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Maisfelder: So gefährlich sind sie für Deinen Hund

Hund rennt mit einem Maiskolben über das Feld

Maisfelder - eine von Hundehaltern oft unterschätze Gefahr. Oder wusstest Du, dass es für Deinen Vierbeiner lebensgefährlich werden kann, wenn er den Strunk eines Maiskolbens frisst? Und das ist längst nicht die einzige Bedrohung, die zwischen September und November in den Maisfeldern auf Deinen Hund wartet. Wir nennen Dir drei Gründe, wieso Dein Hund nichts in Maisfeldern zu suchen hat und wie Du im Notfall richtig reagierst.

Maiskolben: Achtung Darmverschluss

Notfall in einer Tierarztpraxis: Ein Hund, der Probleme beim Kot absetzen und starke Bauchschmerzen hat, kommt zum Tierarzt. Bei einer eingehenden Untersuchung wird festgestellt, dass er den Strunk eines Maiskolbens verschluckt hat. Ein Teil des Darms muss operativ entfernt werden. Das Problem: Der unverdauliche Strunk hat sich im Darm verkeilt und einen Darmabschnitt bereits sehr stark geschädigt.

Unser Hundeexperte Ralf Becker betont daher: „Maiskolben, ob vom Feld oder Grill, sind für Hunde tabu. Die Gefahr, dass sich der Strunk im Hundedarm festsetzt ist groß. Und dann hilft nur noch eine Operation. Mit einer Hunde-OP-Versicherung sind die Kosten dafür zwar abgedeckt, trotzdem solltest Du es besser gar nicht erst so weit kommen lassen. Selbst, wenn Du bisher Glück hattest und Deinem Hund nichts passiert ist.“

Wie erkenne ich einen Darmverschluss?

Natürlich kann es immer mal vorkommen, dass Dein Hund einen Fremdkörper verschluckt und es dadurch zu einem Darmverschluss kommt. Dann ist schnelles Handeln gefragt. Bleibt der Darmverschluss nämlich zu lange unentdeckt, kann es im schlimmsten Fall tödlich für Deinen Vierbeiner enden.

Symptome eines Darmverschlusses:

  • Dein Hund hat Bauchschmerzen.
  • Sein Bauch ist verhärtet.
  • Er frisst kaum noch.
  • Seine Temperatur ist erhöht.
  • Er erbricht, kann jedoch keinen Kot absetzen.

Zeigt Dein Hund solche Symptome, solltest Du umgehend mit ihm zum Tierarzt. Wartest Du zu lange, können Teile des Darms absterben. Im Extremfall kann der Darm sogar aufreißen und zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen.

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VS.-Info:

Kastanien sind neben Maiskolben eine weitere von vielen Hundehaltern unterschätzte Gefahr. Sie eignen sich schließlich ideal für ein spontanes Apportierspiel. Verschluckt Deine Fellnase dabei jedoch eine Kastanie, kann diese den Dünndarm blockieren.

Maisblätter: Achtung messerscharf!

Nicht nur die Maiskolben, sondern auch die Blätter und Halme können Deinem Hund gefährlich werden. Sie sind nämlich messerscharf. Lässt Du Deinen Vierbeiner durch ein Maisfeld laufen, kann es daher sein, dass er mit tiefen Schnittwunden zurückkommt. Tödlich sind diese Verletzungen in der Regel zwar nicht, dafür aber äußerst schmerzhaft. Außerdem könnte sich die Wunde entzünden und zu einer Blutvergiftung führen. Vor allem, wenn sie unversorgt bleibt.

Schnittwunden beim Hund versorgen

Schnittwunden, ob groß oder klein, müssen gesäubert und desinfiziert werden. Blutet die Wunde nach etwa 10 Minuten weiterhin, solltest Du mit Deinem Hund schnellstmöglich zum Tierarzt. Bei kleineren Wunden gilt:

  • Entferne das Fell rund um die Wunde. So kannst Du die Wunde besser sehen und verhinderst zugleich, dass das Fell die Verletzung verunreinigt.
  • Säubre die Wunde anschließend mit lauwarmen Wasser und Desinfektionsmittel. Nutz dafür ein Tuch, das nicht fusselt.
  • Trag Wundspray oder Wundsalbe auf.
  • Verhindre, dass Dein Vierbeiner über die Verletzung leckt. Dadurch wird die Wundheilung gestört. Leg ihm Notfalls eine Halskrause an.
  • Kontrollier die Wunde regelmäßig. Hat sich die Wunde entzündet? Ab zum Tierarzt!
Hund

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Maisfelder: Achtung Wildschweine voraus

Schon gewusst? Häufig verstecken sich Wildschweine hinter den hohen Halmen und mampfen genüsslich etwas Mais. Dabei wollen sie natürlich nicht gestört werden. Dein Vierbeiner sollte sie also besser nicht aufscheuchen. Denn gerät so ein Wildschein erst einmal in Rage, kann es Deinen Hund und auch Dich ernsthaft verletzen.

Wildschweinbegegnung mit Hund - Tipps

Vor Wildschweinen solltest Du Dich bei Deinem Hundespaziergang generell in Acht nehmen. Zumindest, wenn Du durch Wälder spazierst oder auf Feldwegen unterwegs bist. Hunde sind für Wildschweine nämlich ein rotes Tuch. Sie stammen schließlich von ihrem Feind dem Wolf ab. Es könnte also durchaus sein, dass ein Wildschwein Dich und Deinen Vierbeiner angreift. Vor allem, wenn es zuvor von ihm bei der Nahrungsaufnahme gestört wurde. Dann heißt es,

  • stehen bleiben
  • langsam rückwärtsgehen
  • dem Wildschein nicht zu nahe kommen
  • ihm eine Rückzugsmöglichkeit bieten
  • auf keinen Fall wegrennen

Lässt sich das Wildschwein dadurch nicht mehr beruhigen? Hat es Dich oder Deinen Hund bereits lautstark schnaubend, mit aufgestelltem Schwänzchen und klappernden Zähnen ins Visier genommen? Dann solltest Du

  • Dich groß machen
  • in die Hände klatschen
  • brüllen und auf dem Boden stampfen
  • Dich mit allen Mitteln bemerkbar machen

Fazit: Darum sind Maisfelder für Hunde tabu

Mais ist lecker, keine Frage. Dennoch solltest Du Deinen Vierbeiner lieber von Maisfeldern fernhalten. Wieso? Na ja, immerhin beschädigst Du fremdes Eigentum, wenn Du ihn durchs Feld laufen lässt. Außerdem ist es ziemlich gefährlich für ihn, wie folgende drei Gründe zeigen:

  1. Die Blätter und Halme sind sehr scharfkantig. Läuft Dein Vierbeiner also durchs Maisfeld, kann er sich an ihnen schneiden. Diese Schnittwunden sind äußerst schmerzhaft. Und, wenn sie sich entzünden durchaus gefährlich.
  2. Während Dein Vierbeiner im Feld tobt und spielt, kann er auf Wildschweine treffen. Und die finden es bekanntlich gar nicht toll, wenn sie beim Fressen gestört werden.
  3. Der Strunk des Maiskolbens ist unverdaulich. Wird er von Hunden verschluckt, führt er mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Darmverschluss.

Unsere VS.-Bitte zum Schluss:

Warn andere Hundebesitzer vor den Gefahren aus dem Maisfeld. Mach auch unterwegs auf die Risiken aufmerksam, wenn Du mitkriegst, dass Hundefreunde ihre Vierbeiner durch die Felder toben lassen. Pass gut auf Deine Fellnase auf und lein sie in der Nähe von Maisfeldern besser an.

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