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Die größten Sünden der Katzenerziehung

Katze wirft Blumentopf um

Irgendwann legt jede Katze einmal Verhaltensweisen an den Tag, die ihr als Mitbewohner weder gut findet noch wiederholt haben möchtet. Ob der Stubentiger in eurer Abwesenheit die Blumentöpfe umgräbt, die Krallen an der Tapete im Wohnzimmer wetzt oder die Couch mit dem Katzenklo verwechselt, ihr wisst, dass ihr jetzt etwas dagegen tun müsst.

Das Problem, vor dem nun viele Katzenhalter stehen:
erzieherische Maßnahmen sind nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll. Sie können ganz schnell nach hinten losgehen. Eine kurze Liste der Tabus in der Katzenerziehung:

 
  1. Zwingt eure Katze niemals zu etwas. Katzen haben ihren eigenen Willen und Gründe dafür, wenn sie etwas nicht möchten. Ihr zerstört jedes Vertrauen des Tieres in euch, wenn ihr sie nötigt, etwas zu tun, was sie nicht will oder wovor sie Angst hat.
  2. Keinesfalls solltet ihr eure Katze anschreien. Schon zwischen zwei Menschen ist es unschön, wenn die Stimmen ins Schrille abdriften, was glaubt ihr wie euer Stubentiger das Schreien empfindet, denn immerhin ist er mit einem viel feinerem Gehör ausgestattet als wir es haben.
  3. Katzen am Nackenfell hochzuheben ist wirklich nur der Katzenmama vorbehalten.
    Einem erwachsenen Tier tut ihr damit weh.
  4. Nachträgliches Schimpfen: Wenn ihr nach Hause kommt und der Stubentiger hat etwas angestellt, macht es keinen Sinn ihn dann noch auszuschimpfen. Katzen können, ähnlich wie Hunde, nur etwa drei Sekunden nach der Handlung eure Reaktion dieser zuordnen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sie in dem Moment gar nicht weiß, womit sie das Schimpfen verdient hat.
  5. Unterlasst überholte Methoden wie das Hineintunken der Katze in ihren eigenen Kot. Erleichtert sich das Felltier einmalig außerhalb des Katzenklos, kann das einfach nur ein Missgeschick gewesen sein. Wird das aber zur Gewohnheit, hat das meistens einen Grund und den müsst ihr rauskriegen. Vielleicht ist dem Stubentiger das Klo nicht sauber genug? Ihr habt die Streu gewechselt oder die Katze ist krank? Hier ist Ursachenforschung angesagt.
  6. Bei der Anwendung von Spritzwasserflaschen wenn die Katze Fehlverhalten an den Tag legt, scheiden sich die Geister. Eine wirkliche Lösung ist das Anspritzen der Katze nicht. Zum einen: wenn euer Stubentiger Wasser ganz unangenehm findet und sich durch den Sprühstoß erschreckt, wird er das negative Gefühl mit euch verknüpfen. Wenn ihr ein Sensibelchen daheim habt, kann nur ein einziges Mal schon ausreichen, um das Vertrauen eurer Katzen in euch zu erschüttern. Zum anderen versteht eure Katzen die Bestrafung mit Wasser nicht. Sie knüpft keinen Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und euer Aktion. Die Sache kann schlimmstenfalls auch nach hinten losgehen, so dass das Tier Angst vor anderen Dingen und Lebewesen, die im gleichen Augenblick anwesend sind, bekommt.
  7. Seid von Anfang an konsequent: Wie soll eure Katze verstehen, dass sie von einem Tag auf den anderen nicht mehr im Bett schlafen darf? Oder dass ihr es im Kittenalter noch süß fandet, wenn sie auf den Küchentisch sprang um einen Snack abzugreifen, es aber nun bei einem ausgewachsenen Felltier und wenn ihr Gäste zu Besuch habt, nicht mehr so lustig findet? Überlegt euch also von Anfang an, was eure Katze darf und was nicht. Fest verankerte Verhaltensweisen wieder abzugewöhnen ist schwer.
  8. Eigentlich dürfte es klar sein: „Gewalt ist nie eine Lösung“. Wer seinem Tier körperlichen Schaden zufügt, dürfte gar kein Tier halten. Solche Personen lesen diesen Artikel aber wahrscheinlich sowieso nicht.

Mit positiver Verstärkung arbeiten

Ihr dürft nicht vergessen, dass Katzen Raubtiere sind und ihren eigenen Kopf haben. Wenn euer Stubentiger unerwünschtes Verhalten an den Tag legt, versucht euch in ihn hineinzudenken: Denn ihr könnt davon ausgehen, dass eure Katze selbst nichts Schlimmes an ihrem Verhalten findet. Ihr seid die einzigen, die es als Fehlverhalten interpretieren, wenn die Mieze auf den Tisch springt. Für sie ist es einfach nur ein schöner erhöhter Platz von wo aus sie alles bestens überblicken kann. Warum nicht die Kratzmarkierungen am Ledersessel hinterlassen? Hier können sie doch auch die anderen Katzen des Haushalts viel besser erkennen als an anderen Stellen. Katzenlogik eben. Da Bestrafen keinen Sinn macht, müsst ihr euren Fokus auf die positive Verstärkung legen. Das bedeutet, die Momente, in denen eure Katze etwas richtig macht, also das Wunschverhalten zeigt, positiv zu festigen. Eure Katze also belohnen, so dass sie weiß, dass sie bei diesem Verhalten etwas Leckeres oder Streicheleinheiten bekommt und das Verhalten nur zu gerne wiederholt.

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