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Baupfusch - wenn der Hausbau zur Herausforderung wird

Zugemauerter Eingang

Um sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, bedarf es für jeden Bauherren einer gewissen Vorarbeit: Grundstückssuche, Baufinanzierung und -planung, Material, Bauablauf, um nur einige Punkte aufzuzählen.

Geht der Bau dann endlich los, kann es passieren, dass bei der Errichtung des Hauses gravierende Mängel auftreten. Hier sprechen wir vom Pfusch am Bau.

Was ist Baupfusch?

Zwischen „Baumangel“ und „Baupfusch“ müssen wir klar unterscheiden. Baumängel sind, anders als der Baupfusch, nicht auf ein fahrlässiges Verhalten der Verantwortlichen zurückzuführen. Ein Gebäude gilt als frei von fahrlässigem Baupfusch und unbewussten Baumängeln, wenn es zuvor vereinbarte Beschaffenheit aufweist.

Was ist aber, wenn die Abdichtung von Keller und Fundament mangelhaft ist und somit dauerhaft Feuchtigkeit ins Gebäude eindringen kann? Hier ist guter Rat gefragt.

Sollte sich tatsächlich ein Baupfusch herauskristallisieren, den ein Handwerker, Architekt oder der Bauträger zu verantworten hat, empfiehlt sich professionelle Hilfe. Sie können einen sogenannten Baubegleiter (Sachverständiger) verpflichten. Dieser begleitet Sie durch die einzelnen Phasen des Baus von Beginn an. Seine Arbeit ist erst mit der Schlussabnahme beendet.

Weitere Anlaufstellen bieten die Verbraucherzentralen, welche Informationen zum richtigen Umgang mit Architekten, Baufirmen und Co. bieten.

Die 4 häufigsten Baumängel haben wir Ihnen einmal zusammengefasst:

  1. Große Risse im Mauerwerk sind ein starkes Indiz dafür, dass die Baufirma mangelhaft gearbeitet hat.
    Hier ist die Statik des Gebäudes massiv gefährdet.
  2. Der nicht fachgerechte Einsatz von Baustoffen passiert immer wieder und gehört somit in die Top 5 der häufigsten Baumängel. Wird zum Beispiel der Mörtel nicht richtig angesetzt, wird er nicht richtig fest. Oder es werden Fugen statt mit Mörtel mit Bauschaum verschlossen. Hier ist die Stabilität der Mauer nicht mehr gegeben.
  3. Keller undicht - Hier gibt es mehrere Ursachen für eine unsachgemäße Ausführung. Darunter fallen Planungs- und Materialfehler. Des weiteren wurden Schweißbahnen zur Abdichtung nicht fachgerecht verbaut oder beim Bau des Kellers wurde schlichtweg gepfuscht.
  4. Die Wärmedämmung wird schlecht verarbeitet - leider keine Seltenheit auf deutschen Baustellen. Sie wird nicht lückenlos und auf Stoß eingebaut, Abluftleitungen werden im Dämmmaterial eingequetscht und die Dampfbremsfolien werden nur überlappt, statt fachmännisch verklebt.

Alle Beispiele zum Baupfusch sind nicht nur für den Bauherren ärgerlich, sie kosten zusätzlich viel Geld, Zeit und Nerven. Eine Folge kann der Stillstand des Bauvorhabens sein oder die Nichtbewohnbarkeit des Hauses.

Diese und weitere Mängel, die immer wieder auftreten, sind auf mangelhafte Qualifikationen der ausführenden Handwerker zurückzuführen. Preis- und Zeitdruck sowie die neu zu verbauenden Techniken tun ihr Übriges.

Die Lösung:

  • Verpflichten Sie einen Sachverständigen, der in Ihrem Auftrag die Baustelle und die ausführenden Arbeiten überwacht. Das spart Ihnen nicht nur Ärger, sondern auch viel Geld.
  • Vereinbaren Sie vertraglich mit Ihrem Bauleiter die Führung eines Bautagebuches. Dieses dient als wichtiges Beweismittel, wenn am Bau mal etwas schief geht.

Auch nach einer Bauabnahme besteht die Möglichkeit, Baumängel und Pfusch kostenlos ausbessern zu lassen. Setzen Sie dem Handwerksbetrieb schriftlich eine Frist zur Beseitigung des Schadens.

Mit unseren Ratschlägen steht dem Traum von den eigenen vier Wänden nichts mehr im Wege.

Kommentare

Am 29.12.2018 schrieb Bauprojektmanagement fan

Allein das ist ein Grund, warum man vielleicht das Bauprojektmangement einem Partner überlassen sollte der sich auskennt. So können Fehler leichter gefunden und auch gleich beim Verantwortlichen beanstandet werden.

antworten
Am 03.01.2019 schrieb Manfred Weiblen

Guten Morgen und alles Gute im neuen Jahr.

Auch wir sind der Ansicht, dass eine fachliche Begleitung bei einem Bauvorhaben sinnvoll ist. Denn ein Neubau kostet nun einmal mehrere Hunderttausend Euro und damit ist eine Hypothekenbelastung von zwanzig bis dreißig Jahren gegeben. Schlimm, wenn dann in der Bauphase Fehler passieren, die den Traum vom eigenen Haus zunichte machen. Dann ist in der Regel auch die eigene finanzielle Basis zerstört.

Viele Grüße

Manfred vom vergleichen-und-sparen.de-Team

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