Diabetes bei Pferden

Untersuchung eines Pferdes

Die Zuckerkrankheit Diabetes kann nicht nur bei uns Menschen auftreten, sondern auch Pferde treffen. Bei dieser Erkrankung befindet sich ein zu hoher Anteil von Zucker im Blut des Pferdes. Das kommt dadurch, dass das Hormon Insulin nicht mehr richtig arbeitet. Dieses Hormon reguliert den Blutzuckerspiegel im Körper des Pferdes.

Bei einer Erkrankung ist entweder zu wenig Insulin im Körper des Pferdes vorhanden oder das Insulin arbeitet nicht richtig. Häufig entsteht der Diabetes mellitus bei Pferden durch andere Krankheiten. Eine der Krankheiten, die Diabetes mellitus auslösen, ist unter anderem das Cushing-Syndrom. Glücklicherweise kommt es bei Pferden allerdings recht selten zu dieser Diabetes-Erkrankung.

Wodurch wird Diabetes bei Pferden ausgelöst?

Wie bereits beschrieben sind bei Pferden in der Regel Krankheiten der Auslöser für Diabetes. Dazu gehört das Cushing-Syndrom, eine Nebennieren-Überfunktion. Diese Krankheit führt dazu, dass die Wirkung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin beeinflusst wird. Dadurch kommt es zu einer Resistenz im Körper des Pferdes gegen Insulin.

Zu den häufigen Krankheiten gehört das Metabolische Syndrom. Hier handelt es sich um eine Erkrankung bei übergewichtigen Pferden. Diese erhalten zu viel eiweiß- und energiereiches Futter. Dazu kommt, dass die Pferde zu wenig Bewegung haben. Diese verschiedenen Faktoren führen dazu, dass das Pferd dann an Diabetes erkrankt.

Nicht zuletzt ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ein Auslöser für Diabetes bei Pferden. In der Bauchspeicheldrüse produziert der Körper das Insulin. Durch eine Fehlfunktion des Organes kommt es zu einer verminderten Produktion von Insulin. Auslöser einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse kann beispielsweise ein Parasitenbefall sein.

Unser Tipp zu Diabetes bei Pferden: Sofern Sie über eine Pferdekrankenversicherung verfügen, übernimmt diese die Kosten der tierärztlichen Versorgung

Woran können Sie eine Diabetes-Erkrankung bei Ihrem Pferd feststellen?

 

Es gibt unterschiedliche Anzeichen dafür, dass ein Pferd an Diabetes leidet. Auffällig ist, dass das Pferd in diesem Fall sehr häufig und viel trinkt. Der erhöhte Anteil von Zucker im Blut führt dazu, dass das Pferd häufiger Wasser lassen muss. Damit ist ein hoher Flüssigkeitsverlust verbunden, der das Pferd viel Wasser trinken lässt. Dazu kommt, dass das betroffene Pferd im Gegensatz zu seinen Artgenossen schlapper wirkt.

Problematisch wird es, wenn Pferdefreunde die Erkrankung nicht rechtzeitig erkennen und einschätzen. Denn der Flüssigkeitsverlust durch das Wasserlassen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Pferd magert ab und ist anfälliger für Infektionen oder Entzündungen. Dazu kommt es zu Schmerzen im Bauchraum, sogar eine Kolik ist möglich.

Da in den meisten Fällen das Cushing-Syndrom für den Diabetes bei Pferden verantwortlich ist, fallen neben dem häufigen Wasserlassen und Trinken noch anderen Symptome mit ins Gewicht. Der Fellwechsel geht langsamer vonstatten, der Körper des Pferdes zeigt Fettansammlungen und an den Augen bilden sich kleine Beulen. Diese entstehen durch die Vergrößerung des Fettkörpers hinter dem Auge.

Wie bereits beschrieben tritt die Diabetes-Erkrankung selten auf. Die genannten Symptome sollten aber für Pferdefreunde der Anlass sein, unbedingt einen Tierarzt aufzusuchen.

Der Tierarzt muss beim Pferd einerseits eine Allgemeinuntersuchung durchführen. Damit kann er klären, ob neben dem Verdacht auf Diabetes mellitus noch andere Krankheiten vorliegen. Damit die Diagnose Diabetes gesichert ist, muss er zusätzlich noch Blutuntersuchungen durchführen und Urinproben analysieren. Zusätzlich erfolgt ein Test, ob das Pferd an einem Cushing-Syndrom leidet.

Trinkendes Pferd

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten gegen Diabetes bei Pferden?

In vielen Fällen hängt Diabetes beim Pferd von einer Grunderkrankung ab. Beim Cushing-Syndrom zum Beispiel muss der Tierarzt die Nebennieren-Überfunktion mit Medikamenten behandeln und dazu noch eine Insulintherapie ergänzen. Wenn dem Pferd nun Insulin verabreicht wird, muss regelmäßig der Blutzuckerspiegel kontrolliert werden. Die regelmäßige Gabe von Insulin muss nicht durch den Tierarzt selber erfolgen. Das kann der Pferdehalter auch in die Hand nehmen – natürlich nach Absprache der Dosierung und unter Berücksichtigung der Blutzuckerwerte.

Die genaue Beobachtung der Zuckerwerte ist zwingend notwendig. Bekommt das Pferd zu viel Insulin verabreicht, dann kann es zu einer Unterzuckerung kommen. In wenigen Fällen ist beim Pferd eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse die Ursache für Diabetes. Da diese schmerzhaft ist, muss der Tierarzt bis zum Abklingen der Entzündung noch schmerzstillende Medikamente verabreichen. Sind Parasiten der Auslöser für die Entzündung der Bauchspeicheldrüse, kommen noch zusätzlich Medikamente zur Abwehr der Schmarotzer hinzu.

So schützen Sie Ihr Pferd vor dem Risiko Diabetes

Natürlich lassen sich nicht alle Auslöser für Diabetes beim Pferd im Vorfeld ausschalten. Das Metabolische Syndrom, das einer der Auslöser für Diabetes ist, lässt sich aber durch eine vernünftige Kombination aus Haltung und Ernährung vermeiden. Dazu gehört, dass das Pferd ausreichend Auslauf und Bewegung bekommt und natürlich auch die Ernährung an den Bedarf angepasst ist. Diese Faktoren tragen schon dazu bei, um das Risiko einer Diabetes-Erkrankung zu vermeiden. Fakt ist aber auch: Wenn der erste Verdacht besteht, dann führt der Weg zum Tierarzt. Hier gilt es schließlich, im Falle einer Erkrankung, die Lebensqualität des Pferdes so hoch wie möglich zu halten.

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Pferd auf der Weide

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