Wohnungskatzen – wo lauern Risiken für unsere Stubentiger?

Getigerte Katze

Viele Katzen in Deutschland sind Wohnungskatzen, da viele Katzenfreunde ihre Lieblinge gegen Gefahren des Alltages schützen möchten. Die Wohnung ist aber nicht zwingend der sicherste Platz. So machen Sie Ihre vier Wände für Ihre Katze sicherer.

Putzmittel und Medikamente

Allzweckreiniger, Abflussreiniger, Glasreiniger und Spülmittel: Was wir in unseren vier Wänden bunkern, um alles sauber zu halten, ist schon enorm. Klar, kein Mensch will schließlich im Dreck wohnen. Wir wissen, dass diese Mittel gesundheitsschädlich sind. Unsere Katze weiß es aber nicht. Der Entdeckerdrang bringt es aber mit sich, dass sie versucht, diese Behältnisse zu erkunden. Ist davon eines nicht richtig verschlossen und die Katze stößt es um, so läuft die Flüssigkeit aus. Was dann passiert, können wir uns denken. Besser ist es, wenn solche Reiniger in einem verschließbaren Schrank untergebracht sind. So hat Ihr Liebling keine Chance, daran zu kommen.

Vorsicht bei Wellnessabenden

Für uns ist es wohltuend und schafft Entspannung: Räucherstäbchen und Duftöle gibt es in den verschiedensten Variationen. Ebenso nutzen wir im Haushalt in den unterschiedlichen Räumen Dufterfrischer und Duftspender. Sie haben alle eines gemeinsam, nämlich eine hohe Vergiftungsgefahr für unseren Stubentiger. Bei Räucherstäbchen besteht das Risiko, dass Ihre Katze diese anknabbert, die Inhaltsstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufnimmt und sich dadurch vergiftet. Das Gleiche gilt auch für Duftöle. Von Teebaumöl zur Heilbehandlung bei Katzen können wir nur energisch abraten: Immer wieder verwenden Katzenfreunde Teebaumöl zur Flohbekämpfung. Dieses enthält, wie auch andere Duftöle, Terpene und Phenole. Nimmt die Katze diese beim Putzen des Fells auf, so führt das zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung Ihres Lieblings.

Wollfäden sind stabiler, als es der Katze lieb ist

Das typische Bild von der Katze: Sie spielt mit einem Wollknäuel und kurz darauf ist das Knäuel nur noch ein wild in der Wohnung verteilter langer Faden. So lustig diese Beschäftigung auch wirkt, so gefährlich kann sie sein: Verheddert sich die Katze daran, kann der Faden zur Strangulation an Gliedmaßen oder auch im Halsbereich führen. Hier ist die Erstickungsgefahr das größte Risiko.

Tipp: Besser als die runden und bunten Wollknäuel eignen sich Bälle in verschiedenen Größen. Damit kann Ihr kleiner Liebling noch viel besser herumtoben.

Vorsicht Durchzug!

Wenn sich die Wohnung durch Sonne so richtig aufgeheizt hat, kann ein kurzer Luftaustausch Abhilfe schaffen. Also, einmal die Türen und Fenster geöffnet und raus mit der verbrauchten Luft. Achten Sie aber darauf, dass die Zimmertüren gegen das Zuschlagen gesichert sind, etwa mit einem Türstopper. Wie der dumme Zufall es so will, schlägt sonst beim Luftzug eine der Türen mit Karacho zu und just in diesem Moment läuft unser Stubentiger hindurch. Quetschungen oder Frakturen sind im Ernstfall die Folge. Die Tierarztrechnung hat die Katzen-OP-Versicherung von Frauchen übernommen. Ein Kostenbeispiel: Kater Sammy hat sich beim Zuschlagen einer Zimmertür den Schwanz eingeklemmt. Der Tierarzt stellt daraufhin eine Fraktur fest, er muss Sammy nun operieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 300 Euro.

Geübte Kletterer können auch mal in Not geraten

Katzen haben von klein auf sehr gute motorische Fähigkeiten. Sie klettern gerne auf Möbel, springen umher und haben dabei in den meisten Fällen ihre Motorik im Griff. Dummerweise lassen sich Katzen aber auch schnell ablenken. Das kann ein Schmetterling sein, der vor dem Fenster flattert, aber auch ein lautes Geräusch. Dadurch wird entweder schlagartig ihr Jagdinstinkt geweckt oder sie erschrecken leicht. In beiden Fällen verlieren sie für einen Moment die Kontrolle über ihre Motorik. Im ungünstigsten Fall ist zum Beispiel ein Sturz vom Fensterbrett die Folge. Da Stürze aus größerer Höhe auch für Katzen tödlich enden können, ist es sinnvoll, Fenster oder Balkone mit weitmaschigen Schutznetzen zu sichern, damit ein Absturz verhindert werden kann. Weitmaschig einfach deshalb, damit Ihr Liebling das Netz nicht mit den Krallen zerreißen kann.

Gekippte Fenster oder Türen sind eine tödliche Gefahr für die Katze

Neugier gehört, wie bereits eingangs beschrieben, zu den bekanntesten Eigenschaften einer Katze. Gefährlich wird es, wenn die Katze vor dem Fenster etwas Interessantes wahrnimmt. Dann ist der erste Gedanke: nur noch hinterher.

Oftmals bietet das gekippte Fenster oder die gekippte Terrassentür die einzige Möglichkeit, so schnell wie möglich nach draußen zu gelangen. In der Regel versucht die Katze, an der breitesten Stellte dort hindurch zu schlüpfen. Dabei bleiben Katzen nicht selten stecken und geraten in Panik. Durch die hektischen Bewegungen sinken sie immer tiefer in den enger werdenden Spalt. Die Folge: Organe werden gequetscht oder es kommt zu Frakturen. Im schlimmsten Fall endet die Jagd nach dem Vogel oder Schmetterling dadurch tödlich, dass Herrchen oder Frauchen nicht rechtzeitig auf den Unfall aufmerksam werden.

Dazu zählen:

  • Lähmung der Hinterbeine
  • Einsetzende Blutgerinnsel in den Bauchgefäßen
  • Quetschung innerer Organe
  • Frakturen durch die Befreiungsversuche

Gefahrenquelle Küche

Herumliegende Messer, ein heißer Herd – in der Küche ist es für Ihre Katze nicht ganz ungefährlich. Vor allem, wenn der kleine Tiger auf Schränke und Anrichten springt, um neugierig das Geschehen rund um die Futterzubereitungsstelle im Auge zu haben. Verletzungsgefahren bestehen natürlich genau dann, wenn dort, wo die Katze hochspringt Messer oder andere spitze Gegenstände herumliegen. Wird der Topf vom Herd genommen, dann sind die Platten noch heiß und unser Liebling verbrennt sich die Pfoten. Stellen Sie einfach nach dem Kochen einen Topf mit Wasser auf die warme Herdplatte, so dass Ihre Katze dort nicht herankommt. Lassen Sie Messer oder Scheren nicht aus den Augen und räumen Sie diese nach Gebrauch direkt in die Spülmaschine. So tun Sie alles dafür, dass sich Ihre Katze nicht daran verletzt.

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