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Ängstliche Katzen: So nimmst du deiner Katze die Angst

Dein VS.Katzen-Blog: Katze hat Angst - was kannst du tun?

Deine Katze ist schüchtern und reagieren in bestimmten Situationen ängstlich? Die Katze hat Angst? Zum Problem wird es allerdings, wenn die Angst deiner Katze kein Ende nimmt. Denn dann leidet sie unter ständigem Stress. Ein Zustand, der weder für dich noch für deine Samtpfote auf Dauer ertragbar ist. Wir verraten dir daher, wie du deine Katze von der Angst befreist.

Woran erkenne ich eine ängstliche Katze?

Deine Mieze teilt dir ihre Angst über ihre Körpersprache mit.
Eine verängstigte Katze

  • reißt ihre Augen ganz weit auf,
  • hat geweitete Pupillen,
  • sträubt ihr Fell und macht einen Katzenbuckel,
  • faucht, spuckt oder schlägt möglicherweise nach dem Objekt ihrer Angst und weicht gleichzeitig davor zurück,
  • klemmt ihren Schwanz unter ihren Körper oder peitscht mit ihm wild hin und her,
  • klappt ihre Ohren ab, sodass diese flach an ihrem Kopf liegen. Sie neigt den Kopf nach unten und schaut nach oben,
  • ergreift die Flucht und versteckt sich. Gibt es keine Fluchtmöglichkeit, bleibt sie starr stehen und duckt sich.

Warum ist meine Katze ängstlich?

Latze versteckt sich

Die Angst einer Katze hat viele Facetten. Nicht immer reagieren sie direkt panisch, manchmal sind sie auch nur unsicher und beobachten das Unbekannte bzw. die mögliche Bedrohung lieber zunächst aus der Ferne. Oftmals sind es laute Geräusche oder fremde Personen, die Ihrer Samtpfote größere Angst machen. Eigentlich ein vollkommen normales Verhalten, schließlich dient Angst in der Natur dem Überleben. Und woher soll deine Miezekatze auch wissen, dass das übermütige Kindergeschrei deiner Nichte oder die lauten Geräusche des neuen Staubsaugers nicht lebensbedrohlich sind?

Manchmal ist es jedoch auch gar nicht so einfach, den Auslöser der Angst ausfindig zu machen. Bei der Ursachenforschung solltest du dich daher immer fragen: Hat meine Katze möglicherweise wiederholt negative Erfahrungen gemacht? Und wenn ja, welche?

VS.-Tipp: Negative Erfahrungen als Angstauslöser

Aus Fehlern und schlechten Erfahrungen lernen wir. Dasselbe gilt auch für Katzen. Immerhin überleben sie nur, wenn sie Gefahren erkennen und vermeiden. Hat deine Samtpfote in der Vergangenheit also wiederholt negative Erfahrungen gemacht, wird sie in vielen Situationen verstärkt von ihrem Überlebensinstinkt geleitet und reagiert mitunter sehr panisch.

Zu den häufigsten Angstauslösern durch negative Erfahrungen gehören:

  • wiederholtes Fehlverhalten von Menschen. Immer wieder werden Katzen von Zweibeinern gequält. Um dieses Trauma zu überwinden, brauchen sie Zeit und einen Katzenfreund mit viel Geduld an ihrer Seite.
  • die Transportbox. Ob Straßenkatze, Freigänger oder Stubentiger - kaum eine Mieze fühlt sich in der kleinen Kiste wohl. Dabei verkriechen sie sich sonst eigentlich gerne in Kisten. Höhlen und Co. dienen ihnen häufig sogar als Rückzugsort. Die Transportbox ist für sie jedoch das genaue Gegenteil, denn sie ist mobil. In ihr bringen wir unsere Katzen mit dem Auto in eine neue Wohnung oder noch schlimmer zum Tierarzt. Das stresst die meisten Samtpfoten ungemein.
  • die Tierarztpraxis - für viele ein Ort des Schreckens. Die meisten Katzen, die unbedingt aus der Transportbox entkommen wollen, verkriechen sich spätestens im Wartezimmer des Tierarztes in die hinterste Ecke der Kiste. All die unbekannten Gerüche und die komischen Geräusche wie das laute Hundehecheln sind einfach zu viel. Doch ganz egal, wie sehr sie sich auch in die Ecke kauern, es greift trotzdem eine fremde Hand in die Box, packt sie am Nacken und zerrt sie auf einen kalten Tisch. Dort stehen dann meist mehre unbekannte Menschen um die Katzen herum, halten sie fest, fassen sie am ga nzen Körper an und geben ihnen möglicherweise sogar eine Spritze.

Weitere Angstauslöser, wenn die Katze Angst hat

Neben schlechten Erfahrungen gibt es natürlich auch andere Situationen, die bei Samtpfoten Angst hervorrufen. Viele Katzen reagieren ängstlich, wenn

  • sie ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen sind. Vielleicht hast du ja eine Samtpfote aus dem Tierheim adoptiert, die zuvor mit ihrer Mutter auf der Straße gelebt hat. War die Katzenmutter Menschen gegenüber sehr misstrauisch, dann hat sich Ihr Kätzchen dieses Verhalten während ihrer Prägungsphase mit großer Wahrscheinlichkeit abgeguckt.
  • sie aus ihrer Routine gerissen werden. Bestimmt hast du bemerkt, dass deine Mieze nicht gerade begeistert ist, wenn du deine Möbel umstellst, renovierst oder neue Möbel kaufst.
  • plötzlich fremde Tiere oder Personen in ihr Territorium eindringen. Seien wir einmal ehrlich, die meisten Samtpfoten mögen es nicht, wenn „ihr Personal“ Besuch bekommt. Dieser wird von ihnen häufig zunächst ignoriert oder misstrauisch beäugt. Sind dann auch noch kreischende Kleinkinder oder aufdringliche Hunde mit von der Partie, ziehen sie sich häufig komplett zurück. Hier gilt für dich und deinen Besuch: Bedränge deine Katze nicht!
  • wir Menschen mit ihnen umziehen. Erst werden nach und nach alle Möbel, Katzenspielzeuge und Kratzgelegenheiten aus der Wohnung geschafft und im Anschluss setzen wir unsere Miezen in eine vollkommen unbekannte Umgebung. Dort müssen sie sich dann erst einmal zurechtfinden und das Katzenklo sowie einen neuen Rückzugsort suchen.
  • sie fremde und vor allem laute Geräusche vernehmen. Staubsauger, Mixer, Feuerwerk, Schützenzüge sowie eigentlich alles Laute, das sie nicht einordnen können, verbinden Samtpfoten zunächst einmal mit Gefahr. Kein Wunder, immerhin ist ihr Gehör dreimal besser als das von uns Menschen.

Die Katze hat Angst - wie reagiere ich richtig?

Einige Tipps aus unserer VS. - Redaktion:

Hast du eine scheue Katze in Ihre Familie aufgenommen, brauchst du vor allem eins: Geduld. Ängstliche Katzen solltest du niemals zu ihrem Glück zwingen. Und dennoch gibt es einige Tricks, mit denen du deiner Samtpfote Schritt für Schritt etwas von ihrer Angst nehmen kannst.

Katze hat Angst und buckelt

Tipp 1: Finde den oder die Angstauslöser
Sobald du in Erfahrung gebracht hast, was deiner Katze Angst macht, solltest du solche angstauslösenden Situationen so gut es eben geht vermeiden. Das heißt jedoch nicht, dass du auf regelmäßige Tierarztbesuche verzichten solltest, nur weil deine Katze Angst vor der Transportbox und dem Veterinär hat.

Tipp 2: Lasse deiner Samtpfote Zeit
Scheue Katzen suchen sich meist einen Rückzugsort. Manche kauern sich hoch oben auf einen Kleiderschrank im Schlafzimmer, andere verstecken sich hinter einem Schreibtisch oder unter dem Sofa. Wir Menschen versuchen dann häufig, sie mit Leckereien und netten Worten aus ihrem Versteck hervorzulocken. Doch mit diesem Verhalten stresst du eine verängstigte Katze nur umso mehr. Lasse deine Samtpfote lieber in Ruhe, oft kommt sie nach einiger Zeit selbst aus ihrem Versteck hervor. Und auch dann gilt: Mache keine hektischen Bewegungen, warte, bis deine verunsicherte Mieze den größten Schrecken überwunden hat und von sich aus auf dich zukommt.

Gut zu wissen:Vor allem in einem neuen Zuhause kann es manchmal mehrere Tage dauern, bis sich eine scheue Katze aus Ihrem Versteck traut. Stelle daher das Futter in die Nähe ihrer Zuflucht. Aber auf keinen Fall direkt vor die Nase der Katze. Häufig kommen ängstliche Miezen nachts, wenn es ruhiger ist, aus ihrem Versteck hervor und fressen. Stellst du das Futter dagegen zu ihr auf den Schrank oder unter das Sofa, nimmst du ihr einen Anreiz, das Versteck zu verlassen.

Tipp 3: Helfe mit Katzenpheromonen nach
Bestimmte Duftstoffe geben Ihrem Stubentiger ein Gefühl von Geborgenheit. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile Pheromon-Zerstäuber für die Steckdose. Auf viele Katzen haben diese synthetisch hergestellten Glückspheromone eine beruhigende Wirkung.

Tipp 4: Stärke die Bindung zu deiner Katze
Mit gemeinsamen Spieleinheiten und Kuschelabenden sorgst du für mehr Vertrauen. Kuschelabende sind jedoch nur eine Option, wenn deine Mieze zum Schmusen bereit ist. Lasse deine Samtpfote die Art des Körperkontaktes wählen. Sei behutsam und auf keinen Fall zu aufdringlich, denn nicht jede Katze ist ein Schmusetiger. Die Katze hat weniger Angst.

Tipp 5: Deute die Körpersprache deiner Katze richtig
Wer die Körpersprache und das Verhalten seiner Samtpfote ständig missdeutet, der verliert auf Dauer ihr Vertrauen. Ignoriere die Warnzeichen also nicht, denn auch bei Katzen heißt Nein nun einmal Nein.

Tipp 6: Gewöhne deinen Stubentiger an die Transportbox
Richte die Box gemütlich mit einer Decke oder einem weichen Kissen her und lassen Sie die Tür offen. Und zwar am besten noch bevor er zu viele negative Erfahrungen mit der Kiste gemacht hat. Mit etwas Glück nutzt deine Katze die Box als einen ihrer Rückzugsorte. Doch selbst wenn nicht, hat sie zumindest deutlich weniger Angst vor ihr. Immerhin ist sie dann nicht nur dieses unheimliche Ding aus dem Schrank, in das sie alle paar Monate gesperrt wird.

VS. - Extra-Tipp: Aus Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, eine scheue Katze in die Transportbox zu bekommen. Vor allem bei Miezen, die nicht hochgehoben werden möchten, ist dies ein kleiner Kampf. Alleine habe ich das nie geschafft. Meine Empfehlung lautet daher: Hole dir Hilfe. Locke deine Mieze in das Zimmer mit den wenigsten Versteckmöglichkeiten. Dort packst du deinen verängstigten Liebling. Dein Helfer kommt nun mit der geöffneten Transportbox, die er hochkant hält. Nun musst du deine Katze dort „nur“ noch sanft hineinschieben, ihre Pfoten vom Rand lösen und schnell das Törchen schließen.

Und wenn aus der Angst eine Störung wird?

Schnurrt deine Katze weniger oder gar nicht mehr? Wirkt sie nervöser und schreckhafter als früher? Zieht sie sich immer länger zurück und spielt sie kaum noch? Vernachlässigt sie ihre Fellpflege und uriniert nicht mehr ins Katzenklo? Oder verhält sie sich plötzlich Menschen und Artgenossen gegenüber aggressiv? Dann steht deine Samtpfote vermutlich unter großem Stress. Der Verdacht einer chronischen Angststörung oder Krankheit liegt nahe.

In solch einem Fall, kannst du deiner Katze auch als erfahrener Katzenfreund häufig nicht ohne professionelle Unterstützung helfen. Ziehe daher am besten einen Tierarzt zurate. Mittlerweile gibt es auch viele Tierpsychologen, die sich auf die Behandlung von Katzen mit Angststörungen spezialisiert haben. Ziel der Therapie ist es, die Bindung zwischen dir und deiner Katze zu stärken. Deine Mieze muss wissen, dass sie in bedrohlich wirkenden Situationen auf dich zählen kann. Sobald deine Katze dir genug vertraut, nimmt auch die Angst nach und nach ab.

Die Kosten für die Untersuchungen können je nach Störung schnell in die Höhe springen. Schau mal bei der VS. - Katzenversicherung nach. Hier kannst du auch für deinen Stubentiger vorsorgen und dir die passende Absicherung raussuchen.

Dazu hier ein weiterer, interessanter Artikel aus dem VS.Katzen-Blog: Fellwechsel bei Katzen

Wir freuen uns über Eure Kommentare - schreibt uns. Das VS.-Team hilft euch gerne weiter:

Kommentare

Am 13.02.2019 schrieb Amelie

Danke für diese vielen Tipps! Wir fahren demnächst in den Urlaub und planen unsere beiden Katzen in einer Katzenpension unterzubringen. Wir haben auch überlegt ihnen eine Decke von uns zu Hause mit ins Katzenferienheim zu geben, das beruhigt sie vielleicht etwas. Liebe Grüsse!

antworten
Am 15.02.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Amelie,

wir freuen uns, dass Ihnen unsere Tipps gefallen.

Eine Decke von zu Hause ist wirklich eine gute Idee. Durch den bekannten Geruch sorgt die Decke garantiert dafür, dass sich Ihre beiden Katzen etwas wohler fühlen und in der fremden Umgebung weniger Angst haben.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Urlaub!

Viele Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 07.06.2019 schrieb Erwin Zimmerer

Habe eine sehr tiefe Stimme .Immer wenn ich freundlich auf sie zugehe faucht sie mich an,obwohl sie mir anderweitig zeigt dass sie mich liebt.Warum macht sie das so?Kann es sein das sie vor meiner tiefen Stimme Angst hat. Wie kann ich ihr diese Angst nehmen?

antworten
Am 07.06.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Erwin,

vielen Dank für Ihre Frage. Wirklich schade, dass Sie von Ihrer Katze in manchen Situationen angefaucht werden. Wie genau gehen Sie denn auf Ihre Mieze zu? Reden Sie dabei mit ihr? Vielleicht reicht es dann ja schon, wenn Sie leiser sprechen oder sogar schweigend auf Ihre Katze zugehen. Möglicherweise hat Ihre Katze aber auch aufgrund Ihrer Körperhaltung Angst vor Ihnen. Auf viele Katzen wirkt es bedrohlich, wenn ihnen ein Mensch in die Augen starrt oder sich zu ihnen herunterbeugt. Das sollten Sie also vermeiden. Gehen Sie daher am besten ganz langsam auf sie zu und setzen Sie sich mit einem kleinen Abstand vor ihr auf den Boden. Das minimiert den Größenunterschied. Oder Sie warten, bis Ihre Katze auf dem Katzbaum oder eine andere erhöhte Postion sitzt und versuchen es dann. Generell gilt: Vermeiden Sie hektische Bewegungen, agieren Sie leise und vorsichtig. So wie es eine andere Katze auch tun würde. Wirkt auch das nicht, habe ich noch einen letzten Tipp: Es gibt Miezen, die möchten selbst bestimmen, ob und wann sie von uns Menschen gestreichelt werden. Vielleicht ist Ihre Katze eine von dieser Sorte. Sie sagen ja selbst, dass Sie Ihnen anderweitig ihre Zuneigung zeigt. Geben Sie ihr also einfach Zeit und freuen Sie sich, wenn sie von alleine auf Sie zukommt. Ich wünsche Ihnen viel Glück mit Ihrer Mieze.

Liebe Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 23.06.2019 schrieb Ulrike

Guten Abend, unsere Katze wird im September 1 Jahr alt, wir haben sie uns im Dezember geholt. Sie kam aus einem schwierigen Haushalt. Lucie war uns gegenüber sehr offen, verspielt, freundlich, hört auf Namen. Nun seit neuestem ist sie sehr sehr ängstlich. Sie hat Angst vor dem fussabtreter, Socken u vorallem schuhe:-( sie macht sich ganz lang u streckt eine Pfote ganz langsam aus u guckt ob der Schuh etwas macht. Sie springt dann im hohen Satz drüber weg u rennt in Windeseile in das Zimmer unseres Sohnes. Da ist scheint ihre Höhle zu sein, da ihr das rumliegende dort nicht stört.
Sie wirkt sehr gestresst, frisst kaum noch, hat seit neusten zecken, trotz sehr gutem Mittel. Wenn sie draussen ist dann wirkt sie „normal“. Es ist wirklich sehr eigenartig u direkt anstrengend. Was können wir tun?
Ps: Unsere katze ist ein Zwitter, also hat Hoden u weibliche Geschlechtsorgane. Wir haben sie kastrieren lassen. Lieben dank für ihre Antwort, ulrike

antworten
Am 24.06.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Ulrike,

vielen Dank für Ihre Frage. Für mich klingt es so, als wäre Lucie von einem Tag auf den anderen extrem ängstlich geworden. Möglicherweise gab es vor kurzem einen traumatischen Vorfall, bei dem Fußabtreter, Socken und Schuhe eine Rolle gespielt haben. Vielleicht wurde Sie getreten. Das würde erklären, weshalb ihr diese Dinge plötzlich Angst machen. Da sie draußen normal wirkt, könnten Sie Lucie ja versuchen im Garten oder auf der Terrasse (falls vorhanden) zu füttern. Generell gilt: Lassen Sie ihr Zeit und stärken Sie die Bindung zu Lucie mit Streichel- und Spieleinheiten. Vielleicht fühlt sie sich dann ja schon bald wieder sicher in ihrem Heim. Mit Pheromonen für die Steckdose, könnten Sie es ebenfalls versuchen. Bleibt Lucie weiterhin so ängstlich und gestresst, empfehle ich einen Tierarztbesuch. Vielleicht steckt ja auch eine Krankheit hinter ihrer Verhaltensänderung. Ich wünsche Ihnen und Lucie alles Gute!

Liebe Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 30.06.2019 schrieb Monika

Hallo
Jetzt muss ich auch mal was fragen vielleicht kann mir jemand helfen.
Also wir haben vor 12 Wochen 2 ältere Katzen 10 Jahre aus dem Tierheim geholt. Gesagt wurde das sie ein bisschen mehr Eingewöhnungszeit bräuchten. Angeblich lebten sie „normal „.
Nun wohnen sie seit 12 Wochen unter der Couch und kommen nur Nachts raus wenn alle im Bett sind. Wenn die Katzen meinen das wir nicht da sind kommen sie raus und gehen geduckt und sehr umsichtig. Aber wenn sie uns sehen schwupps sind sie unter der Couch.
Wir gaben schon Feliway, Bachblüten….. nichts hilft. Die benehmen sich wie am ersten Tag nicht im Ansatz eine Verbesserung.
Vielen Danke
Monika

antworten
Am 01.07.2019 schrieb Stephanie Wolke

Liebe Monika,

danke für Ihre Schilderung. Ich kann gut verstehen, dass Sie nach 3 Monaten ungeduldig werden und sich fragen, warum sich das ängstliche Verhalten Ihrer Katzen nicht mal im Ansatz legt.

Damit sich Ihre Samtpfoten in Zukunft angstfrei bei Ihnen bewegen, würde ich an verschiedenen Stellen ansetzen:

1. Unterstützung vom Tierheim
Im Tierheim wurde Ihnen gesagt, dass die beiden länger brauchen werden, um Vertrauen zu fassen. Das ist eine sehr wichtige, aber auch sehr vage Aussage. In knapp 10 Jahren können Ihre Katzen natürlich sehr viel erlebt haben. Welche Informationen haben Sie über Ihre Schützlinge erhalten? Wissen Sie mehr darüber, unter welchen Bedingungen sie gelebt haben? Warum sind sie letztendlich ins Tierheim gekommen?

Natürlich gibt es Fälle (vor allem bei ungekennzeichneten Fundtieren), in denen leider niemand herausfinden kann, welche Vorgeschichte hinter einer verängstigten Katze steckt.

Ob Sie noch Informationen zur Vergangenheit der Katzen in Erfahrung bringen können oder nicht: Ich empfehle Ihnen in jedem Fall, sich erneut an das Tierheim zu wenden und von der anhaltenden Ängstlichkeit Ihrer Katzen zu berichten.

Lassen Sie sich eine Einschätzung geben, wo die Ursachen liegen könnten und haken Sie nach, wie sich die Katzen während Ihrer Zeit im Tierheim gegeben haben. Eine seriöse Tiervermittlung zeigt bei Ihrem Anliegen sofort Einsatz, weil das Wohl der Schützlinge an allererster Stelle steht.

2. Umgebung „beruhigen“
Gehen Sie Ihre aktuelle Wohnsituation durch: Gibt es möglicherweise Bedingungen, mit denen die beiden Katzen tagtäglich überfordert sind und dadurch nicht zur Ruhe kommen? Herrscht vielleicht zu viel Trubel, den die beiden nicht gewohnt sind und sich deshalb nicht trauen, aus dem Versteck zu kommen?

Haben Sie Rückzugsorte geschaffen, an denen sich Ihre Katzen nicht nur ungestört, sondern tatsächlich auch sicher fühlen? Vielleicht hilft schon ein geschützter Liegeplatz, von dem aus sie das gesamte Geschehen im Blick haben können.

3. Tierpsychologen hinzuziehen
Helfen all diese Maßnahmen nicht, empfehle ich Ihnen einen Tierpsychologen. Dieser wird das Verhalten Ihrer Katzen im Detail analysieren und mit Ihnen Lösungen für das Angstproblem besprechen.

So schwer es bei aller Enttäuschung auch fällt: Warten Sie unbedingt ab, bis die Katzen einen Schritt auf Sie zugehen. Versuchen Sie Nähe zu erzwingen, verstärkt das die Angst und Fortschritte rücken in weite Ferne.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihren Katzen die Angst zu nehmen und drücke die Daumen, dass sich schon zeitnah erste Erfolge zeigen.

Viele Grüße
Stephanie vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 14.07.2019 schrieb Tanja Willemsen

Guten Morgen,

ich bin verzweifelt. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich…

Meine Schnucki, eine reine Hauskatze, wird im September 8. Seit 7,5 Jahren ist sie bei mir. Bisher gab es keinerlei Probleme mit ihr. Seit ca. 3 Wochen macht sie nun ihr großes Geschäft nicht mehr in ihre Toilette, sondern in die Wohnung

Mein 1. Schritt war zu überlegen, ob ich irgendetwas Neues habe… nein… Nächste Überlegung bzw. Anschaffung war ein neues und ein weiteres Katzenklo. Erfolglos.

Also bin ich mit ihr zum Tierarzt. Da wurde festgestellt, dass sie Probleme mit den Zähnen hat und mir geraten, ihr alle Zähne entfernen zu lassen. Außerdem hat sie eine Kortisonspritze sowie Blut abgenommen bekommen. Hierbei wurde entdeckt, dass die weißen Blutkörperchen wohl nicht optimal sind. An ihrem Toilettengang hat sich nichts geändert.

Da ich ein ungutes Gefühl hatte, meiner Maus alle Zähne ziehen zu lassen, bin ich nochmal zu meinem eigentlichen Tierarzt. Ihm hab ich ihr Verhalten geschildert. Zwischenzeitlich konnte ich nämlich beobachten, dass sie scheinbar Angst vor ihrem Stuhlgang hat. Sie rennt, wenn sie merkt, es drückt, wie wild durch die Gegend, verliert ein Knöddelchen und macht dann irgendwohin

Der TA hat ihre Analdrüse untersucht, diese auch gedrückt, wobei hier nicht viel „rauskam“ und mir Tabletten für sie mitgegeben. Diese nimmt sie auch seit 10 Tagen. Dazu gebe ich ihr im Nassfutter (Trockenfutter bekommt sie nicht) immer Flohsamenschalen, um den Stuhl weicher zu machen. Freitag wurde ihr dann unter leichter Narkose die Analdrüse gedrückt und 2 Zähne gezogen. Noch im Taumel der Narkose merkte sie, sie muss und hat wieder in die Wohnung gemacht.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich? Dankeschön

antworten
Am 15.07.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Tanja,

für mich klingt es, als hätte Schnucki mit einer schlimmen Verstopfung zu kämpfen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Arthrose ist bei älteren Katzen beispielsweise ein häufiger Grund für Schmerzen beim Kotabsatz. Doch auch eine Verengung des Darms, ein Fremdkörper im Darm, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen, die zu Störungen des Elektrolytgleichgewichts führen, können eine Verstopfung verursachen. Schnucki versucht vermutlich den Schmerzen zu entkommen, indem sie durch die ganze Wohnung rennt, wenn es drückt. Sprechen Sie doch noch einmal mit Ihrem Tierarzt. Ein Röntgenbild kann hier oftmals für mehr Klarheit sorgen. Ist darauf nichts Auffälliges zu sehen, wäre eine weitere Blutuntersuchung oder eine rektale Untersuchung empfehlenswert. Denn erst, wenn die Ursache der Verstopfung geklärt ist, kann mit der Behandlung begonnen werden. Ihr Tierarzt wird Ihnen da sicherlich deutlich besser helfen können.

Ich wünsche Ihnen und Schnucki alles Gute!
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 15.07.2019 schrieb Tanja Willemsen

Vielen Dank für die Rückmeldung:-)
Um eine Verstopfung handelt es sich eher nicht… Sie geht regelmäßig zur Toilette…
Ich werde jetzt noch 2-3 Tage abwarten. Eine Blutuntersuchung steht sowieso an. Dann werde ich auch ein Röntgenbild machen lassen.

Am 15.07.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Tanja,

das mit der Verstopfung ist ja auch nur eine Vermutung. Denn in Ihrem ersten Kommentar klang es so, als würde Schnucki kleine harten Kotballen außerhalb der Katzentoilette absetzen. Und das wäre dann eben auch ein Anzeichen einer Verstopfung. Natürlich kann sie auch unabhängig von einer Verstopfung Schmerzen beim Kotabsetzen haben. Einfach durch Beckenprobleme oder einem Gelenkverschleiß der hinteren Gliedmaßen. Ich hoffe die nächsten Untersuchungen schaffen hier mehr Klarheit.

Alles Gute
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 17.05.2020 schrieb Margarita

Hallo!
Können Sie mir bitte berichten wie es mit Ihrer Katze weitergegangen ist? Wie es ihr jetzt geht?
Mein Kater ist 4 Jahre alt und hat ähnliches Verhalten entwickelt. Ich habe schon einiges versucht, aber bis jetzt hat nichts geholfen.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

Viele Grüße,
Margarita

Am 26.07.2019 schrieb Rotter, Katrin

Mein Kater ist seit 4 Tagen ganz ängstlich geworden er ist sowieso ein sehr vorsichtiger Kater aber seit 4 Tagen versteckt er sich nur und ist ganz komisch wir wohnen an einer Straße ob er schlechte Erfahrungen mit einem Auto gemacht hat denn laute Autogeräusche sind bei ihm sehr angstvoll aber er kennt die Straße ja schon 8 Jahre aber auf einmal dieses seltsame Verhalten. Kann mir einer einen Tipp geben oder hat einer sowas mit seiner Katze auch schon durch gemacht? Ich bin ganz ratlos wir lieben unseren Kater sehr und dieses Verhalten ist auch für uns Neu.viele Grüße…

antworten
Am 29.07.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Katrin,

das klingt wirklich so, als hätte Ihr Kater vor kurzem etwas Traumatisches erlebt. Jetzt ist es ganz wichtig, dass Sie ihm Zeit geben. Drängen Sie ihn nicht, aus sein Versteck zu kommen. Zeigen Sie ihm jedoch mit viel Liebe und Geduld, dass Sie da sind, sobald er das Versteck verlässt und auf Sie zukommt. Aber seien Sie auch dabei auf keinen Fall aufdringlich. Hält die Angst jedoch weiterhin an, ist ein Tierarztbesuch empfehlenswert. Vor allem, wenn die Angst sein Fressverhalten und/oder seine Fellpflege negativ beeinflusst. Denn das sind Anzeichen dafür, dass Ihr Kater unter großem Stress steht. Grund dafür könnte dann möglicherweise auch eine Krankheit sein.

Ich hoffe sehr, dass Ihr Kater bald wieder der Alte ist!

Viele Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 14.08.2019 schrieb Manuela Jarmatz

Hallo ich vor 5 tagen eine Katze übernommen die weder andere katzen kennt. Nun ist es so mit der anderen Katze läuft es soweit so gut kein gezanke nix nur zu uns Menschen Kind (13) und mir gibt es Probleme uns knurrt sie an und faucht uns an. Wir ignorieren Sie schon weil wir sie auf uns zu kommen lassen wollen. Ok nach 5 tagen sollte man noch nix erwarten. Sie ist auch nicht mehr im Versteck läuft aber auch nur nachts rum Sitz tagsüber auf der Fensterbank und guckt aus. Da lassen wir sie auch in ruhe. Die alte Besitzerin sagte sie kennt das Verhalten nicht von. Aber ist ja klar neue Wohnung mit Katze neue Gerüche alles neu Sie muss erst vertrauen schaffen oder sehe ich das anders .

antworten
Am 14.08.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Guten Morgen Manuela,

Sie machen meiner Meinung nach alles richtig. Und erste Erfolge zeigen sich doch schon. Immerhin versteckt sich Ihre neue Katze bereits nicht mehr. Und das, obwohl noch alles so neu für sie ist. Das sind alles sehr gute Zeichen. Bleiben Sie einfach weiterhin so geduldig, dann wird sich Ihr neues Familienmitglied immer wohler fühlen und sie sicherlich bald für Ihre Geduld belohnen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Katzen alles Gute!

Liebe Grüße
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 26.09.2019 schrieb Emsal Iseink

Hallo,neben unserem Haus ist direkt eine Straße(30Zone).Hat jemand eine Idee wie ich meine 2Katzen 6Monate alt dazu bringen kann nicht auf die Straße zu gehen oder ihnen dieAngst vor den Autos nehmen kann.Denn wenn eine Auto kommt bleiben sie mitten auf der Straße stehen.

antworten
Am 27.09.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Emsal,

Ihre Katzen sind noch ziemlich jung. Ich empfehle Ihnen daher, sie noch nicht alleine raus zu lassen. Experten raten sogar dazu, Katzen nicht rausgehen zu lassen, die jünger als acht Monate sind. In ihrem Alter können die beiden Gefahren noch gar nicht richtig einschätzen. Sobald Ihre Katzen dann alt genug sind, sollten Sie die beiden zunächst begleiten. Am besten legen Sie ihnen ein Katzengeschirr um. So können Ihre Katze sicher die Gegend erkunden und sich an die ungewohnten Geräusche sowie Autos gewöhnen. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie Ihren beiden Miezen eine nächtliche Ausgangssperre erteilen. Denn die meisten Unfälle passieren nachts. Lassen Sie die beiden also am besten ab Dämmerungsbeginn nicht mehr ins Freie. Für noch mehr Sicherheit sorgt ein „Achtung Katze“-Schild, so wissen Autofahrer, dass sie hier besonders aufmerksam sein müssen.

Ich hoffe Ihre Katzen schaffen es in Zukunft sicher ins Freie und durch den Straßenverkehr!
Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 27.09.2019 schrieb Sabine Ofner

Hallo, wir haben im Juli ein 12 Wochen altes Kätzchen bekommen und haben bereits eine 4Jahre alte Katze. Die beiden haben sich ohne größere Probleme aneinander gewöhnt und keine von beiden ist aggressiv. Die junge Katze Fleur war bis letztes Wochenende ein Sonnenschein. Sie war ein fröhliches, schmusiges, neugieriges und verspieltes Kätzchen. Sie hat unendlich viel Blödsinn gemacht. Sie ist vor allem nachts im Zimmer unserer Tochter 14 Jahre gewesen. Seit letztem Samstag – wir waren alle den ganzen Tag zu Hause und haben nichts ungewöhnliches feststellen können – ist sie auf einmal superängstlich. Sie geht nicht mehr in das Zimmer unserer Tochter und läuft auch sonst immer geduckt und mit langem Hals und Nase voran durch die Gegend. Sie hat plötzlich vor allem was rumliegt oder hängt Angst. Im Zimmer unserer Tochter ist nichts umgefallen und auch sonst ist nichts erkennbar. Was kann passiert sein? Gibt es bei Katzen eventuell auch einen Entwicklungsschub oder ähnliches? Was können wir tun? Sie hat sich total verändert. Viele Grüße Sabine

antworten
Am 30.09.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Sabine,

da es anscheinend keinen Auslöser für die plötzliche Angst Ihrer Katze Fleur gibt, sollten Sie mit ihr zum Tierarzt gehen. Denn möglicherweise steckt hinter ihrem merkwürdigen Verhalten ja ein gesundheitliches Problem. Vielleicht hat sie sich verletzt und deshalb schmerzen. Ist Fleur körperlich gesund, steckt womöglich doch ein Trauma hinter ihrer Angst. Eventuell hat sie sich ja doch vor irgendetwas erschreckt, als sie kurz nicht hingesehen haben.

Ich hoffe sehr, dass Fleur schon bald wieder Ihr kleiner Sonnenschein ist.
Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 01.10.2019 schrieb Marianne Breuer

Hallo. mit Interesse habe ich gerade die Anfragen/Antworten durchgelesen, was ich sehr aufschlussreich finde. Auch ich habe einen sehr sensiblen und z.T. ängstlichen Kater, der vor allem vor Gewitter/Blitzen, Sturmböen, lauten, ihm unbekannten Geräuschen Angst hat. Gestern war wieder so ein Tag. Es hat ja gestürmt und plötzlich, Schnuppi war gerade beim Fressen, schob er sein Schälchen mit Leckerli’s weg, ging unter den Tisch, fauchte 1-2 mal, miaute dabei laut, um sich schließlich in die hinterste Ecke zu setzen. Als er wieder vor kam, tasteten wir ihn ab, strichen am Hals lang – alles unauffällig. Auch heute ist er sehr ängstlich, reagiert auf Geräusche (starke Böen noch ab und zu) und versteckt sich häufig. Sonst verläuft alles normal: er frißt und schmust usw.. Kann es sein, dass er vor diesen „bösen“ fauchenden Böen jetzt noch stärkere Angst hat? Ach so, Schnuppi ist 4 Jahre alt. Viele Grüße von Marianne.

antworten
Am 02.10.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Marianne,

es kann durchaus sein, dass Schnuppi vor den starken Böen Angst hat. Vielleicht helfen ja folgende Maßnahmen dabei ihn etwas zu beruhigen: Schließen Sie die Fenster und lassen Sie, falls vorhanden, die Jalusien runter. So bekommt er noch weniger von dem Sturm mit. Leise Musik oder der Ton vom Fernseher können ebenfalls helfen, die Böen auszublenden. Versuchen Sie ihn mit Spielen abzulenken. Sollte er dennoch Panik bekommen, dann ignorieren Sie sein Verhalten am besten. Denn Zuwendung würde sein ängstliches Verhalten nur verstärken. Er denkt dann nämlich, dass wirklich Gefahr besteht. Ich hoffe, der Sturm hat bald ein Ende, sodass Schnuppi sich nicht länger fürchten muss.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 18.10.2019 schrieb Wulff S.

Wie soll eine Katze Erfahrungen sammeln, die die ersten 8 Monate ihres Lebens nicht raus darf? Das wäre, als wenn man sein Kind erst als Teenager aus dem Haus liesse… Sicher, wenn die Katze aus reiner Wohnungshaltung stammt, braucht es Vorsicht und evtl. Begleitung. Wenn man frei wählen kann: Eine Katze nehmen, die Menschenbezug hat, und mit Mutter und Geschwistern idealerweise Freigang und Zugang zu einer Wohnung hatte. Nicht zu früh von der Mutter trennen. 3 – 5 Monate, wenn möglich, zusammenlassen. Von Mama lernen sie am besten, und die Geschwister sind die besten Trainingspartner – für körperliche und geistig-seelische Entwicklung. Aber oft besuchen, wenn möglich, um vor der Trennung von Mama eine Bindung aufzubauen. Am neuen Standort bis zu drei Wochen nicht allein ´rauslassen, damit sich das „kätzische GPS“ auf den neuen Standort eicht. Sonst läuft die Katze evtl. zum alten Zuhause. Danach müsste alles klappen – aber, wie für uns selbst, können wir auch für unsere Katzen nicht jede Gefahr ausschließen. Dennoch – Freigänger leben artgerecht und glücklich – wenn der Platz auf dem Sofa bei dem Menschen ihres Vertrauens auch zur Verfügung steht : )

antworten
Am 21.10.2010 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Wulff,

leider wachsen die meisten Kitten nicht so auf, wie Sie es beschreiben. Schon gar nicht im Tierschutz. Und auch viele Züchter geben ihre Kitten viel zu früh ab. Was natürlich sehr schade ist! Mein Tipp mit den 8 Monaten bezieht sich auf Aussagen von Experten. Und wenn ich so an mein letztes Kätzchen denke, hätte ich ihn zumindest unbeaufsichtigt nicht ins Freie lassen können. Er konnte ja schon in der Wohnung mögliche Gefahren nicht richtig einschätzen. ^^‘
Generell haben Sie mit Ihren Aussagen aber natürlich recht.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 18.10.2019 schrieb Andrea

Guten Abend, unser Kater ist ein lebendsfroher aktiver Kater der unheimliche gerne spielt und vor nichts zurück schreckt. Heute morgen hat ihn was am Fenster (VELUX Dachfenster) erschreckt er sitzt immer dort und beobachtet alles aber heute fauchte er knurrte und schlug mehrmals gegen das Fenster. Seit dem sucht er die ganze Wohnung ab läuft geduckt und ich total unruhig. Hat auch heute kein Schläfchen gehalten und sein Lieblings Futter will er auch nicht. Ein total unnormales verhalten. Wie kann ich ihn beruhigen? Oder ihm zeigen daß kein „Eindringling“ in der Wohnung ist? Er ist vier Jahre alt.
Gruß Andrea

antworten
Am 21.10.2019 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Andrea,

geben Sie Ihrem Kater etwas Zeit. Normalerweise beruhigen sich Katzen von allein. Versuchen Sie ihn mit Spielen abzulenken. Mit der Zeit wird er merken, dass kein „Eindringling“ auf ihn wartet.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 02.11.2019 schrieb Angela Kapfer

Guten Abend,
unser Kater Elmo ist total ängstlich seit ca 2 Monaten. Jedoch finden wir nicht raus warum und sein Verhalten wird auch nicht besser. Elmo war schon immer ein wenig ängstlicher als die Kitty jedoch sitzt er denn ganzen Tag unter der Eckbank in seinem Karton und kommt nicht raus. Wenn er doch mal auf die Toilette muss, und mein Mann in der Nähe ist faucht er. Naja bis vor 1 Monat seitdem knurrt er sogar und wir können einfach nicht nachvollziehen warum. Am Abend wenn wir dann auf der Couch liegen oder dann schon im Bett sind kommt er und kuschelt und pufft meinen Mann sogar an. Und gibt ihm sogar liebesbisse.. Wenn mein Mann später nachhause kommt als Ich und mein Sohn ist er völlig normal, und läuft frei in der Wohnung rum. Es ist nie irgendwas vorgefallen. Nicht mal das man ihm ausversehen auf irgendwas getappt ist. Wir können es uns einfach nicht erklären. Feliway haben wir jetzt seit zwei Wochen aber es zeigt keine Besserung.
Er ist kastriert seit 1 Monat & ist ist 10 Monate alt.

Liebe Grüße
Angie

antworten
Am 17.02.2020 schrieb Belinda Jenuwein

Mein katze hat jetzt Angst vor den neuen Fernseher 55 zoll. Läuft ganz leise. Die andere Katze hat damit keine Probleme. Aber die andere will nicht ins Wohnzimmer wenn der Fernseher läuft

antworten
Am 17.02.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Belinda,

dein neuer Fernseher ist ja schon ziemlich groß. Vielleicht liegt es an der Helligkeit deines neuen Fernsehers? Oder vielleicht ist ihr das „große Ding“ generell nicht geheuer und ihre Angst wird nur verstärkt, wenn er eingeschaltet ist? Das solltest du beobachten. Wie verhält sich deine Katze, wenn der Fernseher aus ist? Was macht sie, wenn er zwar eingeschaltet ist, aber statt der Bilder der Videotext oder das Menü des Fernsehers zu sehen ist? Hat sie dann auch Angst? Generell braucht sie vermutlich nur etwas Zeit, um sich an die Veränderung zu gewöhnen. Du könntest natürlich auch versuchen, sie von ihrer Angst abzulenken. Hast du schon versucht, mit ihr zu spielen, während der Fernseher läuft? Dabei könntest du sie dann ja langsam ins Wohnzimmer locken.

Ich hoffe sehr, dass sich deine Katze bald an den neuen Fernseher gewöhnt.
Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 22.04.2020 schrieb Melanie Falk

Hallo, wir haben einen ca 10 jährigen Wildling aus dem TH aufgenommen. Er ist natürlich total ängstlich. Er verlässt nur nachts seine sichere Kiste und ich bekomme ihn nicht zu sehen. Er lebt jetzt seit ca 1,5 Wochen in einem separaten Raum, in dem ich ihn 3x am Tag besuche. Es leben noch 3 weitere Katzen hier und ein Hind. Deshalb der separate Raum. Ich weiss nicht ob es so richtig ist?

antworten
Am 22.04.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Melanie,

super, dass du einem älteren Wildling aus dem Tierheim ein Zuhause bietest. Generell machst du es schon richtig. Du lässt ihm Zeit und gibst ihm einen sicheren Raum. Dass er die Kiste nachts verlässt, ist ein gutes Zeichen. Bewegt er sich denn dann nur in dem separaten Raum oder kann er nachts auch die restliche Umgebung erkunden?

Seine neuen tierischen Mitbewohner sollte er natürlich auch bei Gelegenheit kennenlernen. Vielleicht geben Sie ihm ja Sicherheit. Dabei solltest du allerdings behutsam vorgehen. Hast du schon einmal probiert ihm abends etwas Futter an die Zimmertür zu stellen und deine drei Katzen auf der anderen Seite der Tür ebenfalls zu füttern. So kannst du beobachten, wie sie aufeinander reagieren.

Vermutlich wird es auch noch einige Zeit dauern, bis er sich an seine neue Umgebung gewöhnt hat. Bleib geduldig. Dann schafft ihr das bestimmt.

Ich wünsche dir und deinen Katzen alles Gute!

Freundliche Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 05.05.2020 schrieb Kerstin Neumann

Meine Kani hat scheinbar riesige Probleme mit meinem abgenommenem Bild von der Wand. Sie hat extrem laut geknurrt, gefaucht und geschrien und war kurz davor auf mich los zugehen. Ich habe seitdem richtig Angst vor ihr und möchte das gar nicht. Sonntag ist sie mir dann fauchend knurrend in die Wade gesprungen. Ich blieb stehen rief laut AUA und NEIN und bin weiter meines Weges gelaufen und hab sie ignoriert und mir dann auf Toilette meine Wunden gesäubert. Fand sie auch nicht gut. Sie legte sich später auf die Couch zu mir und bei jeder Bewegung meinerseits knurrte sie ganz klein. Bin dann schlafen gegangen. Morgens war sie relativ entspannt und freute sich aufs fresschen. Allerdings fauchte sie wieder als ich es ihr hinstellte. Hab dann einfach mal zurück gefaucht und es war Ruhe. Ich rief beim Tierarzt an und riet mir, dass dieses Bild wieder an die Wand muss. Das habe ich dann 2 Tage später erledigt. Sie war gerade in der Küche… Tür zu…Musik etwas lauter…. Nagel..Hammer…Bild an die Wand (hängt jetzt schief aber ist egal) und dann musste ich mich erstmal beruhigen. Feliway ist mittlerweile in der Steckdose und die Kani habe ich natürlich nach ca. 15 Minuten aus der Küche rausgelassen. Sie war verwundert, drehte aber nicht durch. Ich weiß nicht mal ob sie mitbekommen hat, dass das Bild wieder am alten Platz ist. Kani und ich sind vor dieser ganzen Aktion richtig gut miteinander verbunden. Ich bin ihr Mensch….sie meine Schnuffikatze. Jetzt ist unser Zusammenleben sehr angespannt. Blöderweise arbeite ich seit 5 Wochen im Homeoffice und bin somit immer zuhause. Kann das damit auch zusammenhängen? Finden wir wieder zueinander? Ich habe im Moment echt Angst und weiß gerade nie wie sie reagiert und das spürt sie natürlich.
Sie spielt und lässt sich mit Leckerli bestechen. Fresschen (Nassfutter) ist gerade nicht so angesagt. Also gut, dass erst seit einem Tag. Ich beobachte das weiter. Ich möchte einfach meine Kani wieder zurück. Ich versuche meine Angst in den Griff zu bekommen und hoffe, dass wir bald wieder glücklich zusammen leben können.
Das alles war vor etwas über 3 1/2 Wochen. Ich habe mich seitdem ruhig verhalten und viel mit ihr gespielt. Gestern Abend hab ich mein headset im Ohr und telefoniere. Bewege mich dabei in die Küche und auf dem Rückweg steht Kani vor mir und faucht mich an. Sie versperrte mir den Weg und will der Pfote an mein Bein. Ein lautes NEIN KANI konnte sie davon abhalten. Sie setzte sich auf den Boden und guckte mir hinterher. Ich telefonierte weiter. Danach ging ich ins Bett und sie kam kurze Zeit später und brachte mir ihr Spielzeug. Wir spielten noch eine Runde und dann wurde geschlafen. Zur Zeit ist mir nicht ganz wohl dabei wenn ich an Kani vorbei muss weil ich nie weiß was dann passiert. Gerade alles schwierig und ich frage mich warum ist das so? Wir leben seit über 9 Jahren zusammen. Alleine. Sie wird im September 10 Jahre. Sie frisst wie gewohnt und würde für Leckerlis alles tun

Haben Sie einen Rat?
Herzliche

antworten
Am 06.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Kerstin,

das Verhalten deiner Kani klingt wirklich merkwürdig. Vorher habt ihr euch ja gut verstanden und die meiste Zeit tut ihr das auch jetzt noch. Ist denn etwas zwischen euch passiert, als du das Bild von der Wand genommen hast? Bist du z. B. mit dem Bild in der Hand auf sie zugelaufen und hast sie erschreckt? Falls ja, ist das vielleicht der Grund, weshalb sie dich jetzt öfter angreift, wenn du ihr entgegenkommst.
Ein anderer Grund könnte sein, dass sie deine Angst spürt, wenn du an ihr vorbeigehst. Du schreibst ja selbst, dass dir dabei nicht ganz wohl ist. Verhältst du dich ihr gegenüber zu ängstlich, könnte sie dich als „leichte Beute“ ansehen. Das würde auch erklären, weshalb sie dich nicht angegriffen hat, als du laut „Nein Kani“ gerufen hast. Es ist daher wichtig, dass du dich in solchen Situationen weiter behauptest. Sie muss merken, dass du solch ein Verhalten nicht duldest.
Nur zur Sicherheit solltest du aber doch einmal mit ihr zum Tierarzt. Und hören die Attacken nicht auf, kann euch vielleicht ein Katzenpsychologe weiterhelfen. Klingt zwar vielleicht etwas merkwürdig. Aber er analysiert euer beider Verhalten und kann euch so viel besser helfen.

Ich hoffe, dass ihr euch bald wieder so gut versteht, wie vor dem Abhängen des Bildes.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 24.05.2020 schrieb Bianca Orthen

Hallo zusammd vielleicht kann uns ja jemand auf diesem Weg helfen.
Wir haben eine angstkatze gekauft eine Perser Maincoonmix ca 11 Monate jung.
Diese arme Maus kannte keine Katze und hatte wahnsinnige Angst auch vor uns.
Sie lebt bei meiner Tochter im Kinderzimmer und wenn sie will flüchtet sie in unsere Abstellkammer da ist es ruhig und dunkel.
Wir haben noch 2 andere Katzen einen perserkater den sie endlich liebt und unseren alten Herrn ca 13 Jahre alt aber fit er mag sie nicht wirklich und faucht sie an.
Dazu kommt noch unser sehr hibbeiger Hund der Maja ableckt und sie hält still dabei aber er ist eben zu hektisch für sie.
Fakt ist wir hätten sie gerne aus dem Kinderzimmer raus damit sie sich endlich frei und ohne angst entfalten kann.
Wer hat einen Rat für uns

antworten
Am 25.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Bianca,

toll, dass ihr einer Angstkatze wie Maja ein zu Hause schenkt. Sie freut sich sicherlich sehr. Allerdings sind das schon ziemlich viele neue Eindrücke, die auf sie einprasseln. Wie lange ist sie denn schon bei euch? Ich finde, dass sie für eine Angstkatze schon ziemlich viel Neues ausprobiert. Du schreibst ja selbst, dass Maja vorher keine Katzen kannte. Und dennoch, scheint sie den Kontakt mit euren beiden Miezen nicht ganz zu scheuen. Und auch vor eurem Hund versteckt sie sich nicht. Das sind alles sehr gute Zeichen. Allerdings denke ich, dass ihr das auch alles etwas zu gewuselig ist und sich deshalb im Kinderzimmer versteckt. In welchen Situationen flüchtet sie denn in die Abstellkammer? Vielleicht könnt ihr hier dagegen wirken, damit sie erst einmal nicht mehr dorthin flüchten muss.

Außerdem frage ich mich: Hatte sie schon einmal Gelegenheit ihr neues Heim in Ruhe zu erkunden? Also ohne, dass sie von eurem Hund oder den anderen beiden Katzen dabei gestört wurde? Und wie sieht es nachts aus? Traut sie sich da auch nicht aus dem Kinderzimmer? Vielleicht könntet ihr am Abend einmal etwas Zeit nur für sie einräumen. Einer von euch geht mit eurem Hund spazieren, die anderen beiden Katzen werden mit Futter in ein Zimmer gelockt. Die Tür zu diesem Zimmer solltet ihr schließen. Und dann solltet ihr versuchen Maja aus dem Kinderzimmer zu locken. Vielleicht klappt es mit Leckereien. Vielleicht auch mit einem Spielzeug. Ihr müsst schauen, worauf sie anspringt und was ihre Neugier weckt. Ziel ist es, dass sie das Zimmer verlässt und merkt, dass es auch außerhalb sicher für sie ist. Lässt sie sich nicht rauslocken, solltet ihr die Tür des Zimmers offen lassen und ins Wohnzimmer gehen. Verhaltet euch so ruhig wie möglich, vielleicht traut sie sich ja dann hinaus. Das Ganze solltet ihr so lange wiederholen, bis sie sich sicher genug fühlt und ihr neues Heim mutig erkundigt. Dann könntet ihr den nächsten Schritt wagen und zunächst den Perserkater mit ihr zusammen bringen. Klappt auch das ,ist euer Senior dran. Und zu guter Letzt dann euer Hund. Wichtig ist jedoch: Gebt Maja Zeit und drängt sie nicht. Es braucht vermutlich etwas Zeit, bis Maja ihre Angst verliert.

Ich drücke euch die Daumen und hoffe, dass es bald klappt.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 26.05.2020 schrieb Ingrid Fast

Hallo, seit einer Woche haben wir ein neues Fernsehgerät. Immer wenn der Fernseher an ist, versteckt sich unser Kater und kommt nicht mehr ins Wohnzimmer. Er hat dann eine panische Angst. Nur mit Müh und Not geht er fressen und dann ganz schnell wieder raus ins Freie. Er beobachtet von weitem den Fernseher und miaut, will nur noch raus. Seinen Kratzbaum und sein zweites Schlafplätzchen, welches im Wohnzimmer sind, benutzt er gar nicht mehr. Wie kann ich unseren Kater an den neuen Fernseher gewöhnen?

antworten
Am 26.05.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Ingrid,

vielen Dank für deinen Kommentar. Da dein Kater nur Angst hat, wenn der Fernseher läuft, könntest du Folgendes versuchen: Lass den Fernseher ohne Ton laufen. Hat er dann auch Angst? Falls nicht, solltest du die Lautstärke langsam höher stellen. Merk dir, bei welcher Lautstärke es ihm zu viel wird und er Angst kriegt. Die nächsten Tage solltest du den Fernseher nicht zu laut stellen und eine Runde mit ihm spielen, während das Gerät läuft. Locke ihn dabei immer wieder ins Wohnzimmer. Damit er merkt, dass der neue Fernseher keine Gefahr für ihn darstellt. Hat er auch Probleme mit dem Bild, solltest du für ein Standbild sorgen, während du ihn mit Leckereien und Spielereien ablenkst. Vielleicht könntest du ja auch eine Aufnahme langsam vorspulen, damit er sich an die Bilder gewöhnen kann. Am wichtigsten ist jedoch, dass du ihm Zeit gibst und ihn nicht unter Druck setzt.

Ich hoffe, dass sich dein Kater bald wieder ins Wohnzimmer traut.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 14.06.2020 schrieb Lia

Guten Tag,
ich habe auch eine Frage.
Wir haben uns 2 Geschwisterkatzen geholt. Beide sind OKHs und 6 Monate alt, Weibchen und Männchen. Sie mussten an einem Transporttag einiges auf sich nehmen. Wegreißen aus der Familie mit insgesamt 5 Geschwistern (4 Brüder, 1 Schwester), 2,5 Stunden Fahrt. Plus hat die Katze den Kater beim reinbringen in die Transportbox verprügelt. Die Heimfahrt war also sehr stressig. Nach Heimkommen vor ein paar Tagen hat die Katze ihr Verhalten dem Kater gegenüber nicht verändert. Sie ist sehr dominant. Er leider sehr ängstlich. Er versucht zu ihr zu kommen, folgt ihr auch. Sie lässt das nur kontrolliert zu. Er hat Angst bei fast jedem Geräusch und Bewegung in der und um die Wohnung. Geht dann ins Bad und mijaut sehr laut und herzergreifend. Ich versuche mich möglichst ruhig zu verhalten, keine lauten Geräusche oder hektische Bewegungen zu machen. Auf ihn zusprechen wenn er doch zu uns zurückkommt. Gibt es noch etwas was ich tun kann oder auch nicht soll? Mir ist klar, es braucht Zeit. Plus muss jetzt die Rangordnung und Arangement der beiden neu strukturiert werden. Ich hoffe nur dass die Angst etwas nachlässt. Und die beiden kommen miteinander zurecht, gerade wenn wir nicht zu Hause sind. Deswegen habe ich auch 2 sofort genommen. Wollte auch die Tage, die beiden kastrieren lassen. Der Zahnwechsel hat schon angefangen. Am besten wahrscheinlich zu zweit. Damit sie gemeinsam aufwachen. Vielen Dank
Liebe Grüße
Lia

antworten
Am 15.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Lia,

natürlich müssen sich die beiden erst einmal einleben. Dein Kater scheint etwas sensibler zu sein. Trotzdem würde ich an deiner Stelle den Züchter bzw. die Züchterin kontaktieren und fragen, ob sich die Zwei zuvor gut verstanden haben. Möglicherweise gab es ja schon früher Reibereien zwischen ihnen. Außerdem solltest du das Selbstvertrauen des Katers stärken, sobald er sich etwas eingelebt hat. Dann wird er von seiner dominanteren Schwester nämlich nicht mehr als „Beute“ bzw. „leichtes Opfer“ angesehen. Hier hilft es, wenn du mit ihm spielst und ihm besonders viel Aufmerksamkeit schenkst. Seine dominante Schwester sollte währenddessen erst einmal nicht im Raum sein, schließlich soll er sich so sicher wie möglich fühlen.

Ganz wichtig ist auch, dass du seiner Schwester zeigst, dass ihr aggressives Verhalten nicht erwünscht ist. Hat sie deinen Kater attackiert, solltest du sie aus dem Raum schicken und sie erst einmal ignorieren. Und auch vor einem Angriff kannst du natürlich eingreifen. Indem du sie zum Beispiel mit einem Spielzeug ablenkst, wenn sie in Angriffsstellung geht oder sich an den Kater heranpirscht. Hat sie sich an dem Spielzeug abreagiert und ist nicht auf den Kater losgegangen, kannst du sie mit einem Leckerli belohnen.

Neben einer Kastration und den oben genannten Tipps, kann auch Folgendes helfen: getrennte Futterstellen (dann kann dein Kater ohne Angst in Ruhe fressen), mehrere Katzentoiletten (bei zwei Katzen sollten es mindestens drei Toiletten sein), mehrere Kratzbäume in verschiedenen Räumen.

Ich hoffe sehr, dass sich die beiden bald besser verstehen.
Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 23.06.2020 schrieb Y. Engelhardt

Hallo. Unsere Katze ist 12 Jahre alt und war schon immer eher von der scheuen Sorte. Sie ist eine reine Wohnungskatze. Aufgrund der Homeoffice Situation wurde sie immer zutraulicher und es machte richtig Spass ihr dabei zuzusehen (einzig positiver Aspekt von Corona ;-)). Wir hatten dann Anfang Juni 2 Wochen Urlaub und haben eine Klimaanlage eingebaut (Löcher in den Decken usw). Sie war in dieser Zeit auch sehr interessiert was wir tun. Sogar als wir im Schlafzimmer gearbeitet haben saß sie auf dem Bett und beobachtete uns ohne Scheu.
Letzte Woche gingen wir wieder arbeiten bzw weiterhin Homeoffice. Dienstag auf Mittwoch Nacht hat sie versucht Haare zu kotzen und einmal Mittwoch früh. Seit Mittwoch versteckte sie sich in ihrer „Angsthöhle“ und kam nicht raus – zusätzlich kam nachmittags noch der Ista Monteur samt Hausmeister vorbei (sie mag keine fremden Menschen). Mittwoch Abend musste ich sie nach unten tragen damit sie überhaupt zum Fressen und Katzenklo kommt. Dann war erstmal alles normal auch über Nachht. Donnerstag morgen sofort wieder in die Höhle. Da ich mir unsicher war ob sie nicht etwas hat ging ich mit ihr zum Tierarzt. Er stellte nur fest das der Darm voll ist gab etwas zur Entspannung und gegen Übelkeit und ich sollte Freitag wieder kommen. Sie war dann Donnerstag Abend und Freitag morgen normal. Dennoch bin ich mit ihr nochmal zur Nachkontrolle mit dem Befund „Darm ist leer alles ok“ Den restlichen Freitag und auch nachts war sie wie immer. Samstag morgen wurde in Nachbars Garten eine große Tanne gefällt und ab morgens liefen die Motorsägen. Seit dem war kein rauskommen aus ihrer Höhle. Abends und nachts ist alles normal. Morgens verschwindet sie in ihre Höhle. Nun nach 4 Tagen kommt sie wenigstens im Laufe des Tages aus ihrer Höhle und liegt auf dem Bett. Mit Futter kann ich sie einige Treppenstufen nach unten locken aber eine falsche Bewegung und sie rennt weg. Wie gehabt abends und nachts alles normal. Es wird zwar von Tag zu Tag minimal besser heute kam sie kurz vorsichtig nach unten dann sah sie aber einen kleinen Karton und rannte lieber wieder nach oben.
Ich weiß nicht was passiert ist. Es kann doch nicht an unseren Baumaßnahmen liegen die 2 Wochen lang sie nicht gestört haben.
Oder was es etwas zu viel in Summe unsere Baumaßnahmen, dann das Kotzen, dann die fremden Menschen, dann Tierarzt und zu guter Letzt noch die Baumfällarbeiten? Und sie braucht nun einfach seeeehr lange?
Es ist nur eine komplette 180 Grad Wesensänderung so lange habe ich sie noch nicht ängstlich erlebt.
Bitte nicht den Ratschlag „gehen Sie zum Arzt“ ich vermute der 2. Besuch letzte Woche brachte das Fass erst zum Überlaufen.
Ach und Feliway steckt schon immer in unseren Steckdosen da wie erwähnt sie eh eine sehr scheue Maus ist.
Bin dankbar für jegliche Ratschlag.

antworten
Am 24.06.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Y. Engelhardt,

auch ich hatte einen sehr ängstlichen Kater, der sich mal mehr und mal weniger zurückgezogen hat. Bei deiner Mieze ist das momentan allerdings wirklich extrem. Ich vermute aber tatsächlich auch, dass es zu viele Veränderungen und Eindrücke auf einmal für deine scheue Maus waren. Möglicherweise traut sie dem Braten jetzt einfach noch nicht und hat Angst, dass tagsüber jederzeit wieder etwas passieren kann. Daher kann ich dir leider auch keinen anderen Ratschlag geben, als ihr Zeit zu lassen. Du machst ja eigentlich schon alles richtig. Du achtest zwar darauf, dass sie trinkt und frisst, ihren Darm und ihre Blase leert, aber machst ihr keinen Druck. Mit der Zeit wird sie dann bestimmt wieder öfter aus ihrer Angsthöhle kommen. Ich drücke dir und deiner Katze die Daumen und hoffe, dass sie schon bald weniger ängstlich ist.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 24.06.2020 schrieb Sejda Shady

Hallo, ich hoffe mir kann da wer weiterhelfen.

Meine Katze ist zwischen 10-12 Wochen alt und seit 2,5 Wochen bei uns in der Wohnung. Am Anfang hat sie sich relativ schnell an uns gewöhnt und war eine ziemlich zufriedene Katze, die vor sich hin geschnurrt hat. Sie ließ sich gleich streicheln und hatte kaum angst. Doch seit einiger Zeit schreckt sie sich vor allem und heute ist es besonders schlimm. Vor jeder Kleinigkeit schreckt sie sich und läuft weg als würde sie um ihr Leben laufen. Selbst vor den Spielzeugen, mit denen sie täglich spielt, scheint sie verängstigt zu sein. Auch wenn man bei ihr vorbei geht, sieht sie mit geweiteten Pupillen zu und nimmt die Körperhaltung mit dem Buckel an. Sie zuckt bei jeder noch so kleinen, leisen und langsamen Bewegung, so dass sich ihre ganzen Haare aufstellen. Wir können uns auch nicht erklären, warum sich ihr Verhalten ändert, wenn es bis dato eh so gut gepasst hat mir der Eingewöhnung. -Hätte sie dieses Verhalten nicht evtl. beim Einzug haben sollen? Wir machen uns sehr große Sorgen und wissen nicht wie wir uns ihr gegenüber verhalten sollen, weil sie nicht noch mehr Angst bekommen soll… So lässt sie sich streicheln und es passt alles, aber sobald man eine Bewegung macht, an ihr vorbei geht oder sie ein noch so leises Geräusch hört.. stehen ihre Haare 90Grad auf und sie bekommt den Buckel und läuft weg.

Was können wir dagegen tun?

Mit freundlichen Grüßen
Sejda

antworten
Am 07.07.2020 schrieb Kamil Fierek

Hallo wir haben seit 1 Woche einen Bengal Kater vom Züchter erworben.Er ist 10 Wochen alt.
Unser Problem ist das der Kater fast 24 Stunden am Miauen ist,sogar die Ganze Nacht durch,er ist sehr Scheu und ist ständig irgendwo versteckt, letztens hat er sich unter einem Schrank versteckt,und es war sehr schwer ihn da raus zu holen,wo ich ihn dann rausholen wollte,hat er mich ziemlich heftig gekratzt,und gebissen,das Problem ist,das wenn er mal was gegessen hat, versteckt er sich wieder,und miaut und miaut, wenn sich jemand langsam nähert,faucht er und lässt sich nicht auf die Hand nehmen,er haut sofort ab,kuscheln oder unter der Decke streicheln hält nicht lange,er haut sofort ab versteckt sich wieder und miaut,wir wissen leider nicht ob das normal ist,und ob das sich gibt,oder der Kater ein Problem hat,er will nicht spielen und läuft auch nicht in der Wohnung rum,da er ständig versteckt ist,ich weis nicht mal wie unser Kater genau aussieht,so scheu ist er,kann es vielleicht sein das er einen 2 Kater/Katze braucht,bitte um Hilfe wir wissen nicht was wir machen sollen bzw wie wir damit umgehen müssen
Vielen Dank schon mal

antworten
Am 08.07.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Kamil,

generell benötigt ein so junger Kater natürlich erst einmal Zeit, um sich bei euch einzugewöhnen. Immerhin ist bei euch alles neu und anders. Außerdem ist er plötzlich allein, ohne seine Geschwister. Du solltest ihm also Zeit geben. Wichtig ist auch, dass du ihn nicht mit den Händen aus seinem Versteck holst - es sei denn, er verkriecht sich an einen für ihn gefährlichen Ort. Du kannst gerne versuchen ihn mit Leckereien zu ködern. Oder ihn zum Spielen zu animieren, das stärkt die Bindung. Grundsätzlich solltest du ihn jedoch erst einmal in Ruhe lassen. Zwinge ihn zu nichts. Er muss schließlich erst einmal lernen, dass er dir vertrauen kann. Holst du ihn aber mit deinen Händen aus dem Versteck oder nimmst du ihn einfach auf den Arm, hat das genau den gegenteiligen Effekt. Aus seinem Versteck kommt er sicherlich eher, wenn es ruhig ist und niemand in der Nähe ist. Du wirst sehen, mit der Zeit wird er sicherlich mutiger und kommt auch auf dich zu. Dann solltest du in die Hocke gehen und dich relativ langsam bewegen. Schließlich möchtest du ihn nicht wieder verschrecken.
Übrigens: Nicht alle Katzen mögen es, auf die Hand genommen zu werden. Vielleicht gehört er ja dazu. Das solltest du dann respektieren.
Zu deiner letzten Frage: Ein Spielgefährte wäre für so einen jungen Kater natürlich ideal. Jungkatzen hält man grundsätzlich besser zu zweit. Ideal wäre eine Katze, die er schon kennt. Also eins seiner Geschwister. Erkundigt euch doch bei eurem Züchter. Dann könnt ihr ihn auch gleich fragen, ob euer Kater bei ihm bereits so scheu war. Falls nicht braucht er vermutlich wirklich nur etwas Zeit, um sich einzugewöhnen. Setze ihn also nicht unter Druck.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 11.07.2020 schrieb Renate Kober

Hilfe. Habe eine 8 Jahre alte Katze genommen aus schlechter Haltung .4 Jahre Wohnung dann Freigänger 2 Jahre nicht gebürstet Langhaarige ? Würde bei jedem Wetter hinaus gesteckt.Musste von der Feuerwehr von einem Baum geholt werden.Habe sie 4 Monate.Sie ist lieb sauber alles Ok.Nun zum Problem hab sie an die Leine gewöhnt,aber sie reagiert panisch auf Geräusche läuft sofort ins Haus.Seit 3 Tagen lässt sie sich nicht mehr anleinen haut sofort zu aber will in den Garten was mache ich falsch ?soll ich sie frei lassen? Renate

antworten
Am 13.07.2020 schrieb Kim Gerdesmeier

Hallo Renate,

deine Katze hat ja wirklich schon einiges durchgemacht. Wirklich toll, dass du ihr jetzt ein schönes zu Hause gibst und dich so gut um sie kümmerst. Das mit der Leine ist eigentlich eine gute Idee. Erst hat sie sich ja auch von dir an der Leine führen lassen, richtig? Hat sie sich dabei erschreckt? Dann verbindet sie die Leine jetzt vermutlich mit diesem Erlebnis und mag sie deshalb nicht mehr. Zwinge sie daher besser nicht, die Leine zu tragen. Gönn ihr vielleicht eine Pause und versuche es in einigen Tagen erneut. Klappt es dann immer noch nicht, solltest du akzeptieren, dass sie die Leine nicht mag. Erstaunlich ist, dass sie trotz ihrer Angst raus in den Garten möchte. Ich würde sie allerdings nicht einfach so dort hinaus lassen. Bei einem lauten Geräusch könnte sie nämlich wieder erschrecken und fliehen. Möglicherweise hockt sie dann erneut auf einem Baum oder schlimmer noch, rennt vor Panik in ein Auto. Kannst du deinen Garten vielleicht katzensicher machen? Mit einem katzensicheren Zaun und Überkletterschutz? Fall ja, könntest du sie anschließend unbesorgt deinen Garten erkunden lassen. Anfangs solltest du sie dabei allerdings im Auge behalten.

Liebe Grüße aus Bottrop
Kim vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 25.07.2020 schrieb Lisa

Hallo,
Der Beitrag war sehr interessant und ich habe auch eine Frage. Wir haben 2 kastrierte Kater. Einer der beiden ist ca 1,5 Jahre alt und total zutraulich, kuschelig und in jeder Situation tiefenentspannt. Der andere ist jetzt 1 Jahr alt und war schon immer etwas vorsichtiger; vor allem Besuch gegenüber. Wir haben nicht oft Besuch aber mittlerweile ist es so, dass er schon fast panisch reagiert sobald Besuch im Treppenhaus zu hören ist. Leider orientiert er sich dabei gar nicht an seinem Kumpel, mit dem er sich ansonsten blendend versteht. Er versteckt sich dann irgendwo, meistens in einem anderen Zimmer aus dem er den Besuch nicht mal heimlich beäugen kann und kommt auch nicht raus bis die Luft wieder rein ist. Wir lassen ihn dann auch vollkommen in Ruhe um ihn nicht noch mehr zu stressen. Mittlerweile ist es aber so schlimm, dass er unsauber wird. Wenn Besuch da ist oder war, finden wir immer irgendwo eine Pfütze vor (1x im Badezimmer; 2x in der Transportbox die wir als normales Mobiliar stehen haben). Ohne Besuch benutzt er regulär das Katzenklo.
Wenn er sich nur verziehen würde, wäre das für uns vollkommen ok, aber wir möchten ihm helfen diese Panik zu überwinden.
Freunde von uns wären theoretisch bereit, immer mal wieder kurz zu Besuch zu kommen damit er lernt, dass immer mal jemand kommt und wieder geht ohne etwas von ihm zu wollen. Wir sind uns aber nicht sicher, ob das überhaupt etwas bringt oder ob es seine Angst noch verschlimmert. Sind wir alleine, ist er tiefenentspannt, spielt mit dem anderen Kater und uns und schläft überall auf dem Rücken.
Können wir ihm irgendwie helfen?

antworten
Am 27.07.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Lisa,

danke für deinen Kommentar. Hm, das ist tatsächlich eine verzwickte Situation. Ihr macht ja so gesehen schon vieles richtig, indem ihr deinen Kater komplett in Ruhe lasst und ihm eine Rückzugsmöglichkeit bietet. Dennoch scheint dein Kater Besuch weiterhin als sehr stressig zu empfinden. Woher dies kommt und wie sich diese regelrechte Panik entwickelt hat, ist im Nachhinein natürlich schwer herauszufinden.

Das Urinieren ist auf jeden Fall seine Art, dir zu zeigen, hey, mir geht es mit der Situation überhaupt nicht gut. Jetzt stellt sich jedoch zurecht die Frage, was du dagegen machen kannst. Denn nie wieder Besuch zu bekommen, ist natürlich auch keine Lösung. Nicht ganz einfach. Die Idee, deine Freunde als Testbesuch einzuladen, ist eventuell nicht verkehrt. Ihr könntet dabei folgende Dinge probieren:

- Deine Freunde klingeln nicht, wenn sie kommen. Sie informieren dich kurz über WhatsApp oder ähnliches, dass sie da sind. Manche Katzen erschrecken sich zum Beispiel tierisch vor der lauten Klingel, wenn diese unerwartet losgeht.

- Wenn deine Freunde kommen, sollten sie relativ ruhig sein. Also nicht verstummen, aber auch nicht mit zu lauter Stimme reden und nicht durch die Wohnung rennen - aber das ist euch natürlich selbst klar.

- Sie sollten direkt ins Wohnzimmer gehen und keinen Blick in das Zimmer werfen, in dem sich dein Kater versteckt.

- Das Zimmer, in dem sich dein Kater immer versteckt, könntet ihr eventuell noch ein wenig rückzugsfreundlicher gestalten. Sprich: Eurem Kater eine gemütliche Decke auf den Schrank legen. Einen hohen Kratzbaum aufstellen. Solche Dinge. So dass er sich erhöht positionieren kann. Zudem könntet ihr ein ausrangiertes T-Shirt oder ähnliches von euch hinzulegen. Das vermittelt ihm zusätzliche Geborgenheit.

- Hilfreich können auch Stecker oder Sprays mit Pheromonen oder anderen katzenberuhigenden Düften sein. Da euer Besuch nicht spontan kommt, könnt ihr rechtzeitig etwas von dem Duft verteilen. Dies wirkt auf euren Kater eventuell entspannend.

Sollte sich die Panik jedoch überhaupt nicht legen, müsstet ihr eventuell doch einmal den Tierarzt aufsuchen und euch dort beraten lassen. Vielleicht kennt euer Tierarzt/eure Tierärztin ja einen guten Tierpsychologen, der sich gezielt mit eurer Katze auseinandersetzen kann. Es wäre zu schade, wenn ihr diese Situation nicht lösen könntet. Ich drücke euch fest die Daumen, dass ihr eine Lösung findet. Vielleicht hat ja auch noch der eine oder andere Leser einen Tipp.

Viele Grüße aus Bottrop
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

Am 26.07.2020 schrieb Philipp

Hallo,
wir haben vor einer Woche 2 Kitte, die per Katzenfalle im Freien gefangen wurden, bei uns aufgenommen. Die beiden wurden mit 8 Wochen gefangen und bereits eine Woche später hä en wie die beiden aufgenommen. Mittlerweile kommen sie schon zu uns ins Wohnzimmer und flitzen überall lang. Auch spielen geht schon ganz gut. Wie schaffe ich es sie möglichst bald zu streicheln? Eine faucht wenn ich die Hand hin halte, die andere stupst immerhin schon manchmal mit ihrer Pfote gegen meine Hand. Spiele ich mit den beiden weiterhin und rede mit ihnen? Aktiv auf die beiden zugehen und immer mal die Hand hinhalten, ist das okay? Oder kommen die beiden irgendwann tatsächlich mal auf mich von alleine zu?

Viele Grüße

antworten
Am 27.07.2020 schrieb Julia Siegfried

Hallo Philipp,

schön zu lesen, dass du zwei kleinen Kitten ein neues liebevolles Zuhause bietest. Die Kleinen haben ja echt jede Menge durchgemacht. Erst die Wochen draußen und dann noch der Schreck mit der Falle (auch wenn die Katzenfalle natürlich - auf lange Sicht gesehen - das Beste für sie war). Die zwei brauchen wahrscheinlich noch ein wenig Zeit. Es wäre besser, wenn du wirklich wartest, bis sie auf dich zukommen. Das kann zwar dauern - ist aber die entspanntere Lösung für die beiden.

Du könntest natürlich versuchen, sie anderweitig zu ködern und an dich zu gewöhnen. Wunderbar geht dies zum Beispiel mit Spielzeug. Am besten mit einer Katzenangel. Es gibt kaum eine Babykatze, die nicht mit der Katzenangel spielt. Durch die Angel könnt ihr zudem spielen, ohne dass du ihnen zuuuu nahe kommst. Ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Ein weiteres Hilfsmittel können kittengerechte Leckerlis sein (natürlich nur in Maßen eingesetzt). Diese Leckerlis könntest du ihnen mit der Hand hinhalten. Widerstehe aber der Versuchung, die Katzen schnell zu streicheln, wenn sie näher kommen. Sonst trauen sie deiner Hand doch nicht und du machst die ersten zaghaften Versuche des Vertrauensaufbaus wieder zunichte.

Hab noch ein wenig Geduld, auch wenn es schwerfällt, die beiden Kitten nicht zu knuddeln, aber es wird sich lohnen.

Viele Grüße
Julia vom VS.-vergleichen-und-sparen.de-Team

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