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Hausratversicherung: Bargeld zu Hause bunkern bringt im Schadensfall Probleme mit sich

Bargeld zuhause in der Schublade

Viele älterer Menschen scheuen das Risiko, regelmäßig zur Bank zu gehen und sich dort mit Bargeld für den täglichen Bedarf einzudecken. Die komplette Rente wird abgehoben, damit ausreichend Geld zu Hause ist und gespart werden kann.

Viele Menschen kommen mit der Technik bei den Banken nicht zu Recht und sind froh, wenn die monatliche Abhebung am Geldautomaten geklappt hat. Was nicht verbraucht wird, landet im Schrank, im Sparstrumpf oder unter der Matratze. Viele Menschen machen sich keine Gedanken darüber, dass Bargeld in den eigenen vier Wänden ein absolutes Risiko darstellt. Nicht zuletzt kommt die Hausratversicherung beim Verlust nur sehr begrenzt dafür auf.

167.000 Einbrüche im Jahr - da wechselt regelmäßig Bargeld den Besitzer

Wenn es zu einem Einbruch kommt, gehen die Täter in der Regel schnell und ohne Rücksicht auf Verluste vor. Neben kleinen Dingen wie Handys oder Tablets steht die Suche nach Bargeld ganz weit oben auf der To-Do-Liste. Schließlich ist gestohlenes Bargeld kaum zurück zu verfolgen und bringt den Tätern kein Risiko ein. Dabei wird auf den Zustand der Wohnung keine Rücksicht genommen. Die Bargeldverstecke sind schnell gefunden und damit ist der Sparstrumpf weg. Für die gestohlenen Gegenstände kommt die Hausratversicherung zwar zum Neuwert auf, bei Bargeld wird es aber kritisch. In allen Fällen sit die Entschädigung bei Bargeld begrenzt. In der Regel sind es 1.500 Euro, in manchen Fällen orientiert sich die Entschädigung prozentual an der Versicherungssumme. Wer also zu Hause mehr als 1.000 Euro gebunkert hat, läuft schon fast Gefahr, diese bei einem Einbruch nicht vollständig erstattet zu bekommen.

Wie können Sie Bargeld zu Hause sicher unterbringen?

Die Hausratversicherung ist bei Bargeld ziemlich streng. Schließlich besteht ja die Möglichkeit, sich Tag und Nacht je nach Bedarf am Automaten mit Geld zu versorgen. Sind jedoch größere Summen für den Bedarf notwendig, gelten dafür besondere Sicherungsvorschriften. So müssen größere Bargeldbeträge in einem Safe untergebracht werden, der mindestens 200 Kilogramm wiegt. Bei geringerem Gewicht muss dieser nach Herstellernormen verankert oder bündig in Wand oder Boden eingelassen sein. Ohnehin bietet es sich nicht an, größere Summen Bargeld mitzuführen. Ein Raub außerhalb der vier Wände führt zu dem gleichen Ergebnis: Die Erstattung erfolgt nicht in voller Höhe.

Wie kann der Besitz von Bargeld nachgewiesen werden?

Bei einem Einbruch müssen Sie unmittelbar der Hausratversicherung und der Polizei eine Stehlgutliste vorlegen. So werden die entwendeten Gegenstände einerseits zur Fahndung ausgeschrieben und andererseits kann sich die Hausratversicherung ein Bild von dem Schaden machen. Schließlich gilt es, die gestohlenen Gegenstände zum Neuwert zu ersetzen. Wie lässt sich aber nachweisen, dass Bargeld ebenfalls seinen Besitzer gewechselt hat? Hier fragt die Hausratversicherung nämlich genauer nach. Schließlich wäre es ohne weiteres möglich, die Entschädigung mal eben um 500 Euro oder 1.000 Euro nach oben zu treiben. Wem also Bargeld gestohlen wird, muss auch nachweisen, dass es vorhanden war. Dafür reicht in der Regel aus, wenn Sie Abhebung von Bargeld mit einem Kontoauszug belegen. Allein die Aussage von Verwandten, die einem das Geld geliehen haben wollen, reicht nicht aus. Zu diesem Thema hat es bereits entsprechende Gerichtsurteile gegeben.

Welche Gefahren sind noch zu berücksichtigen?

Klar, dass Einbrüche die Hauptursache für den Verlust von Bargeld in den eigenen vier Wänden sind. Es gibt aber noch zahlreiche andere Risiken: Ein Brand beispielweise kann ebenfalls dazu führen, dass zu Hause untergebrachte Bargeldbestände vernichtet werden. Gewiss: Unter Umständen lässt sich beim angekokelten Geld noch in etwa nachweisen, wie hoch der Bargeldbestand war. Ob dieser aber im Rahmen der Entschädigungsgrenzen vollständig ersetzt wird, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Es ist also kaum sinnvoll, größere bargeldsummen zu Hause zu horten.

Wenn der Gasableser kommt

Viele ältere Menschen sind relativ unbedarft, wenn es an der Tür klingelt. Da stehen zwei Leute und möchte die Wasseruhr ablesen, den Zählerstand für Strom ablesen oder sich unter den originellsten Vorwänden Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Gepaart mit höflichen Worten lenkt da so mancher Wohnungsbesitzer ein. Während der eine von beiden das Gespräch führt, macht sich der andere auf die Suche nach Wertgegenständen oder Bargeld. In vielen Fällen ist das auch binnen Minutenfrist gefunden. Trickdiebstahl ist nur in den wenigsten Tarifen der Hausratversicherung mittlerweile mitversichert. Selbst her gelten auch wieder Obergrenzen. Besser ist, so wenig Bargeld wie möglich zu bunkern und besser Angehörige oder vertrauensvolle Nachbarn darum bitten, bei bargeldlosen Geldgeschäften zu unterstützen. Bei Einkaufen können Sie ja auch schon Kleinstbeträge mit der Bankkarte bezahlen.