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Hundemärchen: Fünf Mythen über den Hund

Jaulender Hund

„Hunde, die bellen, beißen nicht“ oder „wenn die Rute wedelt, freut sich der Hund“ – wahr oder falsch? Wir haben uns Hundemärchen angesehen, die besten fünf Mythen für euch herausgepickt und erklären, was wahr und was falsch ist.

Hundemärchen 1: Hunde, die bellen, beißen nicht

Falsch. Ihr habt den Spruch bestimmt schon oft gehört. Wenn jemand aggressiv verkündet, einen Schaden anrichten zu wollen und es am Ende aber nicht umsetzt, sagt man oft „Hunde, die bellen, beißen nicht“. Aber tatsächlich kann das Bellen eines Hundes auch Aggression ausdrücken. Oft ist das Bellen sogar die letzte Warnung vor einem drohenden Angriff und Biss. Doch mit dem Bellen wollen Hunde auch Aufmerksamkeit, Kontakt aufnehmen oder jemanden Begrüßen. Es kommt immer auf die Tonhöhe und Geschwindigkeit des Bellens sowie die Situation an.

Hundemärchen 2: Wenn die Rute wedelt, freut sich der Hund

Falsch. Wedelt der Hund mit dem Schwanz, heißt das zunächst nur, dass er erregt ist. Das kann sowohl der Fall sein, wenn er sich freut, aber auch wenn sich der Hund in einem Konflikt befindet. Auch wenn er ängstlich ist, wedelt er mit der Rute. Wichtig dabei ist, auf die gesamte Körpersprache des Hundes zu achten.

Hundemärchen 3: Hunde haben kein Zeitgefühl

Falsch. Hunde orientieren sich nur nicht an Uhren, wie wir Menschen. Das heißt aber nicht, dass sie kein Zeitgefühl haben. Hunde orientieren sich am Tagesablauf: Morgens geht die Sonne auf, abends geht sie unter. Und zwischendurch gibt es regelmäßig Auslauf und Fressen. So haben Hunde Erwartungshaltungen und Erinnerungen. Und genau das gibt Hunden das Zeitgefühl. Das ist allerdings nicht so genau wie bei Menschen, die auf die Minute und sogar Sekunde achten. Hunde stellen sich auf bestimmte wiederkehrende Ereignisse ein. Tritt ein erwartetes Ereignis nicht oder später ein (etwa bei der Verschiebung von Winter- auf Sommerzeit) dann wird der Hund merken, dass etwas länger als gewöhnlich dauert. Vielleicht habt ihr selbst schon mal gemerkt, dass Euch Euer Hund ungeduldig daran erinnert, ihm Fressen zu geben, weil es ihm zu lange dauert?!

Hundemärchen 4: Hund und Katze sind natürliche Feinde

Falsch. Natürliche Feinde sind sie nicht. Es gibt nur viele Unterschiede, die die Kommunikation zwischen den beiden erschweren. Treffen Hund und Katze zum ersten Mal aufeinander, senden sie unter Umständen missverständliche Signale: Die Katze hebt die Pfote. Für sie heißt das „bleib mir vom Leib“. Der Hund versteht es aber als herzliche Begrüßung, Aufforderung zum Spielen oder als Bettelgeste. Und wenn der Hund fröhlich mit dem Schwanz wedelt, versteht die Katze das als Drohung. Nach ein paar Missverständnissen können diese Differenzen aber überwunden werden und der Freundschaft steht nichts mehr im Weg.

Hundemärchen 5: Hunde haben ein schlechtes Gewissen

Falsch. Ihr kommt nach Hause und Euer Hund hat ein Sofakissen zerfetzt. Überall liegen Federn herum und Eure Fellnase liegt unschuldig im Körbchen. Klarer Fall: Das Kissen hat sich nicht selbst zerfetzt. Ihr regt Euch auf und schimpft. Und der Hund schaut äußerst betreten und ertappt. Doch das heißt nicht, dass er sich seiner Schuld bewusst ist. Der Bezug zur bösen Tat ist schon längst verloren. Vielmehr haben Hunde ein feines Gespür für menschliche Stimmungen. Wenn Herrchen verärgert ist, reagieren sie beschwichtigend. Und das wird häufig ihren Besitzern als Schuldeingeständnis aufgefasst.