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Wie verabreiche ich meinem Hund Medikamente?

Hund bekommt Medikamente

Wenn es Ihrem Liebling mal nicht so gut geht, bekommt er vom Tierarzt Medikamente verschrieben. Schließlich soll er ja schnellstmöglich wieder auf die Beine kommen und gesund werden.

Sie bekommen die Medikamente vom Tierarzt mit einem ganzen Sack voller Hinweise, wie diese eingenommen werden müssen: In welcher Dosierung, zu welcher Tageszeit und vor oder nach dem Füttern. Mal sind es Tabletten, mal Pulver oder auch Tropfen. Es ist nicht immer einfach, Ihren Liebling dazu zu bewegen, dass er die benötigte Medizin auch nimmt. Da ist es wie bei kleinen Kindern: Allein schon das Aussehen und der Geruch oder Geschmack führen automatisch zu einer Verweigerungshaltung.

Welche Wirkungen haben Medikamente?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie bei Ihrem Liebling aufkommende Erkrankungen wahrnehmen und dann zum Tierarzt gehen. Damit Sie die anfallenden Tierarztrechnungen nicht selber bezahlen müssen, gibt es eine Hundekrankenversicherung. Diese übernimmt nicht nur die Kosten für die Heilbehandlung, sondern auch für Medikamente. Fragen Sie beim Tierarzt genau nach, in welcher Form Ihr Hund die Medizin einnehmen muss. Kann sie unter Umständen mit dem Trinkwasser verabreicht werden? Müssen Sie Tabletten mörsern, damit Sie diese unter das Futter mischen können? Dürfen Tabletten oder Kapseln zerkleinert werden, so dass sie über die Schleimhäute aufgenommen werden? Oder müssen die Kapseln unbeschadet im Darm ankommen, damit sie dort ihre Wirkung entfalten? Machen Sie sich umfangreich Notizen und scheuen Sie sich nicht, den Tierarzt bei Unklarheiten auch zwei, dreimal zu fragen. Es geht schließlich um die Gesundheit Ihres Lieblings.

Wenn Tabletten auf Ablehnung stoßen - so überlisten Sie Ihren Hund

Gut, wenn Tabletten oder andere Medikamente nicht pur, sondern mit der Nahrung aufgenommen werden können. Das lässt schon mal den teilweise bitteren Geschmack übertünchen. Manchmal sind unsere Vierbeiner aber doch so clever und merken, dass da etwas mit dem Futter oder Trinken nicht stimmt. Sie verschmähen es. Irgendwie muss die Medizin aber nun aufgenommen werden. Dazu können Sie ein wenig Fleischbrühe zusätzlich in das Trinkwasser oder in das Futter mischen. Das verdeckt nicht nur andere Düfte, sondern regt auch den Appetit Ihres Hundes an. Achten Sie darauf, dass Sie aber nicht mal eben einen gehäuften Teelöffel dort untermischen: Eine Messerspitze tut es auch.

Medikamente spielerisch aufnehmen?

Hunde spielen gerne. Das können wir uns natürlich zunutze machen, wenn es darum geht, unseren Liebling auszutricksen. Das klingt vielleicht ein bisschen gemein, aber geht nicht anders. Wenn es um die Aufnahme von Tabletten geht, ist auch mal etwas Fantasie gefragt. Sie können eine Tablette beispielsweise in eine Minifrikadelle hineindrücken. Lassen Sie Ihren Liebling ein paar Kommandos ausführen, die er kennt. Als Belohnung erhält er die kleine Frikadelle und die Medizin ist geschluckt. Daneben gibt es im Tierfutterhandel mittlerweile auch sogenannte Tabletten-Leckerlis. Diese haben in der Mitte ein Loch, in das Tabletten hineingedrückt werden können. Wir denken, dass es aber auch mit den üblichen Belohnungen und Leckerlis funktionieren wird. Dafür müssen Sie sich nicht großartig in Unkosten stürzen.

Sanfte Gewalt bei Medikamenten?

Manchmal ist unser Vierbeiner ein Schlitzohr und lässt sich partout nicht austricksen, was die Aufnahme von Tabletten angeht. Dann müssen wir ein wenig sanfte Gewalt anwenden. Öffnen Sie dazu den Fang Ihres Lieblings, indem Sie die Lefzen mit einer Hand leicht umfassen und etwas Druck ausüben. Ihr Hund öffnet sein Maul. Heben Sie den Kopf Ihres Hundes leicht an und legen Sie die Tablette zu weit wie möglich hinten auf die Zunge. Massieren Sie anschließend sanft den Kehlkopf, damit lösen Sie den Schluckreflex aus.

Ähnlich können Sie vorgehen, wenn die Medizin in Tropfenform oder als Saft aufgenommen werden muss. Füllen Sie die erforderliche Menge in eine Pipette und drücken Sie dann die Medizin seitlich in den Fang. Heben Sie dabei den Kopf an, so muss Ihr Hund zwangsläufig schlucken. Weg ist die Medizin. Da diese Methode aber - wie eingangs beschrieben - ein bisschen mit Nachdruck verbunden ist – müssen Sie Ihren Liebling nach erfolgter Verabreichung der Medizin loben und belohnen. So bleibt dieser Vorgang für ihn positiv in Erinnerung.

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