eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Hundehaftpflicht
 

Hundehaftpflicht auch für alte Hunde ein „Muss“?

Nachdem erst kürzlich ein Hundehalter auf 6.000 € verklagt wurde, weil sein Seniorenhund unbeaufsichtigt eine Passantin zu Fall brachte, möchten wir der Frage nachgehen, ob die Hundehaftpflicht für einen Hund älteren Semesters genauso Pflicht sein sollte wie für einen Junghund.

alter Hund

Oder hatte der Halter im beschriebenen Fall einfach nur Pech und ein Haftpflichtschutz für ältere Vierbeiner ist tatsächlich verschwendetes Geld. Für menschliche Senioren bieten einige Versicherungsgesellschaften vergünstigte Konditionen bei der Privathaftpflicht an. Menschen ab der zweiten Lebenshälfte richten wohl nachweislich weniger Schäden an. Die Kinder sind auch schon aus dem Haus und das Gefahrenpotential ist insgesamt geringer. Wie aber sieht es bei in die Jahre gekommenen Hunden aus? Geschehen hier auch weniger Schäden als bei einem jüngeren, meist ja temperamentvolleren Tier? Falls ja, braucht man dann für seinen älteren Hund überhaupt einen Haftpflichtschutz?

Auch ein Seniorenhund braucht Haftpflichtschutz

Nur weil ein Hund zum älteren Eisen gehört, bedeutet das nicht, dass er keinen Schaden verursachen kann. Noch so dumme Umstände können zusammenspielen und schon ist etwas passiert. Vielleicht hält der Vierbeiner einfach zur falschen Zeit am falschen Ort seinen Mittagsschlaf und jemand stolpert über ihn. Ohne Hundehaftpflicht müssen Sie die Kosten aus eigener Tasche zahlen. Wie beim eingangs beschriebenen Fall, bei dem der 12 Jahre alte Jagdhund „Balou“ mit seinen 45 Kilo eine Frau umgestoßen haben soll. Die 45-Jährige hat sich dabei eine komplizierte Knöchelfraktur zugezogen, einhergehend mit nicht nur großen Schmerzen, umfangreichen Behandlungen und OPs, sondern auch einem längeren Arbeitsausfall. Gerade Personenschäden wie diese können richtig teuer werden.

Icon Glühbirne

Ein Hund sollte ab dem Welpenalter eine Hundehaftpflicht haben und das hat dann sinnvollerweise ein Hundeleben zu gelten. Ist ein älteres Tier weniger lebhaft und temperamentvoll, hat es vielleicht langsam das ein oder andere körperliche Gebrechen. Es sieht schlechter, hat Gleichgewichts- oder Koordinationsschwierigkeiten oder oder oder. Gerade dann kann ein Schaden wieder schneller passieren.

Die Hundehaftpflicht heißt auch moralische Verantwortung übernehmen

An der Hundehaftpflicht sollte nicht gespart werden, auch nicht, wenn der Vierbeiner das Seniorenalter erreicht hat. Diese gibt es bereits ab 33,69 € im Jahr. Das tut niemandem weh. Achten Sie darauf, die Forderungsausfalldeckung in die Leistungen mit einzuschließen. Dann haben Sie zumindest einen Schutz, wenn jemandes Hund Ihnen einen Schaden zufügt, sein Halter aber keine Hundehaftpflicht abgeschlossen hat. Nicht, dass Sie sonst da stehen wie die Geschädigte im Fall „Balou“. Da hatte der Halter nämlich nicht nur keine Hundehaftpflicht, sondern mit seiner Firma auch noch Insolvenz angemeldet. So konnte er für den Schaden nicht einmal mit seinem Privatvermögen aufkommen. Alles in allem endete die Sache in einem Vergleich, so dass die Dame nur mit 1.000 € aus der Sache rausgeht. Vorausgesetzt, der Halter kann diesen Betrag aufbringen. Es ist also auch aus moralischer Sicht nur fair eine Hundehaftpflicht für seinen Vierbeiner abzuschließen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: