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Bärenklau - Hochgiftig für Mensch und Tier

giftiges Bärenklau

Bärenklau - schon der Name lässt vielen Menschen einen Schauer über den Rücken laufen. Diese an sich schöne und beeindruckende Pflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, ist für Mensch und Tier extrem gefährlich. Warum das so ist, möchten wir heute hier zeigen.

Bärenklau - wie kam er zu uns?

1815 schenkte der russische Zar Alexander I. dem Fürsten Metternich Samen dieser Pflanze. Sie wurde besonders als Zierpflanze geschätzt. Man züchtete sie sogar in speziellen Gewächshäusern und brachte ihre Samen in der freien Natur aus.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete man den Bärenklau weiter, um Imkern für ihre Bienen Blüten zu bieten. Heute ist die absichtliche Aussaat vom Bärenklau durch das Bundesnaturschutzgesetz genehmigungspflichtig.

Die riesige Schönheit

Der Bärenklau wird allgemein als optisch schöne Pflanze angesehen. Sie bildet in den Sommermonaten prächtige und massive weiße Blütendolden aus, die weithin sichtbar sind.

Auch ihre Größe ist sehr beeindruckend, die bisher größte und im Guinness-Buch der Rekorde eingetragene Pflanze erreichte eine Höhe von 3,65 Metern. Ihre Blätter sind ebenfalls wahrlich riesig, normalerweise messen sie 1 Meter, können aber bis zu 3 Meter lang werden. Sie nimmt also, wenn sie ungestört wachsen kann, viel Platz ein.

Die Verbreitung

Der Bärenklau bildet eine große Menge Samen aus, die auch schwimmfähig sind. Daher kann man besonders an Flüssen und Kanälen auf diese Pflanze treffen.

Wenn die Samen reif sind, fallen sie zu Boden oder ins Wasser. Dort keimen sie im nächsten Jahr oder schwimmen so lange auf dem Wasser, bis sie an das Ufer getrieben werden.

Das Problem Bärenklau

Trotz aller Schönheit stellt der Bärenklau ein gravierendes Problem in unseren Breiten dar. Er wird als invasive Art eingestuft. Das heißt nichts anderes, als dass diese Pflanze bei uns nicht heimisch ist und eingeschleppt wurde.

Aufgrund ihrer starken Vermehrung macht sie sich schneller als gewünscht bei uns breit. Ihre Bekämpfung ist daher sehr schwierig, nicht zuletzt wegen der Wurzeln, die schwer zu beseitigen sind.

Doch die wohl wirksamste Abwehr der Pflanze gegen (Fress)Feinde ist ihr Gift. Sie bildet an ihrer Oberfläche (Stängel oder Blätter) eine Substanz, die so genannte Fumocumarine enthält, aus.

Diese Substanz reagiert mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts und löst auf der Haut bei Mensch und Tier verbrennungsähnliche Verletzungen (durch die in der Reaktion mit dem Sonnenlicht entstandenen Furane) hervor. Es bilden sich Blasen, die tagelang auf der Haut bleiben und Narben hinterlassen können, die einer Verbrennung durch Feuer ähneln.

Daher ist die Bekämpfung der Pflanze auch so schwierig, ohne entsprechende Schutzkleidung darf man sie auf keinen Fall anfassen! Und selbst mit Schutzbekleidung sollte man diese nach Kontakt mit der Pflanze entsorgen!

Solltet ihr oder euer Hund doch einmal mit der Pflanze in freier Natur in Berührung kommen, so ist es unbedingt notwendig, die betroffene Hautstelle sofort vor Sonnenlicht zu schützen! Am besten mit einer Jacke oder anderem Stoff abdecken. Spült die betroffene Hautstelle schnell mit Wasser und Seife ab. Anschließend müsst ihr sofort einen Arzt oder Tierarzt aufsuchen!

Bärenklau weiträumig meiden!

Besonders bei hohen Temperaturen im Sommer kann die giftige Substanz des Bärenklaus verdampfen und in der Nähe der Pflanze die Luft erfüllen. Atmet man dies dann ein, kann es zu Atemnot bis zu einer akuten Bronchitis kommen.

Wenn man diese Pflanze sieht, sollte man einfach einen großen Bogen mitsamt Hund darum machen!

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