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Ist die englische Bulldogge nun ein Kampfhund - oder etwa nicht?

Englische Bulldogge auf der Wiese

In Nordrhein-Westfalen gibt es keine Kampfhunde - zumindest was den Begriff angeht. Das Umweltministerium in Düsseldorf verwendet den Begriff „gefährliche Hunde“. Zu denen gehören aber nicht nur Rassen, wie beispielsweise Pitbull Terrier oder Staffordshire Terrier, sondern auch alle Hunde, die auffällig geworden sind.

Es ist also ein bunter Mix von Hunderassen, die als gefährliche Eingestuft wurden. Seit dem Jahr 2007 ist die Anzahl dieser Hunde immer weiter gesunken, das Umweltministerium zählt fast 3.000 Hunde weniger als noch vor sieben Jahren.

Leser der Rheinischen Post entlasten die Englische Bulldogge

Nachdem die Rheinische Post in Ihrer Ausgabe vom vergangenen Freitag zu der Meldung eine Englische Bulldogge abgebildet hatte, wurden viele Hundefreunde aktiv. Vor allem Eigentümer der Englischen Bulldogge meldeten sich und beteuerten die Friedfertigkeit ihres Vierbeiners. Einhellige Aussage: Dieser Hund ist ein friedlicher Hausgenosse und nicht mit den Hunden vergleichbar, die im Allgemeinen und in der Öffentlichkeit als Kampfhunde bezeichnet werden.

Wurzeln der Englischen Bulldogge liegen im 13. Jahrhundert

Erstmals erwähnt wurde die Englische Bulldogge im 13. Jahrhundert, damals noch unter dem Namen „Bonddog“ oder „Bolddog“. Die Begriffe „fesseln“ und „kühn“ prägten den Hundenamen. Vor rund 400 Jahren bekam sie ihren heutigen Namen. In der früheren Zeit wurde die Bulldogge als Kampfhund gegen Bullen oder Stiere eingesetzt. Später kam es auch zu Kämpfen von Hunden untereinander. Das Verbot für diese Kämpfe erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien. Seitdem ist die Englische Bulldogge fast aus dem Alltagsbild verschwunden. Im Jahr 1875 gründete sich der „Bulldog Club Incorporated“. Der Schwerpunkt der Zucht lag aber nicht in der Kämpfernatur des Hundes. Die Englische Bulldogge sollte ein friedlicher Familienhund werden.

Neue Standards sollen die Zucht verbessern

Der britische Kennel Club revidierte im Jahr 2009 die Standards zur Zucht der Englischen Bulldogge. Die Gesundheit des Hundes steht nun im Vordergrund. Durch den Wegfall der übertriebenen Körpermerkmale wie die flache Schnauze, das faltige Gesicht oder die großen Köpfe soll die Atmung der Tiere verbessert werden. Vor allem die Fortpflanzung soll durch die neuen Standards optimiert werden. Momentan kommt es bei den Bulldoggen noch häufig zur Welpensterblichkeit und Fruchtbarkeitsproblemen. Nach den FCI-Rassestandards gilt die Englische Bulldogge als liebenswürdiges Wesen. Dennoch bieten längst nicht alle Versicherer für diese Hunderassen die Hundehaftpflicht an. Lediglich ein paar Anbieter ermöglichen den Versicherungsschutz mit der Hundehaftpflicht, da für die Englische Bulldogge fast in jedem Bundesland die Versicherungspflicht gilt. Es gibt jedoch auch Angebote von einigen Versicherungsgesellschaften, die keine Rassenunterscheidung vornehmen. Diese sind sogar sehr leistungsstark und günstig.

Die Englische Bulldogge braucht viel Zuwendung

Den ganzen Tag Streicheln und Kraulen? Das mag man von der Englischen Bulldogge nicht vermuten. Und doch müssen Herrchen und Frauchen, die ihren Hund verstehen, ihrem Vierbeiner viel Liebe geben. Die Bulldogge verlangt häufig danach, wenn sie sich für den Füßen ihres Besitzers auf dem Boden rollt und die Streicheleinheiten einfordert. Zurückweisungen sind eher schädlich für das Gemüt dieses Hundes. Dabei ist die Englische Bulldogge auch noch geprägt von Humor: Allein die Mimik und ihre Posen bieten häufigen Anlass zur Heiterkeit. Wenn sie Herrchen, Frauchen oder andere Menschen mit ihrem Wesen erheitern, ernten sie zuweilen Lachanfälle. Die Freude darüber stellt der Vierbeiner mit Bocksprüngen unter Beweis. Also kein Kampfhund, sondern eher ein etwas äußerliches tollpatschiges Wesen mit einem friedfertigen Gemüt.