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Was wissen Sie eigentlich über Ihre Garage?

Die Garage dient als Abstellplatz

Die Garage ist nicht nur der Abstellplatz für das Auto, sondern auch ein beliebter Lagerplatz für Fahrräder, leere Getränkekisten, Umzugskartons, Rasenmäher und noch vieles mehr. In manchen Fällen passt das Auto noch hinein, in anderen Fällen wiederum muss das Auto draußen bleiben und steht entweder auf dem Stellplatz vor der Garage oder an der Straße. Vielen Hauseigentümern ist nicht bewusst, dass die Garage nicht ohne Weiteres für alle anderen Zwecke genutzt werden kann. Überlegen Sie mal kurz: Haben Sie nur Ihr Auto dort untergebracht oder ist Ihre Garage auch so voll, dass Ihr fahrbarer Untersatz nicht mehr hineinpasst?

Was darf in einer Garage untergebracht werden?

Wer ein Haus baut, denkt meistens auch an die Garage. Schließlich soll das Auto im Winter ein warmes Plätzchen haben, damit nicht jeden Morgen die Scheiben vom Eis befreit werden müssen. Also wird diese mit gebaut. Im Laufe der Jahre sammeln sich in einem Haushalt viele Dinge an, von denen sich niemand trennen möchte, die aber für den momentanen Lebensabschnitt nicht von Bedeutung sind. Wohin damit also? Ab in die Garage. Damit wird sie aber, streng juristisch betrachtet, zweckentfremdet. Ein Hobbyraum in der Garage oder die Nutzung als Abstellfläche für alle Gartenmöbel und Geräte ist nicht drin. Auf der anderen Seite besteht allerdings nicht die Pflicht, das Auto darin zu parken. Eigentlich schon ein Kuriosum.

Droht eine Geldbuße, wenn die Garage zweckentfremdet wird?

Zunächst einmal ist zu sagen, dass eine Kontrolle von häuslichen Einzelgaragen wohl kaum erfolgen wird. Außer, Ihr Nachbar ist Ihnen nicht wohlgesonnen und verpfeift Sie an die Bauaufsichtsbehörde, die für Ihren Wohnort zuständig ist. Erfolgt aus diesem Grund tatsächlich eine Kontrolle, so muss die Garage entrümpelt werden. Und zwar so, dass ein Auto wieder hineinpasst. Hintergrund dafür ist die knappe Parkraumsituation vor allem in Wohngebieten. Theoretisch müssten alle Fahrzeuge, für die eine Garage vorhanden ist, auch darin parken, damit Parkraum zur Verfügung steht. Dass so etwas tatsächlich vorkommt, belegt ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Darmstadt aus dem Jahr 2012. Der Eigentümer musste seine mit Möbeln vollgestellte Garage entrümpeln. Nach dem Urteil ist eine Garage für ein Wohnhaus vorgeschrieben, damit Parkraum geschaffen wird. Wenn man sich so manche innerstädtische Wohnstraße anschaut, ist das auch ganz sinnvoll.

Welcher Versicherungsschutz besteht für Gegenstände in der Garage?

In vielen Fällen sind neben dem Auto, sofern es der Platz zulässt, in der Garage Fahrräder, Gartengeräte oder Gartenmöbel untergebracht. Diese Dinge gehören zum Hausrat, obwohl sie sich streng genommen außerhalb der Wohnung befinden. Dennoch besteht im Rahmen der Hausratversicherung hier Versicherungsschutz, wenn es zum Beispiel zu einem Einbruch in die Garage kommt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Garage auch über ein funktionstaugliches Schloss verfügt. Im Brandfall, wenn der darin abgestellte Pkw wegen eines technischen Defektes in Brand gerät, besteht ebenfalls Schutz im Rahmen der Hausratversicherung für die dort untergebrachten Hausratgegenstände. Für die Hausratversicherung spielt die Nutzung auch keine Rolle. Bedingung ist allerdings, dass die Garage sich in der Nähe des Versicherungsgrundstückes befindet. Sie muss also nach normalem Verständnis fußläufig in ein paar Minuten erreichbar sein. Eine Garage, die mehrere Kilometer von der versicherten Wohnung entfernt steht, fällt nicht mehr unter den Versicherungsschutz.

Wie ist die Garage selber abgesichert?

Baulich betrachtet ist die Garage ein Nebengebäude. Ebenso wie zum Beispiel Gartenhäuser, Lauben oder auch ein Carport. Als Nebengebäude fällt die Garage mit unter die Gebäudeversicherung. Brennt das Auto in der Garage ab, so kommt die Gebäudeversicherung für den Brandschaden an der Garage auf. Stürzt bei einem Sturm ein Baum auf die Garage, fällt das ebenfalls unter den Schutz der Gebäudeversicherung, Dafür ist allerdings Voraussetzung, dass die Gebäudeversicherung auch Kenntnis über die vorhandene Garage hat. Bei Neubauten werden diese in der Regel vom Bauherren direkt beim beantragten Versicherungsschutz mit angegeben. Wenn eine Garage aber nachträglich errichtet wird, so muss die Gebäudeversicherung darüber in Kenntnis gesetzt werden. Sonst geht der Eigentümer im Schadensfall leer aus.