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Elektrogeräte im Haushalt stellen ein hohes Feuer-Risiko dar

Was wären wir nur ohne die Technik im Haushalt: Überall kleine und große Helfer, die uns viel Arbeit abnehmen, wie zum Beispiel Spülmaschine, Waschmaschine oder Wäschetrockner. Dann gibt es da noch jede Menge Unterhaltungselektronik, also Fernseher, DVD-Player, Computer oder Spielekonsolen. Die Ausstattung mit Elektrogeräte nimmt rasant zu, mit der steigenden Verbreitung wachsen aber auch die Gefahren vor allem durch Brände.

Brand durch den Trockner

In Deutschland kommt es zu rund 200.000 Wohnungs- und Wohnhausbränden im Jahr. Der größte Teil davon wird durch Elektrogeräte ausgelöst. Vor allem bleiben in der Nacht viele Geräte aktiv und verrichten während unseres Schlafes ihre Arbeit, so zum Beispiel der Wäschetrockner. Brände durch Elektrogeräte ereignen sich zu fast 60 Prozent in der Nacht im unbeaufsichtigten Zustand.

Der Wäschetrockner ist die Brandursache Nummer 1 unter den Elektrogeräten

Mehr als jeder zweite Haushalt verfügt über einen Wäschetrockner, der zwar fleißig seine Arbeit verrichtet, aber dennoch sehr stiefmütterlich behandelt wird. Das kann sich bei mangelnder Pflege oder Wartung irgendwann rächen, da der Wäschetrockner die häufigste Brandursache unter den Elektrogeräten darstellt. Ein Wäschetrockner entwickelt viel Wärme und wird dennoch im Wäschekeller, im Bad oder in fensterlosten Räumen dorthin gestellt, wo noch gerade so Platz ist. Die Folge: Wärme staut sich und kann nicht abziehen. Durch den Trocknungsprozess setzen sich Textilflusen im Wäschetrockner fest – wenn diese nicht regelmäßig entfernt werden, erhitzen sich diese beim Trocknen von Wäsche und geraten in Band. In vielen Fällen wird der Trockner sogar nachts betrieben, so dass ein möglicher Brand nicht rechtzeitig entdeckt wird.

Überlastung von Mehrfachsteckern vermeiden

Viele Häuser sind noch nicht mit moderner Technik ausgestattet, was das Stromnetz betrifft. Teilweise stammen Elektroleitungen noch aus den Zeiten der Baufertigstellung des Hauses vor mehr als 40 oder 50 Jahren. Da kann bei unserem heutigen Stromverbrauch das Stromnetz im Haus ganz schön in die Knie gehen. Vor allem sind in vielen Fällen für die mittlerweile vorhandenen Elektrogeräte nicht genug Steckdosen vorhanden. Was bleibt: Überall dort, wo viele Stromabnehmer vorhanden sind, werden Mehrfachstecker eingesetzt. Diese sind in der Regel für eine Leistung von 3.500 Watt ausgelegt. Wenn schon die Kaffeemaschine 2.000 Watt verbraucht, dann bleibt für andere Elektrogeräte nicht viel übrig. Im günstigsten Fall springt bei Überlastung die Sicherung raus. Ist das nicht der Fall, kommt es zu einer Überhitzung des Steckers und der Brand ist vorprogrammiert. Daher gehören auch Großgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen an eine eigene Steckdose und sollten nicht über Mehrfachstecker betrieben werden.

Kleine Defekte an Kabel - Geräte direkt austauschen

Eigentlich passiert es jeden Tag dutzendfach. Der Staubsauger wird nach getaner Arbeit wieder verstaut und das Kabel aus der Wandsteckdose herausgezogen. Allerdings eher mit sanfter Gewalt, denn kaum jemand setzt beide Hände zum Ziehen des Steckers ein. Wird der Stecker am Kabel aus der Steckdose gezogen, lockert sich das Kabel mit der Zeit oder reißt an. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Geräten wie dem Kaffeeautoamten in der Küche oder dem Ladegerät vom Smartphone. Dass das Kabel irgendwann einen sichtbaren Defekt hat, wird als kleine lästige Störung betrachtet und hingenommen. Dabei führen defekte Kabel häufig zu Kurzschlüssen oder können einen Brand zum Beispiel durch Überhitzung auslösen. Es ist also wichtig, immer ein Auge auf die Kabel zu haben und diese rechtzeitig bei einem Defekt auszutauschen.

Energie sparen und Brände verhüten

Unbequem ist es allemal, beim Verlassen des Hauses oder beim Zubettgehen einmal im Haus alle Stecker zu kontrollieren. Denken Sie aber einmal daran, dass davon unter Umständen Ihr Leben abhängen kann. Grundsätzlich sollten Sie bei allen Geräten, die nachts nicht in Betrieb sind, den Stecker ziehen oder die Steckerleiste ausschalten. Das spart ja nicht nur Strom, sondern vermindert das Risiko eines Brandes ganz erheblich. Darüber hinaus ist der Betrieb von Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine in keinem Fall ratsam, wenn die Geräte unbeaufsichtigt sind. Meistens entwickeln sich Brände genau dann, wenn es keiner mitbekommt.

Achten Sie vor allem mal in den Kinderzimmern darauf, wo und wie Stromverbraucher angeschlossen sind. Vielfach kommt es vor, dass Fernseher, Computer, Monitor, Spielekonsole und Ladung für das Smartphone gleichzeitig aktiv sind. Das frisst einerseits jede Menge Strom und kann ohne weiteres zu einer Überhitzung am Mehrfachstecker oder auch an den nebeneinander liegenden Kabeln führen. Hier ist das Brandrisiko natürlich deutlich höher – deshalb ist es sinnvoll, diese Geräte nur bei tatsächlicher Benutzung ans Stromnetz anzuschließen.