahlzeit widmen, so ist das Problem erst einmal aus der Welt geschafft. Kommt es dabei aber wieder zu einer Rauferei, so müssen Sie beide Katzen erneut voneinander trennen. Wiederholen Sie dieses Prozedere mehrmals. Reagieren Ihre Katzen andauernd streitsüchtig aufeinander, sollten Sie darüber mit einem Tierarzt oder tatsächlich mit einem Tierpsychologen sprechen. Die Gesamtsituation wird ja ohne Ihr Handeln nicht besser, sondern auch irgendwann für Sie zur Belastungsprobe.

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