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Diskussion um die Leitungswasserschäden in der Gebäudeversicherung

Leitungswasserschäden führen in der Gebäudeversicherung jedes Jahr zu einer hohen Zahl von Schadensersatzleistungen. Kein Wunder, wenn die Versicherer ein wenig auf die Bremse treten müssen, um nicht ungefiltert schadenbelastete Objekte in ihren Bestand aufzunehmen.

Leitungswasserschaden

Diskussion kam jetzt vor allem auf, nachdem die InterRisk zunächst auf eine Deckungsanfrage mitteilte, dass Objekte mit Vorschäden generell nicht aufgenommen würden. Wie sich schnell herausstellte, entsprach diese Aussage eines Mitarbeiters aber nicht der Annahmepolitik des Unternehmens. Dennoch werden Objekte mit Vorschäden im Bereich Leitungswasser genauer unter die Lupe genommen – wie auch bei jedem anderen Versicherer.

Prüfung bei Vorschäden durch Leitungswasser erfolgt immer

Der Vorstand der InterRisk, Dietmar Willwert, dementiere diese Vorgehensweise zur gänzlichen Ablehnung umgehend und richtigerweise. Das eine Risikoprüfung bei Vorschäden vorgenommen wird, ist normal. Je nach Alter des Objektes, Sanierungszustand und Anzahl der Vorschäden im Bereich Leitungswasser muss individuell über die Annahme eines Antrages entschieden werden. Wurden zum Beispiel nach einem Leitungswasserschaden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen getroffen, so dass ein Schaden künftig ausgeschlossen sein sollte, steht einer uneingeschränkten Annahme nichts im Wege. Das ist aber nicht nur bei der InterRisk der Fall, sondern auch bei allen anderen Gebäudeversicherern. Je nach Situation kann es aber durchaus auch zur Vereinbarung einer Selbstbeteiligung kommen. Liegt diese bei 250 Euro oder 500 Euro, ist das noch lange kein Beinbruch. Jeder Hausbesitzer hat es schließlich selbst in der Hand, für den einwandfreien Zustand seines Objektes zu sorgen. Haben sich in der Vergangenheit mehrere kleine Schäden ereignet, spricht das dafür, dass in der Zukunft auch weitere Schäden zu erwarten sind. Das da die Gebäudeversicherung entweder zu einer Ablehnung greift oder eine noch höhere Selbstbeteiligung vereinbart, ist eigentlich völlig normal.

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Drei Leitungswasserschäden und nun folgt die Kündigung

Ein aktueller Fall beschäftigt auch uns. Durch einen Versicherer wurde uns mitgeteilt, dass der Vertrag eines Kunden gekündigt werden soll. Dieser hatte in den letzten zwölf Monaten drei Leitungswasserschäden eingereicht, von denen jeder unter einer Schadenshöhe von 500 Euro lag. Sicherlich, die Beiträge wurden immer brav eingezahlt, doch ist bei dieser Häufung es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Schaden eintrudelt. Es geht hierbei nicht um den einzelnen Kunden, sondern um alle Kunden, die mit ihren Beiträgen diese Schäden ja abdecken. Somit muss also Luft nach oben bleiben. Wir haben dem Kunden empfohlen, von sich aus die Kündigung zur nächsten Fälligkeit auszusprechen und damit der Gebäudeversicherung zuvorzukommen. Mit einer Kündigung durch den Versicherer und drei Vorschäden dürfte er sonst erheblich schlechtere Karten haben, einen anderen Versicherer zu finden. Somit bleibt auch bis Sommer noch Zeit, Maßnahmen zur Sanierung zu treffen und einen neuen Versicherer zu finden.

Drei Leitungswasserschäden und nun folgt die Kündigung

Ein aktueller Fall beschäftigt auch uns. Durch einen Versicherer wurde uns mitgeteilt, dass der Vertrag eines Kunden gekündigt werden soll. Dieser hatte in den letzten zwölf Monaten drei Leitungswasserschäden eingereicht, von denen jeder unter einer Schadenshöhe von 500 Euro lag. Sicherlich, die Beiträge wurden immer brav eingezahlt, doch ist bei dieser Häufung es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Schaden eintrudelt. Es geht hierbei nicht um den einzelnen Kunden, sondern um alle Kunden, die mit ihren Beiträgen diese Schäden ja abdecken. Somit muss also Luft nach oben bleiben. Wir haben dem Kunden empfohlen, von sich aus die Kündigung zur nächsten Fälligkeit auszusprechen und damit der Gebäudeversicherung zuvorzukommen. Mit einer Kündigung durch den Versicherer und drei Vorschäden dürfte er sonst erheblich schlechtere Karten haben, einen anderen Versicherer zu finden. Somit bleibt auch bis Sommer noch Zeit, Maßnahmen zur Sanierung zu treffen und einen neuen Versicherer zu finden.

35.000 Euro Schaden und doch ein neuer Versicherer?

Was so eine Renovierung doch bringen kann: Da hat einer unserer Kunden im Sommer noch einen Leitungswasserschaden zu beklagen gehabt, der um die 35.000 Euro lag. Seine Gebäudeversicherung wollte den Vertrag zwar weiterführen, aber ohne die Absicherung gegen Leitungswasserschäden. Wir haben für ihn eine andere Gebäudeversicherung gefunden. Dieser Versicherer hat einen Selbstbehalt von 1.000 Euro bei Leitungswasserschäden vereinbart, aber bereits signalisiert, dass dieser Selbstbehalt bei Schadenfreiheit in den nächsten drei Jahren entfällt. Grund der Annahme des Antrages: Der Kunde hat in Zusammenhang mit der Reparatur noch weitere Maßnahmen ergriffen, um mögliche Schäden in der Zukunft zu vermeiden. So kann es auch gehen.

Eine Gebäudeversicherung ist keine Kapitalanlage

So mancher Kunde hat den Sinn einer Versicherung noch nicht richtig verstanden. Es geht bei der Gebäudeversicherung nicht darum, im Laufe der Jahre so viel wie möglich von den eingezahlten Prämien zurückzubekommen. Damit kommt kein Versicherer auf einen grünen Zweig. Vielmehr liegt es in der Verantwortung, das eigene Haus soweit in Schuss zu halten, dass Schäden weitestgehend ausgeschlossen werden können. Einfach so zurücklehnen und auf die Leistung der Versicherung warten ist nicht. Natürlich regt sich der eine oder andere Kunde darüber auf, wenn zum Beispiel eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Das kommt aber nicht von ungefähr – wenn es bei der Vorversicherung eben schon Schäden zu verzeichnen gab. Es sollte also nicht tragisch sein, nach einem Schaden eine Selbstbeteiligung bis zu 500 Euro in Kauf zu nehmen, bevor der ganze Vertrag gekündigt wird. Schließlich hat es doch jeder in der Hand, für den einwandfreien Zustand seines Hauses zu sorgen.

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