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Kann ich einen Welpen schon von klein an alleine zu Hause lassen?

kleiner Welpe auf der Wiese

Viele Menschen werden irgendwann vom Virus Hund infiziert und schaffen sich einen kleinen Vierbeiner als neues Familienmitglied an. Damit geht eine Menge Verantwortung einher, denn ein Hund ist eine Entscheidung fürs Leben und nicht eine Anschaffung einfach so aus Lust und Laune.

Schließlich werden Hunde zehn, zwölf oder mehr Jahre alt. Alles fängt im Welpenalter an, wenn der Kleine vom Züchter oder aus dem Tierheim zu dir nach Hause kommt. Hier muss nun von dir als frisch gebackenem Hundebesitzer viel geleistet werden.

Fällt dem Welpen die Trennung von seiner Mama schwer?

Eigentlich sollte es klar, dass so ein junges Fellknäuel Trennungsschmerz bekommt, wenn er von seinem Rudel getrennt wird. Das geschieht nach einem Wurf der Mutterhündin nach ungefähr acht Wochen. Jetzt beginnt die Eingewöhnung im neuen Zuhause und an das neue Rudel: Das ist jetzt die zweibeinige Familie – aus der Sicht des kleinen Welpen noch etwas Ungewöhnliches. Er wird seine Welt mit seinen Augen und Zähnen erkunden. Kümmere dich am besten schon jetzt um eine Hundehaftpflicht, die mögliche Schäden an fremdem Eigentum übernimmt. Es reicht ja schon aus, wenn der kleine Vierbeiner die Schuhe eines Besuchers beim Spielen anknabbert.

Wann dürfen Welpen allein zu Hause gelassen werden?

Die ersten sechs bis sieben Wochen sind eine lange Zeit der Eingewöhnung. In dieser Phase ist es wichtig, dass ständig eine der familiären Bezugspersonen im Haus ist. Der Kleine darf also noch nicht allein gelassen werden. Er ist schließlich noch von Trennungsängsten geplagt und braucht immer jemanden in seiner Nähe. Wenn der fünfte Lebensmonat eingesetzt hat, so kannst du das Alleinsein trainieren. Hier zeigen die kleinen Fellnasen ganz unterschiedliche Verhaltensmuster. Während sich manche Hunde, sobald ihre Menschen aus dem Haus sind, auf dem Lieblingsplatz zusammenrollen, werden andere Hunde ganz unruhig, wenn es still im Hause wird. In solchen Fällen gilt es, langsam an das Alleinsein heranzuführen.

Wie kannst du einem Welpen das Alleinsein beibringen?

Eines sei vorausgeschickt: Du brauchst unter Umständen viel Geduld. Du musst dabei konsequent sein. Einmal eingebrochen, etwa weil der Liebling heult oder dir hinterher rennt, bedeutet für dich in der Erziehung einen Schritt zurück. Achte darauf, wann deine kleine Fellnase sich müde in ihr Körbchen legt. Verlass dann den Raum und lehne die Tür an. Wenn der Kleine aufwacht und dir folgt, ignorier ihn. Beschäftigt er sich dann kurze Zeit wieder mit seinem Spielzeug oder er ruht sich aus, verlass erneut den Raum. Klappt dieser Schritt, probiere, die Wohnung selber zu verlassen. Läuft der Welpe dir hinterher, entgegne ihm ein kräftiges „Nein.“

Was kannst du machen, wenn der Welpe beim Verlassen des Hauses heult?

Die Tür ist zu und die Wohnung ist still. Ungewöhnlich, denn bei einer angelehnten Zimmertür kann der Welpe immer noch vertraute Geräusche wahrnehmen. Vermutlich wird er heulen und du nimmst es durch die geschlossene Tür wahr. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er beruhigt sich. Oder er heult weiter. In diesem Fall darfst du aber nicht sofort nachgeben, sondern du musst erst kurz abwarten. Gibst du seinem Heulen nach, fühlt er sich bestätigt und deine Bemühungen sind für die Katz.

Die Freude des Welpen beim Heimkommen

Zehn Minuten sind ja für uns keine lange Zeit, für den Welpen scheint es schier unendlich zu sein. Schließlich ist er das erste Mal allein. Dehne diese Phasen jeden Tag um 10 bis 20 Minuten aus. Die Fellnase wird dich glücklich bestürmen, sobald du die Wohnung wieder betrittst. Versuch es zu ignorieren. Schließlich ist dein Heimkommen ja kein Staatsbesuch, sondern normaler Alltag. So kannst du diese Phasen in den kommenden Woche auf mehrere Stunden ausdehnen. Ganz klar gilt: Mehr als vier Stunden Alleinsein ist aber schon nicht mehr artgerecht. Denk vor allem als Mieter daran, dass du beizeiten die Hundehaftpflicht abschließt. Kaut dein Welpe in deiner Abwesenheit den Türrahmen an, musst du dem Vermieter gegenüber Schadensersatz leisten.