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Hund im Alter - für ein „Mehr“ an Lebensqualität

Alte Damie mit ihrem Hund

Hunde tun unserer Seele gut. Das dürfen wir Hundebesitzer täglich erleben. Und uns deshalb glücklich schätzen. Denn gerade den älteren, alleinstehenden Menschen, denen die Liebe und Zuneigung eines Tieres so gut tun würde, wird diese oft verwehrt. Dies soll ein Plädoyer sein: Für Hunde im Alter und Altenheimen.

Ich finde, Senioren sollten bei ihrem Wunsch nach einem Tier unterstützt werden. Je nach Lebenssituation, ist das nicht einfach umzusetzen. Viele Fragen stehen im Raum, die ich im Folgenden klären möchte:
„Wer kümmert sich um den Vierbeiner, wenn ich krank werde? Kann ich den Hund mit ins Pflegeheim nehmen?“
Und ja, ich weiss, dass nicht für jeden ein Hund das geeignete Haustier ist. Und ja, nicht jeder kann sich im Alter noch um ein Tier kümmern. Für diese Fälle habe ich einige Vorschläge wie bspw. eine Vorsorgevollmacht für den Vierbeiner parat. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass Tiere uns glücklich machen! Am Ende zählt nur ein glücklicher Senior mehr und das ist die Mühe wert!

Hund im Alter - Seelentröster auf vier Pfoten

Ein Hund spürt, wenn es uns schlecht geht. Jedes Mal, wenn ich traurig bin, habe ich nach kürzester Zeit einen Hundekopf auf meinem Knie liegen mit einem vertrauensvollen „Alles-wird-gut“- Blick. Er ist ein soziales Wesen und will natürlich, dass es seinem Rudel, also mir, gut geht. Kein Wunder, dass es sogar wissenschaftlich erwiesen ist, dass unsere tierischen Freunde sich positiv auf Körper und Geist auswirken. Für viele Menschen, ist ihr Vierbeiner der beste Freund und die wichtigste Bezugsperson. Gerade alleinstehende Senioren, der Partner verstorben, die Kinder leben hunderte Kilometer entfernt, hängen sehr an ihren Tieren. Sie sind das einzige, was sie haben. Ermöglicht man einem bisher tierlosen Menschen das Zusammenleben mit einem Vierbeiner, um den er sich kümmern kann, mit dem er schmusen und reden, ja, den er bedingungslos lieben kann, erlangt er eine deutliche Verbesserung seiner Lebensqualität.

Hund im Alter - mit Hund ist man weniger allein

Seniorin mit Hund

Menschen, die erst im Alter einen Hund zu sich nehmen, können durch das Tier das Gefühl wiedererlangen, gebraucht zu werden. Viele beschreiben es wie einen „zweiten Frühling“. „Senioren, die sich um ein Tier kümmern, sind aktiver, leiden seltener unter Depressionen, Schlafproblemen und hohem Blutdruck und haben mehr soziale Kontakte“, so Psychologin Dr. Andrea Beetz (Senioren Ratgeber online v. 27.02.15). Vor allem Hunde und Katzen, die den Kontakt zum Menschen suchen und gestreichelt werden wollen, die verstärkt nach unserer Aufmerksamkeit verlangen, tun dem Gemüt besonders gut.

Außerdem bringen Haustiere Struktur in unseren Alltag, sie wollen gefüttert, gestreichelt und Gassi geführt werden. Nicht nur, dass man etwas für seine Gesundheit tut, wenn man sich an der frischen Luft bewegt, mit einem Vierbeiner an der Leine, ergeben sich oft auch ganz zufällig Kontakte beim Gassigehen. So können ältere Menschen, die dazu neigen, sich zurückzuziehen, wieder mehr Austausch mit anderen bekommen.

Älteren Tieren eine Chance geben
Ich rate generell dazu, dass ältere Hundehalter auch einen älteren Hund zu sich nehmen. Das hat für beide Seiten Vorteile. Zum einen passt ein reiferes Tier vom Naturell her besser zu einem älteren Menschen als ein quirliger Welpe, zum anderen kann man dadurch einem Tier aus dem Tierheim einen schönen Lebensabend bereiten.

Hund im Alter - Soziales Netzwerk ist wichtig

Manche Senioren zögern bei dem Schritt im Alter noch die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen. Sie haben Angst, was aus ihm wird, wenn sie sich nicht mehr kümmern können. Hier ist es wichtig Ihnen dabei zu helfen sich ein Netzwerk aus Menschen und Hilfsangeboten zu schaffen, die den älteren Haltern erlauben möglichst lange glücklich und für den Hund artgerecht leben zu können. Vielleicht sind die Nachbarn oder jemand aus der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis bereit, sich im Not- oder Krankheitsfall um den Vierbeiner zu kümmern?

Falls der Senior nicht mehr allein klar kommt und ein Pflegeheim der nächste Schritt ist, gibt es mittlerweile – glücklicherweise muss man sagen – Seniorenheime in denen Haustiere erlaubt sind. Es erlauben nicht alle der genannten Einrichtungen Hundehaltung und manche lassen nur kleine Haustiere zu, es lohnt sich aber nachzufragen. Für viele Menschen ist der Schritt in ein Alten- oder Pflegeheim zu ziehen unheimlich schwer. Bewohner, die ihr Heimtier mitnehmen können, fällt nicht nur die schwierige Zeit der Eingewöhnung leichter.

Vorsorgevollmacht und Notfallkarte – Abgesichert im Fall der Fälle

Leider verhält es sich heutzutage oft so, dass, wenn ein Tierhalter plötzlich erkrankt oder verstirbt, sein Haustier im Tierheim landet. Weil nicht geregelt wurde, was mit dem Tier in so einem Fall geschehen soll. Abhilfe schaffen, kann eine Vorsorgevollmacht in der klar geregelt ist, was mit dem Hund passieren soll, wenn Herrchen oder Frauen etwas zustößt. Der Hundebesitzer bevollmächtigt in ihr eine Person oder einen Tierschutzverein seines Vertrauens, sich um seinen Vierbeiner zu kümmern, wenn er es selbst nicht mehr kann. Natürlich muss das vorher mit der betreffenden Person abgeklärt werden. Eine Kopie der Vorsorgevollmacht erhält der Bevollmächtigte, das Original sollte gut aufbewahrt werden an einer Stelle, die auch der Bevollmächtigte kennt.

Es muss kein eigener Hund sein

Vielleicht ist ein eigenes Tier mit der täglichen Versorgung auch für manch einen Senioren zu viel? Das heißt nicht, dass er auf den Kontakt zu Tieren verzichten muss. Tierheime freuen sich sehr über regelmäßige Gassigeher. Einfach mal im Tierheim in eurer Nähe nachfragen.

Und es muss ja auch kein Hund sein. Gerade wenn ihr Verwandtschaft habt, die in einem betreuten Wohnheim oder Pflegeheim lebt, sind Hunde oft nicht erlaubt. Hier sollte die Wahl auf ein eher kleines, pflegeleichteres Tier wie einen kleinen Vogel oder Fische fallen. Vorausgesetzt der Besitzer ist in der Lage sich regelmäßig um die Reinigung des Käfigs oder des Aquariums zu kümmern. Auch eine ältere Katze, die bisher nur als Wohnungskatze gehalten wurde, kann sich gut an ein Leben im Pflegeheim gewöhnen.

Was ihr tun könnt? Schenkt ein Plus an Lebensfreude!

Jeder von uns hat vielleicht ein älteres Familienmitglieder, Oma, Onkel oder die Eltern, das bereits ein Tier hat oder gern eines hätten oder bei denen ihr denkt, dass Ihnen ein Tier gut tun würde? Dann unterstützt sie bei der Realisierung und bietet eure Hilfe an.

Ihr kennt einen älteren Menschen in einem Altenheim ohne Beziehung zu Tieren und denkt, ihm könnte der Kontakt mit Hunden gut tun? Dann setzt euch dafür ein, dass regelmäßige Hundebesuche erlaubt werden. Natürlich müsstet ihr mit dem Altenheim abklären, ob sie der Sache offen gegenüber stehen. Aber immer mehr Altenheime erweitern ihr Angebotsspektrum und bieten Hundeeinsätze an. Gerade in der Altenpflege bekommt die tiergestützte Therapie einen immer höheren Stellenwert. Wenn ihr das abgeklärt habt, tretet mit Tierheimen oder Hundeschulen in Kontakt und fragt, ob man nicht im regelmäßigen Turnus die Menschen erfreuen möchte.

Helft uns die Welt ein Stückchen liebevoller zu gestalten!