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Hund zu dick: 7 Abnehm-Tipps für Fellnasen

Übergewichtiger Hund

Ist Dein Hund zu dick? Das kann leider schneller passieren, als Dir lieb ist. Ein Leckerchen hier, ein bisschen zu viel Futter da und dann noch sehr viel Regen, sodass die Gassigänge kürzer ausfallen als geplant – und schon ist es passiert. Leider können die Extrapfunde auf der Waage Deinem Hund gesundheitliche Probleme bereiten, deshalb solltest Du etwas unternehmen. Wir geben Dir 7 Tipps, die Dir dabei helfen. Vorab noch ein paar wichtige Infos.

Welche Folgen hat Übergewicht beim Hund?

Wenn Dein Hund zu dick ist, spielt die optische Abweichung von der Norm eine völlig unwichtige Rolle. Schlimmer ist, dass das Übergewicht viele Krankheiten begünstigt und Deinen Hund sogar unglücklich macht.

Beispiele für Krankheiten, die durch Übergewicht beim Hund begünstigt werden:

  • Diabetes
  • Arthrose, generell Gelenksschmerzen
  • Hauterkrankungen
  • Atemprobleme
  • Verdauungsstörungen und noch mehr

Wie Du siehst, kann das Übergewicht bei Deinem Hund Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche haben. Das möchtest Du bestimmt nicht. Das Gute: Es liegt allein in Deiner Hand, die Risiken zu senken. Daher geh am besten sofort gegen die Extrapfunde vor. Denn zu guter Letzt: Nimmt Dein Hund nicht ab, sinkt nicht nur seine Lebensqualität, sondern voraussichtlich auch seine Lebenserwartung.

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Ist Dein Hund zu dick?

Jetzt stellt sich die Frage: Ab wann ist ein Hund eigentlich zu dick? Angaben in Kilogramm sind schwer zu geben. Denn selbst innerhalb derselben Rasse unterscheiden sich die Hunde in Schulterhöhe, Halsumfang und Rückenlänge sowie im Körperbau. So gibt es zum Beispiel Golden Retriever Hündinnen, die recht schmal und zierlich sind. Aber auch Golden Retriever Hündinnen, die kaum von einem Rüden zu unterscheiden sind. Wiegen die beiden Hündinnen nun 34 Kilogramm, hat die eine eventuell bereits ein paar Kilogramm zu viel, während die andere absolut im Normbereich liegt. Dennoch sind solche Gewichtstabellen ein grober Anhaltspunkt, um überhaupt ein Gespür für das Rassengewicht zu erhalten.

Infografik: Ist Dein Hund zu dick?

So kannst Du ohne Waage herausfinden, ob Dein Hund zu viel wiegt:

  • Wirf einen Blick von oben auf Deinen Hund. Dass Du nun den gewölbten Bauch Deines Hundes siehst, ist kein Grund zur Beunruhigung. Diese Wölbung sollte jedoch nach hinten hin deutlich schmaler werden. Es sollte also eine Taille zu erkennen sein. Geht der Bauch dick weiter, ist dies ein Anzeichen für Übergewicht.
  • Betrachte Deinen Hund von der Seite. Auch bei diesem Blick sollte eine Taille zu erkennen sein. Der Bauch sollte also, wenn es Richtung Hinterteil geht, eine deutliche Kurve nach oben ziehen. Bleibt der Bauch gerade oder hängt sogar hinten herab, sind Extrapfunde im Spiel.
  • Taste Deinen Hund ab. Vor allem bei wuscheligen Vierbeinern ist es manchmal schwer zu sehen, wo das Fell anfängt und wo es aufhört. Streichle daher über seine Rippen. Kannst Du sie unter einer dünnen Fettschicht (die ist normal) gut spüren und fühlst jede Rippe? Ein gutes Zeichen. Falls nicht, hat Dein Hund zu viel Fett angesetzt. Übrigens: Auch am Rücken können sich Fettpolster bilden. Spürst Du die einzelnen Wirbel seiner Wirbelsäule nicht? Dann kann auch dies ein Anzeichen für zu viel Gewicht sein.

Wie gesagt, sind Gewichtstabellen nur ein kleiner Anhaltspunkt. Wichtiger ist die persönliche Kontrolle. Um Dir dennoch einen groben Überblick zu verschaffen, haben wir Dir einmal das Durchschnittsgewicht der zehn beliebtesten Hunderassen Deutschlands zusammengetragen:

HunderasseGewicht
Labrador25 - 36 kg
Französische Bulldogge8 - 14 kg
Chihuahua1,5 - 3 kg
Golden Retriever25 - 34 kg
Australian Shepherd16 - 32 kg
Jack Russell Terrier6,5 - 8 kg
Deutscher Schäferhund22 - 40 kg
Bolonka Zwetna2 - 5 kg
Havaneser4,5 - 7 kg
Yorkshire Terrier2 - 3 kg

Hand aufs Herz: Warum ist Dein Hund zu dick?

Erst einmal vorweg: Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen oder darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Es geht nur darum, herauszufinden, warum Dein Hund zu viel wiegt. Denn je besser Du die Ursachen kennst, umso besser kannst Du dagegen vorgehen. Dass Hunde übergewichtig sind, hat meist eine dieser 3 Ursachen:

  1. Zu wenig Bewegung. Wie der Besitzer, so der Hund? Tatsächlich trifft dieses Sprichwort häufig zu. Denn: Dein Lebensstil hat Auswirkungen auf Deinen Hund. Findest Du Spaziergänge langweilig und beendest die Gassirunde am liebsten, sobald Dein Hund sein Geschäft verrichtet hat? Dann wird auch Dein Hund mit Sicherheit bald etwas gemütlicher – und leider wahrscheinlich an Gewicht zulegen.
  2. Zu viel oder falsches Futter. Wie viel Futter benötigt Dein Hund tatsächlich? Viele Hundebesitzer beschäftigen sich zu Beginn mit der idealen Menge für ihren Vierbeiner. Passen diese aber nur selten an. Dabei kann der Kalorienbedarf durchaus sinken, zum Beispiel, wenn Dein Hund älter wird und nicht mehr so quirlig ist. Hinzu kommt: Leider neigen wir dazu, das Futter Pi mal Daumen in den Napf zu schütten. Schnell sind dann einmal 10 Prozent zu viel im Napf. Auf Dauer macht sich dies natürlich bemerken. Und dann kommen natürlich noch die Leckerchen obendrauf. Wer kann diesen treuen Hundeaugen schon widerstehen?
  3. Kastration, Krankheit und/oder Medikamente. Nicht immer sind Bewegungsmangel oder falsche Fütterung der Auslöser. Auch Krankheiten oder bestimmte Medikamente können natürlich die Ursache für das Übergewicht sein. Ebenso wie eine Kastration. Immerhin sind Sexualhormone an der Regulierung von Appetit und Stoffwechsel beteiligt. Wenn diese fehlen, setzt die appetithemmende Wirkung aus. Das kann dazu führen, dass eine Hündin mehr frisst. Bei Rüden verändert die Kastration ebenfalls den Hormonhaushalt. Spontanaktivitäten, die hormongesteuert waren, fallen nun weg. Der Rüde wird ruhiger und bewegt sich dadurch auch weniger.

Hinzu kommt die Hunderasse. So wird manchen Rassen, wie zum Beispiel Labradoren oder Beagles, nachgesagt, dass sie verfressen seien. Ob dies tatsächlich so ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass sie schneller zu Übergewicht tendieren als andere Rassen. Auch viele kleine Rassen neigen zu Übergewicht. Hauptgrund: Gerade sie bekommen wegen ihres niedlichen Aussehens schnell mal ein Leckerchen zugesteckt. Benötigen jedoch als kleine Hunde wesentlich weniger Kalorien als zum Beispiel große Hunde. Eine durchaus schlechte Kombi.

Icon Glühbirne

Zuallererst: Check beim Tierarzt

Das Gute: Du kannst Deinem Hund beim Abspecken helfen. Bevor Du jedoch damit startest, solltest Du ihn gründlich beim Tierarzt durchchecken lassen. Denn wie gesagt, auch Krankheiten können dahinterstecken, ebenso wie Medikamente. Da sollte gut das weitere Vorgehen abgesprochen werden. Hat Dein Tierarzt grünes Licht gegeben, kannst Du starten.

7 Tipps, wie Dein Hund zum Normalgewicht gelangt

Wenn aus tierärztlicher Sicht nichts dagegenspricht, kann das Abnahmeprogramm beginnen.

Tipp 1: Nimm Dir Zeit

Icon: Nimm Dir Zeit

Der Abnahmeprozess ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Das Gewicht ist schließlich auch nicht von heute auf morgen auf den Rippen Deines Hundes gelandet. Nimm Dir also genügend Zeit für die Umstellung. Und denk immer daran: Deinem Hund fällt die Umstellung mit Sicherheit leichter als Dir.

Wie viel Abnahme ist bei einem Hund realistisch? Die erste Frage ist natürlich: Wie viel wiegt Dein Hund? Denn gerade bei unseren Fellnasen sind die Unterschiede gewaltig. So wiegt manch ein Chihuahua gerade einmal 2 Kilogramm, während ein Labrador durchaus 30 Kilogramm auf die Waage bringt – von einem männlichen Bernhardiner mit rund 80 Kilogramm ganz zu schweigen. Daher sind Angaben wie „500 Gramm pro Woche“ natürlich unrealistisch. Stattdessen wird die Angabe in Prozent gegeben. 1,5 bis 2,5 Prozent pro Woche sind ein gesunder und realistischer Rahmen.

Beispiel: Du hast einen übergewichtigen Jack Russel mit einem Gewicht von 10 Kilogramm. Dann würde das Abnahmeziel zwischen 150 bis 250 Gramm pro Woche liegen. Das klingt wenig, aber in knapp drei Monaten hätte Dein Hund ein gesundes Gewicht erreicht. Und was sind schon drei Monate, wenn Du danach wieder einen fitten und fröhlichen Hund hast?

Tipp 2: Futtermenge beachten

Icon: Futtermenge beachten

Du kannst Deinen Hund nicht einfach auf Nulldiät setzen. Immerhin enthält das Futter auch wichtige Nährstoffe, die Dein Hund benötigt. Stattdessen solltest Du die Futtermenge seinem tatsächlichen Bedarf anpassen. Bei der Ermittlung ziehst Du am besten Deinen Tierarzt zu Rate. Zwar findest Du auch auf den Packungen selbst Hinweise zur Dosierung, aber wie bereits oben erwähnt, sind diese Angaben sehr vage und sollten nur als grobe Orientierungshilfe dienen.

Wenn Du weißt, wie viele Kalorien Dein Hund benötigt, dann wiege das Essen ab. Also nicht einfach in den Napf schütten, sondern wirklich wiegen. Das kann am Anfang müßig sein, spielt sich aber schnell ein.

Tipp: Trockenfutter kannst Du nach dem ersten Wiegen auch in ein Gefäß schütten und die Stelle markieren, bis zu der das Gefäß gefüllt ist. Oder Dir direkt im Fachhandel einen speziellen Messbecher für Trockenfutter kaufen. So geht es noch einfacher.

Tipp 3: Futter wechseln

Icon: Futter wechseln

Frisst Dein Hund nur Trockenfutter? Dann kann sich auch eine Umstellung auf Nassfutter anbieten oder eine Mischkost. Denn aufgrund des Wassers hat Nassfutter eine geringere Dichte als Trockenfutter. So kann Deine Fellnase eine größere Menge an Nassfutter fressen als an Trockenfutter – und damit trotzdem noch weniger Kalorien aufnehmen.

Viele Futterhersteller bieten bereits Diätfutter für Hunde an. Das kann Dir bei der Umstellung Deines Hundes helfen. Denn dieses Futter ist gut und hundegerecht ausbalanciert. Es sorgt dafür, dass Dein Hund trotz verminderter Kalorienzufuhr nicht hungrig bleibt und gleichzeitig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Informier Dich dazu in Deinem Tierfachgeschäft.

Tipp 4: Alle im Haushalt einbeziehen

Icon: Alle einbeziehen

Kinder, Partner oder Mitbewohner: Wohnt bei Dir noch jemand im Haus? Dann solltet Ihr unbedingt alle an einem Strang ziehen. Sprecht Euch untereinander ab, wer dem Hund wann wie viel Futter gibt. Ansonsten kommt es schnell zu Doppelfütterungen. Dasselbe gilt vor allem auch für Leckerchen. Denn steckt jeder von Euch Eurer Fellnase etwas außerhalb der Reihe zu, nimmt dies schnell zu große Ausmaße an.

Am besten ist einer von Euch alleine für die Fütterung zuständig. Du vielleicht. Ist dies der Fall, dann kannst Du auch morgens die Leckerli-Ration für den Tag in einem Schrank bereitstellen. Möchte jemand anderes aus dem Haushalt Eurem Hund nun ein Leckerchen geben, kann er im Schrank nachgucken, ob noch etwas da ist. Denn es gilt: Wenn weg, dann weg.

Tipp 5: Leckerchen reduzieren (Ball als Belohnung)

Icon: Ball als Belohnung

Bettelnden Hundeaugen zu widerstehen, ist schon schwer genug. Ist der Vierbeiner dann auch noch besonders lieb und hört brav auf „Sitz“ und „Platz“, dann gehen uns die Leckerchen noch schneller von der Hand. Doch so gerne ein Hund auch frisst und Du ihm etwas augenscheinlich Gutes tun möchtest: Liebe muss nicht unbedingt durch den Magen gehen. Nimm lieber etwas als Belohnung, das keine Kalorien hat. Zum Beispiel ein großes Lob.

Spielt oder apportiert Dein Hund gerne? Dann kannst Du es mit einem neuen kleinen Ball als Lob probieren. Diesen Ball hast Du in der Tasche und wirfst ihn nur, wenn Dein Hund gelobt werden soll. Er darf dann kurz damit spielen, bevor der Ball wieder in Deiner Tasche verschwindet. Warte ab, Deine Fellnase freut sich bald genauso auf den Ball, wie er sich über ein Leckerchen freuen würde. Und der Ball hat keine Kalorien. Im Gegenteil, er animiert Deinen Hund sogar noch zur Bewegung.

Tipp 6: Mehr Bewegung

Icon: Mehr Bewegung

Keine Sorge, Du musst Dich jetzt nicht direkt mit Deinem Hund beim Hundesport anmelden (auch wenn dies natürlich Spaß machen kann). Es reicht für den Anfang aus, wenn Du die alltäglichen Gassirunden ausdehnst. Bereits wenn Du morgens, mittags und abends nur 5 Minuten dranhängst, sind dies 15 Minuten mehr Bewegung pro Tag. Wer weiß: Vielleicht machst Du ja doch mal 10 Minuten Verlängerung pro Gassigang draus. Oder Du suchst Dir eine Hundespielgruppe. Oder wie wäre es mit Dog Dancing, Agility oder Hundeschwimmen?

Tipp 7: Tagebuch führen

Icon: Tagebuch führen

Die Vorsätze sind da. Doch wie klappt es mit der Umsetzung? Häufig verschätzen wir uns und im Laufe der Zeit schleichen sich wieder schlechte Angewohnheiten ein. Beim Durchziehen der Hunde-Diät kann Dir ein Tagebuch helfen. Trage dort regelmäßig das Gewicht ein. Halte zudem fest, was Dein Hund zu fressen bekommen hat und wie lange Ihr spazieren wart. Entwickelt sich das Gewicht nicht in die richtige Richtung, kannst Du besser nachvollziehen, woran es gelegen haben könnte und die Stellschrauben ein wenig nachjustieren.

Fazit

Ist Dein Hund zu dick, schadet dies auf Dauer seiner Gesundheit und auch seiner Lebensfreude. Daher ist es wichtig, dass Du etwas dagegen unternimmst. Denn Du bist der Einzige, der ihm dabei helfen kann. Du hast es in der Hand, wie viel Futter er bekommt und wie lang seine Gassigänge ausfallen. Das Gewicht Deines Hundes in den Griff zu bekommen, wird zwar einige Zeit dauern, ist aber kein Hexenwerk. Wir hoffen, die obigen Tipps können Dir dabei helfen. Also, los geht´s.

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