eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Allergie
 

Hund ist allergisch gegen Pollen - Maßnahmen, die helfen

Nießender Hund

Ihr glaubt, euer Hund ist allergisch gegen Pollen? Wenn er sich jetzt im Frühling vermehrt nach dem Gassigang kratzt, könntet ihr Recht haben. Aber was sind genau die Symptome? Und welche Maßnahmen kann man ergreifen, dass es dem Vierbeiner schnell wieder besser geht?

Nicht alle Menschen können den Frühling in vollen Zügen genießen. Juckende, tränende Augen, laufende Nase und ein kratzender Hals. Viele Zweibeiner können wegen fliegender Gräser und Pollen den Frühling und Sommer gar nicht richtig genießen. Was viele nicht wissen, auch manche Hunde reagieren auf Pollen allergisch. Der Heuschnupfen beim Hund wird meist nur nicht so schnell erkannt und mit den durch die Luft fliegenden Gräsern in Verbindung gebracht.

Hund ist allergisch: Schuld sind veränderte Lebensumstände

Dass die Symptome so schwer einzuordnen sind, liegt wahrscheinlich daran, dass wir es eher befremdlich finden, dass unsere Tiere gegen etwas allergisch sein können. Warum aber sollte es bei Vierbeinern anders sein als bei uns? In den letzten Jahrzehnten haben Allergien bei uns Zweibeinern, aber eben auch bei unseren Vierbeinern deutlich zugenommen. Schuld daran sind die veränderten Lebensumstände der modernen Welt. Mit der auch eine veränderte Tierhaltung einhergeht. Denn während unsere Fellnasen noch vor einigen Jahren mehr Hof- als Haushund waren, kamen sie damals mit ganz anderen Keimen in Berührung als jetzt, wo sie nur zum täglichen Gassigang nach draußen kommen. Man nimmt an, dass ihr Immunsystem aufgrund der heute insgesamt sehr guten hygienischen Bedingungen gewissermaßen „arbeitslos“ geworden ist und so leichter zu Überreaktionen auf normalerweise nicht krankmachende Reize neigt.

Hund ist allergisch: Die Symptome

Hund schnuppert an einer Blume

Ihr fragt euch nun sicher, woran ihr erkennt, dass eure Fellnase allergisch auf Pollen reagiert? Die Allergie zeigt sich vor allem auf der Haut eures Hundes. Wenn sich euer Vierbeiner nach Spaziergängen vermehrt anfängt zu kratzen, oder sich die Haut an Gesicht, Bauch und Pfoten aufscheuert, solltet ihr aufmerksam werden. Allergien bei Hunden äußern sich fast ausnahmslos durch Juckreiz und damit einhergehenden Hautausschlägen. Die Symptome der Allergie verschlimmern sich normalerweise im Frühjahr, was ein deutliches Zeichen ist, dass der Hund auf Pollen reagiert. Ein Teufelskreis, denn das permanente Kratzen und Beißen am eigenen Körper nur um den Juckreiz abzumildern, kann die Haut röten und reizen und kahle Stellen im Fell hinterlassen.

Gerötete Augen und eine Schniefnase kommen zwar auch bei Hunden vor, aber das ist eher selten. Noch seltener sind Atemprobleme. Wenn sie aber auftreten, sind sie sehr ernst zu nehmen. Denn durch das Ausschütten von Histaminen infolge einer allergischen Immunreaktion schwellen die Atemwegsschleimhäute des Hundes an, was zu pfeifenden Atemgeräuschen oder, im schlimmsten Fall, zu Atemnot führen kann. Dann müsst ihr umgehend handeln, denn durch Zuschwellen der Atemwege besteht akute Erstickungsgefahr für euren Hund.

Icon Glühbirne

Einige Hunde erkranken gerade im Frühjahr an einer Bindehautentzündung. Wenn auch zeitgleich oder bereits zuvor eine allergische Hautirritation vorliegt, sollte immer daran gedacht werden, dass diese Bindehautentzündung eine Folge der Pollenallergie sein kann.

Hund ist allergisch auf Pollen - Was ihr tun könnt

Man könnte empfehlen, dass ihr eure Fellnase während der Heuschnupfensaison möglichst viel drinnen behaltet und Spaziergänge auf ein Minimum reduziert. Aber mal ehrlich, dem Praxistest hält das nicht stand. Folgende Maßnahmen können aber tatsächlich helfen und das Leid eures Vierbeiners verkleinern:

  • Fell kurz halten: Bei Hunden, die häufig durch Gras laufen, setzen sich die Pollen direkt am Fell fest. Bei langhaarigen Hunderassen, empfehlen wir deshalb das Fell kurz zu halten, so dass sich weniger Pollen darin festsetzen können.
  • Kalte Dusche: Außerdem empfiehlt es sich den Vierbeiner nach jedem Spaziergang kalt abzuduschen, um Pfoten und Bauch zu reinigen.
  • Shampoo: Bei besonders empfindlichen Hunden verschafft das 1-2 Mal wöchentliche Waschen mit einem antiallergenen Shampoo schon eine Linderung der Symptome.
  • Meidet hochgewachsene, blühende Wiesen
  • Rasen kurz halten: Wenn ihr einen Garten habt, haltet den Rasen kurz. Beim Rasenmähen solltet ihr die Fellnase nicht in den Garten lassen, denn da fliegt eine Menge mehr an Pollen durch die Gegend.
  • Augen mit Wasser spülen: Gerötete Hundeaugen könnt ihr, nach Absprache mit dem Tierarzt, mit lauwarmem Wasser ausspülen. Verwendet keinen Kamillentee, er trocknet die Hundehaut aus.
  • Schlafkissen waschen: Pollen setzen sich gern in den Stofffasern des Hundebettes fest. 1 x die Woche heiß Durchwaschen macht durchaus Sinn, um etwaige darin festgesetzte Pollen zu entfernen.
  • Abwaschbare Spielzeuge: Damit sich im Spielzeug keine Pollen festsetzen, lasst Stofftiere und Tennisbälle lieber daheim, und nehmt stattdessen besser Gummibälle oder Kau- und Wurfspielzeuge aus Kunststoff mit nach draußen.

Wenn diese Maßnahmen alle nichts bringen, müsst ihr wohl härtere Geschütze auffahren. Ein Allergietest beim Tierarzt kann Aufschluss darüber geben, auf welche Gräser und Pollen genau euer Hund allergisch reagiert. Der sogenannte Prick-Test ist allerdings mit zwischen 150 und 250 Euro kein Schnäppchen.

Hund ist allergisch - Allergie-Therapie schafft Abhilfe

Hat der Tierarzt herausgefunden, welche Pollen eine Reaktion bei eurem Hund auslösen, ist eine Allergietherapie, eine Kombinationstherapie aus Vermeidung, Desensibilisierung – das bedeutet, dass man versucht, den Hund gegen das auslösende Allergen zu sensibilisieren – und Medikamenten, die den Juckreiz lindern, der nächste Schritt. Aber: eine Allergie ist normalerweise nicht heilbar. Sie kann nur so weit therapiert werden, dass euer Hund relativ beschwerdefrei leben kann. Die ganze Behandlung ist relativ langwierig, da die Desensibilisierung einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Denn bei dieser Behandlungsmethode wird dem Tier in gewissen Abständen kleinste Mengen des Allergens unter die Haut spritzt und diese Dosis bis zu einer bestimmten Höchstmenge gesteigert. Ist diese Höchstmenge erreicht, wird sie beibehalten, aber in größeren Zeitabständen injiziert. Diese Behandlung wird von Hunden sehr gut vertragen, muss allerdings über mehrere Monate, oft sogar Jahre bis hin zu lebenslang durchgeführt werden.

Hund ist allergisch - manche Rassen sind gefährdeter

Da Allergien meist erblich bedingt sind, sie werden wie beim Menschen von den Eltern an die Kinder weitergegeben, gibt es Hunderassen, die eine größere Veranlagung zu Allergien haben als andere. Labrador, französische Bulldogge, Boxer und Golden Retriever sowie verschiedenen Terrierarten reagieren besonders oft allergisch. Bei diesen Hunderassen lohnt es sich daher schon im Welpenalter eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Da Allergien beim Hund gewöhnlich erst nach dem ersten Lebensjahr auftreten, hat man dann jemanden, der die nicht gerade niedrigen Therapiekosten übernimmt.

Kommentare

Am 03.06.2020 schrieb Petra bohns

Habe ein mops.kann ich ihm eine Tablette gegen Heuschnupfen von mir geben.

antworten
Am 04.06.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Petra,

danke für deine Frage. Nein, du solltest deinem Hund besser keine Tablette von dir geben. Das gilt generell für alle Medikamente, die für uns Menschen entwickelt wurden. Denn selbst Tabletten, die wir gut vertragen und die kaum Nebenwirkungen haben, können bei unseren Vierbeinern großen Schaden anrichten. Frag daher lieber bei deinem Tierarzt nach, welche Medikamente für deinen Hund in Frage kommen. Er wird dir die passenden Mittel nennen.

Ich wünsche dir und deiner Fellnase alles Gute!

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 16.06.2020 schrieb Mini me

Nein!!! Besprich das mit deinem Tierarzt.
Die gängigen Heuschnupfenmittel wie Ceterizin etc. haben als Nebenwirkung, dass sie müde machen. Gibst du das deinem Mops, der wahrscheinlich weniger wiegt als du, riskierst du nen Atemstillstand. Beweg deinen Popo zum Tierarzt und frag den, was ihr tun könnt um dem Hund Abhilfe zu verschaffen. Nicht einfach irgendwas geben.

Am 12.07.2020 schrieb daniela

also meine tierärztin die allergolp
ogin ist hat mir für meinen hund ceterizin verschrieben. habe jahrelang 1/2 am tag gegeben. da dies nicht mehr ausreichte bekam sie 1 tabelette. also tierärzte verwenden oft mittel für menschen da viele ja auch an tieren getestet wurden. aber es ist immer wichtig mit seinem tierarzt zu sprechen denn nur er kennt deinen hund und weiss welche mittel man geben kann.

antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: