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9 Benimm-Regeln für Hund und Halter

Hund an der Leine

Benimm-Regeln für Hund und Halter? Braucht es die? Und ob es die braucht! Es gibt eine Reihe geschriebener aber auch ungeschriebener Gesetze, die das Zusammenleben von Hund und Mensch in einer Gemeinschaft regeln. Viele sind logisch nachvollziehbar und die meisten Hundehalter halten sich daran. Trotzdem haben wir sie einmal für dich zusammengestellt, denn man erspart sich und seinem Vierbeiner eine Menge Ärger, wenn man sie beachtet.

Gegenseitige Rücksichtnahme für ein harmonisches Miteinander

Gerade bei Nicht-Hundehaltern und bei Menschen, die Hunde nicht mögen (ja, die soll es tatsächlich geben), haben wir Hundefreunde mit unseren Vierbeiner manchmal einen schlechten Stand. Egal, ob es um nicht entfernte Kothaufen geht oder ob jemand Angst vor deinem nicht angeleinten Hund hat: Als Halter bist du für deinen Vierbeiner verantwortlich. Du hast dafür Sorge zu tragen, dass sich weder jemand gestört fühlt, noch Angst haben muss.

9 Benimm-Regeln für ein besseres Hunde-Mensch-Miteinander

  1. Doggy-Bag ist Pflicht
    Leider ist es immer noch nicht für alle Hundehalter selbstverständlich, die Hinterlassenschaft des Vierbeiners zu entfernen. Dass das nicht in Ordnung ist, brauchen wir nicht zu erwähnen. Muss trotzdem sein. Und den Beutel dann bitte auch in einem Abfalleimer entsorgen. Wir wissen, dass es Städte gibt, wo es nicht genug Mülleimer gibt. Aber dennoch: Achte darauf, denn niemand tritt gern in ein Häufchen. Und schön sehen die Würste auf dem Gehweg ja auch nicht gerade aus. Wir finden es auch in Ordnung, Halter die einfach weitergehen wollen, darauf aufmerksam zu machen. Vielen ist es dann so unangenehm, dass sie das Häufchen zähneknirschend doch wegmachen.
  2. Sandkästen sind tabu
    Eigentlich dürfte auch dieser Punkt klar sein. Ist er aber einigen Haltern nicht. Klar stehen Fellnasen auf Sandkästen. Wenn man sie lässt, würden sie buddeln und graben, was das Zeug hält. Und wenn keiner hinguckt, heben sie schnell das Bein und markieren das Areal damit als ihren privaten Spielplatz. Nur blöd, dass wenn einer anfängt, natürlich andere Vierbeiner genauso ihre Marke setzen möchten. Dass Eltern die kleinen und auch großen Hinterlassenschaften nicht gerade toll finden, dürfte verständlich sein. Also: Halte deinen Vierbeiner fern von Sandkästen! Spielplätze und Liegewiesen im Park eingeschlossen.
  3. Anspringen ist ein No-Go!
    Schon klar, dein Vierbeiner ist sehr menschenbezogen und möchte mit seinen Stupsen gegen das Bein und dem Anspringen Freude und Zuneigung ausdrücken. Trotzdem solltest du so ein Verhalten am besten schon von Welpenalter an unterbinden. Zum einen: Schmutzige Pfotenabdrücke auf der Jeans sind nicht jedermanns Sache. Zum anderen: Es gibt Menschen, die Angst vor Hunden haben. Dass diese sich nicht wohl fühlen, wenn sich ein Berner Senne vor ihnen aufbaut und ihnen die Pfoten auf die Schultern legen möchte, egal wie lammfromm er ist, dürfte klar sein. Aber auch ältere Menschen und kleine Kinder können schnell mal von einem übermütigen Fellknäuel umgeworfen werden.
  4. Betteln verboten
    Wenn du mit deinem Hund in der Stadt unterwegs bist, im Café sitzt oder andere öffentliche Orte besuchst, achte darauf, dass dein Vierbeiner niemanden belästigt. Das hört sich hart an, gemeint ist aber beispielsweise, dass er niemanden einschränkt, weil er im Restaurant im Weg liegt. Oder den Leuten am Nachbartisch bei jedem Bissen auf die Gabel starrt. Achte also darauf, dass dein Hund andere Gäste weder anbettelt noch anbellt. Dass er nicht vom Tisch gefüttert wird, sollte selbstverständlich sein. Auch sollte er nicht vorbeigehende Passanten mit Dönertasche in der Hand anbetteln. Das wirft kein gutes Licht auf dich!
  5. Ein freundliches „Grüß‘ Gott“…
    … kommt immer gut. Wenn du im Wald oder auf einsameren Wegen unterwegs bist, ist es selbstverständlich, dass man entgegenkommende Spaziergänger oder Radfahrer grüßt. Ein Kopfnicken oder ein kurzes „Hallo“ reichen schon, um die Atmosphäre zu entspannen. Wenn Leute deinen Weg kreuzen, solltest du dir also das Grüßen angewöhnen. Zum einen macht es dich und deinen Vierbeiner sympathisch. Zum anderen zeigt es, dass „Hundefreunde“ auch „Menschenfreunde“ sind. So werden Vorurteile abgebaut.
  6. Halte mit deinem Hund gesunden Abstand zu Joggern und Radfahrer
    Es gibt einige Jogger und Radfahrer, die schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben. Da ist es kein Wunder, dass sie sich jedes Mal verkrampfen, wenn ihnen ein Vierbeiner entgegenkommt. Ein Teufelskreis: aus Unwohlsein bewegen sie sich unnatürlich, was wiederum unsere Vierbeiner erst recht auf sie aufmerksam macht. Aber schon das neugierige Sich-Nähern, versetzt manch einen Jogger schon in Angst und Schrecken. Sei also rücksichtsvoll und geh mit deinem Hund auf Abstand. Wenn du einen Jogger oder Radfahrer auf dich zukommen siehst, ruft deine Fellnase zurück und lass sie Sitz machen. Nimm sie gegebenenfalls an die Leine, bis das interessante Objekt an euch vorbei ist.
  7. Nimm Rücksicht auf ängstliche Menschen
    Man muss nicht unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht haben, um Respekt oder gar Angst vor Hunden zu haben. Gerade besonders große, schwere Vierbeiner sind vielen Menschen nicht geheuer. Schwarze Hunde zählen interessanterweise auch zu den Tieren, die eher argwöhnisch beäugt werden. Wenn du jemandem schon von weitem ansiehst, dass er auf Abstand geht und sich sichtlich unwohl fühlt, sogar stehen bleibt, bleib auch stehen oder wechsel die Straßenseite.
  8. Fremde Hunde werden nicht einfach ungefragt angefasst
    Auch wenn er noch so goldig aussieht, du kennst das fremde Tier nicht. Nur weil es deine Fellnase nicht stört, von Unbekannten angefasst zu werden, muss das nicht bei allen Vierbeinern so sein. Also frag immer erst den dazugehörigen Menschen um Erlaubnis, bevor du losknuddelst. Wenn du Kinder hast, solltest du ihnen das von klein auf beibringen.
  9. Halte dich an die Leinenpflicht
    Wenn du dich in einem Gebiet mit Anleinpflicht bewegst, solltest du dich auch an sie halten. Diese hat meist einen guten Grund, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Stadt oder im Wald, wo Wildtiere geschützt werden müssen. Wenn du unsicher bist, ob man den Vierbeiner jetzt angeleint halten muss oder ihn frei laufen lassen darf, lass ihn im Zweifelsfall lieber an der Leine.

Leider gibt es immer noch rücksichtslose Hundehalter, die sich an keine dieser Regeln halten. Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn unsere Umwelt immer hundefeindlicher wird. Das schränkt uns Hundefreunde nicht nur in der Haltung ein, sondern immer mehr Verbote erschweren auch den Alltag mit Hund. Für ein harmonisches Miteinander sind diese Benimm-Regeln Gold wert. Denn sie tragen mit Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein dazu bei, dass Nicht-Hundehalter uns in Zukunft vielleicht mit mehr Toleranz und weniger Angst begegnen.