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Hausratversicherung – das Problem der groben Fahrlässigkeit

Familie zieht um

Die Hausratversicherung gehört für sie zu den wichtigsten Versicherungen, wenn Sie liebevoll Ihr Haus oder Ihre Wohnung eingerichtet haben. Schließlich möchten Sie, dass bei einem Schaden Ihre zerstörten oder gestohlenen Einrichtungsgegenstände ersetzt werden.

Das ist beispielsweise bei einem Feuer oder einem Einbruch der Fall. Denken Sie immer daran, dass Ihr Versicherer einen Schaden nicht bezahlen muss, wenn Sie diesen grob fahrlässig herbeigeführt haben.

Was bedeutet grobe Fahrlässigkeit für die Hausratversicherung?

Sie bringen morgens Ihre Kinder zur Schule und ziehen die Haustür nur ins Schloss. Einbrecher nutzen die Gelegenheit, knacken das Schloss und stehlen verschiedene Dinge aus Ihrem Haus. Sie gehen davon aus, dass Ihre Hausratversicherung diesen Schaden übernimmt. Da Sie aber grob fahrlässig gehandelt haben, kann Ihre Versicherung den Schaden ablehnen. Schließlich hätten Sie die Tür richtig abschließen müssen. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie beim Verlassen Ihres Hauses oder der Wohnung die Fenster nicht richtig schließen und gekippt lassen. Hier ermöglichen Sie potenziellen Einbrechern einen leichten Zugang zu Ihrer Wohnung. Im Schadensfall muss Ihr Versicherer nicht bezahlen.

So leistet die Hausratversicherung bei grober Fahrlässigkeit

Haben Sie sich grob fahrlässig verhalten, übernimmt Ihre Versicherung den Schaden gemessen an Ihrem Verschulden. Im ungünstigsten Fällen kürzt die Versicherung Ihr Ansprüche um 100 Prozent. Allerdings haben viele Gerichte im Streitfall schon zugunsten der Verbraucher geurteilt. Das ist dann der Fall, wenn die Mutter morgens die Haustür nur zuzieht, weil sie von den quengelnden Kindern abgelenkt wird. Ein anderer typischer Fall: Sie bügeln die Wäsche und schrecken durch einen Aufschrei aus dem Kinderzimmer auf. Sie laufen nach untern und vergessen, das Bügeleisen auszuschalten. Es kommt zu einem Zimmerbrand.

Grob fahrlässiges Verhalten kann in die Hausratversicherung eingeschlossen werden

Seit einigen Jahren können Sie das Risiko der groben Fahrlässigkeit in Ihre Hausratversicherung mit einschließen. Es gibt viele Alltagssituationen, in denen Sie unbewusst nicht die nötige Sorgfalt haben. Stellen Sie sich vor, sie kochen und Ihr Kind spielt draußen. Durch einen Aufschrei werden sie auf Ihr Kind aufmerksam. Es hat sich am Knie verletzt. Während Sie Ihr Kind trösten, kommt es zu einem Küchenbrand. Schlimm, wenn in diesem Fall Ihre Versicherung den Schaden nicht übernimmt. Schließen Sie hingegen die große Fahrlässigkeit mit in die Hausratversicherung ein, übernimmt Ihre Versicherung den Schaden.