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Futtermittelallergie bei Katzen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Gestern gehörte Rindfleisch noch zum Lieblingsessen deiner Katze und heute reagiert sie mit Juckreiz und Magen-Darm-Problemen. Eine Futtermittelallergie bei Katzen ist keine Seltenheit. Immer mehr Miezen vertragen Futterbestandteile nicht und leiden daran. Umso wichtiger ist es, dass ihr als Katzenbesitzer eure Sinne dafür schärft, wenn eure Mieze an Symptomen leidet, die auf eine Futtermittelallergie hindeuten. Wir klären euch auf: über Ursachen, Symptome und was ihr dagegen unternehmen könnt.

Futtermittelallergie und mögliche Auslöser

Eine Futtermittelallergie entsteht wie aus heiterem Himmel. So kann eure Katze ihr Futter jahrelang gut vertragen und von einem Tag auf den anderen allergisch darauf reagieren. Doch was ist eigentlich eine Futtermittelallergie? Bei einer Futtermittelallergie reagiert die betroffene Katze allergisch auf das ihr verabreichte Futter. Es kommt zu einer Überreaktion ihres Immunsystems, bei der die Katze Antikörper gegen das sonst gute vertragene Futter Antikörper bildet. Als Folge der Futtermittelallergie kommt es im Körper der Mieze zu einer Reihe von Reaktionen, die Symptome wie Juckreiz und Durchfall auslösen. Katzen sind oftmals gegen Proteine (Eiweiß) wie Rind, Huhn, Soja, Milch, Milchprodukte, Ei, Fisch, Lamm und gegen Kohlenhydrate wie Weizen, Mais und Reis allergisch. Eine Futtermittelallergie bei Katzen kann jederzeit im Lebensalter zwischen sechs und zwölf Monaten auftreten.

Typische Symptome einer Futtermittelallergie

Katze kratzt sich

Als Katzenhalter solltet ihr sehr auf mögliche Symptome eurer Mieze achten. Eine Futtermittelallergie zeigt sich durch verschiedene Symptome. Meist äußert sie sich über die Haut oder den Magen-Darm-Trakt. Katzen leiden an starkem Juckreiz – besonders im Gesicht und Halsbereich. Deswegen zeigen sie ein vermehrtes Lecken am Körper und wunde Hautstellen. Eine weitere mögliche Folge einer Futtermittelallergie ist die sogenannte „miliare Dermatitis“. Sie zeigt sich in Form von kleinen, punktförmigen Krusten, die sich über den gesamten Rücken verteilen. Andere Samtpfoten leiden an Durchfall, übergeben sich und haben Blähungen. Ebenso kann Asthma ein Symptom sein. Ihr seht, dass eine Futtermittelallergie viele verschiedene Auswirkungen auf eure Katze haben kann. Daher ist es unbedingt wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen. Er kann im ersten Schritt andere Erkrankungen ausschließen und Medikamente zur Linderung der akuten Symptome verabreichen. Das ist allerdings nur der erste Schritt. Der Nächste ist die Diagnosestellung mithilfe einer Ausschlussdiät. Denn erst wenn das Allergen bekannt ist, besteht die Möglichkeit, dauerhaft Abhilfe zu schaffen.

 

Auslöser einer Futtermittelallergie mithilfe der Ausschlussdiät finden

Katze bekommt Diätfutter

Eine Futtermittelallergie kann nicht im Blut oder über einen Allergietest nachgewiesen werden, sondern ausschließlich über eine Ausschlussdiät. Hierfür muss mindestens über acht Wochen eine strenge Diät eingehalten werden. Es muss sich um Futter handeln, das die Katze bisher nicht zu sich genommen hat. Es besteht aus einer Eiweißquelle wie Pferd, Känguru oder Hirsch und einer Kohlenhydratsorte wie Kartoffeln. Da die meisten handelsüblichen Dosenfutter nicht deklarieren, welche Fleischsorten sie enthalten, sind diese zur Durchführung von diagnostischen Diäten nicht geeignet. Sofern sich die Beschwerden während der Ausschlussdiät bessern oder sogar abgeklungen sind, beginnt man den Provokationstest: das heißt, die bisherige Fleischkomponente wird durch eine ersetzt, die die Katze bereits kennt, z.B. Rindfleisch. Die Futterallergie gilt als gesichert, wenn die alten Symptome innerhalb von zwei Wochen bei Fütterung dieser Komponente wieder auftreten. Hiernach beginnt man wieder mit der zu Anfang angeordneten Diät mit den verfütterten Zutaten, auf die keine allergische Reaktion erfolgt ist. Nach und nach werden wieder potenzielle Allergene zugefügt, um sie zu identifizieren. Nur so kann sicher festgestellt werden, auf welche Nahrungsbestandteile die Katze reagiert. Für Freigänger gilt: sie müssen während der Ausschlussdiät in der Wohnung gehalten werden, um zu verhindern, dass draußen andere Nahrungsmittel aufgenommen werden. Außerdem gilt: es dürfen parallel keine Leckerlis verfüttert werden!

Futterkomponente konsequent meiden

Für eine Futtermittelallergie gibt es keine Behandlung, die eine Heilung zum Ziel hat. Denn sie kann nicht geheilt, sondern lediglich über die Nahrungskontrolle kontrolliert werden.Das bedeutet, dass die allergieauslösenden Futterbestandteile einfach vermieden werden.Das ist die einzige Möglichkeit, eure Katze beschwerdefrei zu bekommen. Tierärzte unterstützen euch bei der Diagnosestellung und anschließende Ausschlussdiät. Eine Katzenkrankenversicherung deckt unter anderem die Kosten für Tierarztbesuche inklusive Diagnostik und Medikamente ab. Die Tarife variieren stark. Es lohnt sich also zu vergleichen. Das Futter könnt ihr auch selbst für eure Katze zubereiten. Dann könnt ihr euch sicher sein, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und geht kein Risiko ein. Wahlweise stellt der Markt euch hypoallergenes Futter zur Verfügung. Es verzichtet auf allergieauslösende Zutaten.

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