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Vorsicht! Was ist giftig für Katzen im Haushalt?

Katze sitzt am Tisch und guckt gierig auf das Essen

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon stibitzt die Katze etwas vom Esstisch. Ein Albtraum für Katzenfreunde. Vor allem, wenn unklar ist, was sie gefressen hat. Einige Lebensmittel sind nämlich giftig für Katzen. Werfen Sie daher besser einen Blick auf unsere Liste giftiger Nahrungsmittel, Pflanzen & Co. Dann wissen Sie genau, welche Sachen für Ihre Katze tabu sind.

VS.-Tipp: Giftige Lebensmittel: Mit diesen Nahrungsmitteln vergiften Sie Ihre Katze

Top 10 - Vergiftungsgefahren für Katzen

In der Küche und auf dem Esstisch lauert so manch giftige Gefahr auf Ihre Katze. Denn Samtpfoten prüfen zwar, was sie fressen, doch vor allem bei Jungkatzen siegt oft die Neugierde. Von folgenden Lebensmitteln sollten Sie Ihren Stubentiger daher lieber fernhalten.

Schokolade

Dass Schokolade gefährlich für Hunde ist, wissen eigentlich die meisten. Doch auch für Katzen ist Schokolade giftig. Der Grund: Die leckeren Tafeln enthalten das für Katzen giftige Theobromin. Bereits kleine Mengen dunkle Schokolade reichen aus, um eine Katze zu vergiften. Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Unruhe, Muskelzittern und Krämpfe sind dann häufig die Folge.

Zwiebeln und Lauch

Ob frisch, gebraten oder getrocknet: Zwiebeln und Lauch sind Gift für Ihre Katze. Erste Anzeichen einer Zwiebelvergiftung sind Erbrechen, Durchfall und gereizte Schleimhäute. Nimmt Ihre Samtpfote wiederholt kleinere Mengen Lauch bzw. Zwiebeln auf, verändert sich ihr Blutbild und sie entwickelt eine Anämie (Blutarmut).

Achtung: Auch Schalotten, Knoblauch und Bärlauch sind giftig für Katzen!

Weintrauben und Rosinen

Trauben und Rosinen sind für Ihre Katze sehr giftig. Verzehrt sie größere Mengen davon, leidet sie an Durchfall und Erbrechen. Im schlimmsten Fall führt die Vergiftung sogar zu einem Nierenversagen. Halten Sie Ihre Katze daher unbedingt von diesen Lebensmitteln fern.

Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann das für Katzen meist tödliche Aujeszky-Virus enthalten. Achten Sie also bei der Zubereitung darauf, dass sich Ihr Stubentiger kein rohes Fleischstückchen mopst. Damit es gar nicht erst dazu kommt, kochen Sie besser ohne sie. Immerhin möchten Sie nicht, dass sich Ihre Samtpfote mit dem Virus infiziert und einer Gehirn- oder Rückenmarksentzündung erliegt.

Weitere giftige Lebensmittel für Katzen

Auch Alkohol, Kaffee, Schwarztee und Avocados gehören nicht auf den Speiseplan Ihrer Samtpfote. Diese Nahrungsmittel führen bei Katzen zu Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen, Muskelkrämpfen und Herzmuskelschäden.

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Gut zu wissen:

Je höher der Theobromin-Anteil, desto schwerer ist die Vergiftung. Bei dunkler Roh-Schokolade und Kakaopulver ist der Anteil besonders hoch.

Giftig für Katzen: Medikamente

Nicht nur in der Küche, sondern auch im restlichen Haushalt lauern Vergiftungsgefahren auf Ihre Katze. Medikamente zum Beispiel. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Ihr Tiger versehentlich eins Ihrer Arzneimittel verschluckt. Nachfolgende Medikamente gehören auf keinen Fall in die Reichweite Ihrer Katze.

Antidepressiva

Dieses Medikament sollten Sie unbedingt katzensicher aufbewahren. Denn kommt es zu einer Vergiftung, haben Sie nicht viel Zeit zu handeln. Symptome wie Schläfrigkeit, Koordinationsprobleme, Lähmungserscheinungen und Atem- bzw. Herzstillstand treten relativ schnell ein.

Schmerzmittel

Folgende Schmerzmittel sollte Ihre Katze auf keinen Fall verschlucken:

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Diclofenac

Passiert es doch, sind meist Durchfall und Erbrechen, Krämpfe, starker Durst, Juckreiz, Apathie, Atemnot und Schock die Folge.

Vorsicht auch bei Schlafmitteln und der Antibabypille

Die Antibabypille sowie Schlafmittel können Ihrer Samtpfote ebenfalls sehr gefährlich werden. Das Östrogen der Pille bringt im Körper Ihrer Katze nämlich einiges durcheinander. Noch größeren Schaden richten Schlafmittel an. Bereits kurz nach der Einnahme leiden Sofalöwen unter einem flachen Puls, Atemstillstand, Durchfall und Erbrechen sowie Koma.

VS.-Tipp:Ihre Katze atmet kaum noch? Lesen Sie hier, was zu tun ist: Erste Hilfe bei Katzen

Weitere Giftstoffe für Katzen

Einige Reinigungsmittel duften so gut, dass Sie auf Katzen ziemlich anziehend wirken. Dabei sind die Mittel für sie hochgiftig. Und auch bestimmte Zimmerpflanzen können Stubentigern gefährlich werden.

Lilien

Lilien sind für Katzen hochgiftig. Und zwar so sehr, dass bereits die kleinste Berührung ausreicht. Denn nicht nur das Verschlucken der Pflanzenteile ruft schwere Vergiftungserscheinungen hervor, sondern auch der Blütenstaub, das Blumenwasser und die Blumenerde. Als Katzenbesitzer sollten Sie auf diese Zimmerpflanze daher besser verzichten.

VS.-Tipp:Neben Lilien gibt es noch weitere Pflanzen, die für Katzen giftig sind. Weihnachtsterne, Azaleen, Tulpen und Hortensien können ihr ebenfalls gefährlich werden. Informieren Sie sich daher vorher beim Floristen oder in einer Gärtnerei über die Pflanzen, mit denen Sie Ihr Heim schmücken möchten.

Haushaltsreiniger

Waschpulver sowie Küchen-, Toiletten- und Abflussreiniger sollten Sie vor Ihrer Katze besser verstecken. Schließlich führt der Körperkontakt mit hochkonzentrierten Putzmitteln zu Verätzungen. Und hat Ihre Katze kleine Mengen Waschpulver verschluckt, leidet sie in der Regel an starken Magen-Darm-Beschwerden.

Rattengift

Jagt Ihr Freigänger gern Mäuse und Ratten? Dann sollten Sie unbedingt die Symptome einer Vergiftung mit Rattengift kennen. Denn verputzt Ihre Katze mehrere vergiftete Mäuse hintereinander, kann sie sich selbst vergiften. Bemerkbar macht sich die Vergiftung jedoch meist erst einige Tage später. Hat Ihre Samtpfote plötzlich keinen Appetit mehr oder gibt sie herzzerreißende Klagelaute von sich, sollten Sie daher schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Bleibt die Vergiftung unentdeckt, kann sie zu Organversagen und inneren Blutungen führen.

VS.-Tipp:Tierärzte und Tierkliniken mit 24h-Notfalldienst finden Sie in unserem Tierarzt-Onlineverzeichnis - auch in Ihrer Nähe!

Floh- und Zeckenmittel für Hunde

Teilen Sie sich Ihr Heim mit Hund und Katz? Dann müssen nach einem Flohbefall natürlich auch beide Tiere mit einem Anti-Flohmittel behandelt werden. Allerdings niemals mit demselben! Denn das kann für Ihre Samtpfote tödlich enden. Achten Sie daher darauf, dass das Präparat auch wirklich für Katzen geeignet ist.

Haben Sie Ihrer Mieze versehentlich das falsche Mittel aufgetragen, sollten Sie die Lösung sofort auswaschen und direkt zum Tierarzt fahren. Symptome wie starker Speichelfluss, Krämpfe und Erbrechen treten nämlich meist erst nach etwa drei Tagen auf. Schleckt sich Ihre Katze das Präparat allerdings vom Körper, kommt es bereits nach wenigen Minuten zu ersten Vergiftungsanzeichen.

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Achtung:

Suchen Sie nach einem natürlichen Mittel zur Flohbekämpfung? Dann lassen Sie bloß die Finger von Teebaumöl. Wie viele andere ätherische Öle auch, ist Teebaumöl giftig für Katzen! In vielen Fällen führt eine Vergiftung sogar zum Tod der Katze.

Der VS.-Notfallplan - So sind Sie auf eine Vergiftung Ihrer Katze bestens vorbereitet

  • Speichern Sie die Rufnummer Ihres Tierarztes, einer Tierklinik und gegebenenfalls auch des Tier-Rettungsdienstes in Ihrem Smartphone.
  • Plötzliches Fieber, Erbrechen und Durchfall deuten auf eine Vergiftung hin. Am besten nehmen Sie in solch einem Fall eine kleine Probe des Kots, Erbrochenen oder Teile des Giftes mit.
  • Bewahren Sie Ruhe und behalten Sie während des Transportes die Vitalfunktionen Ihrer Samtpfote im Auge.
  • Die Behandlungskosten spielen keine Rolle, wenn Sie eine Katzenversicherung haben. Sie übernimmt die Kosten bei Vergiftungen. Und die können bei einer schweren Vergiftung inkl. der Nachbehandlung und evtl. Operation in die Hunderte gehen.