eKomi-Siegel
4.8 / 5

Du befindest dich hier:
  1. Startseite
  2. Blog
  3. Bellen abgewöhnen
 
BlogHundKatzePferd

Bellen abgewöhnen: mit Hundeerziehung und Strategie

Dem Hund das Bellen abgewöhnen ist nicht immer leicht - mit Hundeerziehung und der richtigen Strategie gelangst du jedoch zu einem ruhigeren Hund. Nervtötendes Kläffen, Heulen oder Bellen kann für alle Beteiligten sehr anstrengend sein. In den eigenen vier Wänden steigt nicht nur dein eigenes Stresspotenzial, auch Nachbarn, Freunde oder Spaziergänger reagieren mit Unverständnis auf das dauernde Gebell deines Vierbeiners. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, warum dein Hund überhaupt bellt, bevor du ihm das übertriebene und unnötige Bellen abgewöhnen kannst.

bellender Hund

Fakt ist, je gestresster der Mensch, desto gestresster der Hund. Deshalb ist es wichtig, dass du Ruhe bewahrst und dir geeignete Strategien überlegst – oder im Hundetraining erlernst – die zu dem Ziel führen, das übermäßige Bellen einzudämmen.

Bellen abgewöhnen: Mein Hund bellt ständig - was sind die Gründe?

Dein Hund bellt ständig und du fragst dich: Was sind die Gründe? Dem Hund das Bellen abzugewöhnen ist oft leichter gesagt als getan. In erster Linie ist es wichtig, das Bellen bei deinem Vierbeiner zu verstehen, bevor du es ihm abgewöhnen kannst.

Zunächst einmal gehört Bellen zum Hundsein dazu, auch wenn die Entstehung des Bellens nicht abschließend belegt ist. Es wird vermutet, dass Hunde erst bellen, seit der Mensch sie domestiziert hat - aber das spielt hier keine Rolle.

Die selbstbelohnende Wirkung auf den Hund ist das größte Problem. Hat er erst einmal gelernt, dass monotones Dauerbellen Glückshormone ausschüttet, hast du es schwer, das Verhalten bei ihm zuverlässig zu verändern. Bellen ist zudem ein Ausdruck von Gefühlen sowie ein Indikator für einen Erregungszustand des Vierbeiners. Je nach Rasse und individuellem Verhalten unterscheiden sich die Klangformen je nach Gemütslage:

  • Freude: tonales oder klingendes Bellen
  • Unmut und Bedrohung: atonales und geräuschhaftes Bellen
  • Überforderung: monotones Dauerbellen

Die Ursachen für das ständige Bellen sind unterschiedlicher Art. Häufig sind Langeweile deines Hundes oder mangelnde Aufmerksamkeit der Auslöser. Auch wenn der Vierbeiner nicht ausgelastet ist und zu wenig Bewegung bekommt, kann er das unerwünschte Verhalten an den Tag legen. Auch Angst und Unsicherheit werden ebenso als Grund in Betracht gezogen. Eine Art „aufspielen“ mit lautem Gebell ist auch beim Schutzinstinkt die Folge. Ein Klingeln an der Tür kann schon ein Bellkonzert auslösen. Dem Hund das Bellen abgewöhnen, kannst du am besten, wenn er noch Welpe ist.

Forderndes Hundegebell richtig deuten

Erziehung eines bellenden Hundes

Bellen heißt für uns oft, dass wir von unserem Vierbeiner angesprochen werden und er etwas möchte. Doch von Grund auf dient das Bellen nicht dazu, dich als Halter um Leckerchen anzubetteln. Oftmals trainieren wir es unserem vierbeinigen Liebling leider falsch an. Der Hund bellt und wir versuchen, ihn mit einem Leckerchen zu bestechen. Leider denkt unser Hund nun, er muss bellen, um ein Leckerli zu erhalten - und schon nimmt das Unheil seinen Lauf.

Das Bellen einfach nur zu unterbinden oder zu ignorieren ist ebenfalls keine Lösung. Viel wichtiger ist es zu verstehen, was dein Hund durch sein Bellen fordert. In bestimmten Situationen hilft es sogar, das Kläffen zu belohnen, auch wenn es sich falsch anfühlt – es kommt eben auf das „Warum“ an. Um Stress bei deinem Vierbeiner abzubauen, kann ein kleines Leckerli ein wichtiger Verbündeter sein - zum Beispiel, damit sich dein Hund beim Knochenkauen beruhigt. Merk dir aber: Immer erst den „Brand“, also den Auslöser, löschen. Erst wenn kein Stress mehr ausgelöst wird, dann erst wird belohnt.

Das folgende Bellverhalten solltest du gezielt unterbrechen:

  • Bellen mit auf dich gerichtetem Blick und abwechselnder Aufstellung der Ohren mit gleichzeitig erhobener Rute
  • Bei jeder deiner Reaktion auf das Bellen erfolgt plötzlich erwartungsvolle Stille
  • Anbellen eines anderen Reizes, woraufhin erwartungsvolle Stille und ein Blick auf die Futtertasche folgen

Bei einem Hundetraining lernst du, dich richtig zu verhalten und auf deinen Vierbeiner in solchen Situationen einzugehen.

Mit gezieltem Hundetraining dem Hund das Bellen abgewöhnen

Mit viel Geduld kannst du lernen, das Hundegebell zu stoppen. Wer es sich nicht alleine zutraut, der kommt mit gezieltem Hundetraining und etwas Geduld zum Erfolg. Gutes Training beginnt noch vor der Explosion. Umso früher du versuchst, die Ursachen für häufiges Bellen zu erkennen und diesen gezielt entgegenzuwirken, desto besser.

In der Regel gilt bei lautstarkem Gebell oder Geheule: Erst wenn du gelernt hast, das Bellen mit gezielten Werkzeugen zu unterbrechen und die Anspannung zu lösen, kann auch der Vierbeiner lernen, nicht mehr gestresst zu reagieren und sich für ein anderes Verhalten zu entscheiden.

Tipp: Durch Förderung der Konzentration dem Dauergebell entgegenwirken

Ablenkung schaffst du durch das Fördern der Konzentration - auch „Target-Training“ genannt. Dabei lernt deine Fellnase auf Mauern, Baumstämmen und über Steine zu balancieren - das lenkt ab und es bleibt keine Zeit zum Bellen. Die gezielte Überwindung von Hindernissen, zum Beispiel Treppen steigen oder das Tragen von Gegenständen, ist ein weiteres Element zur Konzentrationsförderung bei Hunden. Als erfahrener Hundehalter kannst du Bellen und Stillsein auf Signal mit ihm üben. Oft wird das Bellen in der Trainingssituation durch eine vorangegangene Über- oder Unterforderung zunächst verschärft. Dann müssen andere Trainingsziele und ein neuer Trainingsplan her.

Für den täglichen Umgang mit ständigem Gebell kannst du dir Folgendes merken:

  1. Streicheln und massieren wirkt beruhigend auf deine Fellnase. Jeder Vierbeiner hat individuelle Genießerpunkte, die ihm besonders gut tun. Die solltest du kennen.
  2. In stressigen Situationen hilft es, einen klaren Kopf zu behalten und positiv zu reagieren, weil sich deine Emotionen automatisch auf deinen Hund übertragen.
  3. Auspowern ist das A und O - Spazieren, Toben, Spielen helfen dabei, die Energie umzuleiten. Dabei wirken ständig neue Eindrücke auf ihn, die er verarbeiten muss. Der Kontakt zu anderen Vierbeinern verspricht Abwechslung und reduziert seine Unsicherheit und Angst, die ausschlaggebend für das Gekläffe sein kann.

Mit kleinen Schritten erarbeitest du dir so gemeinsam mit der Fellnase das große Ziel. Es dauert nun mal, Gewohnheiten zu durchbrechen – hab Geduld, dann kannst du deinem Hund ganz bestimmt das Bellen abgewöhnen.