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Vogelgrippe: Vorsichtsmaßnahmen für Samtpfoten

von: Jennifer Overmeier

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Es besteht zwar nur eine geringe Gefahr, aber das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist auch auf Haustiere übertragbar, daher raten Experten Katzenbesitzer zur Vorsicht.

In Asien gab es Fälle, bei denen das H5N1 Virus von Vögeln auf Säugetiere übertragen wurde, berichtet der Vogelkundler Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut.

Neben Großkatzen, die in Zoos versehentlich mit infizierten Hühnern gefüttert wurden, infizierten sich auch Hauskatzen an infizierten toten Vögeln. Die Großkatzen im Zoo nahmen sehr große Menge des infizierten Fleisches auf, erkrankten und verstarben.

Daher ist die Gefahr einer Ansteckung nicht gänzlich auszuschließen, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich scheint.

Zur Übertragung des Virus ist eine relativ hohe Konzentration des Virus nötig, da reicht es bei einer Hauskatze beispielsweise nicht aus, wenn diese einmal in einen Vogel beißt. Sie müsste ihn komplett auffressen.

Übertragung des Virus
Die Übertragung des Virus vom Vogel auf das Haustier verläuft wie die Infizierung vom Vogel auf den Menschen, über die Schleimhäute.

In Asien haben sich auffallend viele Mensche über die Augen mit dem Virus infiziert und so trat als erstes Symptom eine Bindehautentzündung auf. Das Problem bei der Erkennung einer Infizierung ist die, dass sich die Vogelgrippe in ihren Symptomen nicht von einer normalen Grippe unterscheidet und somit oft zu spät diagnostiziert wurde – bei Haustieren verhält sich dies genauso.

Ein Risiko besteht vorher erst in betroffenen Gebieten und dort sollten Katzenbesitzer als Prophylaxe ihre Samtpfoten im Haus lassen. Sollte ein Haustier mit einem toten Vogel nachhause kommen, dann sollte diese nur mit Schutzhandschuhen oder Plastiktüte angefasst werden und umgehend entsorgt werden.

Besteht der Verdacht, dass dieser Vogel an dem Virus verendet ist, sollte dies dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Bei Verdacht einer Ansteckung des Haustieres, sollte der Tierhalter den Tierarzt aufsuchen.

Eine Übertragung der Vogelgrippe vom Haustier auf den Menschen, schließen die Experten aus. Nach aktuellem Wissensstand ist kein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch bei einem Haustier angesteckt hat.

Wolfgang Fiedler dazu:“ Man müsste seinen Hund oder seine Katze schon komplett roh verspeisen – und das ist in unseren Breiten ja nicht gerade üblich.“



 


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