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Schutz vor Krankheiten – Impfungen Teil 3

von: Jennifer Overmeier

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Die Deutschen sind des Impfens müde geworden. Nicht nur in der Humanmedizin hat dies gewaltige Auswirkungen, wenn man an die Masernepidemie denkt. Im Bereich der Veterinärmedizin tauchen verstärkt Krankheiten und Seuchen auf, die als fast ausgemerzt galten. Impfen schützt das Leben ihrer Katze und das Leben anderer Tiere!

Infektion mit dem Felinen Leukose-Virus - Katzenleukose:


Das Feline Leukose-Virus ist aufgrund des vielschichtigen Krankheitsbildes und sehr oft langen Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung meist schwer zu diagnostizieren. Es sind häufiger junge Tiere betroffen. Viele Katzen erkranken nur vorrübergehend. Ein Teil der Katzen bleibt unerkannt dauerhaft mit dem Virus infiziert und erkrankt irgendwann. Die klinischen Bilder beruhen zum einen auf der abwehrschwächenden Wirkung des Virus, aber auch auf Tumorbildung, Mattigkeit, Fieber, blassen Schleimhäuten, Zahnfleischentzündungen/-wucherungen und Fruchtbarkeitsstörungen.

Durch die Schwächung des Immunsystems können ansonsten harmlose Krankheiten für das Tier zu einer großen Gefahr werden.

Erreger dieser Erkrankung ist das Feline Leukämie- oder Leukose-Virus. Es sind nur Katzen für diesen Erreger empfänglich. Das Virus wird durch gesunde, unerkannt infizierte oder chronisch kranke Katzen übertragen. Eine Übertragung kann durch direkten Kontakt, Bissverletzungen und Gegenstände erfolgen, die Welpen können jedoch auch während der Trächtigkeit oder über die Muttermilch infiziert werden.

Die Grundimmunisierung erfolgt bei gefährdeten Katzen ab einem Alter von 9-10 Wochen mit einer Wiederholungsimpfung 3 Wochen später. Die Impfung sollte jährlich aufgefrischt werden.

Die ansteckende Bauchfellentzündung der Katze - FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)

Die FIP beginnt mit relativ unspezifischen Erscheinungen wie verminderte Futteraufnahme, Abmagerung sowie wiederkehrendem Fieber. Auch andere Krankheitserscheinungen können auftreten: gelbliche Schleimhäute, Augenerkrankungen usw. Es existieren grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Krankheit: die "feuchte" FIP mit Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Manchmal auch im Brustraum) und die "trockene" Form mit knotigen Veränderungen vor allem im Bauchraum. Die Krankheit kann bei infizierten Katzen erst Jahre später ausbrechen. Nach Ausbruch führt die Erkrankung innerhalb eines stark variierenden Zeitraums letztendlich immer zum Tod.

Eine Wirksame Therapie besteht zurzeit nicht. Als Vorbeugung wird die Vermeidung eines intensiven Kontaktes zwischen gesunden und kranken Tieren empfohlen.

Die Übertragung der Erkrankung erfolgt wahrscheinlich durch Kontakt mit Kot. Katzenwelpen können jedoch auch während der Trächtigkeit infiziert werden. Die Viren sind in der Außenwelt nicht lange überlebensfähig und können nur durch unerkannt infizierte Katzen überleben.

Eine Impfung ist möglich, ob sie für Ihre Katze sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt besprechen.


 


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