Joggen mit Hund – So klappt das gemeinsame Lauftraining

Frau mit Hund joggen

Hunde sind die perfekten Laufpartner. Kein Wunder, immerhin haben sie stets Lust sich zu bewegen. Allerdings ist aller Anfang schwer. Das gilt auch für das Laufen mit Hund. Wir verraten Ihnen, wie Sie das Joggen mit Hund trainieren, welche Ausrüstung Sie benötigen und was Sie sonst noch beachten sollten.

Eignet sich mein Hund überhaupt zum Joggen?

Ob Labrador, Jack Russell Terrier oder Pudel – jeder Hund ist ein toller Joggingpartner. Wenn ich mit meiner Laufgruppe unterwegs bin, begleitet uns sogar regelmäßig die französische Bulldoggen Dame Donna. Sie läuft vor und wir hinterher. Denn Donna ist erst zufrieden, wenn sie uns alle überholt hat. Bis zu 16 Kilometer legt sie so mit uns zurück.

Ob sich Ihr Vierbeiner als Laufpartner eignet, hängt also nicht zwingend von seiner Rasse ab. Vielmehr spielen seine Gesundheit, sein Alter, sein Fitnesslevel und sein Gewicht eine Rolle. Vor allem, wenn Ihr Hund schon etwas älter ist oder etwas mehr auf den Rippen hat, sollten Sie vor der ersten gemeinsamen Laufrunde Ihren Tierarzt zu Rate ziehen. Zu jung sollte Ihre Fellnase natürlich ebenfalls nicht sein. Vor allem für Welpen wäre die Anstrengung zu groß. Warten Sie daher besser etwa 2 Jahre, dann ist der Knochenbau Ihres Lieblings abgeschlossen und Sie können mit dem Lauftraining beginnen.

Fitte Hunde sind jedoch noch längst keine guten Joggingpartner. Ist der Spiel- und Jagdtrieb Ihres Hundes stärker als sein Gehorsam, sollten Sie daran unbedingt vor dem ersten Training arbeiten. Das Bei-Fuß-Gehen sollte mit und ohne Leine sitzen! Und selbst dann kann es sein, dass ihm das Training einfach keinen Spaß macht. Oder er nach kleinen Runden keine Lust mehr hat. Das sollten Sie dann akzeptieren. Immerhin gibt es auch genug Menschen, die mit Joggen nichts anfangen können.

Welche Ausrüstung brauche ich für das Lauftraining mit Hund?

Ihre Fellnase benötigt zum Joggen zwar keine speziellen Laufschuhe, eine Joggingleine ist aber durchaus sinnvoll. Schließlich dürfen Sie Ihren Hund längst nicht auf allen Wegen frei laufen lassen. Eine gute Joggingleine erkennen Sie übrigens an

  • einem verstellbaren Hüftgurt,
  • einer verstellbaren Leinenlänge,
  • einem eingenähten Expander (federt abruptes Stoppen Ihres Hundes ab)
  • und einer extra Handschlaufe am vorderen Ende (so können Sie Ihren Hund bei unsicheren Situationen kurzhalten).

Neben der Leine gehört auch ein Laufgeschirr für Hunde zur Ausrüstung. Anders als bei einem Halsband werden bei einem Laufgeschirr Kehlkopf und Luftröhre Ihres Hundes geschont.

Hund joggt

Wann gehe ich mit meinem Hund am besten Joggen?

Der Trainingszeitpunkt ist stark von der Außentemperatur abhängig. Temperaturen von bis zu 15 Grad Celsius gelten als unbedenklich. Im Sommer eignen sich also nur die kühlen Morgen- und Abendstunden für das Laufen mit Hund.

Die Temperatur ist allerdings nicht der einzige Faktor, der über den Trainingszeitpunkt bestimmt. Hat Ihr Vierbeiner gerade gefressen, können Sie nämlich trotz idealer Außentemperatur nicht direkt los. In solch einem Fall sollten Sie noch mindestens 2 Stunden warten. Ansonsten drohen Ihrer Fellnase Magenschmerzen und im schlimmsten Fall sogar eine Magendrehung.

Wo klappt das Joggen mit Hund am besten?

Wälder, Landwege und hundefreundliche Parks sind für das Laufen mit Hund ideal. Laufrunden durch die Stadt sollten Sie nicht nur wegen der vielen Ablenkungen vermeiden, sondern auch wegen des harten Laufuntergrunds. Denken Sie immer daran: Ihr Vierbeiner trägt keine Laufschuhe, die sein Gewicht abdämpfen.

Wie lange darf ich mit meinem Hund joggen?

Die Dauer des Lauftrainings hängt vom Alter, Körperbau und zu Beginn auch vom Fitnesslevel Ihres Hundes ab. Die zuvor erwähnte Hundedame Donna ist früher beispielsweise noch deutlich weiter als 16 Kilometer gelaufen. Mittlerweile ist sie jedoch schon etwas in die Jahre gekommen und kann nicht mehr so weit laufen. Grundsätzlich gilt: Ihr Vierbeiner bestimmt, wie weit er laufen möchte. Überfordern Sie ihn nicht. Planen Sie auf längeren Strecken unbedingt ausreichend Trink- und Pipipausen für ihn ein. Spätestens, wenn er schnell und stark hechelt ist es Zeit für eine Pause.

Gut zu wissen: Wirkt der Gang Ihres Vierbeiners nach dem Training steif und unrund, leidet er wahrscheinlich unter Muskelkater. Die nächsten Laufrunden sollten Sie dann ohne ihn bestreiten, bis sein Muskelkater auskuriert ist.

Mann joggt mit Hund

Wie oft darf ich mit meinem Hund joggen gehen?

Nach dem Lauftraining braucht der Körper Ihres Hundes Zeit sich zu erholen, genauso wie Ihrer. Öfter als jeden zweiten Tag sollten Sie daher nicht mit ihm laufen gehen. Beobachten Sie Ihren Hund während der trainingsfreien Tage und laufen Sie mit ihm auch wirklich nur, wenn er fit ist.

Das Joggen mit Hund trainieren

Erinnern Sie sich noch an Ihre Zeit als Laufanfänger? Dann wissen Sie ja bestimmt, dass Sie nicht direkt 5 Kilometer durchgelaufen sind. Und auch Ihr damaliges Tempo lässt sich vermutlich nicht mit Ihrem jetzigen Lauftempo vergleichen. Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, wenn Sie das Lauftraining mit Ihrem Hund beginnen.

Laufen Sie mit ihm anfangs nur kleine Runden, in niedrigem Tempo. Dafür wählen Sie am besten eine ruhige Strecke, auf der Ihr Vierbeiner nicht abgelenkt wird. Lassen Sie ihn vorher sein Geschäft verrichten und etwas schnüffeln. Rufen Sie ihn dann zu sich und laufen Sie los. Wichtig ist, dass er neben Ihnen läuft und nicht vor Ihnen. Denn so können Sie das Tempo besser vorgeben. Machen Sie bei dem ersten Anzeichen von Ablenkung verbal auf sich aufmerksam. Anfangs sollten Sie etwa alle 2 bis 5 Minuten eine Laufpause einlegen und ihn ausgiebig loben. Sie werden sehen, mit der Zeit fokussiert sich Ihr Hund immer besser auf das Lauftraining. Und sobald er die nötige Grundausdauer hat, können Sie auch größere Runden mit ihm joggen.

Fazit: Das sollten Sie beim Joggen mit Hund beachten

Damit das Joggen mit Hund ein Erfolg wird, sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Joggen Sie nur mit ausgewachsenen und gesunden Hunden.
  • Verwenden Sie am besten ein Laufgeschirr und eine spezielle Joggingleine.
  • Lassen Sie Ihren Vierbeiner neben Ihnen laufen und nicht vor Ihnen.
  • Trainieren Sie vor dem Laufen klare Kommandos für das Abrufen und Bei-Fuß-Laufen.
  • Nehmen Sie ausreichend Wasser für Ihren Hund mit.
  • Joggen Sie anfangs nur kleine Runden und machen Sie genug Laufpausen.
  • Wählen Sie Wege mit weichem Untergrund und Strecken mit nur wenigen Ablenkungen.
  • Loben Sie Ihren Hund unterwegs regelmäßig.
  • Werfen Sie im Sommer ein Blick auf die Außentemperatur. Ist es zu warm, bleibt Ihr Hund zu Hause.
  • Beginnen Sie frühestens 2 Stunden nach seiner letzten Mahlzeit mit dem Training.
  • Gönnen Sie Ihrem Vierbeiner vor dem nächsten Lauftraining genug Zeit sich zu erholen.

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