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Meine Hündin ist schwanger - was nun?

Schwangere Hündin unter der Decke

Herzlichen Glückwunsch: Deine Hündin ist schwanger. Hautnah darfst du das kleine Wunder miterleben, das im Bauch deines Vierbeiners heranwächst – eine große Ehre. In den nächsten 63 Tagen braucht dich deine flauschige beste Freundin mehr denn je. Von der richtigen Ernährung bis zur Wurfkiste: Wir verraten dir, was du für deine trächtige Hündin tun kannst. Mit diesen Tipps kann die Geburt kommen.

Neuer Speiseplan für die schwangere Hündin

Bis zur vierten Schwangerschaftswoche bleibt der Speiseplan gleich. Mit hochwertigem Hundefutter für ausgewachsene Tiere bist du auf der sicheren Seite. Ab der fünften Woche aber ändern sich die kulinarischen Bedürfnisse deiner schwangeren Hündin. Der trächtige Körper verlangt nach Welpenfutter. Ja, richtig gehört – Welpenfutter. Doch weshalb verzehrt sich eine erwachsene Hündin ausgerechnet nach Welpenfutter?

Der Körper deiner schwangeren Hündin hat nun alle Hände voll zu tun. Schließlich entstehen aus den befruchteten Eizellen in nur zwei Monaten fast vollständig ausgewachsene Hundewelpen – ein Wunder der Natur. Doch dem nicht genug: Während ein Mensch meist ein oder zwei Babys zur Welt bringt, schenkt eine Hündin oft bis zu zehn kleinen Fellnasen das Leben. Und diese zehn hungrigen Lieblinge muss sie nach der Geburt auch anständig säugen können. Dafür braucht sie Kraft. Und diese Kraft gewinnt sie aus Nährstoffen.

Welpenfutter: Kraft für die Schwangerschaft

Schwangere Hündin frisst Welpenfutter

Einen besonders hohen Nährstoffbedarf verspürt dein Haustier in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Plötzlich wachsen die Hundebabys in seinem Bauch in Rekordtempo heran. Nur mit genug Kalorien und Nährstoffen kann der Körper diese Herausforderung meistern. 40 bis 70 % mehr Proteine braucht deine Hündin jetzt. Herkömmliches Hundefutter kommt diesen hohen Ansprüchen aber nicht nach. Es enthält zu wenig Nährstoffe und Kalorien.

Und genau hier kommt Welpenfutter ins Spiel. Die Spezialnahrung ist ein größerer Nährstoff- und Energielieferant als Hundefutter für ausgewachsene Tiere. Damit kann es dienen:

  • ausgesprochen hoher Proteingehalt
  • hoher Fettanteil von mindestens 10 %
  • hoher Mineralstoff- und Vitamingehalt
  • mindestens 20 % Kohlenhydrate
  • leicht verdauliche Kost
  • große Auswahl an leckeren Hundemahlzeiten

So bringt Welpenfutter alles mit, was das Futter einer trächtigen Hündin mitbringen muss.

Die Mahlzeiten decken den gesamten Nährstoffgehalt ab. Auf weitere Futterquellen oder Nahrungsergänzungsmittel kannst du guten Gewissens verzichten. Schließlich sollst du deine Hündin während der Schwangerschaftswochen zwar gut füttern, aber auch nicht überfüttern. Hat dein Liebling zu viel auf den Rippen, treten schlimmstenfalls Komplikationen bei der Geburt auf. Auch Missbildungen bei den Welpen oder Milchmangel sind bei einer überdurchschnittlich hohen Nährstoffaufnahme möglich.

Wertvolle Ernährungstipps für die trächtige Hündin

  • Gewöhn dein Tier langsam an die Ernährungsumstellung. Misch anfangs kleine Mengen Welpenfutter unter das normale Hundefutter. Verträgt dein Liebling die neue Mahlzeit ganz gut, erhöhst du Tag für Tag die Dosis – so lange, bis deine Hündin nur noch Welpenfutter zu sich nimmt.
  • Achte bei der Auswahl des Welpenfutters auf die kulinarischen Vorlieben deines Haustiers. Rind ist seine Leibspeise? Dann ist die Entscheidung schon gefallen.
  • Vorsicht: Fütterst du deine Hündin ausschließlich mit Nassfutter, bekommt sie oft nicht genug Nährstoffe. Nassfutter hat schließlich weniger Kalorien als Trockenfutter. Entweder du genehmigst ihr größere Portionen oder mehrere Portionen. Vielleicht mischst du auch die eine oder andere Krokette unter das Nassfutter.
  • Wasser nicht vergessen: Servierst du deiner Hündin viel Trockenfutter, braucht sie viel Flüssigkeit. Ansonsten trocknet der Körper schneller aus und verliert wertvolle Nährstoffe.
Icon Glühbirne

VS.-Tipp:

Zum Glück verlaufen die meisten Hundeschwangerschaften reibungslos. Sollte es wider Erwarten doch zu Problemen kommen, zahlt sich eine Hundekrankenversicherung aus. Speziell bei teuren Behandlungen und Operationen bist du damit auf der sicheren Seite.

Wie viel Futter bekommt eine schwangere Hündin?

In den ersten Schwangerschaftswochen bekommt dein Liebling zwei bis drei ausgewogene Mahlzeiten pro Tag. Ab der vierten Woche empfehlen sich vier Mahlzeiten täglich. Und bitte keine Panik: Lässt der Appetit in den letzten Schwangerschaftswochen nach, besteht kein Grund zur Sorge. Die Welpen im Bauch sind inzwischen so groß, dass sie nicht mehr genug Platz für üppige Mahlzeiten lassen. Und je weiter die Trächtigkeit voranschreitet, desto weniger Appetit hat deine Hündin. Oft isst sie kurz vor dem Geburtstermin sogar gar nichts mehr.

Wie groß die Mahlzeiten sind, hängt von der Größe des Wurfs ab. Rechnest du beispielsweise mit vier oder fünf Welpen, braucht dein Liebling jede Menge Energie. Bestenfalls gewährst du ihm ständig Zugang zu Futter. Füll den Napf regelmäßig auf. So stillt deine Hündin ihren Appetit von ganz allein.

Bewegung tut gut - auch während der Schwangerschaft

Schwangere Hündin geht spazieren

Ausruhen und zu Hause bleiben – genau das braucht deine Hündin jetzt? Du täuschst dich. Bewegung tut ihr gut. Mit regelmäßigen Spaziergängen hält sie sich während der Hundeschwangerschaft fit und bereitet sich körperlich auf den Geburtstermin vor. Drei bis fünfmal täglich darf sich dein Liebling kurz im Freien austoben. Experten empfehlen zwischen 15 und 30 Minuten pro Spaziergang.

Doch Vorsicht: Bitte übertreib es mit der Bewegung nicht. Körperliche Anstrengung ist jetzt tabu. Verzichte auf stundenlange Spaziergänge durch anspruchsvolles Gelände mit starken Neigungen und Steigungen. Der gute alte Flusswanderweg tut es genauso. Auch Gehorsamkeitstraining und Hundeschauen müssen gerade nicht sein. Das setzt die werdende Mutter nur unter Stress. Und Stress ist nicht gut für die Hundebabys.

Achte beim Spazierengehen auf genug Abstand zu anderen Hunden. Packt einen Artgenossen der Übermut, kommt es womöglich zu Gerangel. Schlimmstenfalls bekommt die trächtige Hündin heftige Stöße und Schläge ab. Den ungeborenen Hundebabys gefällt das ganz und gar nicht.

Gemütliches Plätzchen - das Wurflager

Gegen Ende der Schwangerschaft stellt sich deine Hündin langsam auf den Wurf ein. Sie zieht sich zurück. Am wohlsten fühlt sie sich jetzt an einem ruhigen, geschützten Plätzchen, an dem sie ihre Babys ungestört zur Welt bringen kann. Hilf ihr dabei, dieses Plätzchen zu finden. Bau ein gemütliches Wurflager für Mutter und Kind.

Erste Wahl für das Wurflager ist ein Pappkarton. Ruck, zuck verwandelst du ihn in einen kleinen Wohlfühlort. Alles, was du dazu brauchst, sind saubere Handtücher, Bettbezüge oder Laken. Auch alte Kissen und Kuscheldecken weiß deine Hündin zu schätzen. Hauptsache das Lager ist schön weich, warm und flauschig.

Privatsphäre für die schwangere Hündin

Ein Wurflager neben der Couch oder im Kinderzimmer? Lieber nicht. Deine schwangere Hündin braucht jetzt Ruhe. Spielende Kinder oder laute Fernsehgeräusche stören nur ihre Privatsphäre. Auch andere Haustiere kann sie gerade nicht um sich herum gebrauchen. Der ideale Rückzugsort für trächtige Hunde ist übrigens der Heizkeller. Hier ist es nicht nur angenehm warm, sondern auch herrlich ruhig.

Deine Hündin kann sich nicht mit ihrem Wurflager anfreunden? Nimm es nicht persönlich. Nicht selten will sich das trächtige Tier seinen Rückzugsort selbst aussuchen. Warum legst du ihm nicht ein paar seiner Lieblingsleckerlis ins Körbchen? Oder versuchst es mit seinem Lieblingsspielzeug. Vielleicht kannst du deinen Liebling ködern.

Wenn die Hündin das Wurflager meidet

Trotz Leckerlis und Spielzeug meidet deine schwangere Hündin immer noch das Wurflager? Vielleicht liegt es an der Temperatur. Während der Schwangerschaft mag sie es weder zu heiß noch zu kalt. Zimmertemperatur ist ihr am liebsten. Auch Zugluft ist ihr ein Dorn im Auge. Bring sie lieber in einem zugfreien Raum unter.

Daran erkennst du eine gute Wurfkiste:

  • Lieber zu groß als zu klein: Wähle eine großzügige Wurfkiste, die deine Hündin mühelos betreten und verlassen kann.
  • Hohe Seitenwände: Ansonsten klettern die Jungen aus der Kiste heraus.
  • Sicherheitsleisten für die Innenwände: Gerade für größere Rassen sind die Sicherheitsmaßnahmen unverzichtbar. Nicht selten zerquetscht oder erstickt die Hundemama versehentlich ihre Neugeborenen.
  • Welpenunterlagen: Sie sind die perfekte Grundlage für ein solides Welpennest.
  • Wasserdichtes Heizkissen unter der Wurfkiste, das wertvolle Wärme spendet

Für den Fall der Fälle - der Milchaustauscher

Nicht nur vor und während des Wurfs kommt es gelegentlich zu Komplikationen. Auch nach dem Wurf braucht deine Hündin vermutlich deine Hilfe. Kann sie ihre Jungen nicht aus eigener Kraft versorgen, wirst du zum stellvertretenden Versorger. Im Auftrag der erschöpften Mutter gibst du den Neugeborenen regelmäßig Welpenmilch. In regelmäßigen Abständen fütterst du die Kleinen mit einem Milchaustauscher. Die reichhaltige Nahrung schenkt ihnen alles, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen.

Vor allem auffällig kleine oder schwache Hundebabys sind auf eine Nährstoffspritze angewiesen. Halte Rücksprache mit deinem Tierarzt, welche zusätzlichen Mittel du für die Fütterung der Welpen benötigst.

Hündn mit Welpen

Rundum gut betreut vom Tierarzt deines Vertrauens

Kein Fachbuch dieser Welt kann den Tierarzt ersetzen. Umso wichtiger ist ein erfahrener Mediziner, dem Mensch und Tier vertrauen. Von Anfang bis Ende begleitet er die Hundeschwangerschaft. Dabei bestimmt er nicht nur den Geburtstermin und die Größe des Wurfs, sondern steht deinem Liebling auch beim Geburtstermin zur Seite.

Der Geburtstermin - wann ist es so weit?

Ab dem 58. Tag der Trächtigkeit ist besondere Wachsamkeit geboten. Behalte deine trächtige Hündin im Auge – auch nachts. Es kann jederzeit losgehen. An diesen Anzeichen erkennst du einen bevorstehenden Wurf:

  • Rund 24 Stunden vor dem Wurf treten die Beckenknochen deutlich hervor. Der Grund: Die Beckenbänder senken sich. Offenbar bringen sich die Babys bereits in Position.
  • Der Appetit lässt nach: Dein Liebling frisst kaum bis überhaupt nichts mehr.
  • Die Körpertemperatur deiner Hündin sinkt.
  • Auffälliges Verhalten: Innere Unruhe macht sich in deinem Haustier breit.
  • Dein Liebling verweilt in seinem Lager (Lagerbildung).
  • Auch Schlucken, Winseln, Zittern, leichter Ausfluss und nervöses Verhalten deuten auf den kurz bevorstehenden Wurf hin.
Icon Glühbirne

VS.-Tipp:

Zum Glück kommt es bei Hundegeburten nur selten zu Komplikationen. Halte allerdings für den Ernstfall die Nummer deines Tierarztes oder des tierärztlichen Notdienstes bereit. Presst deine Hündin schon länger, bringt aber kein Junges hervor, braucht sie womöglich einen Kaiserschnitt. Auch bei großen Würfen ab fünf Jungen lohnt sich die tierärztliche Unterstützung. Ist die Hündin zu erschöpft für ein weiteres Hundebaby, geht ihr der Mediziner zur Hand – in vielen Tarifen der Hundekrankenversicherung wird die Geburtshilfe übernommen!

Übrigens: Für manche Hunderassen ist bereits im Vorfeld ein Kaiserschnitt geplant – vor allem bei Rassen mit großem Kopf. Dies gilt speziell für Möpse oder Chihuahuas. Bei Bulldoggen finden wegen der außergewöhnlichen Kopfform fast ausschließlich Kaiserschnittgeburten statt.