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Paarungsverhalten bei Katzen - wenn die Hormone Achterbahn fahren

Zwei Katzen

Das Paarungsverhalten bei Katzen kann Sie als Halter mächtig auf die Probe stellen. Heftiges Miauen, Jammern und herzzerreißendes Klagen sind nur einige Signale, die weibliche Katzen an die Kater in der Nachbarschaft aussenden.

Wie gestaltet sich das Sexualverhalten von Katzen? Wann ist die Rolligkeit bei Katzen vorbei? Wie lange sind Katzen paarungsbereit? Wir klären für Sie die wichtigsten Hintergründe.

Das ganze Jahr reif für die Liebe?

Die weibliche Katze wird bereits zwischen dem sechsten bis zum neunten Lebensmonat geschlechtsreif. Wenn Sie Ihre Katze bis dahin noch nicht kastriert haben, können Sie sich vor allem im Frühling und im Sommer auf einige schlaflose Nächte einstellen. Das liegt einfach daran, dass die Monate März bis September mehr Licht bringen und damit das Paarungsverhalten von Katzen positiv beeinflussen. Die Freigängerkatze ist in dieser Zeit etwa zweimal rollig.

Woran merke ich, dass meine Katze rollig ist?

Anhängliche Katze

Etwa ab dem sechsten Lebensmonat setzt bei der Katze die Geschlechtsreife ein. Wenn die Katze rollig ist, zeigt sie ein ungewöhnliches Verhalten:

  • Die Katze ist besonders anhänglich.
  • Sie reibt sich verstärkt an Ihnen oder an anderen Haustieren in Ihrem Haushalt.
  • Ihre Katze streicht an verschiedenen Gegenständen entlang.
  • Die Katze rollt sich auf dem Boden umher.
  • Beim Streicheln hebt sie ihren Po an.
  • Ihre Katze jault vor allem in der Nacht sehr laut, um paarungswillige Kater anzulocken

Das Paarungsverhalten bei Katzen birgt also eine Menge an Überraschungen mit sich, die Sie als Katzenfreund auf eine handfeste Geduldsprobe stellen können. Daneben kommt es vor allem bei Wohnungskatzen zu einer gewissen Unruhe. Sie werden alles versuchen, um nach draußen zu gelangen. Kratzen an den Türen oder dem Fensterrahmen sind da keine Seltenheit. Sie laufen zudem in der Wohnung auf und ab – wie ein nervöser Tiger. Dazu kommt, dass sie auch noch mit dem Markieren innerhalb der eigenen vier Wände beginnt.

Wann ist die Rolligkeit bei Katzen vorbei?

Diese Phase, auch Hitzeperiode genannt, dauert etwa acht Tage bis zwei Wochen an. Dabei gibt es bei weiblichen Katzen keine Wechseljahre. Sie sind bis ins hohe Alter paarungswillig – sofern sie nicht kastriert sind. Bei Wohnungskatzen kann es auch im Winter zur Rolligkeit kommen, da sie permanent dem Licht ausgesetzt sind. In der Wohnung ist es ja von morgens bis abends künstlich taghell.

Das Sexualverhalten beim Kater

Anders als die weiblichen Artgenossen sind Kater, die nicht kastriert sind, zu jeder Zeit bereit. Besonders aber im Frühjahr und im Sommer werden sie von einer Unruhe bemannt und durchstreifen ihr Revier nach einer paarungswilligen Katze. Auf der Suche nach dem verlockenden Duft der rolligen Katze lassen sie jede Vorsicht außer Acht und werden im schlimmsten Fall Opfer eines Verkehrsunfalles. In der Umgebung hinterlassen sie überall ihre Visitenkarte in Form von Urinspritzern. Dabei kommt es häufig auch zu Raufereien mit Katern aus der Nachbarschaft. Diese sind schließlich auch auf Brautschau und lassen sich vom Rivalen nicht die Butter vom Brot nehmen. Daher passiert es regelmäßig, dass der Kater nach seinem Streifzug durch das Revier mit Blessuren nach Hause kommt. Das Problem des Katers ist: Ob er zum Zuge kommt, hängt allein von der Katze ab. Denn sie allein bestimmt, mit wem sie sich paaren wird.

Icon Glühbirne

VS.-Info:

Ab und zu ereignen sich leider Unfälle, wenn Katzen ruhelos ihr Revier durchstreifen. Die Folge – schwere Verletzungen, die der Tierarzt operativ behandeln muss. Das Kostenrisiko in einem solchen Notfall können Sie mit der Katzen-OP-Versicherung abdecken.

Ausdauer gehört zum Paarungsverhalten der Katzen

Zwei Katzen

Es ist auf eine gewisse Art und Weise schon kurios, wie sich das Paarungsverhalten von Katzen abspielt. Während die Katze laut schreiend in der Umgebung einen paarungswilligen Kater sucht, raufen sich die Kater in der Nachbarschaft darum, wer nun als erster zum Zuge kommt. Dabei könnten sie sich diese Mühe sparen, denn am Ende entscheidet die Katze immer noch selber, mit wem sie sich paaren will. Das muss also nicht der stärkste Kater sein.

Wenn die Katze sich für einen Kater entschieden hat, dauert es aber noch eine Weile, bis sie den Geschlechtsakt vollzogen haben. Zuerst kokettiert die Katze, sie kann sich auch zurückziehen oder ein paar Pfotenhiebe gegen den Verehrer verteilen. Er hat es also nicht so einfach. Dann lockt die Katze ihren Partner wieder an, in dem sie sich auf den Boden rollt, nur um dann womöglich wieder mit den Tatzen Hiebe auszuteilen. Erst nach längerer Zeit lässt die Katze den Paarungsakt zu. Dazu ziehen sich beide Katzen in einen Unterschlupf zurück, denn sie wollen dabei unbeobachtet bleiben.

Nach dem Vollzug muss der Kater aber sofort das Weite suchen. Das liegt daran, dass der Deckakt für die Katze durchaus schmerzhaft sein kann. Der Penis des Katers ist nämlich mit kleinen Stacheln und Papillen versehen, die die Schmerzen verursachen. Der Schock darüber löst den Eisprung aus und die Befruchtung wird möglich. Danach heißt es für den Kater erst einmal: ab durch die Hecke. Witziger Weise lassen die Schmerzen bei der Katze schon nach ein paar Minuten wieder nach, so dass sie aufs Neue willig ist. Da der Deckkater nun verschwunden ist, braucht sie einen neuen Partner. Es kann daher passieren, dass die Kitten aus einem Wurf von verschiedenen Katern stammen. Wenn Katzen bei der Paarung schreien, ist das also ein völlig normaler Vorgang.

Der Kater für gewisse Stunden?

Es gibt natürlich auch den Fall, dass eine Katze zur Zucht gedeckt werden soll. Dazu soll natürlich nur ein einziger Deckkater eingesetzt werden, damit die Kitten nur einen Vater in den Papieren haben. Das ist allerdings für den Deckkater kein leichtes Unterfangen. Zwar unterliegt er nicht der phasenweisen Rolligkeit, muss aber die Katzen von seinen Qualitäten überzeugen. Selbst wenn die Katze hier keine Auswahl wie draußen hat, zieht sie ihr Spielchen dennoch gnadenlos durch. Erst anlocken, dann gibt es wieder Haue und so weiter.

Das Problem dabei ist, dass der Kater irgendwann keine Lust mehr auf das Spiel hat und eher lustlos reagiert. Dann muss die Katze alle Register ziehen, damit der Kater doch noch den Deckakt vollzieht. Da ist also für Katzenfreunde eine Menge Zeit gefragt, da das Paarungsverhalten bei Katzen nicht so ganz frei von kleinen Komplikationen zwischen Katze und Kater ist. Schließlich sind Katzen von Natur aus Einzelgänger und müssen jetzt für den Deckakt einen Partner suchen, den sie unter normalen Umständen meiden würden.

Die Paarung bedeutet nicht, dass sich die Katze und der Kater für die nächste Zeit wohlgesonnen sind. Während der Trächtigkeit, die etwa neun Wochen dauert, will die Katze nichts von dem Kater wissen. Ebenso ist die Aufzucht der Kitten reine Katzensache. Der Kater hat das Nachsehen. Davon ab ist in vielen Fällen ja nicht einmal bekannt, wer der Deckkater ist. Ebenso gründen Zuchtkatzen ja nicht automatisch eine Familie. Die Katze wird also nach dem Werfen weiterhin ihr Einzelgängerdasein fristen.

Wie kann ich meine rollige Katze beruhigen?

Es gibt einige Ansätze, die Ihrer Katze ein bisschen Ablenkung verschaffen können. Denken Sie aber daran, dass diese heiße Phase den ganzen Tagesablauf Ihrer Katze bestimmt und sie sich nicht dauerhaft von ihrer Rolligkeit ablenken lässt. Ihr Verhalten ist völlig normal, auch wenn es für Sie sehr anstrengend ist.

  • Fenster, Türen und Katzenklappen geschlossen halten. So isolieren Sie Ihre Katzen von den männlichen Artgenossen.
  • Setzen Sie homöopathische Mittel wie Bachblüten ein.
  • Schaffen Sie einen wärmenden Untergrund wie beispielsweise mit einer Heizdecke oder einem erhitzen Körnerkissen.
  • Ein wenig Katzenminze verschafft Beruhigung in der Liebeszeit.
  • Kaufen Sie ein neues Katzenbett oder einen neuen Kratzbaum.

Eine endgültige Lösung, das Verhalten Ihrer Katze zu verändern, ist nur mit der Kastration möglich. Wenn Sie sich dafür entscheiden, warten Sie die Phase der Rolligkeit ab, da dabei die Organe zu stark durchblutet werden. Übrigens, es ist ein hartnäckiges Vorurteil: Die Katze decken lassen, wenn sie rollig ist, macht überhaupt keinen Sinn. Wer keinen Wurf bei seiner Katze plant, der lässt seine Katze so früh wie möglich kastrieren. Katzen haben anders als wir Menschen keinen Kinderwunsch. Die Fortpflanzung ist ein natürlicher Instinkt, der mit der Kastration verloren geht.

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