Renten-Info
An dieser Stelle möchten wir Sie über die aktuelle Situation der gesetzlichen Rentenversicherung informieren. So können Sie sich einen eigenen überblick verschaffen.Altersversorgung - jetzt ist Eigeninitiative gefragt
Länger arbeiten für weniger Rente – nur so kann das gesetzliche System der Rentenversicherung gesichert werden. Die Experten sind sich einig: Die Rente mit 67 wird Standard.
Aber eins ist sicher: Sie können Ihren Lebensstandard nur halten, wenn Sie auch privat vorsorgen. Denn wer hat nicht Angst, nach 30 oder 40 Jahre harter Arbeit, seine Rente durch einen Nebenerwerb aufbessern zu müssen oder tatsächlich im Alter zu verarmen.
Nach der Novellierung des IV. Gesetzbuches im Jahr 2006, steht die Altersversorgung erneut auf dem Prüfstand. Durch das schwierige soziale Umfeld, die schwache Konjunktur sowie die hohe Arbeitslosigkeit und die stetige Überalterung ist heute schon klar, dass auch die in der Vergangenheit gekürzten Renten in Zukunft nicht mehr bezahlbar sein werden. Dieses Szenario ist nur aufzuhalten, wenn die Bundesbürger bereit wären, einen Anstieg des Rentenbeitragssatzes bis 2030 auf knapp 25 % zu akzeptieren - wohl eher unwahrscheinlich.
Die Reformen - egal ob von der Regierung oder der Opposition - werden eine deutliche Absenkung des heutigen Rentenniveaus zur Folge haben. So wird die heutige Rente von durchschnittlich 48 % auf 46 % im Jahr 2020 des durchschnittlichen Arbeitseinkommens sinken. Netto sind die Einschnitte sogar noch schlimmer: Bestenfalls 50 % des Nettoeinkommens werden den Rentnern von morgen zur Verfügung stehen. Heute stehen den Rentnern noch 68 % zur Verfügung.
änner und gerade mal drei Prozent aller Frauen. Schuld daran sind die geänderten Anrechnungszeiten für Schule und Ausbildung, Zeiten von Krankheit oder Arbeitslosigkeit. So zahlen Männer heute nur noch etwa 40 Jahre und Frauen nur 25,5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Natürlich vermindert sich im gleichen Verhältnis auch die Höhe der oben beschriebenen Rentensätze.
Jetzt für später vorzusorgen, ist heute der einzige Ausweg, um nicht im Alter zu verarmen.
Wir möchten Ihnen auf den folgenden Seiten zeigen, wie der Ausweg aus dem Rentendilemma aussehen kann.
Denn neben der eigentlichen Vorsorge müssen Sie auch noch die Kaufkraft schmälernde Wirkung der Inflation berücksichtigen. Bei einer Inflation von nur einem Prozent, steigt z.B. eine heutige Versorgungslücke von 1.000 Euro schon auf 1.348 Euro. Steigt die zukünftige Inflation z.B. auf zwei Prozent, fehlem beim Alterseinkommen in 30 Jahren schon rund 1.811 Euro.
Je nach Rendite der Sparanlage müssen zwischen 255.000 und 433.000 Euro zu Beginn der Altersvorsorge auf dem Sparkonto stehen, wenn Sie eine Rente von 1.000 Euro über 30 Jahre beziehen möchten.
Hier einige Beispiele, um Ihnen das Problem der Inflation noch besser zu veranschaulichen: Soviel Kaufkraft verbleibt in … Jahren in Abhängigkeit von der Inflationsrate:
Beispiel: Bei einer Inflation von 2 % ist der Euro nach 30 Jahren nur noch die Hälfte wert oder anders gesagt, um den Lebensstandard von heute zu halten, müssen Sie inflationsbedingt, einen doppelt so hohen Beitrag sparen:
Aus heute 1.000 Kaufkraft, werden...
| nach ... Jahren | 10 | 20 | 30 |
|---|---|---|---|
| Höhe Inflationsrate | |||
| 1,00% | 905,00 € | 820,00 € | 742,00 € |
| 1,50% | 862,00 € | 743,00 € | 640,00 € |
| 2,00% | 820,00 € | 673,00 € | 552,00 € |
| 3,00% | 744,00 € | 554,00 € | 412,00 € |
| 4,00% | 676,00 € | 456,00 € | 308,00 € |
Eine andere Tabelle veranschaulicht die Höhe der Sparrate in Abhängigkeit der Inflation und Kaufkraftverlust:
Um z.B. bei einer angenommenen Inflation von 2 %, müssten Sie folgenden Betrag ansparen, um bei Rentenbeginn eine monatliche Rente von 500,00 Euro über 30 Jahre zu erhalten:
Wenn Sie z.B. 45 Jahre alt sind und möchten ab 65 eine monatliche Zusatzrente von 500,00 Euro über 30 Jahre erhalten, müssen Sie bei einer Anlage mit einer Verzinsung von 5 %, monatlich 345 Euro anlegen:
| Zeit bis Rentenbeginn: | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| Zinssatz pro Jahr: | |||
| 3,00% | 1.042,09 € | 541,96 € | 373,13 € |
| 4,00% | 877,35 € | 431,16 € | 279,24 € |
| 5,00% | 744,19 € | 345,41 € | 209,55 € |
| 6,00% | 636,50 € | 278,02 € | 157,69 € |
| 7,00% | 547,41 € | 224,90 € | 118,98 € |
| 8,00% | 473,65 € | 182,77 € | 90,05 € |
Sorgen Sie jetzt vor - bevor es zu spät ist. Denn je früher Sie beginnen, desto weniger müssen Sie monatlich aufbringen:
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