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Fragen zur Bauherrenhaftpflicht
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Ihre Fragen – unsere Antworten zu Bauherrenhaftpflichtversicherung:

Definition Bauherrenhaftpflicht

Oft fragen sich Bauherren: „Warum brauche ich überhaupt eine Bauherrenhaftpflicht? Ich habe doch eine Privathaftpflicht und ich baue doch nicht, sondern lasse den Architekten bzw. die verschiedenen Gewerke auf der Baustelle arbeiten“.

Hier kommt jedoch das Bürgerliche Gesetzbuch zum Tragen. Sobald Sie auf einem Grundstück beginnen, eine Baustelle zu errichten, sind Sie für alle Schäden als Bauherr aufgrund einer sog. Verkehrssicherungspflicht für Schäden Dritter oder Sachen gegenüber haftbar zu machen. Auch die Beauftragung eines Architekten oder Bauleiters entbindet Sie nicht von der Haftung als Bauherr. Sie sind auch dann verpflichtet, sich regelmäßig, in Stichproben, von der Sicherheit auf der Baustelle zu überzeugen. Sie müssen also nicht ständig auf der Baustelle anwesend sein.

Kommt auch während Ihrer Abwesenheit ein Dritter zu Schaden, - ein Passant stürzt in eine Baugrube, weil der Zaun abends nicht richtig gesichert war – müssen Sie als Bauherr für diesen Schaden aufkommen, auch wenn ein Handwerker auf Ihrer Baustelle den Zaun nicht richtig verschlossen hat. Aber auch bei herabstürzenden Bauteilen von einer Baustelle, die auf ein Auto auf der Strasse treffen, sind Sie als Bauherr in der Haftung.

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Deckungssumme in der Bauherren – Versicherung

Die Deckungssumme – die Höchstentschädigungssumme je Schadenfall – sollte mind. 5 Mio. Euro betragen. Heute werden auch nur noch wenige Tarife unter dieser Summe angeboten. Bei einer guten Prämie kann auch eine Deckungssumme bis zu 10 Mio. Euro sinnvoll sein. Einige Versicherungsgesellschaften bieten auch Deckungssummen bis 50 Mio. Euro an. Dies halten wir aber für überzogen und der entsprechende Prämienmehraufwand ist nicht sinnvoll.

Dauer der Bauherrenhaftpflicht

Die Versicherungsdauer ist abhängig von der Bauweise Ihres Hauses. In der Regel endet die Bauherrenhaftpflichtversicherung mit der Fertigstellung des Bauwerkes, spätestens aber nach 24 Monaten. Für den Bau von Fertighäusern mit einer Bauzeit von max. 6 Monaten werden auch kürzere Laufzeiten angeboten, die entsprechend günstiger sind. Sollte Ihr Haus z.B. durch einen sehr harten Winter nicht innerhalb der vereinbarten Dauer fertig werden, können Sie die Dauer auch noch verlängern. Für die Verlängerung ist – ja nach Tarif – ein Zuschlag erforderlich. Die Versicherung braucht auch nicht von Ihnen gekündigt werden, sie endet automatisch.

Prämie zur Haftpflicht für Bauherren

Die Versicherungsprämie wird als Einmalbeitrag gezahlt. Dies bedeutet, Sie erhalten bei Abschluss einmalig eine Beitragsrechnung und diese gilt dann für die gesamte Bauzeit, in der Regel nicht länger als 24 Monate. Die Höhe der Prämie ist – je nach Tarif und Versicherungsgesellschaft – sehr unterschiedlich. Da der Versicherungsumfang aber nicht groß unter den Angeboten variiert, können Sie hier ruhig auf ein günstiges Angebot zurückgreifen. Einen Überblick über die Angebote aus 600 Tarifen erhalten Sie mit unserem Vergleichsrechner Bauherrenhaftpflicht:

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Reicht nicht eine Privathaftpflicht?

Die Privathaftpflicht reicht (oft) nicht aus. In manchen Verträgen kann der Leistungspunkt: Bauherrenhaftpflicht für kleinere Bauvorhaben bis 100.000 Euro – es gibt auch schon Angebote mit Bausummen bis 500.000 Euro - mitversichert sein. Entspricht dieser Wert Ihrer Bausumme, benötigen Sie keine weitere Bauherrenhaftpflicht.

ACHTUNG!
Oft gelten diese Einschlüsse aber nur für das derzeit bewohnte Gebäude oder nur für Umbauten. Bei Baustellen außerhalb Ihres derzeitigen Wohngrundstücks, wäre wieder eine Bauherrenhaftpflicht nötig. Hier sollten Sie sich vor Baubeginn bei Ihrer Privathaftpflicht-Versicherungsgesellschaft genau erkundigen. Sollte die Bausumme im Bereich der mitversicherten Höhe liegen und auch Bauten außerhalb des Wohngrundstücks mitversichert sein, benötigen Sie keinen weiteren Versicherungsschutz über eine separate Bauherrenhaftpflicht.

Welche Pflichten habe ich als Bauherr?

Als Bauherr haben Sie verschiedene Sorgfaltspflichten, die Sie erfüllen müssen. Auch wenn Sie einen Architekten oder Bauleiter beauftragen, könnte ein Geschädigter sich immer auch an Sie als Bauherr zum Ausgleich des Schadens wenden. Wenn den Architekten ein Verschulden trifft, muss dieser auch dafür aufkommen. Sollte dieser aber z.B. zahlungsunfähig sein, müssen Sie als Bauherr für den Schaden haften. Daher ist eine Bauherrenhaftpflicht wirklich ein Muss für Sie als Bauherr. Hier in Kürze Ihre gesetzlichen Sorgfaltspflichten:

  • Sie dürfen nur ausreichend ausgebildete Handwerker beschäftigen (Ausnahme: Freunde und Bekannte, die Sie extra bei der Berufsgenossenschaft anmelden müssen)
  • Sie müssen sich immer wieder von der Sicherheit auf der Baustelle ein Bild machen
  • Sie müssen die Arbeiten der verschiedenen Handwerker überwachen, soweit es zumutbar für Sie ist. Es reicht, wenn Sie nach Feierabend oder an einem Urlaubstag die Arbeiten kontrollieren. Sie müssen nicht ständig anwesend sein.
  • Sie sind verpflichtet, selbst auf der Baustelle einzugreifen, wenn Sie ein Sicherheitsmangel erkennen. Kommen Sie z.B. tagsüber zur Baustelle und ein Handwerker hat den Absperrzaun nicht richtig geschlossen, müssen Sie dieses für ihn tun.
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