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Die Gebäudeversicherung bei Finanztest

Papierhaus

Zum Jahresende erscheint in der Ausgabe 12/2018 von Finanztest der aktuelle Test zur Wohngebäudeversicherung. Die Redaktion hat insgesamt 108 Tarife unter die Lupe genommen und davon 42 mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet.

Dabei haben die Tester verschiedene Leistungen untersucht und auch festgestellt, dass eine Vielzahl der Tarife keine ausreichende Sicherheit bietet. Die Gelegenheit also, dass Sie mal Ihren eigenen Vertag genauer unter die Lupe nehmen. Denn im Schadensfall kann es passieren, dass Sie auf einem erheblichen Teil der Kosten sitzenbleiben und damit Ihre Existenz gefährdet ist. Es gibt eben auch Versicherer, die bei einem Wohnhausbrand nicht automatisch den Wiederaufbau oder die Sanierung vollständig bezahlen. Das hat unterschiedliche Gründe.

Bei vielen Tarifen fehlen wichtige Leistungen

Gerade in der bevorstehenden Weihnachtszeit steigt das Risiko von Wohnhausbränden. Viele Menschen gehen nach wie sorglos mit Kerzen und Kaminfeuer um. Dazu kommt, dass zu dieser Zeit Kochen und Backen im Familienkreis hoch im Kurs steht. Da gerät schnell mal eine heiße Pfanne oder der Backofen in Vergessenheit und schon ist es passiert. Selbst wenn ein Brandschaden selbst vom geringen Ausmaß ist, so führt ein Rauchschaden unter Umständen dazu, dass eine Sanierung des Hausinneren erfolgen muss. Diese Szenarien sind deutlich teurer als beispielweise Leitungswasserschaden. Wenn Sie hier nicht vollständig abgesichert sind, dann bleiben Sie auf einem großen Teil der Kosten sitzen.

Welche Punkte sind gerade bei einem Feuer wichtig bei der Gebäudeversicherung?

Dass die Gebäudeversicherung eine finanzielle Absicherung gegen das Risiko Feuer ist, weiß eigentlich jeder. Es entstehen aber auch viele Kosten an anderer Stelle. So muss nach einem Feuer unter Umständen eine Kernsanierung erfolgen. Wohin mit verbrannten oder verrußten Deckenverkleidungen, Bodenbelägen, Wandputz oder anderen Dingen? Diese müssen Sie fachgerecht entsorgen lassen und das ist teuer. Deshalb müssen Dekontaminationskosten mit versichert sein. Ebenso ist es wichtig, dass Sie in Ihren Bedingungen sogenannte Mehrkosten infolge behördlicher Auflagen integriert haben. Müssen Sie nämlich bei der Sanierung oder beim Wiederaufbau geänderte behördliche Vorschriften mit berücksichtigen, so ist das ein zusätzlicher Kostenfaktor. Achten Sie daher vor allem auf diese Punkte:

  • Aufräum- und Abbruchkosten
  • Bewegungs- und Schutzkosten
  • Mehrkosten durch behördliche Auflagen
  • Dekontamination
  • Überspannung

Gerade der letzte Aspekt bekommt immer mehr Gewichtung: Viele Häuser sind mittlerweile mit Smart-Home-Anlagen ausgestattet und da kann eine Überspannung durch Blitzschlag oder Spannungserhöhungen zu kostspieligen Schäden führen.

Schutz bei Schäden durch grobe Fahrlässigkeit

Eigentlich ist es ein Unding, dass die Gebäudeversicherer viele Ihrer Kunden im Dunkeln tappen lassen. Das bezieht sich nämlich besonders auf den Aspekt der groben Fahrlässigkeit. Diese Schäden sind nämlich in rund der Hälfte der getesteten Tarife überhaupt nicht oder nur unzureichend abgesichert. Daher setzte es für rund 50 Tarife die Note „mangelhaft“.

Grobe Fahrlässigkeit bedeutet, dass Sie die typischen und denkbar einfachen Sorgfaltspflichten des Alltages außer Acht lassen. Die Klassiker: eine vergessene Kerze oder ein unbewachter Kochtopf. Kommt es hier zu einem Feuer, dann muss die Gebäudesicherung nur anteilig für den Schaden aufkommen. Ihr Anteil am Verschulden spielt also eine Rolle, wie hoch die Versicherungsleistung ist. Hat Ihre Gebäudeversicherung hingegen den Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit eingeschlossen, so brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. In diesem Fall sind Sie ausreichend versichert.

Niemals auf die Elementarversicherung verzichten

Schneedruck, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Erdrutsch? Bei mir nicht, so denken sechs von zehn Hauseigentümern. Sie verzichten auf die Elementarversicherung und sparen damit an der falschen Stelle Geld. Mittlerweile spielen Starkregenfälle eine immer größere Rolle in der Schadenstatistik. Durch Starkregenfälle kommt es regelmäßig zu regionalen Überschwemmungen. Wer da keine Elementarversicherung hat, der kann im Schadensfall nur hoffen, dass das Ersparte reicht, um die Schäden zu beheben. Durch eine Überschwemmung kann es vor allem in Kellerbereichen, aber auch im Erdgeschoss eines Hauses zu massiven Schäden an der Bausubstanz kommen. Daher müssen Sie ein Hauptaugenmerk auf die Elementarversicherung werfen.