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Mit dem Hund an den Strand: die absolute Freiheit?

In einigen Bundesländern beginnen in der nächsten Woche die Sommerferien. Mit Sack und Pack, Kind und Kegel und dem Hund geht es ab in den Urlaub. Viele zieht es in den schönsten Wochen des Jahres ans Meer.

Ob die deutsche Ostseeküste oder die deutsche und niederländische Nordsee: Der Strand und das Meer locken. Entspannung und Spaß ist angesagt. Während wir uns in Vorfreude üben, wird der Urlaub für unseren vierbeinigen Liebling zur großen Überraschung, wenn wir am Urlaubsort angekommen sind. Abstand vom Alltag nehmen: Geht das auch mit unserem Hund?

Die Wahl der richtigen Unterkunft

Wenn du deinen Urlaub am liebsten am Strand und Meer verbringst, dann suchst du dir am besten direkt eine Unterkunft, die eine gute Anbindung zum Meer hat: So bist du am Urlaubsort nicht erst auf das Auto angewiesen, wenn du mit dem Hund mal ans Wasser willst. Das Urlaubsportal hundeurlaub.de bietet dir eine umfassende Übersicht über Ferienhäuser, in denen Hunde willkommen sind. Dazu solltest du dir im Vorfeld Tipps holen, an welchen Stränden in deiner Urlaubsregion du dich frei oder ohne große Einschränkungen mit deinem Hund bewegen kannst. Schließlich soll deine Fellnase ja auch Spaß im Urlaub haben.

Was ist wichtig für deinen Hund, wenn ihr euch am Strand aufhaltet?

Hund sitzt vor einer Düne am Strand

Unbedarft solltest du in keinem Fall einen Strandausflug mit deinem vierbeinigen Liebling unternehmen. Ein bisschen Planung im Vorfeld gehört dazu. Kein großer Aufwand, ein paar einfache Überlegungen helfen, dass es deinem Liebling an nichts fehlt. Dazu gehört, dass dein Hund sich bester Gesundheit erfreut. Mit älteren oder kranken Hunden ist der Aufenthalt am Strand oder das Toben im Wasser gesundheitlich eher weniger zu empfehlen. Zu groß sind die Risiken von Überhitzung in der Sonne, Unterkühlung im Wasser oder Überanstrengung beim Herumtoben.

Ist dein Liebling topfit, kann es losgehen. Verzichte vor dem Ausflug auf größere Mengen an Futter, denn beim Tollen am Strand und im Wasser kann es vor allem bei größeren Hunderassen zu einer Magendrehung kommen. Besser ist es, wenn du im Laufe des Tages deinem Vierbeiner mehrere kleine Portionen Futter anbietest und für den Strand ein paar kleine Snacks in der Tasche hast. Dazu gehören ein Trinknapf und ein kleiner Vorrat an frischem Trinkwasser. Sonst besteht das Risiko, dass dein Hund zu viel Salzwasser trinkt.

Schatten oder eher Sonnenbad?

Während sich mancher Zweibeiner ohne Hund im Urlaub für regelmäßige Sonnenbäder entscheidet, müssen wir die Überlegung anstellen, wie wir unseren Hund vor der Intensität der Sonneneinstrahlung schützen können. An den Stränden der Nord- und Ostsee sind schattige Plätze eher rar. Außer wir mieten einen Strandkorb oder eine Strandhütte. Das bedeutet für uns, dass wir uns mehr oder weniger schwer beladen an den Strand begeben – mit Sonnenschirm, Strandmuschel oder anderem Zubehör, das uns ein wenig Schutz vor der Sonne verschafft. Dann kann sich dein Liebling nach dem Bad dort ein bisschen ausruhen, ohne der Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Creme deinen Hund ein, so lange er sich nicht im Wasser aufhält. Vor allem Hunderassen mit kurzem Fell können ohne Weiteres einen Sonnenbrand erleiden. Ohnehin sind für den Spaziergang zum Strand der Vormittag und der späte Nachmittag die besten Zeiten: Die Sonne scheint weniger heftig und es sind mit Sicherheit weniger Menschen unterwegs.

Vorsicht, heißer Boden!

Zwei spielende Hunde am Strand

Wenn wir bei praller Sonne barfuß über den Strand laufen, ist das ganz schön holprig. Der Sand ist brütend heiß. Jetzt denk mal daran, wie es deinem Hund gehen muss. Daher gilt: Halte die Wege kurz. Achte darauf, dass dein Hund nicht versehentlich in eine Glasscherbe tritt. Diese liegen leider immer mal am Strand herum, obwohl die zuständigen Kommunen alles zur Sauberkeit der Strände unternehmen. Wenn du einen weiteren Weg zurücklegen möchtest, um abseits zu liegen, nutz die Kante entlang des Wassers, wo der Sand nass ist. Damit sind heiße Pfotenballen kein Problem mehr für deinen Liebling. Dazu noch eine Decke und schon kann der Wohlfühltag am Wasser beginnen.

Ein kühles Plätzchen kann nicht schaden

Noch ein Tipp, wie ihr euch spielerisch ein kühles Plätzchen selber verschaffen könnt: Lass ihn ein Loch am Strand buddeln und geh ihm ein bisschen mit einer Schaufel zur Hand. Die unteren Sandschichten sind angenehm kühl und du kannst, wenn das Loch für deinen Liebling ausreichend groß ist, einen Sonnenschirm darüber stellen. Dein Hund wird es als seinen Platz betrachten und sich genüsslich nach dem Herumtoben dort hinein verziehen, wenn er Ruhe benötigt. Achte darauf, dass beim Herumbuddeln keine anderen Strandbesucher vom umher fliegenden Sand in Mitleidenschaft gezogen werden. Kaum jemand liebt es, wenn die Strandmatte oder das Handtuch mit Sand bedeckt werden.

Wie verhält sich dein Liebling am Strand?

So mancher Vierbeiner ist ein munterer Bursche, wenn das Wasser lockt. Da gibt es kein Halten mehr. Ebenso kann die Weite des Strandes ein Grund sein, mal für einen Moment das Weite zu suchen. Wichtig ist in diesen Momenten, dass dein Hund deine Abbruchsignale kennt und auch auf Abruf reagiert. Sonst kann das unter Umständen dazu führen, dass sich dein Liebling entweder in Gefahr begibt oder andere Badegäste sich durch ihn belästigt fühlen. Die Gefahr liegt darin, dass er nicht an jeder Stelle ins Wasser springen darf: Du musst erst schauen, wo keine Gefahren beispielsweise durch Strömungen lauern. Eine Belästigung für andere Badegäste könnte darin bestehen, wenn der Hund dort am Picknickkorb herumschnüffelt.

Wasserratte oder wasserscheu?

Wenn du ein Fan der rauen Fluten an Nord- und Ostsee bist, muss dein Liebling da nicht sofort nachziehen. Insbesondere der erste Urlaub am Meer sollte sich so entwickeln, dass dein Hund zu einer richtigen Wasserratte wird. Also, lass deinen Hund sich erst vortasten und überfordere ihn nicht. Ein paar Spiele an der seichten Wasserkante eignen sich hervorragend, um den Hund an das Element Wasser zu gewöhnen. Gut, er kennt von zuhause den Gartenschlauch oder ein Planschbecken, aber das hier ist eine Nummer größer. Bei Ebbe ist solltest du tunlichst vermeiden, dass sich dein Hund ins Wasser wagt: Was für den Menschen gefährlich ist, kann auch für Hunde unter Umständen tödlich enden. Besonders, weil Hunde nicht die Strömung erkennen, die sie weiter vom sicheren Strand wegzieht. Bei Ebbe ist es besser, wenn du mit deinem Hund in den riesigen Wasserpfützen spielst, die zurückbleiben. Wichtig ist, dass du im Vorfeld des Badespaßes das Floh- oder Zeckenhalsband abnimmst. Ansonsten verlieren die Antiparasitika ihre schützende Wirkung.

Spielen im Wasser

Hund in der Nordsee mit Frisbee im Mund

Schwimmendes Hundespielzeug eignet sich am besten dazu, den Hund in das Wasser zu locken. Ein Ball an der Wasseroberfläche oder ein Frisbee sind da ausreichend, um den Spieltrieb deines Lieblings zu wecken. Wirf das Spielzeug dorthin, wo das Wasser seicht genug ist. Achte darauf, dass du keine Spielzeuge verwendest, die untergehen können. So mancher Hund neigt dazu, danach zu tauchen und kann schnell die Orientierung verlieren. Bist du auch eine Wasserratte? Dann mach es deinem Hund einfach vor und renne mit voller Kraft in die Fluten. Dein Hund wird dir, wenn er auf den Geschmack gekommen ist, hinterher rennen und sich an den Wellen erfreuen. Ist dein Hund noch nicht so affin für das große Wasser, dann lass ihn Spielzeuge aus den flachen Pfützen herausholen, die sich bei Ebbe überall bilden. Diese sind schön seicht und das Wasser ist dazu noch von der Sonne gut aufgewärmt.

Ist gerade Flut und dein Hund tobt sich so richtig im Wasser aus, so begrenz seine Badezeiten, auch wenn er ein guter Schwimmer ist. Hunde hören nicht zwangsläufig auf zu spielen, nur weil sie müde werden. Im Gegenteil, sie neigen dazu, in einen Zustand der Erschöpfung zu wechseln und das ist im Meer natürlich tödlich. Achte weiter noch darauf, dass dein Hund nicht zu viel Salzwasser schluckt, denn das führt schnell zur Dehydrierung und zu Übelkeit. Am Ende des Bades oder des Strandtages dusch deinen Hund mit Süßwasser ab. Dazu sind an den meisten Standabschnitten Duschen eingerichtet, mit denen du dich und deinen Liebling abbrausen kannst. Rubbel ihn gründlich ab, an der See weht mal eine steife Brise, die durch das nasse Fell zu einer Erkältung führen kann.

Alles wieder mitnehmen

Ein längerer Tag am Strand führt dazu, dass sich dein Hund das eine oder andere Mal lösen muss. Dazu ist es wichtig, dass du genug Kotbeutelchen mit dabei hast, um die Hinterlassenschaften deines Hundes zu entsorgen. Verbuddeln geht nicht: Schließlich möchtest du selber beim Sandburgenbauen mit deinem Hund nicht auf Exkremente vorheriger Strandbesucher stoßen. Das Beste ist, wenn von dir und deinem Hund nur die Spuren im Sand zu sehen sind. Aber wem sagen wir das? Schließlich lieben alle Hundefreunde einen sauberen Strand zum Sonnen, Baden und Herumtoben.