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Katzengerechte Wohnung - die besten Tipps

Wohnungskatze am Fenster

Immer mehr Katzenhalter gehen dazu über ihren tierischen Mitbewohner nur in der Wohnung zu halten. Zu groß ist die Angst vor den Gefahren der großen, weiten Welt. Und da gibt es bekanntlich einige. So haben Freigänger ein sehr viel höheres Risiko Opfer einer Infektionskrankheit oder eines Verkehrsunfall zu werden. Nicht zu vergessen die Bedrohung durch ausgelegte Giftköder, von denen man leider immer wieder liest.

Man muss aber festhalten, dass die reine Wohnungshaltung nicht dem natürlichen Lebensstil unserer Katzen entspricht. Während sie in ihrem natürlichen Lebensraum jagen und stundenlang durch die Gegend streifen können, ist dies in einer 60 Quadratmeter-Wohnungen eher nicht möglich. Viele Stubentiger werden deshalb träge, sind gelangweilt und leiden unter Übergewicht. Manche Katzen werden sogar aggressiv oder entwickeln eine Unsauberkeit. Damit Ihrem Vierbeiner das nicht passiert haben wir Ihnen acht Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen Ihre Wohnung so zu gestalten, dass Ihr Stubentiger sich nicht nur rundum wohl fühlt, sondern auch rundum katzengerecht bespaßt wird.

Kratzmöglichkeiten

Mit den geeigneten Kratzmöglichkeiten steigt und fällt eine artgerechte Katzenwohnung. Denn Kratzen ist für unsere Stubentiger essentiell. Zum einen dient es dazu das Revier zu markieren, zum anderen ist ein elementarer Punkt bei der Krallenpflege. Ohne geeignete Kratzmöglichkeiten wird Ihr Kätzchen sich schnell an Sofas, Wänden oder Teppichen vergreifen.

Ob Kratzbaum mit mehreren Ebenen, ein vertikal an der Wand angebrachtes Kratzbrett oder Kratzpappe: Wenn es um Kratzmöbel geht, ist Vielfalt Trumpf. Neben verschiedenen Kratzgegenständen, sollten Sie Ihrem Stubentiger am besten auch Abwechslung durch diverse Materialien wie Sisal oder Stoffen mit unterschiedlicher Oberfläche bieten.

Manchmal gefällt unseren Stubentigern das Sofa leider viel lieber als das extra angeschaffte Kratzmöbel daneben. Um Kratzmöglichkeiten für Ihre Katze attraktiver zu gestalten, können Sie etwas Katzenminze nutzen oder Ihrem Stubentiger zeigen wie viel Spaß der Kratzbaum macht, indem Sie sich selbst mit den Fingernägeln am Kratzbaum vergnügen. Meist reicht das schon, um zumindest ihr Interesse zu wecken.

Kletterparadies

Katzen lieben die Höhe. Ob thronend auf dem Wohnzimmerschrank oder oben auf der Küchentür hockend, unseren Stubentigern gefällt es einfach alles im Blick zu haben. Instinktiv fühlen Sie sich dort oben in Sicherheit. Ermöglichen Sie Ihrer Katze also am besten Klettermöglichkeiten, die in die Höhe gehen. Es muss nicht der 300 Euro teure Designerkratzbaum sein. Mit ein bisschen Zeit, Geld und etwas handwerklichem Geschick kann man ganz einfach selbst tolle Klettermöglichkeiten herstellen. So lassen sich schon mit ein paar einfachen Regalbrettern bespannt mit angerautem Stoff, spannende Kletterparcours an der Wand entlang anbringen. Man stellt sich gar nicht vor wie viel Freude unsere Stubentiger dabei haben können von Brett zu Brett zu springen. Und wenn dann doch mal etwas passiert, hilft die Katzenversicherung oder Katzenkrankenversicherung und übernimmt die Kosten des Tierarztes

Ein Spielkumpan - zwei Katzen sind (meist) besser als eine

Vor allem die Vollzeitbeschäftigten unter uns wissen wovon ich rede: ist die Katze den ganzen Tag allein Zuhause, geht das meist nicht gut. Das würden wir selbst wahrscheinlich auch nicht schön finden. Den lieben langen Tag sich nur mit sich selbst zu beschäftigen, niemanden zum Spielen, Herumtoben und Kuscheln zu haben. So geht es auch unseren Katzen, sie sind sehr soziale Wesen und im Normalfall genießen sie den Kontakt mit Artgenossen sehr.

Im Idealfall nimmt man direkt zwei Katzen auf. Ob Geschwister oder nicht, ist dabei egal. Gerade wenn die Kätzchen noch jung sind, gewöhnen sie sich schnell aneinander. Haben Sie erst eine Katze, und die zweite kommt später hinzu, kann es etwas länger dauern bis die beiden sich angenähert haben. Eine erfolgreiche Zusammenführung kann mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern. Bedenken Sie aber: Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter. Es gibt Katzen, die sich einfach nicht verstehen. Und es gibt auch Charaktere, die einfach keinen Spielkameraden möchten, die sich allein am wohlsten fühlen. Dies ist zwar die Ausnahme, aber dies muss vom Menschen akzeptiert werden.

Spielzeug

Katzen sind verspielte Wesen. Klar, am liebsten vergnügen sie sich mit ihren Artgenossen. Aber das Spiel mit dem Zweibeiner sollte auch nicht zu kurz kommen. Nichts fördert die Beziehung zwischen Mensch und Katze mehr als ein ausgiebiger Kampf mit Spielangel oder Federwedel. Laserpointer erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit, aber hier ist Vorsicht geboten: Der starke Lichtstrahl des Pointers darf niemals das Katzenauge treffen.

Es muss übrigens nicht immer das teure Spielzeug aus der Tierhandlung sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich selbstgemachtes Katzenspielzeug am besten ankommt. Einfach zusammengeknülltes Papier, eine Küchenrollenpappe oder ein Korken kann für stundenlange Beschäftigung sorgen. Ein Tischtennisball kommt ebenfalls richtig gut an. Und jedes Mal, wenn ich Post bekomme, wird der leere Pappkarton umgehend in Beschlag genommen. Sorgen Sie dafür, dass das jeweilige Spielzeug nicht ständig zur freien Verfügung steht. Am besten, Sie räumen es immer nach einer gewissen Zeit wieder weg. So bleibt es spannend und die Katze verliert nicht das Interesse am Spielzeug.

Rückzugsmöglichkeiten

Kennen Sie das auch? Mein Kater Ivan hat zwei Körbchen zur Auswahl, dazu drei unterschiedliche Plätze, die mit Decken ausgestattet sind und trotzdem ist sein liebster Schlafplatz ein Fach in meinem Kleiderschrank. Hier huscht er immer heimlich rein, wenn ich die Tür nur einen Spalt auflasse. Meine Katzendame Kali dagegen bevorzugt den Platz auf dem Heizkörper in der hintersten Ecke des Wohnzimmers. Hier ist sie völlig ungestört vor den anderen Katzen und taucht manchmal für mehrere Stunden einfach ab.

Katze versteckt sich im Karton

Katzen suchen sich ihren Rückzugsort immer selbst aus. Meist ist dies ein warmer, oft höhlenartiger Ort, an dem sie schlecht gefunden werden. Lassen Sie sie ruhig. Stubentiger wollen manchmal einfach nur für sich sein. Wegen dieser Charaktereigenschaften lieben wir sie doch so, oder?

Sicherheit - Kippfenster, Giftpflanzen und Co.

In einem Haushalt gibt es mehrere Gefahrenherde, die es zu kennen gilt, wenn man eine Katze hat. So können Kippfenster eine wahre Todesfalle für Ihren Stubentiger sein. Bleibt die Katze darin hängen, können die inneren Organe derart gequetscht werden, dass das Tier nicht mehr zu retten ist. Es gibt viele Katzenhaushalte, die jahrelang Katzen haben und trotzdem immer auf Kipp lüften. Dass da noch nichts passiert ist, ist Glück. Nichts weiter. Ein Kippfensterschutz ist unerlässlich, wenn sie ihren Stubentiger unbeaufsichtigt lassen und lüften wollen.

Wenn Sie Ihrer Katze die Möglichkeit geben eine Terrasse oder den Balkon zu nutzen, ist es wichtig, diese ausbruchsicher und fachgerecht mit Katzengittern oder -netzen einzugrenzen. Auch wenn Katzen wahre Balancekünstler sind, es kann immer mal etwas schief gehen und sie aus dem Gleichgewicht bringen. Bei einem Sturz aus dem vierten Stock vom Balkongeländer, hilft dem Stubentiger die Redensart „Eine Katze landet immer auf den Füßen“ manchmal auch nicht mehr viel.

Entfernen Sie giftige Substanzen wie Pflanzen, Medikamente, Reinigungsmittel und Lebensmittel aus dem Radius Ihrer Katze. Schon eine einzige Paracetamol kann den Tod für den Stubentiger bedeuten. Reinigungsmittel können zu schlimmen Verätzungen und Vergiftungen führen.

Kabel-Knabber-Alarm: Stromkabel sollten Sie so verlegt haben, dass sie nicht zum Knabbern einladen. Ein Durchbeißen kann zu einem tödlichen Stromschlag führen. Die meisten Katzen finden Kabel zwar nicht so interessant, aber ich denke: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Und es soll einige Katzen geben, die mit Vorliebe Handykabel zerkauen.

Die Gefahr, die von heißen Herdplatten ausgeht, dürfte selbsterklärend sein. Gewöhnen Sie Ihrer Katze am besten gar nicht erst an auf der Küchenanrichte spazieren zu gehen. Den Schaden, den eine heiße Herdplatte zarten Pfoten antun kann, will man sich nicht vorstellen.

Herumliegende Plastiktüten können eine tödliche Gefahr darstellen. Zum einen ist der in Plastik enthaltende Weichmacher gesundheitsschädlich, zum anderen besteht Erstickungsgefahr, wenn Ihr Stubentiger in die Tüte krabbelt.

Katzengras

In der freien Wildbahn streifen Katzen durch Wald und Wiesen. Dabei verlieren sie immer wieder überflüssige Haare. Zusätzlich erbrechen sie diese bei der täglichen Körperpflege aufgenommenen Haare. Bei einer reinen Wohnungskatze liegen die Dinge etwas anders. Ihr gemütlicher Salonlöwe verschluckt beim Putzen viel mehr seines Haarkleides als es von der Natur geplant ist, was zu wahren Haarknäulen im Magen führen kann. Hier kann Katzengras Abhilfe schaffen. Denn es hilft die Haare im Katzenmagen zu bündeln und regt gleichzeitig den Würgereflex an, um Überflüssiges wieder auszuscheiden.

Katzen-TV

Katzen sind die Beobachter schlechthin. Gerade wenn Sie selbst viel unterwegs sind, passiert für die Fellnase nicht allzu viel in der Wohnung. Da ist so ein Blick durch das Fenster in die große, weite Welt da draußen, die perfekte Ablenkung. Wenn Sie ihr dann noch einen Logenplatz einrichten, mit einer bequemen Decke oder einem Kissen auf der Fensterbank, hat sie einen tollen Zeitvertreib.

Fazit: Katzen als reine Wohnungskatze zu halten, ist unter gewissen Voraussetzungen kein Problem. Das A und O ist es für ausreichend Unterhaltung zu sorgen. Langeweile ist Gift für eine Katze. Sie kann gesundheitliche und vor allem auch psychische Folgen haben. Wenn Sie also für ausreichend Abwechslung sorgen, wird Ihr Stubentiger ein langes und glückliches Leben bei Ihnen führen.

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