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Hunde im Frühling - wichtige Tipps

Zwei Hunde beschnuppern sich

Für Hunde ist der Frühling die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres. Der kalte Winter ist vorbei und die Gassigänge werden endlich wieder länger. Doch mit dem Frühling kommt auch die eine oder andere Herausforderung auf Hundebesitzer zu. Von Frühlingsgefühlen beim Hund bis zu Zecken: Wir verraten Ihnen, wie Sie und Ihr Vierbeiner gesund und munter durch die Jahreszeit kommen.

Frühlingsgefühle beim Hund

Das viele Licht und die Sonne nehmen Einfluss auf unsere Stimmung - das ist auch bei unseren Hunden nicht anders. Sie überkommt eine Art Frühlingsgefühle. Viele Hündinnen werden im Frühjahr läufig - und die Rüden schnüffeln, was das Zeug hält. Doch ob Hündin oder Rüde: Auch andere Dinge geschehen im Hundekörper, die den Hund aufgekratzter als sonst sein lassen. So werfen zum Beispiel viele Rassen ihr Winterfell ab. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie diese wilde Phase etwas weniger strapaziös gestalten. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang die Hundehaftpflicht, wenn es doch mal Ärger gibt.

  1. Gehen Sie einfach mal neue Wege
    Hunde sind von Natur aus neugierig. Wenn es etwas Neues zu erschnüffeln gibt, dann sind sie dafür schnell zu begeistern. Verschaffen Sie Ihrem Vierbeiner etwas Abwechslung, zum Beispiel durch neue Gassirunden. Das lenkt ihn ab und er wird sein Interesse am anderen Geschlecht ein wenig aufgeben. Versuchen Sie auch mal andere Zeiten zum Gassi gehen, wenn es unterwegs zu anstrengend wird. Mal in den späten Abendstunden oder ganz früh am Morgen, wenn kaum Hundefreunde unterwegs sind.
  2. Sprechen Sie andere Hundefreunde unterwegs an
    Sind Sie mit Ihrer läufigen Hündin unterwegs, sprechen Sie unbekannte Hundehalter schon aus der Entfernung an. So können auch diese sich entsprechend auf die Situation einstellen, falls sie einen Rüden haben. Treffen Sie hingegen auf Rüden, die Ihnen bekannt sind, können Sie Ihrerseits frühzeitig den Umweg suchen, damit sich Ihre Hündin gar nicht erst Hoffnungen auf den männlichen Artgenossen macht.
  3. Ablenkung für den Rüden
    So folgsam Ihr Liebling sonst immer ist: Legt die Dame seiner Begierde erst einmal ihre Duftspur, dann gibt es kein Halten mehr. Erreicht die Spur einer heißen Hündin seine Nase, so wird er alles unternehmen, seiner Angebeteten näherzukommen. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, dass Ihr Liebling beim Gassi gehen unbedingt angeleint ist. Er kann ansonsten blitzschnell ausbüxen und im schlimmsten Fall im öffentlichen Raum einen Unfall verursachen. Damit er aber nicht zu eng bei Ihnen laufen muss, können Sie an diesen Tagen eine Schleppleine verwenden, so dass Sie ihn immer noch unter Kontrolle haben.
  4. Wie geht’s weiter, wenn es doch mal passiert ist?
    Natürlich kann es immer mal passieren, dass Rüde und Hündin einen Weg zueinander gefunden haben. So schwer es Ihnen fällt, lassen Sie die Hunde gewähren. Wenn Sie versuchen, beide Hunde zu trennen, können Sie beide dabei verletzen. Bleiben Sie also in der Nähe und warten Sie ab, bis der Paarungsakt vollzogen ist. Als Halter der Hündin gehen Sie so früh wie möglich zum Tierarzt, um die Befruchtung der Eizelle zu verhindern. Tauschen Sie mit dem Halter des Rüden Ihre Kontaktdaten aus: Er haftet für das wilde Treiben seines Rüden und muss die Tierarztkosten übernehmen. Das gilt für den Fall, dass Sie Ihre Hündin im Griff hatten und diese vom Rüden quasi in Beschlag genommen wurde. Sind Sie der Halter des liebestollen Rüden, verständigen Sie Ihre Hundehaftpflicht darüber. Diese deckt die Folgekosten des ungewollten Deckaktes ab.

Wenn Ihr Hund nach Insekten schnappt

Draußen auf den Wiesen und Feldern tummelt sich das Leben. Vor allem Insekten sind unterwegs, da jetzt überall die Blumen- und Pflanzenpracht gedeiht. Ihr Hund hat natürlich während der Winterzeit seinen Jagdinstinkt nicht abgelegt und so wird er schnell nach dem einen oder anderen Brummer schnappen. Ein großes Risiko ist, dass ein Stich von einer Biene oder Wespe im Rachenraum zu Schwellungen führt. Die Folge ist Atemnot, da durch die Schwellung der Weg in die unteren Atemwege versperrt oder zumindest gemindert wird. Lassen Sie Ihren Liebling daher auf den bunten Blumenwiesen nicht aus dem Auge. Sollte dennoch ein Insekt zustechen, finden Sie hier Tipps zur Hilfe:
Bienenstich beim Hund

Stöckchen werfen - wann der beliebte Spieleklassiker zur Gefahr wird

Die meisten Hunde lieben es, einem Gegenstand hinterherzujagen. Dazu gehören nicht immer nur Bälle, sondern auch Stöcke, die wir auf dem Waldboden finden. Diese schleudern wir weit ins Feld und erfreuen uns, wenn unsere Fellnase begeistert hinterher hechtet. Dieses Spiel kann aber zu einer großen Gefahr werden: Ist unser geliebter Vierbeiner schneller als das Stöckchen, fängt er dieses im Flug auf und kann es sich im schlimmsten Fall in den Rachen oder den Gaumen bohren. Kommt es dabei zu einer größeren Verletzung, geht diese mit einer starken Blutung einher. Je nachdem, wo Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind, wird es kritisch, ihn dann rechtzeitig zum Tierarzt zu bringen. Daher empfehlen wir beispielsweise Wurfsticks, die quasi unkaputtbar – auch durch das Herumkauen darauf – sind. Ihr Hund muss diesen nur immer brav zurückbringen, sonst ist der Verschleiß zu hoch.

Icon Glühbirne

Vorsicht: Ungebetene Gäste

In Deutschland gibt es ungefähr 20 verschiedene Zeckenarten. Sie bevorzugen feuchte und schattige Plätze, Wiesen und das Unterholz in Wäldern. Nicht selten kommt es vor, dass sich die blutsaugenden Plagegeister auf dem Fell Ihres Lieblings niederlassen, um sich so richtig mit Blut vollzusaugen. Benutzen Sie zur Vorbeugung die verschiedenen Hilfsmittel im Tierfachhandel wie Spot-On-Präparate oder Zeckenhalsbänder. Hausmittelchen wie Knoblauch helfen zwar bei Vampiren, aber für Ihren Hund ist es schädlich und nur wenig wirksam. Falls sich ein Blutsauger auf dem Fell Ihres Lieblings niederlässt, müssen Sie diesen mit einer Zeckenzange entfernen. Eine Pinzette bewirkt, dass die Zecke gequetscht wird. Dadurch können Krankheitserreger ins Blut geraten. Alles zum Thema Zecken beim Hund erfahren Sie hier:

Zecken beim Hund

Weg mit dem Winterpelz

Viele Hunderassen werfen zu Beginn des Frühjahrs ihr dickes Winterfell ab. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Tageslichtdauer und der Temperatur. Es dauert in der Regel sechs bis sieben Wochen, bis Ihr Vierbeiner sein Winterfell verloren hat. Bei älteren Hunden kann es etwas länger dauern. Unterstützen Sie Ihren Hund beim Fellwechsel: Tägliches Bürsten hilft, die Unterwolle zu entfernen. Dabei regen Sie gleichzeitig noch die Durchblutung an, wenn Sie spezielle Kämme verwenden. Beobachten Sie den Zeitraum des Fellwechsels: Dauert dieser länger an als beschrieben, so kann das am Nährstoffmangel liegen. Nehmen Sie dann die Gelegenheit wahr für einen Frühlingscheck beim Tierarzt: Er kann Ihnen Ernährungstipps für Ihren Hund geben, damit mit der Gesundheit auch alles weiterhin bestens läuft. Mehr Tipps finden Sie hier:
Fellpflege beim Hund

Beachten Sie die Brutzeit und Setzzeit von Vögeln und Haarwild

Jetzt, wo draußen die Natur wieder ihre Fühler in Richtung der Sonne ausstreckt, müssen Sie die Brutzeit von Vögeln und die Setzzeit von Haarwild beachten. In der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli muss Ihr Hund in Wäldern und auf vielen Grünflächen leider an der Leine bleiben. In Gewässernähe haben viele Wasservögel ihre Nester gesetzt, es gibt viele Vogelarten, die ihre Jungtiere am Boden ausbrüten. Dazu kommt, dass in den Wäldern jetzt Rehe und anderes Haarwild ihren Nachwuchs großziehen. Denken Sie daran, dass allein schon das Nachstellen dieser Tiere durch Ihren Hund so viel Stress auslöst, dass die Tiere daran verenden. Letztendlich stehen Sie in der Haftung, wenn Ihr Hund ein Tier hetzt oder reißt. Daneben sind durch die jeweiligen Ordnungsbehörden auch noch Maßnahmen möglich, die sogar die Haltung Ihres Hundes berühren können.

Die Kondition muss langsam wieder aufgebaut werden

Nach den langen Wintermonaten ist jetzt Bewegung sicherlich gut – aber bitte in Maßen. Direkt Marathonläufe zu veranstalten ist für den Hund wenig optimal. Er muss sich langsam wieder an die vermehrte Bewegung gewöhnen. Fangen Sie mit kurzen Runden an, die auch mal öfter im Tagesverlauf geschehen können. Dehnen Sie Ihre Runden mit Ihrem Vierbeiner aus, so dass er sich langsam an die ausdauernden Spaziergänge gewöhnt. Gerade für große Hunderassen und die Senioren unter den Vierbeinern ist die langsame Umstellung notwendig, damit sie ihre Kondition, den Kreislauf und auch ihren Bewegungsapparat nicht auf einmal zu sehr belasten.

Giftköderattacken nehmen zu

Wenn viele Hunde mit Frauchen und Herrchen unterwegs sind, regen sich auch die Tierhasser wieder vermehrt. Es kommt wieder häufiger zu Giftköderattacken. Viele Hundefreunde haben ihren Hund noch nicht gar nicht auf solche Risiken eingestellt und wissen selbst nicht, was in einem solchen Fall zu tun ist. Fakt ist: Giftköder können sich überall befinden – ob in der Stadt oder in ländlichen Regionen. Vor diesem Irrsinn ist kaum ein Hund sicher, außer Sie reagieren richtig. Wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind, müssen Sie ihn ständig unter Beobachtung haben. Schnüffelt er an Dingen, die Sie nicht auf den ersten Blick erkennen, müssen Sie eingreifen. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund etwas verschluckt hat, schauen Sie, ob sich davon noch Reste auf dem Boden befinden und suchen Sie mit Ihrem Hund den Tierarzt auf. Die Symptome einer Vergiftung müssen nicht immer sofort auftreten – teilweise zeigen sich Auffälligkeiten erst nach Stunden oder sogar Tagen. Dann kann es aber für eine rettende Behandlung schon zu spät sein. Behandeln Sie Ihren Hund wie ein kleines Kind, mit dem Sie spazieren gehen.
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