Welche Kosten fallen für eine Katze an?

Katze im Karton

Eigensinnig, schwer erziehbar, nicht zum Gassi gehen geeignet: Ein ganz schön anstrengendes Haustier. Und doch lieben die Deutschen die Katze. Statistischen Netzwerken nach sind es rund 15 Millionen der wilden Samtpfoten, die in unseren Haushalten leben.

Damit hängen Sie den Hund klar ab, der als bester Freund des Menschen gilt. Katzen haben viele Vorzüge – vor allem aus der Sicht ihrer Herrchen und Frauchen. Sie sind pflegeleicht, brauchen nicht bei Wind und Wetter Gassi gehen und benutzen eine eigene Toilette. Wer darüber nachdenkt, ob die Katze das perfekte Haustier ist, muss sich aber damit vertraut machen, dass viele Katzen ein langes Leben haben und im Laufe der Zeit, vor allem im Alter, für Ernährung, Freizeit und Gesundheit eine Menge Kosten anfallen können.

Die Anschaffung einer Katze

Der erste Schritt zum Haustier ist die Auswahl des vierbeinigen Familienmitgliedes. Wenn nicht gerade der Nachbar oder ein Verwandter aus dem Wurf seiner Samtpfote Kitten umsonst abgibt, bleibt der Weg zum Tierheim oder zum Züchter. Viele neue Katzenfreunde haben unter Umständen genaue Vorstellungen von der Rasse der Katze. Wenn Sie eine Katze aus dem Tierheim übernehmen, dann sind die Anschaffungskosten noch gering. Für eine Schutzgebühr von 150 bis 200 Euro wechselt der glückliche Stubentiger zu seinen neuen Besitzern. Der Vorteil dabei ist: Die Katze ist in der Regel kastriert, gechippt und hat alle notwendigen tierärztlichen Behandlungen hinter sich. Dazu gehören Wurmkuren, Impfungen und die Untersuchung auf Virenerkrankungen.

Katze umsonst abzugeben

Katze mit Kitten

Diese Kosten können auf der anderen Seite anfallen, wenn Sie sich für ein Kätzchen aus dem Wurf eines Bekannten oder Verwandten entscheiden. Zwar fallen in diesen Fällen keine Kosten für den Kauf an, die tierärztlichen Behandlungen liegen unter Umständen nun in Ihrer Verantwortung. Die Kosten variieren hier nach der Form der Haltung. Während bei einer Wohnungskatze im ersten Jahr bis zu 70 Euro an Tierarztkosten und Medikamenten anfallen, können es bei einem Freigänger bereits bis zu 200 Euro sein. Dazu gehören nämlich auch Impfungen gegen Tollwut und FeLV, das Feline Leukämievirus. Schließlich unterliegen Freigängerkatzen einem deutlich höheren Infektionsrisiko als Wohnungskatzen.

Doch lieber eine Katze vom Züchter?

Übernehmen Sie hingegen Ihren neuen Sofalöwen direkt vom Züchter, sollte dieser eine umfangreiche tierärztliche Versorgung hinter sich haben. Bei Rassekatzen liegen die Anschaffungskosten natürlich sehr hoch. Je nach Rasse der Katze können da zwischen 500 Euro und 2.500 Euro anfallen.

Jetzt ist die Grundausstattung dran

Wer sich für einen kleinen Stubentiger entscheidet, muss jetzt noch an einige Dinge denken, damit der kleine Vierbeiner sich in seinem neuen Zuhause richtig wohlfühlt. Zuerst gehören dazu Trink- und Fressnäpfe. Dazu kommen ein Katzenklo, ausreichend Katzenstreu und eine Schaufel für die Grobreinigung. Da eine Katze ab und zu zum Tierarzt muss, kommt dann noch eine Katzenbox hinzu. Ein Tierarztbesuch kann notwendig sein, um Impfungen nachzuholen. Abgesehen davon ist eine Katzenbox unerlässlich, um den Stubentiger in sein neues Heim zu bekommen. Für die Fellpflege sind Katzenkamm und Katzenbürste unerlässlich. Dazu kommt vor allem für Wohnungskatzen ein Katzenbaum hinzu. Dieser ist quasi ein Ersatz für den Baum in der freien Natur, um die Krallen wetzen zu können. Daneben dient der Kratzbaum dem Stubentiger als Aussichtsplattform. Schließlich will ihr Liebling alles beobachten, was sich in den vier Wänden ereignet. Wenn schon Wohnungshaltung, dann mit ausreichend Abwechslung und Spielmöglichkeiten. Deshalb gehört zur Erstanschaffung auch ein kleiner Grundstock an Spielzeug wie Stoffmäuse. Alles in allem können Sie von Anschaffungskosten zwischen 100 und 300 Euro ausgehen. Das hängt natürlich auch von Ihren Qualitätsansprüchen ab.

Laufende Kosten nicht unterschätzen

Katze beim Arzt

Allein für das Futter, das Katzenstreu, Leckerlis und ab und zu neues Spielzeug summieren sich im Monat auf mindestens 50 Euro. Auch hier spielen bei den Kosten Ihre eigenen Ansprüche eine gewichtige Rolle. Denken Sie daran, dass der Organismus Ihrer Katze auf die Verdauung von Fleisch spezialisiert ist und das Katzenfutter von vernünftiger Qualität ist. Das bedeutet, dass das Katzenfutter einen Fleischanteil von 80 Prozent haben muss. Dazu kommen noch regelmäßige Tierarztkosten für Routineuntersuchungen, Impfungen und die eine oder andere tierärztliche Beratung. Dafür können im Jahr schnell bis zu 200 Euro anfallen. Darin sind Behandlungen von Krankheiten noch gar nicht berücksichtigt. Insofern ist eine Katzenkrankenversicherung, die diese Kosten abdeckt, durchaus sinnvoll. Für eine vernünftige Versicherung müssen Sie rund 30 Euro im Monat einkalkulieren. Das erspart aber auf der anderen Seite das Problem plötzlich anfallender Kosten, wenn mal ein Notfall eintritt.

Alles in allem gilt: Halten Sie sich vor Augen, dass Ihr Liebling eine hohe Lebenserwartung hat. Die meisten Katzen kommen auf ein Alter von 15 bis 20 Jahren. In dieser Zeit investieren Sie eine Menge Geld in die Ernährung, Pflege und Gesundheit Ihres Lieblings. Das sollte es Ihnen wert sein, wenn Sie sich für eine Samtpfote entscheiden.

Katze mit Pfoten auf dem Tisch

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