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Hund adoptieren: So viel spricht für Tierheim-Hunde

Hund im Tierheim

Die Entscheidung für eine Fellnase ist bei dir gefallen? Glückwünsch! Doch jetzt stehst du vor der nächsten schwierigen Frage: Einen Hund vom Züchter kaufen oder einen der Tierheim-Hunde adoptieren? Wir sagen dir, warum dich dein erster Weg ins Tierheim führen sollte und wie du fündig wirst.

Tierheim-Hunde adoptieren oder Welpen vom Züchter kaufen?

„Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben.“ Diese Liedzeile passt nicht nur auf Menschen. Sie trifft es auch auf den Punkt, wenn du dich für eine Fellnase entscheidest. Der Schritt will gut überlegt sein, denn er bringt viele Veränderungen mit sich.

Der Weg zum Züchter liegt nahe. So kannst du am besten einschätzen, welche Erfahrungen dein Vierbeiner gemacht hat. Diese Herangehensweise ist auch ein Schutz vor bösen Überraschungen, denn wer möchte schon die „Katze im Sack kaufen“?

Doch auch seriöse und vorbildliche Züchter sorgen regelmäßig für weiteren Nachwuchs – während das Tierheim für viele ebenso liebenswerte Fellnasen zur Dauerlösung wird. Unter diesen Vierbeinern könnte dein Traum-Hund sein. Diese Möglichkeiten solltest du nutzen!

Wie gehe ich vor?

  1. Wünsche, Ansprüche und Ausgangsbedingungen klären
  2. Tierheime bzw. Nothilfen der Umgebung ausfindig machen
  3. Einrichtungen besuchen
  4. Hunde kennenlernen
  5. Vermittlungsgespräch(e) führen

Bevor du dich auf die Suche begibst, solltest du unbedingt klären, wonach du suchst.

Diese Fragen solltest du dir vor dem Tierheim-Besuch beantworten

  • Welche Eigenschaften sind mir wichtig?
  • Mit welchen Eigenarten kann ich nicht umgehen?
  • Wie viel Zeit habe ich täglich zur Verfügung?
  • Wie (intensiv) laste ich den Hund aus?
  • Welche Verträglichkeiten müssen gegeben sein?
  • Bin ich bereit, an Problemen zu arbeiten?

Tierheim-Hunde adoptieren: 5 Vorteile für Hund und Mensch

Vorteil # 1: Zwei gerettete Hunde

Tierheim-Hunde zu adoptieren, ist aktiver Tierschutz. Du hilfst damit nicht nur diesem einen Hund, sondern auch der Einrichtung und damit anderen hilfsbedürftigen Fellnasen. Zu traurigen „Hochphasen“, beispielsweise zu Urlaubs- und Ferienzeiten, platzen manche Tierheime aus allen Nähten. Nimmst du eine Fellnase auf, sorgst du vor Ort für neue Kapazitäten und gibst damit auch anderen Hunden eine Chance.

Ganz nebenbei hat deine Entscheidung Strahlkraft: Du zeigst Menschen in deinem Umfeld, dass es sich lohnt, sich im Tierheim umzusehen. So trägst du im Kleinen dazu bei, dass Tierheimen mehr Beachtung geschenkt wird.

Vorteil # 2: Persönlichkeit statt Optik

Zuerst in Tierheimen oder bei Nothilfen Ausschau zu halten, hat noch einen weiteren großen Vorteil. Wenn du dich von einer ganz bestimmten Rasse und damit auch vom Optischen gelöst hast, fällt es sehr viel leichter, den Hund zu finden, der am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.

Suchst du einen ruhigen, gemächlichen Fellpartner, bist du mit einem Jack Russell Terrier-Welpen – so niedlich er auch sein mag – sehr schlecht beraten. Wie stark sich die Grundzüge deines Hundes auf euer Miteinander auswirken, wird häufig unterschätzt.

Für die Vermittlung ist entscheidend, dass Ansprüche und Bedürfnisse von Mensch und Hund kompatibel sind. Die Mitarbeiter eines Tierheims sind tagtäglich mit den Hunden zusammen und kennen sich bestens mit ihren Eigenschaften und Eigenarten aus. Lässt du dich von diesen Informationen leiten, spricht sehr viel dafür, dass ihr ein unschlagbares Team werdet.

Vorteil # 3: Schutzgebühr statt Kaufsumme

Einen Tierheim-Hund zu adoptieren, hat außerdem noch einen anderen positiven Nebeneffekt: geringe Ausgaben. Bei einer Adoption wird keine Kaufsumme im eigentlichen Sinne fällig. Es fällt nur eine Schutz- bzw. Tiervermittlungsgebühr an, um die Aufwendungen des Tierheims auszugleichen. Verglichen mit einem Züchter ist eine Adoption also sehr kostengünstig.

Die Schutzgebühr bezieht sich immer auf einen geimpften, gechipten und entwurmten Hund. Ohnehin stehen Tierheim-Hunde unter ärztlicher Aufsicht. Sollten besondere finanzielle Belastungen durch Krankheiten oder Unverträglichkeiten auf dich zukommen, wirst du von Beginn an darüber informiert.

Vorteil # 4: Reife statt Kinderstube

Ohne Frage: Es ist toll, seinen Vierbeiner aufwachsen zu sehen. Das ist etwas ganz Besonderes. Aber denk auch mal an die Vorzüge eines reiferen Hundes. Ein älterer Hund weiß nämlich schon, wie der Hase läuft. Er ist stubenrein und kennt Grundkommandos. Gassigeher und Angestellte arbeiten regelmäßig mit den Tierheim-Hunden an ihrem Gehorsam.

Ein Welpe ist immer mit sehr viel mehr Mühe, Zeit und Energie verbunden. Du bist schließlich dafür verantwortlich, dass deine Fellnase alles von der Pike auf lernt. Anfangs gibt es keine geregelten Zeiten und es geht viel kaputt. All das sind Aspekte, die du bedenken solltest.

Vorteil # 5: Unterstützung für ältere Tierheim-Hunde

Alte Tiere haben es in Sachen Vermittlung besonders schwer. Im Großteil der Fälle ziehen Interessenten ihnen jüngere Hunde vor. Wenn du dich für einen betagten Vierbeiner begeistern kannst, bieten dir manche Tierheime eine besondere Unterstützung an.

Um die Vermittlung älterer Tierheim-Hunde anzukurbeln, kommen einige Einrichtungen für Kosten auf, die durch Tierarztbesuche, Medikamente und Spezialfutter entstehen. Sorgen vor ungeahnten Belastungen sind damit völlig unbegründet. Entscheidest du dich unabhängig von einer finanziellen Unterstützung für einen Tierheim-Hund, ist die Absicherung über eine Hundekrankenversicherung immer sinnvoll.

Tierheim-Hunde kämpfen mit Vorurteilen

Zwei Hunde im Tierheim

In deutschen Tierheimen warten unzählige Vierbeiner darauf, von Hundefreunden wie dir wahrgenommen zu werden. Während Welpen vom Züchter zweifellos die erste Wahl sind, gelten Tierheim-Hunde oft als die „aussortierten“ Vierbeiner, die niemand (mehr) haben möchte.

Schließlich muss es doch einen triftigen Grund dafür geben, dass diese Hunde abgegeben wurden. Du merkst schon: Tierheim-Hunde haben mit einem negativen Image zu kämpfen. Ihre Vermittlung leidet unter verbreiteten Vorurteilen.

Dass viele Tiere eine traurige Vorgeschichte haben und aus diesem Grund schwierige Verhaltensmuster aufweisen, ist unstrittig. Das rechtfertigt aber weder einen Generalverdacht noch ist es ein Grund, diese Fellnasen deshalb einfach aufzugeben.

Jeder Hund hat sein eigenes Schicksal, das maßgeblich von Menschen bestimmt wurde. Die Gründe, weshalb Hunde in Tierheimen landen, sind sehr unterschiedlich und lassen nicht zwangsläufig auf ihr Verhalten schließen.

Gründe für die Abgabe eines Hundes können sein

  • Überforderung
  • finanzielle Nöte
  • Platzmangel
  • Tierhaltungsverbot
  • Krankheit
  • Tod

Viele Wege führen zum Traum-Hund

Die Möglichkeiten der Tiervermittlung sind mittlerweile sehr zahlreich. Sie gehen weit über das klassische städtische Tierheim hinaus. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. bietet auf seiner Homepage eine Datenbank an, in der du nach aktiven Vereinen in deiner Umgebung suchen kannst.

Geduld zahlt sich aus

Du solltest dir natürlich im Klaren darüber sein, dass du nicht von heute auf morgen im Tierheim fündig wirst. Da kommt der zu Beginn erwähnte Song wieder ins Spiel. Einen Hund aufzunehmen, ist keine Entscheidung, die leichtfertig getroffen wird.

Wie in der Liebe soll schließlich auch der Hund ein Partner fürs Leben sein. Den findest du nicht unbedingt beim ersten Anlauf. Aber Geduld wird belohnt. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Wenn du auch nach mehreren Anläufen nicht fündig wirst, bleibt immer noch der Züchter.

Egal, ob du dich für den Züchter oder das Tierheim entscheidest: Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Suche nach dem passenden Hunde-Partner!