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Hausratversicherung: Schutz vor finanziellen Folgen eines Einbruches

Einbrecher am Fenster

Kaum ist die Umstellung auf die Winterzeit vollzogen, vermelden Polizeibehörden leichte Steigerungen bei den Einbruchzahlen. Eine mittlerweile normale Entwicklung, denn in den kommenden Monaten bricht die Dämmerung schon zu Uhrzeiten ein, wo viele Leute noch beruflich außer Haus sind. Im Schutz der einbrechenden Dunkelheit versuchen Einbrecher, in Häuser oder Wohnungen zu gelangen und dort Beute zu machen. Trotz sinkender Einbruchszahlen bleibt das Risiko, von einem Einbruch betroffen zu sein, relativ hoch. 150.000 Einbrüche im Jahr 2016 sprechen da eine deutliche Sprache.

Wie schützt die Hausratversicherung im Falle eines Einbruches?

Um es vorwegzunehmen: Ein Einbruch wird durch eine gute Hausratversicherung nicht verhindert. Was aber durch die Hausratversicherung sichergestellt wird, ist der Schadensersatz für gestohlene Gegenstände. Werden bei einem Einbruch zum Beispiel Geldbörsen, Handy oder Unterhaltungselektronik gestohlen, ersetzt die Hausratversicherung diese Dinge zum Wiederbeschaffungswert. Gestohlene Gegenstände können also neu angeschafft werden. Wichtig ist, dass es für Wertsachen, größere Bargeldbestände, Bilder oder Schmuck bei den Hausratversicherern unterschiedliche Erstattungsgrenzen gibt. Diese Dinge weichen vom normalen Hausrat ab und müssen gesondert untergebracht werden wie zum Beispiel in einem Tresor. Wenn also Gegenstände Ihres Hausrates vom Wert her das normale Maß übersteigen, sollten Sie in jedem Fall Ihre Hausratversicherung darüber unterrichten und auch klären, welche Sicherungsmaßnahmen unter Umständen erforderlich sind.

Wo wird am häufigsten eingebrochen?

Gemessen an den nackten Zahlen ist Nordrhein-Westfalen das Eldorado für Einbrecher. Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland haben sich im Jahr 2016 mehr als 52.000 Einbrüche ereignet. Das sind zwar rund 10.000 Einbrüche weniger als noch im Vorjahr, aber für ein einzelnes Bundesland deutlich zu viel. Hochburgen sind die größeren Städte wie zum Beispiel Köln, Düsseldorf, Essen oder Dortmund. Dank einer guten Infrastruktur mit vielen Autobahnen gelingt den Tätern oftmals die Flucht, noch bevor die Polizei am Tatort eintrifft. Viele Einbrüche bleiben auch erst einmal unbemerkt, wenn sie sich im Laufe des Tages ereignen und die betroffenen Bewohner erst später nach Hause kommen. Dagegen kam es in Bayern im Jahr 2016 deutlich seltener zu Einbrüchen. Hier verzeichnen die Kriminalstatistiken etwas mehr als 7.000 Einbrüche – auch gemessen an der Einwohnerzahl sind die Bewohner Bayerns bei Einbrüchen am sichersten aufgestellt.

Wann wird am häufigsten eingebrochen?

Der Monat Dezember lockt besonders viele Einbrecher an. Die Tage sind kurz, es wird früh dunkel und viele Menschen sind noch bei der Arbeit, wenn Einbrecher bei einsetzender Dunkelheit mit ihrem Tagewerk beginnen. Fast jeder fünfte Einbruch ereignete sich im Dezember. Lohnenswert ist der Monat vor allem, weil in vielen Häusern und Wohnungen schon die Geschenke für Weihnachten parat liegen. Zwar sind sie noch gut versteckt, bevor sie unter den Weihnachtsbaum gelegt werden, aber Einbrecher kennen sich aus und finden Wertgegenstände in den noch so abgelegensten Ecken. Darüber hinaus sind die Monate November, Januar und Februar ebenfalls bei Einbrechern sehr beliebt. Erst im März, wenn die Tage wieder länger werden, sinkt das Risiko eines Einbruches. Von den Uhrzeiten her liegt das höchste Risiko zwischen 16 und 18 Uhr sowie zwischen 12 und 14 Uhr. Fast 35 Prozent aller Taten ereignen sich in diesen Zeiträumen.

Wo sind die Schwachstellen bei Häusern und Wohnungen?

Einbrecher verschaffen sich bei Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäusern an unterschiedlichen Stellen Einlass. Bei Mehrfamilienhäusern sind vor allen die Haupteingangstür und die Balkontüren gefährdet. Bei Einfamilienhäusern hingegen versuchen die Einbrecher über rückseitig gelegene Terrassentüren oder über Fenster ins Haus zu gelangen. Fast 80 Prozent aller Einbrüche haben sich über diesen Weg ereignet. Die Folgen sind gravierend: Neben den Schäden am Gebäude und den gestohlenen Dingen ist oftmals noch ein anderer Umstand schon fast dramatisch. In mehr als 40 Prozent aller Fälle wurde die Wohnung durch die Einbrecher verwüstet, was in der Regel mit einem hohen Sachschaden einhergeht. Zwar sind Vandalismusschäden bei einem Einbruch über die Hausratversicherung abgesichert, doch der Schock sitzt erst einmal tief und führt dazu, dass sich rund die Hälfte aller Betroffenen auch lange Zeit nach einem Einbruch sehr unsicher fühlt.

Welche Folgen haben Einbrüche für die Betroffenen?

Ein Einbruch hinterlässt tiefe Spuren. Nicht nur an der Wohnung, sondern langfristig auch bei den Betroffenen. Mehr als 70 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie noch regelmäßiger Türen und Fenster beim Verlassen der Wohnung oder beim Zubettgehen kontrolliert haben. Teilweise vermeiden viele Betroffene das Verlassen der Wohnung, aus Sorge erneut einem Einbruch zum Opfer zu fallen. Teilweise werden Wochenendausflüge oder sogar der Urlaub abgesagt. Mehr als die Hälfte der Opfer lassen nach einem Einbruch das Licht brennen. Sie achten mehr auf Personen, die sich im Umfeld des Hauses aufhalten und verzichten darauf, ihre Abwesenheit über soziale Medien zu verbreiten. Häufig werden nach einem Einbruch Fenster und Türen mit neuen Sicherungsmaßnahmen ausgestattet und Videokameras installiert.

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