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Welche Schäden werden durch Hunde am häufigsten verursacht?

Hund hat einen Schaden verursacht

Da soll noch mal einer sagen, dass die Hundehaftpflicht keine vernünftige Absicherung für Hundefreunde ist. Immerhin haben in den letzten Jahren Hunde im Schnitt rund 100.000 Schäden im Jahr verursacht. Sicherlich, bei rund sieben Millionen Hunden in Deutschland ist das nicht unbedingt der größte Anteil, aber dennoch lagen die versicherten Schäden bei knapp 80 Millionen Euro. Das bedeutet, dass ein durchschnittlicher Schaden bei 800 Euro liegt. Durch die Gesetzgebung der einzelnen Bundesländer gilt in mehreren Teilen Deutschlands bereits eine durchgehende Versicherungspflicht für alle Hunde. Der Anteil der Hunde, der durch eine Hundehaftpflichtversicherung abgesichert ist, liegt bei über 70 Prozent.

Welche Schäden verursachen Hunde am häufigsten?

Statistiken der Versicherer belegen, dass Schäden am häufigsten dadurch auftreten, dass Hunde ihre Artgenossen beißen und damit verletzten. Damit geht in der Regel ein Besuch beim Tierarzt einher, wenn der verletzte Kontrahent dort ambulant behandelt oder sogar in der Tierklinik operiert werden muss. Es sind aber nicht nur Hunde betroffen, die von ihren vierbeinigen Artgenossen verletzt werden, sondern auch andere Haustiere wie Katzen oder Nutztiere wie Schafe. In der Regel ereignet sich gerade bei solchen Tieren eine Bissverletzung, ohne dass der jeweilige Eigentümer es mitbekommt. Schadensersatzansprüche können daher nur in den seltensten Fällen durchgesetzt werden. Wer also mit seinem Hund unangeleint unterwegs ist, muss damit rechnen, dass aus dem Spieltrieb auf einmal der Jagdinstinkt herausbricht und im schlimmsten Fall ein anderes Tier gerissen wird. Solche Schäden haben immerhin einen Anteil von 23 Prozent an der Gesamtzahl aller Schäden.

Kleine Sachschäden stehen weit oben in der Schadensstatistik

Häufig müssen sich die Versicherer mit kleinen Sachschäden befassen, die der Vierbeiner verursacht hat. Mal ist es eine verunreinigte Jacke nach einer heftigen Begrüßung, ein anderes Mal ist es die heruntergerissene Brille oder das Handy. Schnell können diese Schäden im vierstelligen Bereich liegen. Hundehalter ohne die Absicherung mit der Hundehaftpflicht müssen tief in die eigene Tasche greifen, um den Schaden zu ersetzen. Dazu ist er nämlich nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch in unbegrenzter Höhe verpflichtet. Hier liegt der Anteil der Schäden bei rund 22 Prozent

Verletzungen von Menschen sind eine teure Angelegenheit

Der Biss in die Wade mag zwar auf den ersten Blick harmlos klingen, geht aber mit einer medizinischen Behandlung des Geschädigten einher. Nicht zuletzt auch dadurch, dass es durch einen Hundebiss zu einer Infektion kommen kann. Die Krankenkasse, die die ärztliche Behandlung bezahlt, wird sehr genau danach fragen, wer für den Biss verantwortlich ist und danach den Hundehalter in Regress nehmen. Schlimmer wird es, wenn durch einen Hund ein Mensch schwer verletzt wird, dass die Gesundheit nicht vollständig wieder hergestellt werden kann.

Diese Fälle sind zwar recht selten, lösen aber Kosten im sechsstelligen Bereich aus. Für die muss der Hundehalter ebenfalls geradestehen, ob er sich nun mit der Hundehaftpflichtversicherung abgesichert hat oder auch nicht. In jedem Fall können Schadenersatzforderungen und Schmerzensgeldklagen ohne den Schutz der Hundehaftpflicht den finanziellen Ruin bedeuten – im schlimmsten Fall sogar für beide Seiten. Auf die genannten 100.000 Schäden pro Jahr kommen immerhin rund 20.000 Bissverletzungen gegenüber Menschen.

Hunde verursachen häufig Mietsachschäden

In den letzten Jahren haben die Hundehaftpflichtversicherer dazu gelernt und ihr Leistungsspektrum um den Einschluss von sogenannten Mietsachschäden erweitert. Das rührt letztendlich daher, dass viele Hundehalter zur Miete wohnen. Was auf den ersten Blick nicht so plausibel erscheint, aber zu rund 19 Prozent aller Schäden. Wenn der Hund einen Türrahmen anknabbert oder die Fensterdichtung zum Spielen für sich entdeckt, hat der Vermieter einen Anspruch auf Schadensersatz. Ebenso verhält es sich, wenn ein Hund in einer Ferienwohnung, im Hotel oder in einem Ferienhaus Mobiliar beschädigt. Ebenso greift die Deckung für Mietsachschäden auch bei beweglichen Gegenständen, wenn also Hunde de Sitz eines Mietwagens beschädigt oder verunreinigt wird.

Schäden im Verkehrsraum lösen hohe Kosten aus

Der Hund an sich ist sehr weit domestiziert und an das Leben in der Stadt oder der Wohnung angepasst. Dennoch, die Instinkte lassen sich nicht vollständig ausschalten. Wenn ein Hund sich bedroht fühlt, erschrickt oder auf etwas aufmerksam wird, kann es mit dem Gehorsam schnell vorbei sein. Er reißt sich von der Leine los und rennt auf die Straße. Teilweise sind Hunde in öffentlichen Verkehrsräumen nicht angeleint und im Moment des Schreckens nicht kontrollierbar. Kommt es zu einer Kollision mit einem Radfahrer oder sogar einem Kraftfahrzeug, sind Personenschäden und Sachschäden vorprogrammiert. Zudem ist eine Verletzung des Hundes sehr wahrscheinlich, wenn der Radfahrer oder der Autofahrer nicht rechtzeitig bremsen kann. Hier ist neben der Hundehaftpflichtversicherung auch eine leistungsstarke Hundeoperationsversicherung gefragt, da in solchen Fällen nicht nur Schadensersatz geleistet werden muss, sondern auch noch Tierarztkosten für den eigenen Liebling anfallen. Die Quote der Schäden im Straßenverkehr liegt bei rund 14 Prozent.

Hundehaftpflicht ist ein unbedingtes Muss

Die Deutschen geben viel Geld für ihre Hunde aus. Es ist ein Milliardengeschäft: Futter, Spielzeuge, Pflegezubehör, Accessoires, Tierarztbehandlungen und vieles mehr. Da sind 40, 50 Euro im Jahr für eine solide Hundehaftpflichtversicherung nur ein kleiner Teil der Kosten, den Hundefreude jährlich für ihren vierbeinigen Liebling aufwenden. Dafür steht die Hundehaftpflicht aber auch für die größtmögliche Sicherheit, wenn es zum Schadensfall kommt, so dass die finanzielle Existenz des Hundehalters nicht in Schieflage gerät.

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