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Auf welche Dinge müssen Sie bei der Hausratversicherung achten?

Hand mit Haus

Die meisten Haushalte in Deutschland verfügen über eine Hausratversicherung - immerhin rund drei Viertel der Bevölkerung sichert sich so gegen mögliche Schäden ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Mieter oder Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung sind.

Die Hausratversicherung leistet bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. Ihr kompletter Hausrat ist versichert, also Möbel, Einrichtungsgegenstände, Kleidung, Nahrung usw. Die Erstattung im Schadensfall erfolgt immer zum Wiederbeschaffungswert, nicht nur in Ihrer eigenen Wohnung, sondern auch im Urlaub, also im Hotel und in der Ferienwohnung.

Wie berechnen Sie den Versicherungswert Ihres Hausrates?

Der Versicherungswert der Hausratversicherung ist die Grundlage für die Zahlung im Schadensfall. Tritt der Schadensfall ein, leistet Ihre Hausratversicherung Ersatz zum Neuwert für beschädigte, zerstörte oder abhanden gekommene Gegenstände. Wenn also durch einen Zimmerbrand das Wohnzimmer neu eingerichtet werden muss, so geschieht das zum Wiederbeschaffungswert der zerstörten Möbel und Einrichtungsgegenstände, unabhängig davon, ob dieser höher ist als vor einigen Jahren.

Als Basis für die Versicherungssumme können Sie die Fläche Ihrer Wohnung zugrunde legen. Hier vereinbaren die Versicherer standardgemäß eine Versicherungssumme von 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit ist Ihr Hausrat im normalen Rahmen in der Hausratversicherung abgedeckt. Das mag auf den ersten Blick recht großzügig sein, aber Sie müssen dabei eines auf alle Fälle beachten: Die Hausratversicherung leistet ja nicht nur für Ihre Möbel, sondern für alle Dinge, die zu Ihrem Hausrat gehören. Das fängt an bei der Socke im Wäscheschrank bis hin zur Müslipackung in der Küche – das zählt alles zum Hausrat. Denken Sie daran, bevor Sie Ihre Hausratversicherung zu niedrig ansetzen.

Wenn Sie dennoch eine niedrige Versicherungssumme beanspruchen möchte, müssen Sie das mit der Hausratversicherung regeln. Sie müssen bestätigen, dass Ihr Hausrat tatsächlich einen Wert hat, der deutlich unter den Durchschnittssummen liegt. Wenn die Versicherungssumme zu niedrig gewählt wurde, besteht im Schadensfall Unterversicherung. Die Differenz zur regulären Versicherungssumme wird dann im Schadensfall noch einmal zum Abzug gebracht. So kann es sein, dass plötzlich nur noch die Hälfte der benötigten Mittel aus der Hausratversicherung zur Verfügung steht. Am falschen Ende sparen lohnt sich also im Ernstfall nicht. Es macht also wenig Sinn, eine 100-Quadratmeter-Wohnung mit einer Summe von 10.000 Euro abzusichern. Damit ist Ihnen im Schadensfall absolut nicht geholfen.

Was müssen Sie bei einem Umzug beachten?

Beim Wohnungswechsel müssen Sie wichtige Dinge zu beachten. Grundsätzlich ist der Wechsel der Wohnung spätestens mit dem Einzug der Hausratversicherung unter Angabe der neuen Wohnfläche mitzuteilen. Im Regelfall dauert ein Übergang mehrere Wochen, bedingt durch Renovierung und Umzug selber. Dafür besteht beim Übergang ein genereller Versicherungsschutz für die beiden Wohnungen für einen Zeitraum von zwei Monaten. Allein die neue Wohnung löst noch kein Sonderkündigungsrecht aus. Schließlich ist die Hausratversicherung ja für Ihren Hausrat - und der bleibt ja in der Regel trotz Umzug weiterhin vorhanden. Wenn Sie also der Meinung sind, dass Ihre Hausratversicherung zu teuer ist, müssen Sie leider noch bis zur nächsten Fälligkeit warten und dann unter Einhaltung der Kündigungsfristen den Vertrag kündigen.

Zusammenzug und Trennung

Oftmals werden beim Bezug einer gemeinsamen Wohnung die Gegenstände des Hausrates zusammengelegt, vorher bestand für jeden Hausrat eine eigene Versicherung. Es macht natürlich wenig Sinn, wenn Sie beide Hausratversicherungen behalten. Daher können Sie die jüngere der beiden Versicherungen kündigen – die ältere Hausratversicherung bleibt bestehen.

Es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall: Hin und wieder kommt es bei Paaren und Eheleuten zur Trennung und Auflösung einer gemeinsamen Wohnung. Hier kommt es darauf an, wer Versicherungsnehmer ist. Läuft die Hausratversicherung auf den Namen der Person, die in der Wohnung bleibt, ändert sich nicht. Derjenige, der auszieht, benötigt eine neue Hausratversicherung. Nimmt die Person, die die Wohnung verlässt, die Hausratversicherung quasi mit, weil sie auf ihren Namen läuft, dann muss der verbleibende Wohnungsbesitzer eine neue Versicherung abschließen.

Wann haben Sie zuletzt Ihre Hausratversicherung überprüft?

Einmal abgeschlossen und dann wandert die Police in den Schrank zu den anderen Versicherungsunterlagen. Wann haben Sie dort zum letzten Mal hineingeschaut? Haben Sie sich in den letzten Jahren von der Einrichtung verändert, so dass diese einen höheren Wert hat? Ist Ihre Hausratversicherung überhaupt noch aktuell?

In den letzten Jahren hat sich schon eine Menge getan: Viele zusätzliche Leistungen wurden in den Umfang der Hausratversicherung mit aufgenommen. Dabei sind die Beiträge nicht wirklich teurer geworden. Im Gegenteil, manche Versicherer haben für neue Kunden durchaus günstige Angebote, ohne dass Sie Einschnitte bei den Leistungen hinnehmen müssen. So sind beispielsweise Gartenmöbel oder Terrassenpavillons gegen Sturmschäden geschützt. Weiterhin werden mittlerweile auch Schäden in voller Höhe versichert, die Sie selber durch grob fahrlässiges Verhalten ausgelöst haben. Ein wichtiger Aspekt übrigens, denn im Schadensfall kann Ihre Hausratversicherung bei älteren Bedingungen die Schadensersatzleistung ganz erheblich kürzen. Das hängt davon ab, wie schwer Ihr Verschulden war. Eine vergessene Kerze, die einen Wohnungsbrand auslöst, kann da schon fatale Folgen haben. Hier bleiben Sie unter Umständen auf der Hälfte Ihres Schadens sitzen.