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Katze pinkelt überall hin - was du gegen Unsauberkeit bei deiner Katze tun kannst

Katzenmenschen kennen die Problematik: Von einem Tag auf den anderen verwechselt der geliebte Stubentiger scheinbar willkürlich Stellen in der Wohnung mit seinem Katzenklo. Besonders beliebt: das Bett, der Wäschekorb mit frischer, wohlriechender Kleidung oder etwa die Sporttasche. Auch Teppiche, Blumentöpfe oder die Couch im Wohnzimmer werden für das kleine und manchmal auch große Geschäft zweckentfremdet. Die Gründe für Unsauberkeit bei Katzen können dabei vielfältig sein.

Katze im Katzenklo

Ist der Stubentiger krank, gestresst oder unzufrieden? Es bedarf meist einiger Detektivarbeit, um den Auslöser herauszufinden. Damit du dem „Fehlverhalten“ deines Stubentigers besser und vor allem auch schneller auf den Grund gehen kannst, haben wir dir alle wichtigen Infos zur Unsauberkeit bei Katzen zusammengefasst.

Gründe für die Unsauberkeit bei Katzen

Ist das Katzenklo auch sauber?

Katzen haben nicht nur eine sehr empfindliche Nase, auch ihr Sinn für Sauberkeit ist sehr ausgeprägt. Wenn die Katzentoilette schon für dich unangenehm riecht, was glaubst du, wie sehr es deiner Fellnase stinkt?! Zwar sind nicht alle Katzen gleich empfindlich, irgendwo hat aber jede ihre Schmerzgrenze. Einmal am Tag solltest du das Katzenklo also auf jeden Fall reinigen. Falls dein Stubentiger ein eher empfindlicher Zeitgenosse ist, könnte es nötig sein, die Katzentoilette mehrmals am Tag von Klumpen zu befreien. Ein sicheres Zeichen dafür, dass deiner Mieze das Klo einfach zu schmutzig ist, könnte das demonstrative Erledigen ihres Geschäfts direkt neben die Toilette sein.

Vorsicht Streuwechsel: Du hast vor kurzem die Katzenstreu gewechselt? Das könnte der Auslöser für die Unsauberkeit deiner Katze sein. Denn sie sind echte Gewohnheitstiere, die sich schon an solchen Details, in ihren Augen sind es allerdings keine Kleinigkeiten, stören. Genau wie bei der Umstellung auf eine neue Katzenfuttersorte solltest du bei einem Einstreuwechsel Schritt für Schritt vorgehen. Beginne damit etwas vom neuen Streu in das alte zu mischen, um dann nach und nach den Anteil des neuen Streu zu erhöhen.

Stress als Ursache für Unsauberkeit

Wie erwähnt sind Katzen echte Gewohnheitstiere, und noch dazu unheimlich empfindsame Wesen. Hast du einen neuen Partner? Familienzuwachs bekommen? Bist du umgezogen? Oder eine neue Katze ist bei dir eingezogen? Gibt es sonst irgendwelche einschneidenden Ereignisse in deinem Leben? Wenn diese Veränderungen schon für dich besonders sind, was denkst du empfindet deine Fellnase dabei? Ihr Gefühlsleben kann schon von kleinsten Abweichungen negativ beeinflusst werden. Du hast einen neuen Job und kommst deshalb eine Stunde später als gewöhnlich nach Hause? Bingo! Das kann ein Grund für die Unsauberkeit deiner Katze sein.

Um das in den Griff zu bekommen ist es ganz wichtig, deine Mieze nicht auszuschimpfen, wenn du sie beim Pinkeln erwischt. Zum einen, weil sie das Schimpfen gar nicht mit ihrer Tat in Verbindung bringt – eine Katze weiß nach circa vier Sekunden nicht mehr, was sie eben gemacht hat – zum anderen führt das nur dazu, dass sie sich unwohl fühlt, vielleicht sogar Angst vor dir bekommt und schlimmstenfalls noch mehr pinkelt.

Was kannst du tun? In erster Linie musst du dich ganz nun besonders um deine Fellnase kümmern. Nimm dir viel Zeit für sie, beschäftige dich mit ihr, kuschelt und spielt miteinander. Zeige ihr, wie wichtig sie für dich ist, und das sich trotz der Veränderung in eurem Leben nichts zwischen euch ändert. Nimm ihr einfach die Unsicherheit, die sich in ihr Denken eingeschlichen hat. Das wird manchmal seine Zeit brauchen. Im Normalfall wird deine Katze ihr Sicherheitsgefühl aber wieder zurückerlangen.

Manchmal ist der Stress- Auslöser nicht offensichtlich

Manchmal sind es aber auch weniger offensichtliche Dinge, Veränderungen, die uns vielleicht gar nicht so wichtig erscheinen, klitzekleine Details, die anders laufen als sonst, die aber ausreichen, um deinen Stubentiger zu verunsichern. Da kann schon die Umstellung des Katzenklos an einen anderen Ort oder ein neuer, anders duftender Weichspüler für die Katzendecke, Unsicherheit und Stress erzeugen. Fühle dich in deinen Stubentiger hinein, versuche die Welt mit seinen Augen zu sehen, und du wirst der Sache auf den Grund gehen. Oft musst du eine richtige Spürnase sein und dich auf eine regelrechte Indizien- und Spurensuche begeben, wenn du der Unsauberkeit deiner Katze auf die Spur kommen willst.

Ist das Katzenklo auch wirklich ein „stilles Örtchen“?

Katzen sind sehr empfindsam, vor allem was äußere Störungen angeht. Abgesehen davon, dass wir es auch nicht gut finden würden, wenn unsere Toilette als Durchgangsort fungiert. Hast du dafür gesorgt, dass das Katzenklo an einem ruhigen Ort aufgestellt ist? Katzen sind sehr wählerisch, was den Standort ihres Klos betrifft. Wählst du einen falschen Ort für das Klohäuschen, kann das ganz schön in die Hose ergo auf den Teppich gehen. Es muss nicht nur ruhig gelegen, sondern auch leicht zugänglich sein. Außerdem sollte es nicht direkt an einer Tür stehen. Ist die Toilette weit genug entfernt von der Futterstelle deiner Katze? Das ist immens wichtig. Niemand möchte in der Nähe seiner Toilette essen.

Wichtig: Wenn du einmal den geeigneten Ort für die Katzentoilette gefunden hast, solltest du ihn beibehalten. Gewohnheitstiere, du weißt schon.

Kein Stress beim Geschäft

Gerade wenn du mehrere Katzen hast und eine von ihnen auf einmal unsauber geworden ist, lohnt es sich, den Standort der Katzentoiletten zu überdenken. Aus welchen Gründen auch immer, überfallen manche Miezen gerne ihre Artgenossen bei ihrem Geschäft. Vor allem unsichere Katzen kann das so sehr traumatisieren, dass sie nicht mehr ihr Katzenklo benutzen und sich eine Ausweichmöglichkeit suchen.

Tipp: Hast du eine etwas eingeschüchterte Fellnase daheim, die immer wieder auf dem Klo attackiert wird, sorge für ausreichend Ausweich-Toiletten. Außerdem würde ich Katzentoiletten ohne Deckel nutzen. So hat die verfolgte Mieze einen besseren Überblick und kann nicht mehr aus dem Hinterhalt überrascht werden. Außerdem hat sie mehr Fluchtmöglichkeiten, wenn das Klo zu allen Seiten hin offen ist.

Das passende Katzenklo

Du hast eine Jungkatze oder einen Senior bei dir wohnen? Dann könnte die Unsauberkeit deines Stubentigers durch einen Katzenklo-Standort-Fehler verursacht sein. Eine lange Odyssee durch das ganze Haus, oder mehrere Etagen erklimmen zu müssen, „nur“ damit die Katze ihr Geschäft erledigen kann, ist nicht sinnvoll. Abgesehen davon, dass sehr junge Katzen wie auch ältere Semester so ihre Probleme mit hohen Treppenstufen haben können. Katzen im Seniorenalter kann auch plötzlich der Weg vom Kuschelplatz zum Katzenklo zu weit sein. Achte darauf, ob du das Klo nicht etwas näher aufstellst. Auch ein zu hoher Einstieg in die Katzentoilette kann alte Katzen (und auch Jungtiere) daran hindern ihr Geschäft problemlos erledigen zu können.

Vielleicht hast du auch eine MainCoone oder eine andere sehr große Katzenrasse? Oder deine Fellnase ist einfach gut im Futter? Dann kann es sein, das sie das Katzenklo benutzt, es aber einfach zu klein für sie? So dass zielsicheres Treffen des Streu gar nicht möglich ist? Für solche Fälle gibt es im Handel besonders große Maxiklos.

Gibt es genügend Klos für alle Stubentiger in deinem Haushalt?

Du solltest immer ein Katzenklo mehr aufstellen, als Katzen in deinem Haushalt leben. Das hat folgenden Grund: Katzen trennen gerne die Orte an denen sie ihr großes und kleines Geschäft verrichten. Und sie teilen ihre Toilette und deren Geruch nicht gerne mit einer anderen Katze. Du kannst die Situation um Einiges entzerren, wenn du für ausreichend Pipi-Plätze sorgst. Wenn du die Klos dann noch gut verteilt in deinen Räumlichkeiten aufstellst, hast du alles richtig gemacht.

Kannst du Krankheiten ausschließen?

Die genannten Punkte werden alle von dir berücksichtigt? Deine Katze ist dennoch unsauber? Um herauszufinden, ob die Katzenpipi-Attacken einen gesundheitlichen Grund haben, hilft nur ein Gang zum Tierarzt. Gerade bei älteren Katern, die vorher nie unsauber waren, kann eine Blasenentzündung, Nierenentzündung oder Harngries der Übeltäter sein. Dazu kommt, dass dein Stubentiger jetzt mit dem Katzenklo Schmerzen verbindet und hofft, dass diese nicht auftreten, wenn er woanders sein Geschäft verrichtet. Wenn die Erkrankung entdeckt und behandelt wird, stehen die Chance gut, dass die Unsauberkeit deiner Katze in den Griff zu kriegen ist.

Ist deine Katze kastriert?

Es kann sein, dass dein Stubentiger gar nicht pinkelt, sondern harnmarkiert. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Denn das Harnmarkieren ist eine ganz natürliche Verhaltensweise der Katze. Sie kommuniziert nämlich nicht nur über Körpersprache und Laute, sondern auch über Düfte. Urin und manchmal ebenfalls Kot dienen unseren Stubentigern als Kommunikationsmittel. Grenzen werden damit geruchlich signalisiert und Katzen teilen sich untereinander mit wer sie sind und wie es ihnen geht.

So kannst du erkennen, ob deine Katze markiert oder pinkelt:

Handelt es sich bei den betroffenen Orten vor allem nur um gewisse, markante Stellen in deiner Wohnung? Riecht deine Katze erst an der Stelle, dreht ihr dann das in die Höhe gestreckte Hinterteil zu wobei ihr Schwanz vibrierend-zuckend nach oben gerichtet ist und markiert dann senkrecht nach hinten? Dann markiert deine Katze.

Im Gegensatz zum Markieren begibt sich eine Katze beim Pinkeln meist in eine hockende Position. Außerdem ist die Harnmenge eine viel größere als beim Markieren. Wenn der gesamte Blaseninhalt beispielsweise auf dem Bett hinterlassen wird, handelt es sich um offensichtlich um Pinkeln.

Kastrierte Katze markieren meistens viel seltener als nicht kastrierte. Was uns zum springenden Punkt bringt. Wenn deine Katze noch nicht kastriert, ist solltest du dies schnell nachholen. In den meisten Fällen hilft das schon, das Problem zu lösen. Wenn deine Fellnase trotz Kastration markiert, geht das Problem tiefer. Sie scheint sich durch irgendetwas oder irgendjemanden bedroht zu fühlen. Familienzuwachs in Form einer neuen Katze oder eines Babys etwa? Oder ihr stinkt im wahrsten Sinne des Wortes etwas: Probierst du gerade ein neues Waschmittel aus, hast ein neues Sofa gekauft, das vielleicht einen starken Eigengeruch hat? Dann brauchst du im besten Fall nur etwas Geduld und beachtest die Punkte unter Punkt 2.

Es gibt auch Kater, die trotz Kastration sehr territorial veranlagt sind und deshalb markieren. In dem Fall kann es schwer werden, ihnen das abzugewöhnen. Vielleicht sind sie zu spät kastriert worden und hatten das Markieren schon verinnerlicht. Vor allem nervöse, ängstliche Katzen neigen zu diesem Verhalten. Der Geruch des eigenen Urins hilft dem Tier vermutlich selbstsicher zu sein. Vielleicht sind unter den folgenden Notfalls-Tipps wirkungsvolle Ideen für dich dabei.

Notfall-Tipps - wirkungsvolle Maßnahmen, um das Pinkeln deiner Katze zu verhindern

  • Eine Katze würde niemals da pinkeln, wo sie frisst. Also liegt es nahe an besonders einschlägigen Stellen, einen Napf mit Trockenfutter aufzustellen. Ist zwar eine ungewöhnliche Lösung, aber hat sich auch bei meinem Ivan, der eine schlimme Phase mit meinem Bett hatte, als sehr effektiv erwiesen.
  • Eine weitere bekannte Möglichkeit ist der Alufolientrick. Die meisten Katzen hassen es auf diesem knisternden Untergrund zu laufen. Bett oder Couch sind typische Pinkelzonen? Dann solltest du sie damit abdecken. Auch empfehlenswert: eine große Wachstuchtischdecke, die für eine gewisse Zeit deine Tagesdecke ersetzt.
  • Wenn Teppiche oder Badvorleger angepinkelt werden, solltest du sie aus der Schusslinie nehmen. Nach Klärung der Situation kannst du sie wieder ausrollen.
  • Die Vier-Sekunden-Regel gilt auch für’s Loben. Ein ausgiebiges Lob zur rechten Zeit wirkt bei deiner Katze positiv verstärkend. Es zeigt ihr auf eine angenehme Art und Weise, welches Verhalten erwünscht ist. Wenn deine Katze also ihr Geschäft brav im Katzenklo erledigt, solltest du loben was das Zeug hält.
  • Die Nase unserer Katze ist ungleich feiner, als unsere menschliche. Wenn du auf der bepinkelten Stelle keinen Urin mehr riechst, heißt das nicht, dass das auch für deine Katze so ist. Und nach Katzenlogik ist jeder Ort der nach Urin riecht auch ein Klo. Es ist also wichtig, Stellen an denen deine Katze gepinkelt restlos vom Geruch zu befreien. Sonst wird die Stelle immer wieder von Pinkel-Interesse sein. „Normale“ Haushaltsreiniger entfernen den Uringeruch leider meistens nicht komplett. Hier sind spezielle Reiniger gefragt. Erkunde dich einfach im Netz, eine konkrete Empfehlung möchte ich hier nicht aussprechen.
  • Wenn alles nichts hilft und die Fellnase nicht von der fragliche Stelle ablässt oder der Geruch einfach nicht mehr rausgeht, bleibt am Ende nichts außer den Gegenstand zu entfernen. Traurig, aber da führt leider kein Weg dran vorbei.

Gelassenheit ist alles

Am Wichtigsten ist es, dass du versucht gelassen zu bleiben. Wie bei Mensch-Mensch-Beziehungen gibt es auch in der Mensch-Tier-Beziehung Höhen und Tiefen. Der Ursache der Katzenunsauberkeit auf die Schliche zu kommen, kann zwar einige Zeit kosten, aber die Mühe ist es allemal wert. Je schneller du die Ursache findest und beseitigst, desto schneller fühlt sich dein Stubentiger wieder wohl und geborgen und die Unsauberkeit hat ein Ende. Dein Spürsinn ist also gefragt! Nie solltest du das Unsaubersein deiner Katze persönlich nehmen. Sie macht das nicht um die zu verärgern. Vielmehr ist es ein Hilferuf ihrerseits. Es gibt immer einen Grund, eine Ursache und die Katze will dir etwas mitteilen.

Kommentare

Am 05.04.2019 schrieb Michael Hertel

Guten Tag.
Hätte jemand einen Tipp? Unsere Katze die wir jetzt cirka seit einem Jahr haben macht Ihr großes Geschäft und kleines Geschäft überall bei uns in den Garten, trotz 2 katzenklos. Das macht sie seit Anfang an. Unsere 10 Jährige Katze hat sich das auch schon abgeschaut und macht auch noch mit, obwohl sie vorher immer ins Katzenklo gemacht hat. Meine Frage gibt es irgendwas zum Sprühen oder drauf tropfen auf diese Stellen im Garten? Ändern kann ich es irgendwie eh nicht mehr keine Chance.

antworten
Am 05.04.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Michael,

dass Ihre Katzen in den Garten machen, ist eigentlich völlig normal. Abgewöhnen können Sie es ihnen nicht mehr. Mit folgendem Trick können Sie aber vielleicht verhindern, dass Ihre Miezen den gesamten Garten als Katzenklo nutzen: Schütten Sie in eine Ecke etwas Sand auf. Das wird von vielen Katzen angenommen. Oder stellen Sie ein extra Katzenklo in den Garten. Mittlerweile gibt es sogar spezielle Outdoor Katzenklos mit wasserdichten Plastikhauben. Eine kleine Bemerkung am Rande: Katzen lassen sich durch bestimmte Gerüche wie Rasierwasser, Pfeffer und Essig zwar vertreiben, tierfreundlich sind solche Methoden jedoch nicht. Und Sie möchten doch sicherlich, dass sich Ihre Miezen auch weiterhin in Ihrem Garten wohlfühlen.

Viele Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

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