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Katze miaut nachts – Tipps gegen den nächtlichen Terror

Deine Katze miaut nachts? Und du fragst dich, wie du das Miauen stoppen kannst? Dann bist du hier genau richtig. Wir von VS. geben dir Tipps und Infos.

Eins vorab: Die Stimme deiner Katze ist neben ihrer Mimik ein wichtiges Ausdrucksmittel. Es ist also ganz normal, dass sie miaut. Nachts ist das allerdings weniger schön. Vor allem, wenn sie nicht nur miaut, sondern wild über Stuhl, Tisch und Bett rennt oder sich mit ihrem Katzenkumpel kabbelt.

Tipp 1: Wenn die Katze nachts miaut, hat das meist einen Grund

Katze an der Tür

Samtpfoten sind Gewohnheitstiere. Das ist für dich als Katzenhalter sicherlich nichts Neues. Doch sind dir auch die Konsequenzen bewusst, wenn du sie beispielsweise plötzlich aus dem Schlafzimmer verbannst? Nächtliches Miauen ist hier quasi vorprogrammiert. Denn wenn Katzen einen Raum jahrelang als ihr Eigen betrachten und dann plötzlich nicht mehr hineindürfen, bricht für sie eine Welt zusammen. In dem Fall liegt der Grund für das Gemauze ganz klar auf der Hand.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht immer. Oft musst du echte Detektivarbeit leisten, um die Ursache für den plötzlich auftretenden, nächtlichen Terror herauszufinden. Wenn das Geschrei von einem auf den anderen Tag eintritt, kann es auch ein Krankheitszeichen sein. Das solltest du unbedingt beim Tierarzt abklären lassen. Um die Behandlungskosten musst du dir mit der richtigen Katzenversicherung keine Gedanken machen. Bei VS. kannst du alle Tarife für deine Katze vergleichen.

Das könnten Gründe für das nächtliche Miauen deiner Katze sein:

  • Langeweile und Einsamkeit. Wenn du eine Einzelkatze hältst, könnte ihr ein Spielkamerad fehlen. Sie ist also auf deine Aufmerksamkeit angewiesen.
  • Veränderungen. Bist du umgezogen? Oder hast du einen neuen Partner, der nun nachts mit dir das Bett teilt? Dann könnte deine Katze dadurch gestresst und auch verunsichert sein.
  • Hunger. Bekommt deine Samtpfote plötzlich zu anderen Zeiten ihr Futter? Oder hast du einmal nachgegeben und ihr vor dem Schlafengehen noch etwas zu Fressen gegeben? Vielleicht musstest du sie ja auch auf Diät setzen und nun bettelt sie vor allem nachts um Essen.
  • zunehmendes Alter. Auch Katzen können an Demenz erkranken, wenn sie älter werden. Möglicherweise miaut sie also, weil ihr im Dunkeln plötzlich alles fremd vorkommt oder sie an geistiger Verwirrung leidet. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel Demenz bei Katzen
  • Trauer. Wenn dein Stubentiger nachts normalerweise immer zusammen mit seinem Katzenkumpel lag, könnte auch der Verlust seines Kameraden dieses Verhalten ausgelöst haben.
  • Hormonschwankungen. Ist deine Katze kastriert? Falls nicht, ist das möglicherweise der Grund für ihre nächtliche Unruhe. Eine rollige Katze miaut und faucht generell häufig. Und Kater, die eine rollige Katze riechen, diese jedoch nicht finden können, schreien ihren Frust häufig in die Welt hinaus. Möchtest du diesem Verhalten ein für alle Mal ein Ende bereiten, hilft nur eins: Du musst deine Katze kastrieren lassen.

Gut zu wissen: Das Miauen deiner Katze kann je nach Länge, Tonhöhe und Lautstärke verschiedene Bedeutungen haben. Ein kurzes, schrilles Miauen ist eine Begrüßung. Mit einem kurzen und eher leisen Miauen versucht dir deine Katze hingegen mitzuteilen, dass sie hungrig oder durstig ist. Auch wenn sie spielen oder an die frische Luft möchte, wird sie vermutlich auf diese Art mauzen. Hellhörig solltest du auf jeden Fall werden, wenn deine Katze plötzlich sehr laut miaut - und zwar öfter als gewöhnlich. Denn das könnte ein Zeichen für gesundheitliche Probleme bzw. Schmerzen sein. Zusätzlich hat deine Samtpfote ein ganz individuelles Mauzen entwickelt, dass perfekt auf dich abgestimmt ist. Sie weiß also, wie sie mit dir „sprechen“ muss, damit du reagierst.

Tipp 2: Konsequenz und Ausdauer

Miaut deine Katze nachts, weil sie nicht mehr ins Schlafzimmer darf oder hungrig ist? Dann musst du ihr erlerntes Verhalten löschen. Und zwar, indem du das Miauen ignorierst. Diese Methode funktioniert in den meisten Fällen ganz gut. Vorausgesetzt, du bleibst konsequent. Das heißt: Egal wie laut deine Samtpfote miaut, jammert oder an der Tür kratzt, du darfst nicht reagieren. Auf keinen Fall solltest du mit ihr sprechen und ihren Namen rufen. Denn das würde sie als Aufmerksamkeit und als Belohnung für ihr Verhalten interpretieren. Wahrscheinlich schreit deine Katze immer lauter, so dass die Wände wackeln. Bleib dran! Mit Ohrenstöpseln hast du vielleicht eine Chance, noch ein Auge zu schließen. Am besten informierst du vorher auch deine Nachbarn.

Das Ganze musst du durchhalten, egal wie lange es dauert. Sobald du einbrichst, um doch noch eine Mütze Schlaf zu bekommen, fängst du am nächsten Abend wieder bei null an. Noch schlimmer: Deine Mieze hat nun gesehen, dass sich ihr Generve irgendwann auszahlt und sie ihren Willen bekommt. Das speichert sie ab und wird genauso jedes Mal aufs Neue verfahren. Doch keine Sorge, irgendwann gibt selbst der hartnäckigste Stubentiger auf. Allerdings kann das mehrere Wochen dauern, bis Katzen einsehen, dass sich ihr Verhalten nicht mehr lohnt. Konsequenz und Ausdauer sind daher der Schlüssel zum Erfolg.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte:

  • Wenn deine Katze nachts aus Gewohnheit miaut oder sie um Futter bettelt, musst du dieses Verhalten ignorieren.
  • Am besten funktioniert es, wenn du keinerlei Reaktion zeigst. Du darfst also auch nicht mit ihr sprechen und ihren Namen rufen.
  • Katzen haben einen langen Atem. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sie aufgeben.
  • Sobald du nachgibst, beginnst du in der nächsten Nacht wieder ganz von vorne. Ein Teufelskreis.

Tipp 3: Mach deine Katze müde

Spiel deine Samtpfote abends vor dem Zubettgehen so richtig müde. Oder gib ihr die letzte Mahlzeit, kurz bevor du schlafen gehst. Oft sind Katzen dann vom Futtern so rund und zufrieden, dass die Motivation für den nächtlichen Terror eingedämmt wird. Bringt auch das keinen Erfolg? Vielleicht klappt ja Folgendes: Wirf Trockenfutter oder Leckerlies wie Knuspertaschen durch die Wohnung, so dass deine Katze hinter ihrem Futter herjagen muss. Das macht sie sicherlich müde und zufrieden. Alternativ kannst du das Futter auch verstecken oder in einen Snackball packen. Dann ist deine Mieze beschäftigt und du kannst in Ruhe schlafen.

Tipp 4: Schluss mit der Einzelhaltung

Wenn du eine Einzelkatze hältst, könnte es sicherlich eine Alternative sein, ihr einen Spielkameraden zu besorgen. Vor allem, wenn du berufstätig oder sonst viel unterwegs bist, solltest du mindestens zwei Katzen halten. Der Vorteil für dich: Hat deine Katze einen Kumpel, ist sie nicht mehr ganz so stark auf deine Aufmerksamkeit angewiesen.

Allerdings gibt es vor der Vergesellschaftung einiges zu beachten. Deshalb haben wir darüber einen extra Artikel mit zahlreichen Tipps geschrieben. Du findest ihn hier - Katzen aneinander gewöhnen: So klappt es mit der zweiten Katze.

Tipp 5: Verbringe mehr Zeit mit deiner Katze

Samtpfoten sind sehr sensibel. Veränderungen, seien es nun neue Möbel, ein Umzug oder der Verlust eines geliebten Menschen bzw. Artgenossen, können deine Katze stressen und stark verunsichern. Ihrem Kummer wird sie vermutlich nachts lauthals Luft machen. Dem kannst und solltest du entgegenwirken, indem du ihr tagsüber mehr Aufmerksamkeit schenkst. Spiel und kuschle mit ihr, lass sie ein Nickerchen auf deinem Schoß machen und zeig ihr, dass du für sie da bist. Doch Achtung: Nachts solltest du nicht zu sehr auf ihr Miauen eingehen. Auch, wenn es dir schwerfällt. Denn sonst lernt deine Katze, dass sie deine Zuneigung mit ihrem lauten Gejammer einfordern kann. Und dann musst du dieses Verhalten mit Konsequenz und Ausdauer wieder löschen.

Fazit: Nächtliches Miauen ist ein Problem mit vielen Gesichtern

Es gibt verschiedene Ursachen für das Miauen. Um den nächtlichen Terror zu stoppen, musst du also erst einmal auf Ursachenforschung gehen. Denn ein Patentrezept gegen das Miauen deiner Katze gibt es nicht. Du brauchst also Geduld und musst das jeweilige Problem gezielt angehen, dann kannst du bestimmt bald wieder in Ruhe schlafen.

Wir von VS. wünschen dir viel Erfolg!

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