eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Unwetter im Herbst
 

Unwetter im Herbst – unsere Tipps zur Elementarversicherung

Herbstblätter

Das Sturmtief Fabienne hat Ende September 2018 einige Teile Deutschlands kräftig durchgeschüttelt. Quasi ein Vorbote noch drohender Herbststürme. Umgestürzte Bäume waren die Folge, ebenso vollgelaufene Keller und auch über die Ufer getretene Gewässer.

Insgesamt mal wieder ein Szenario, das zu einer großen Anzahl an Schäden geführt hat, sowohl an Kraftfahrzeugen als auch an Häusern. Umgestürzte Bäume sind ein Fall für die Gebäudeversicherung. Schäden durch vollgelaufene Keller hingegen deckt nur die Elementarversicherung ab. Da hapert es allerdings noch bei vielen Hauseigentümern, getreu dem Motto: „Mein Keller wird schon nicht volllaufen.“ So manchen Hauseigentümer kostet diese Fehleinschätzung nun eine Menge Geld.

Was ist eigentlich Starkregen

Mit dem Sturmtief Fabienne ging vor allem in Mitteldeutschland und in Süddeutschland stellenweise sintflutartiger Regen nieder. Wetterexperten sprechen dann von Starkregen, wenn die Wassermenge je Quadratmeter Grundfläche bei 15 bis 25 Litern stündlich liegt oder bis zu 35 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden fallen. Durch diese Starkregenereignisse haben sich die Schäden in den letzten Jahren fast verzehnfacht: von 100 Millionen Euro in 2015 auf 940 Millionen Euro in 2016. In vielen Bundesländern gab es für betroffene Hauseigentümer, die keine Elementarversicherung hatten, staatliche Hilfen zur Sanierung oder zum Wiederaufbau. Damit machen jetzt diverse Bundesländer Schluss. Wer keine Elementarversicherung hat, bekommt nach einem Starkregen auch kein Geld mehr vom Staat. Also müssen Hauseigentümer selbst Vorsorge treffen und sich absichern.

Wofür ist die Elementarversicherung?

Die Elementarversicherung ist eine Ergänzung zur Gebäudeversicherung und zur Hausratversicherung. Bei Unwetterereignissen ist sie unverzichtbar. Über die Ufer getretene Gewässer oder Starkregenfälle sind nämlich nur durch die Elementarversicherung abgedeckt. Im Schadensfall deckt sie die Kosten für die Sanierung des Hauses oder im Extremfall sogar für den Wiederaufbau. Es ist durchaus möglich, dass nach einem Starkregenereignis die Statik betroffen ist. Über die Elementarversicherung ist auch der Rückstau versichert. Dieses Szenario tritt ein, wenn die Kanalisation bei den Wassermassen quasi kollabiert und das Wasser sich seinen Weg über die Versorgungsleitungen ins Haus sucht – im schlimmsten Fall über die Abwasserleitung. Dann quillt es nämlich sprichwörtlich aus allen Poren ins Haus: Toilette, Waschbecken oder Dusche.

Können Sie sich als Hauseigentümer auf Starkregenereignisse vorbereiten?

Das Wetter können wir nun mal nicht beeinflussen, wohl aber die Folgen eines Unwetters. Dazu können Sie als Hauseigentümer eine Menge unternehmen. Bei einer überlaufenden Kanalisation können Sie nicht die betreffende Kommune in Haftung nehmen, das Risiko liegt ganz allein bei Ihnen. Erst einmal gilt zu prüfen: Wo kann überhaupt Wasser ins Haus laufen? Sind Rückstauventile im Keller vorhanden? Das ist in der Regel der erste Weg, über den sich das Wasser ins Haus verteilt. Dann sind die Kellerfenster dran. Ist drucksicheres Glas vorhanden? Ist eine Abschalung vor den Fenstern, so dass Wasser nicht direkt vom Gehweg in den Lichtschacht fließen kann? Das ist nämlich die zweithäufigste Ursache dafür, warum Wasser in den Keller fließt. In vielen Fällen handelt es sich um Einfachverglasung, die lediglich mit einem Gitter vor Einbrüchen gesichert ist. Starkem Wasserdruck sind diese Fenster oftmals nicht gewachsen.

Achtung Herbstlaub: So schnell kommt es zu einem Wasserschaden

So langsam verlieren die Bäume ihr Blätterkleid und das Laub liegt überall auf den Gehwegen herum. Viele Hauseigentümer machen es sich einfach und pusten das Laub mit dem Laubbläser auf die Straße, damit der Gehweg frei ist. Die Straße selbst reinigen die kommunalen Dienste aber bestenfalls einmal wöchentlich. So sammelt sich bei Regen das Laub am ehesten im Rinnstein und den Straßenüberläufen an. Diese verstopfen und der Regen dehnt sich auf dem Gehweg aus. Von dort ist es nicht mehr weit bis in Ihren Keller. Sie tun sich demnach selbst einen Gefallen, wenn Sie das Laub auf dem Gehweg vor Ihrem Haus in die dafür vorgesehenen Tonnen oder von der Stadt aufgestellten Laubbehälter kippen. Selbst verstopfte Straßeneinläufe lösen nämlich noch keinen Haftungsanspruch gegenüber Ihrer Kommune aus.

Alle Abflüsse außerhalb des Hauses in Ordnung?

Vor allem Dachterrassen bergen das Risiko, dass darüber im Falle eines Starkregens Wasser ins Gebäude eindringt. Das ist dann der Fall, wenn der Regenablauf hier voller Laub steckt. So kann irgendwann das Wasser so weit ansteigen, dass es über Dichtungen hinausläuft und unter die Schweißbahnen der Dachverkleidung läuft. Dann beginnt es irgendwann, im Inneren zu tropfen. Achten Sie auch darauf, dass vorhandene Wasserabläufe vor dem Kellerzugang immer frei von Laub sind. Testen Sie regelmäßig, ob der Ablauf schnell genug größere Mengen Wasser aufnehmen kann – notfalls auch mal mit dem Gartenschlauch.

Erste Hilfe Im Schadensfall

Melden Sie einen Schaden durch Starkregenfälle sofort Ihrer Elementarversicherung. Dazu sind Sie rechtlich verpflichtet. Nehmen Sie noch keine Reparaturmaßnahmen vor, sondern klären Sie unmittelbar mit dem Versicherer, welche Maßnahmen Sie zur Schadensbegrenzung vornehmen können. Dazu sind auch notdürftige Reparaturen erlaubt, etwa die Abdichtung des Hausdaches nach einem kräftigen Sturm, wenn es dort hineinregnet. Dokumentieren Sie alle Schäden mit Fotos. Lagern Sie Hausratgegenstände aus betroffenen Räumen um, die nicht vom Wasser betroffen sind. Allein die hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu beitragen, dass diese noch im Nachhinein in Mitleidenschaft gezogen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: