eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Fleischallergie
 

Können Hunde gegen Fleisch allergisch sein?

Hund sitzt vor dem Futternapf

Der Hund ist ein Fleischfresser: Er kaut auf allem herum, was mal ein Knochen war, macht vor einer Scheibe Wurst nicht Halt und freut sich auf seine Futterration, die im Wesentlichen ja aus Fleisch besteht.

Dennoch gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Hunden, die auf Fleisch oder bestimmte Fleischsorten allergisch reagieren. Da gibt es viele Symptome: Die Ohren jucken und sind vom Kratzen blutig entzündet oder die Verdauung spielt komplett verrückt. Oftmals bleibt nur die Umstellung auf teureres Spezialfutter.

Wenn Hunde zu Veganern werden

Tierärzte raten in der Regel davon ab, Hunde vegan zu ernähren, nur weil Herrchen oder Frauchen tierische Produkte ablehnen. Es liegt nun mal in der Natur des Hundes, Fleisch zu fressen. Allerdings gibt es Fälle, in denen es kaum eine Alternative zur veganen Ernährung gibt. Manche Hundehalter sind schlicht verzweifelt, wenn der vierbeinige Liebling weder Rind noch Schwein, Pute, Huhn oder Lamm verträgt. Was bleibt da noch, außer andere Wege einzuschlagen und die Ernährung komplett umzustellen? Dafür muss allerdings auch der Tierarzt ein Wörtchen mitreden, damit aus der veganen Ernährung nicht auf einmal eine Mangelernährung wird.

Wie können Sie die Fleischallergie bei Ihrem Hund feststellen?

Labortests oder Blutuntersuchungen können nur einen vagen Hinweis auf mögliche Fleischallergien geben. Daher bleibt in den meisten Fällen nur die Fütterung nach dem Ausschlussverfahren. In der Regel werden Hunde mit verschiedenen Fleischsorten gefüttert – was die Tierfutterindustrie gerade so hergibt. Jetzt gilt es zu probieren, gegen welche Fleischsorte der Hund allergisch ist. Dazu wird eine bestimmte Fleischsorte konsequent über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten gefüttert. Stellen sich die allergietypischen Symptome dabei ein, kann diese Fleischsorte schon mal vom Speiseplan gestrichen werden. Das ist zwar sehr mühselig und zeitintensiv, aber die einzige Möglichkeit, den Hund von seinen Problemen zu befreien.

Spezialfutter ist teurer als normales Futter

Um nachzuvollziehen, gegen welches Fleisch der Hund nicht allergisch ist, muss Fleisch verfüttert werden, das der Hund noch nie gegessen hat. Sind Rind oder Schwein bereits vom Speiseplan gestrichen, kommen andere Sorten an die Reihe. Dazu gehört beispielsweise Pferdefleisch, Büffelfleisch oder auch Straußenfleisch. Selbst Kängurufleisch wird bereits als Hundefutter angeboten. Es sind eben die Speziallösungen, die dazu beitragen, dass Hunde nicht mehr auf Fleisch allergisch reagieren. Rind ist beispielsweise sehr häufig in Hundefutter enthalten. Ist der Hund dagegen allergisch, bleibt nur der Wechsel zu anderen Fleischsorten.

Viele Unternehmen spezialisieren sich auf Allergiefutter für Hunde

Von einer Allergie ist mittlerweile fast jeder fünfte Hund betroffen. Viele davon eben auch mit einer Fleischallergie. Firmen, die sich auf Spezialfutter einstellen, gibt es viele auf dem Markt. Sie bieten Känguru, Lamm oder spezielles Fleisch aus biologischem Anbau an. Da der Markt hier natürlich anders aufgestellt ist, fallen die Kosten auch höher aus als bei Dosenfutter aus dem Supermarkt. Bevor Hundefreunde jedoch zur Selbstdiagnose greifen und wahllos die Spezialsorten testen, sollte eine umfangreiche Beratung beim Tierarzt erfolgen. Die Eine Behandlung auf eigene Faust kann die Probleme eher noch verschärfen anstatt sie zu lindern.

In solchen Fällen zeigt sich, auch allgemein bei Allergien, dass eine Hundekrankenversicherung für Sie ein wichtiger finanzieller Schutz gegen die nun anfallenden Kosten durch tierärztliche Untersuchungen oder Medikamente ist. Handelt es beispielsweise um andere Formen einer Allergie, losgelöst von der Fleischallergie, kann die Behandlung nämlich sehr langwierig und auch kostenintensiv sein. Vor allem im Alter leidet bereits jeder fünfte Hund an einer Allergie. Da macht in jungen Jahren die Hundekrankenversicherung für Ihren Liebling also durchaus schon Sinn, damit Sie später finanziell abgesichert sind.

Spezialfutter ist auch ein Imageprodukt

Viele Unternehmen setzen auf den Markt für Hunde- und Tierfreunde. Neben dem klassischen Hundefutter werden eben auch spezielle Futtersorten angeboten, eben für Allergiker-Hunde oder kranke Hunde. Das Problem dabei ist: Dieses Spezialfutter ist ja nicht wie Medizin zu betrachten, sondern eher eine Lösung, wenn herkömmliche Fleischsorten nicht mehr vertragen werden. Dieses spezielle Fleisch ist auch gleichzeitig eine Imagefrage: Viele Hundefreunde möchten ihren Vierbeiner auf ganz spezielle Weise verwöhnen, indem auch mal Büffel, Strauß oder Pferd auf dem Speiseplan stehen. Das kann allerdings irgendwann zu Problemen führen. Nicht nur, dass es ein Ressourcenproblem wird. Nein, wenn regelmäßig wechselnde Fleischsorten gefüttert werden, bleibt kaum noch eine Alternative, sollte der Hund mal wirklich eine Fleischunverträglichkeit aufweisen. Danach eine Sorte Fleisch zu verfüttern, die der Hund noch nie verzehrt hat, wird dann zu einem Problem. Daher sollte dieses spezielle Fleisch nicht Einzug halten bei Hunden, die mit ihrer Ernährung überhaupt keine Probleme haben.

Zurückhaltung ist auch in der Weihnachtszeit geboten

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und zu Hause wird alles für die Feiertage und auch Silvester geplant. Da wird im Kreise der Familie geschlemmt, was das Zeug hält. Die Pfunde können ja nach Neujahr wieder zum Purzeln gebracht werden. Was für Sie relativ einfach ist und nur einen Moment mit einem schlechten Gewissen verbunden ist, trifft Ihren Hund da schon härter. Auch wenn es noch so schwer fällt: Vermeiden Sie die Fütterung Ihres Hundes zu den Feiertagen mit allerlei Dingen, die beim Essen übrigbleiben. Diese können für den Hund unverträglich sein – egal, ob es an der Fleischsorte oder einfach nur an der Zubereitung liegt. Bleiben Sie besser beim normalen Futter. Wenn schon der Hund Weihnachtsgefühle bekommen soll, können Sie sein Futter ja besonders herrichten und ihm dann vorsetzen. Das ist immer noch der sicherere Weg.