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Advent, Advent, die Wohnung brennt

Kerzen auf dem Adventskranz

Auch wenn der erste Advent noch bis Sonntag auf sich warten lässt, haben viele Menschen schon die Vorweihnachtszeit eingeläutet.

Vielerorts sind Häuser und Wohnungen bereits festlich geschmückt in Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Der erste Advent fällt dieses Jahr etwas später aus, da Heiligabend ein Sonntag ist. Die Adventszeit strahlt mit ihrem Kerzenschein und ihren Lichterketten Helligkeit und Gemütlichkeit aus. Auf der anderen Seite kommt es in der Adventszeit und auch zu Weihnachten zu den meisten Bränden im Laufe eines Jahres. Grund dafür ist der noch immer zu sorglose Umgang mit Kerzen und auch schadhaften Lichterketten. Für nicht wenige Familien endet die Weihnachtszeit in einer Notunterkunft.

Wenn statt des Christkindes die Feuerwehr vor der Haustür steht

Das Brandrisiko steigt im Dezember rapide an. Grund dafür sind Kerzen, Lichterschmuck und auch Schäden durch Silvesterböller. Im Dezember ereignen sich 40 Prozent mehr Brände als im Jahresdurchschnitt. Eine angekokelte Tischdecke durch die brennende Kerze auf dem Adventskranz oder der Totalverlust der Wohnung nach einem ausgedehnten Brand des Weihnachtsbaumes: Mittlerweile sind viele Brandrisiken im Vergleich zu früheren Jahren deutlich minimiert, etwa die Echtkerzen am Weihnachtsbaum. Dennoch kommt es vor allem durch brennende Kerzen immer noch viel zu häufig zu Bränden. Die Hauptursache dabei ist, dass viele Hausbewohner damit zu sorglos umgehen und Kerzen teilweise unbeaufsichtigt lassen. Letztendlich entwickelt eine Kerzenflamme eine Temperatur von rund 1.000 Grad – das Gefahrenpotential ist also nicht zu unterschätzen.

Wo liegen die Ursachen für die vielen Brände in der Weihnachtszeit?

Auf den ersten Blick ist die Kerze auf dem Weihnachtsgesteck oder dem Adventskranz harmlos anzuschauen, schließlich ist die Flamme ja recht klein. Was soll also schon passieren? Teilweise sind die Halterungen wackelig oder die Kerzen stehen schief. Da reicht im ungünstigsten Fall ein starker Luftzug zum Beispiel beim Lüften aus, damit die Kerze umfällt. Genauso kann es passieren, dass die Kerze zu dicht an brennbaren Dekomaterialien angebracht ist. Ein kräftiger Luftzug bringt die Flamme in Bewegung und entzündet die Dekoration des Gesteckes oder des Kranzes. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Adventsgestecke mit Tannenzweigen dekoriert werden. Diese trocknen mit der Zeit aus und reagieren auf die kleineste Zündquelle mit einer verheerenden Wirkung. Deshalb dürfen brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt bleiben.

Kerzen am Tannenbaum - romantisch oder gefährlich?

Natürlich machen zu Weihnachten echte Kerzen am Tannenbaum das echte Weihnachtsgefühl aus. Die Bescherung steht bevor, die Kerzen werden langsam angezündet. Das ist sicherlich schön anzusehen, birgt aber erhebliche Gefahren. Einerseits müssen die Kerzen auf einem feuerfesten Halter angebracht und andererseits nicht unterhalb anderer Tannenzweige aufgestellt werden. Ein Weihnachtsbaum kann, wenn er nicht künstlich feucht gehalten wird, sehr schnell austrocknen. Eine kleine Flamme reicht aus, um den Baum in Sekundenschnelle in Brand zu setzen. Durch die schon fast explosionsartige Ausbreitung der Flammen sind eigene Löschversuche schon so gut wie zum Scheitern verurteilt.

Bei brennenden Kerzen: Achten Sie auf Ihre Kinder und auch die Haustiere

Eine kleine Flamme auf der Kerze kann durchaus das Interesse der Kinder oder der vierbeinigen Hausbewohner wecken. Umso wichtiger ist es, dass eine brennende Kerze in solchen Fällen niemals unbeaufsichtigt bleibt. Springt die Katze auf den Tisch, gerät die Tischdecke in Bewegung und damit auch das Gesteck mit der Kerze. Im schlimmsten Fall kippt die Kerze dabei um und entzündet das Gesteck. Ebenso können vor allem kleine Kinder durch die Kerze angelockt werden. Vor allem Weihnachtspyramiden oder Lichterbögen sind wunderschön anzuschauen und machen neugierig. Mal eben die Kerze anheben und näher an das Flügelrad der Pyramide halten? Jugend forscht und die Wohnung brennt. Wäre nicht das erste Mal.

Welche Maßnahmen können Sie zum Schutz vor Feuer treffen?

Das allerwichtigste überhaupt sind Rauchwarnmelder. Diese müssen mittlerweile in fast allen Bundesländern und Wohnungen und Häusern angebracht sein. Sie warnen mit einem schrillen Warnton vor dem giftigen Rauch, der sich bei einem Feuer entwickelt. Das kann der Fall sein, wenn eine Kerze beim Zubettgehen nicht richtig ausgepustet wurde und schleichend ein Brand entsteht. Für die wachen Stunden am Tage hilft ein Schaumfeuerlöscher. Dieser kann im Falle eines Brandes schnell eingesetzt werden und hinterlässt weniger Spuren als ein Pulverlöscher. Letztendlich stehen die Anschaffungskosten in keinem Verhältnis zu dem Schaden, der sich bei einem massiven Wohnungsbrand ereignen kann.

Leistet Ihre Hausratversicherung in voller Höhe für den Brandschaden?

Die Police zur Hausratversicherung liegt gut verstaut bei den anderen Versicherungsunterlagen. Alles gut, werden Sie sagen, schließlich ist die Hausratversicherung schon lange Jahre Bestandteil Ihres Versicherungsschutzes. Da liegt aber genau der Knackpunkt: Wann haben Sie zum letzten Mal die Leistungen Ihrer Hausratversicherung überprüft? Ist diese tatsächlich regelmäßig an Ihre Wohnsituation angepasst worden? Viele alte Tarife beinhalten noch nicht die Absicherung, die bei grob fahrlässig ausgelösten Schäden in voller Höhe leistet. In diesem Punkt kann Ihr Versicherungsschutz lückenhaft sein. Im Schadensfall wird die Schwere Ihres Verschuldens, sprich Ihr Anteil der Schuld an dem Schaden, in die Waagschale geworfen und dann bemessen, mit welcher Quote die Hausratversicherung nun tatsächlich für den Schaden aufkommt. Das kann sogar so weit kommen, dass Sie auf mehr als der Hälfte Ihres Schadens sitzen bleiben.