eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Maisfelder sind gefährlich
 

Maisfelder: So gefährlich sind sie für Ihren Hund

Hund rennt mit einem Maiskolben über das Feld

Maisfelder - eine von Hundehaltern oft unterschätze Gefahr. Oder wussten Sie, dass es für Ihren Vierbeiner lebensgefährlich werden kann, wenn er den Strunk eines Maiskolbens frisst? Und das ist längst nicht die einzige Bedrohung, die zwischen September und November in den Maisfeldern auf Ihren Hund wartet. Wir nennen Ihnen drei Gründe, wieso Ihr Hund nichts in Maisfeldern zu suchen hat und wie Sie im Notfall richtig reagieren.

Maiskolben: Achtung Darmverschluss

Notfall in einer Tierarztpraxis: Ein Hund, der Probleme beim Kot absetzen und starke Bauchschmerzen hat, kommt zum Tierarzt. Bei einer eingehenden Untersuchung wird festgestellt, dass er den Strunk eines Maiskolbens verschluckt hat. Ein Teil des Darms muss operativ entfernt werden. Das Problem: Der unverdauliche Strunk hat sich im Darm verkeilt und einen Darmabschnitt bereits sehr stark geschädigt.

Unser Hundeexperte Ralf Becker betont daher: „Maiskolben, ob vom Feld oder Grill, sind für Hunde tabu. Die Gefahr, dass sich der Strunk im Hundedarm festsetzt ist groß. Und dann hilft nur noch eine Operation. Mit einer Hunde-OP-Versicherung sind die Kosten dafür zwar abgedeckt, trotzdem sollten Sie es besser gar nicht erst so weit kommen lassen. Selbst, wenn Sie bisher Glück hatten und Ihrem Hund nichts passiert ist.“

Wie erkenne ich einen Darmverschluss?

Natürlich kann es immer mal vorkommen, dass Ihr Hund einen Fremdkörper verschluckt und es dadurch zu einem Darmverschluss kommt. Dann ist schnelles Handeln gefragt. Bleibt der Darmverschluss nämlich zu lange unentdeckt, kann es im schlimmsten Fall tödlich für Ihren Vierbeiner enden.

Symptome eines Darmverschlusses:

  • Ihr Hund hat Bauchschmerzen.
  • Sein Bauch ist verhärtet.
  • Er frisst kaum noch.
  • Seine Temperatur ist erhöht.
  • Er erbricht, kann jedoch keinen Kot absetzen.

Zeigt Ihr Hund solche Symptome, sollten Sie umgehend mit ihm zum Tierarzt. Warten Sie zu lange, können Teile des Darms absterben. Im Extremfall kann der Darm sogar aufreißen und zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen.

Icon Glühbirne

VS.-Info:

Kastanien sind neben Maiskolben eine weitere von vielen Hundehaltern unterschätzte Gefahr. Sie eignen sich schließlich ideal für ein spontanes Apportierspiel. Verschluckt Ihre Fellnase dabei jedoch eine Kastanie, kann diese den Dünndarm blockieren.

Maisblätter: Achtung messerscharf!

Nicht nur die Maiskolben, sondern auch die Blätter und Halme können Ihrem Hund gefährlich werden. Sie sind nämlich messerscharf. Lassen Sie Ihren Vierbeiner durch ein Maisfeld laufen, kann es daher sein, dass er mit tiefen Schnittwunden zurückkommt. Tödlich sind diese Verletzungen in der Regel zwar nicht, dafür aber äußerst schmerzhaft. Außerdem könnte sich die Wunde entzünden und zu einer Blutvergiftung führen. Vor allem, wenn sie unversorgt bleibt.

Schnittwunden beim Hund versorgen

Schnittwunden, ob groß oder klein, müssen gesäubert und desinfiziert werden. Blutet die Wunde nach etwa 10 Minuten weiterhin, sollten Sie mit Ihrem Hund schnellstmöglich zum Tierarzt. Bei kleineren Wunden gilt:

  • Entfernen Sie das Fell rund um die Wunde. So können Sie die Wunde besser sehen und verhindern zugleich, dass das Fell die Verletzung verunreinigt.
  • Säubern Sie die Wunde anschließend mit lauwarmen Wasser und Desinfektionsmittel. Nutzen Sie dafür ein Tuch, das nicht fusselt.
  • Tragen Sie Wundspray oder Wundsalbe auf.
  • Verhindern Sie, dass Ihr Vierbeiner über die Verletzung leckt. Dadurch wird die Wundheilung gestört. Legen Sie ihm Notfalls eine Halskrause an.
  • Kontrollieren Sie die Wunde regelmäßig. Hat sich die Wunde entzündet? Ab zum Tierarzt!

Maisfelder: Achtung Wildschweine voraus

Schon gewusst? Häufig verstecken sich Wildschweine hinter den hohen Halmen und mampfen genüsslich etwas Mais. Dabei wollen sie natürlich nicht gestört werden. Ihr Vierbeiner sollte sie also besser nicht aufscheuchen. Denn gerät so ein Wildschein erst einmal in Rage, kann es Ihren Hund und auch Sie ernsthaft verletzen.

Wildschweinbegegnung mit Hund - Tipps

Vor Wildschweinen sollten Sie sich bei Ihrem Hundespaziergang generell in Acht nehmen. Zumindest, wenn Sie durch Wälder spazieren oder auf Feldwegen unterwegs sind. Hunde sind für Wildschweine nämlich ein rotes Tuch. Sie stammen schließlich von ihrem Feind dem Wolf ab. Es könnte also durchaus sein, dass ein Wildschwein Sie und Ihren Vierbeiner angreift. Vor allem, wenn es zuvor von ihm bei der Nahrungsaufnahme gestört wurde. Dann heißt es,

  • stehen bleiben
  • langsam rückwärtsgehen
  • dem Wildschein nicht zu nahe kommen
  • ihm eine Rückzugsmöglichkeit bieten
  • auf keinen Fall wegrennen

Lässt sich das Wildschwein dadurch nicht mehr beruhigen? Hat es Sie oder Ihren Hund bereits lautstark schnaubend, mit aufgestelltem Schwänzchen und klappernden Zähnen ins Visier genommen? Dann sollten Sie

  • sich groß machen
  • in die Hände klatschen
  • brüllen und auf dem Boden stampfen
  • sich mit allen Mitteln bemerkbar machen

Fazit: Darum sind Maisfelder für Hunde tabu

Mais ist lecker, keine Frage. Dennoch sollten Sie Ihren Vierbeiner lieber von Maisfeldern fernhalten. Wieso? Na ja, immerhin beschädigen Sie fremdes Eigentum, wenn Sie ihn durchs Feld laufen lassen. Außerdem ist es ziemlich gefährlich für ihn, wie folgende drei Gründe zeigen:

  1. Die Blätter und Halme sind sehr scharfkantig. Läuft Ihr Vierbeiner also durchs Maisfeld, kann er sich an ihnen schneiden. Diese Schnittwunden sind äußerst schmerzhaft. Und, wenn sie sich entzünden durchaus gefährlich.
  2. Während Ihr Vierbeiner im Feld tobt und spielt, kann er auf Wildschweine treffen. Und die finden es bekanntlich gar nicht toll, wenn sie beim Fressen gestört werden.
  3. Der Strunk des Maiskolbens ist unverdaulich. Wird er von Hunden verschluckt, führt er mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Darmverschluss.

Unsere VS.-Bitte zum Schluss:

Warnen Sie andere Hundebesitzer vor den Gefahren aus dem Maisfeld. Machen Sie auch unterwegs auf die Risiken aufmerksam, wenn Sie mitkriegen, dass Hundefreunde ihre Vierbeiner durch die Felder toben lassen. Passen Sie gut auf Ihre Fellnase auf und leinen Sie sie in der Nähe von Maisfeldern besser an.