eKomi-Siegel
4.8 / 5

Sie befinden sich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Der Hund auf dem Sofa
 

Der Hund auf dem Sofa - kein Platz für alle?

Der Hund auf dem Sofa

Draußen tobt das nasskalte Wetter sich aus, so dass unser Hund sich auf dem Sofa ein Plätzchen zum Relaxen sucht. Kein Wunder, es ist breit genug, schön weich und nicht so kühl wie der Boden im Wohnzimmer.

Da lässt es sich aushalten. Dumm nur, wenn der Hund auf dem Sofa sich so lang macht, dass niemand mehr dort sitzen kann. Wie lässt sich das Problem in den Griff kriegen?

Wichtig ist ein eigenes Plätzchen für Hunde

Wenn sich der Hund es auf dem Sofa bequem macht, bekommen wir ihn dort nicht so schnell wieder runter. Das hängt natürlich auch von der Größe des Hundes ab. Warum macht es sich der Hund auf dem Sofa überhaupt bequem? Weil es dort kuschelig ist. Also schaffen wir ihm einen Ersatz für das Sofa und zwar von Anfang an. Dabei ist es wichtig, dass der Hund seine Umgebung nicht nur aus der Froschperspektive betrachten kann, sondern aus einer erhöhten Position.

  • Für kleine Hunderassen mag sich ein erhöhtes Katzenbett aus dem Zoofachhandel eignen.
  • Bei größeren Hunden ist die Kreativität von Herrchen und Frauchen gefragt. Eine Möglichkeit: Zwei oder drei Europaletten gestapelt und einen großen Korb mit Decke darauf drapiert und der neue Lieblingsplatz ist fertig.

Sachtes Umsiedeln - wenn sich der Hund auf dem Sofa partout nicht weg bewegt

Hund im Körbchen

Sie haben einen neuen Platz für Ihren Liebling geschaffen und er möchte nicht vom Sofa runter? Dann machen wir ihm das Sofa madig. Das klingt gemein, ist die einzige Lösung, damit wir ohne Platzprobleme die Füße ausstrecken können. Mit anderen Worten: Unser Hund muss seinen Spaß am Sofa verlieren. Das geht am besten, indem das Sofa tagsüber mit raschelnder Folie oder Alufolie ausgelegt wird. Das ist echt unbequem und knistert laut. Das macht echt keinen Spaß mehr, darauf zu liegen. Eine andere Möglichkeit ist, auf ein akustisches Signal zu setzen. Lassen Sie beispielsweise, wenn sich Ihr Hund auf dem Sofa ausbreiten will, den Schlüsselbund zu Boden fallen. Er wird nach kurzer Zeit dieses laute und plötzliche Geräusch mit der Besetzung des Sofas in Verbindung bringen und davon ablassen. Stattdessen besinnt er sich auf sein Plätzchen im Haus.

 

Kein Schubsen, kein Drücken

Es ist schon frustrierend, wenn unser Hund auf dem Sofa uns keinen Platz machen möchte, obwohl wir beim Fernsehen oder einem Buch entspannen möchten. Da passiert es schnell, dass wir hektisch werden, da unsere womöglich knappe Auszeit jetzt dafür drauf geht, den Hund vom Sofa herunterzubewegen. Da müssen wir ein wenig die Faust in der Tasche machen, denn auch nur der Ansatz von Gewaltanwendung hat fatale Folgen. Es reicht schon aus, wenn wir unseren Hund vom Sofa herunterschubsen. Das ist für ihn einerseits unangenehmen und vermittelt ihm das Gefühl, dass die Nähe zu uns gefährlich oder unerwünscht ist. Nicht zuletzt kommt es dazu, dass unser Hund beginnt, sein Revier auf dem Sofa zu verteidigen. Vor allem dann, wenn Sie in der Vergangenheit die Erziehung des Hundes nicht konsequent umgesetzt haben. Es kann also auf einen Machtkampf hinauslaufen, der für beide Seiten zum Stressfaktor wird. Dazu kommt, dass sich in der Folgezeit Besucher bei Ihnen kaum noch wohl fühlen werden, wenn Ihr Hund niemanden mehr auf das Sofa lässt. Wenn Sie schon mit Ihrem Vierbeiner darum kabbeln müssen, wer es bequem hat: Warum sollte aus der Sicht des Hundes dann noch jemand Fremdes auf dem Sofa sitzen?

Icon Glühbirne

VS.-Info - Stichwort Besucher:

Nicht, dass Ihr Hund seinen vermeintlichen Stammplatz gegenüber Besuchern mit Krallen und Zähnen verteidigt. Das kann mächtig Ärger geben. Für diese Fälle ist es wichtig, wenn eine Hundehaftpflicht vorhanden ist, die Ihnen anfallende Schmerzensgeld- und Schadensersatzzahlungen abnimmt.

Wie bekomme ich den Hund vom Sofa runter?

Bei Hunden geht es manchmal nicht ohne Bestechung – das ist ja nichts Neues. Da sind wir Menschen dem Vierbeiner um Längen voraus. Wenn es mit dem Belohnen beispielsweise bei der Gassirunde gut klappt, warum sollte es dann zu Hause nicht auch funktionieren. wichtig ist dafür aber, dass wir die Grundvoraussetzungen schaffen. Einerseits braucht unser Liebling einen aus seiner Sicht tollen Platz in unserer Nähe, andererseits muss im der Stellungswechsel auch einen Vorteil bringen. Was biete sich also an? Wir locken mit einem Leckerchen auf seinen angestammten Platz. Das muss aber mit viel Geduld erfolgen, da es ein Teil der Erziehung ist. Mit Schubsen oder Ziehen ist es da nicht getan. Die Fellnase muss von alleine seinen Platz aufsuchen. Er spürt, dass es sich lohnt, sich auf dem eigenen Plätzchen auszubreiten. Er muss keine Angst vor Konsequenzen haben und seinen Platz nicht vor Eindringlingen verteidigen.

Die Nähe zu uns Zweibeinern ist unverzichtbar

Hunde sind Familienmitglieder. In manchen Fällen ist das Körbchen oder die Decke im hintersten Winkel des Hauses aufgestellt. Weit weg von uns. Das muss nicht böser Wille sein. Was dem Hund hier fehlt, ist die Nähe zu uns. Abgesehen davon, dass das Sofa unseren Duft verströmt und unser Hund deshalb sich dort gerne ausbreitet. Wenn wir ihm eine Kuschelecke errichten, warum nicht direkt in unserer Nähe? Das setzt voraus, dass der Platz im Wohnzimmer vorhanden ist. Unser Liebling will uns sehen, uns riechen und hören. Das wirkt sich beruhigend auf ihn aus. Packen Sie dazu in sein Körbchen noch ein getragenes, ausgedientes Sweatshirt hinein und Ihr Liebling genießt zufrieden seine Ruhemomente an seinem neuen Platz.

Die Rangordnung zu Hause spielt bei der Hundeerziehung eine Rolle

Hund auf dem Teppich

Wer in einem Tierpark mal ausgiebig ein Wolfsrudel beobachtet, stellt fest, dass das Alphatier auf einer erhöhten Position sitzt und die anderen Tiere sich je nach Rangordnung anderswo aufhalten. Das ranghöchste Tier sind zu Hause Sie. Ihr Hund steht in der Rangfolge des Rudels unter Ihnen. Also steht ihm der Platz auf dem Sofa nicht zu. Das gilt natürlich auch für das Bett: Viele Hundefreunde sind der Ansicht, dass der Hund darin nichts verloren hat. Daher gilt es dem Vierbeiner das Bespringen des Sofas oder des Bettes auszutreiben. Am besten natürlich spielerisch. Dazu gehört in der Folgezeit auch eine gehörige Portion Konsequenz. Wer dennoch den Hund ab und zu auf das Sofa lässt, wird einen Kontrollverlust erleiden. Der Hund ist verunsichert und beginnt, über seine Rolle im Rudel nachzudenken. Das kann dann schnell wieder zu Machtkämpfen führen.

 

Wie viel Aufwand wollen Sie betreiben?

Nicht wenige Hundehalter lassen sich eine Menge einfallen, um den Hund vom Sofa fernzuhalten. Einige nutzen ein Kindergitter an der Wohnzimmertür, andere wiederum stellen vor dem Zubettgehen oder vor der Arbeit sämtliche Stühle vom Esstisch vor das Sofa. Die Frage ist nur: Ist es sinnvoll, sich jeden Tag einen solchen Aufwand zu machen oder direkt in die Erziehung einzugreifen? Vom Wesen aus sind Hunde schließlich lernfähige Tiere. Wenn sie ihren Platz im Familienrudel akzeptiert haben, sollte es eigentlich kein Problem sein, mit ein bisschen Geduld den Hund vom Sofa fernzuhalten. Vor allem bei jungen Hunden oder Welpen, die in der Hundeschule sind, ist jetzt eigentlich der beste Zeitpunkt, diese Schritte der Erziehung direkt mit einzuüben. Ausgiebiges Training ist also unverzichtbar.

Probieren Sie dabei einfach mal die folgenden Dinge aus:

  • Locken Sie Ihren Hund mit einem tollen Spielzeug oder einem Leckerchen herunter.
  • Tun Sie so, als wenn Sie auf dem Boden etwas suchen. Das macht Ihren Hund neugierig und lockt ihn vom Sofa weg.
  • Rufen Sie von einem anderen Raum aus Ihren Hund zu sich. Wenn er Sie nicht sehen kann, weckt das ebenfalls seine Neugier.

Die Niederlage kaschieren

Es gibt auch Hunde, die einen längeren Atem beweisen oder ihre Herrchen und Frauchen zu schnell resignieren. Auch mit den unterschiedlichsten Methoden ist der Hund nicht vom Sofa herunter zu bekommen. Da hilft eines: Wenn Sie arbeiten oder schlafen gehen, kommt auf das Sofa ein unempfindlicher Überzug. Der trägt wenigstes dazu bei, dass das Sofa nicht voller Hundehaare ist. Wenn Sie nach Hause kommen, müssen Sie, sobald Sie auf dem Sofa Platz nehmen, Ihren Hund energisch dort entfernen oder weglocken, Dann nutzen Sie den Moment und machen sich dort so breit wie möglich machen. Aber Achtung: Mal eben zwischendurch in die Küche und ein Häppchen holen ist nicht. Was meinen Sie, wie schnell Ihr Liebling sich auf der Couch wieder ausbreitet. Weggegangen, Platz vergangen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar:
Name:
E-Mail-Adresse: