Rin Tin Tins Erbe
Erstlich trat 1927 trat Rin Tin Tin junior, einer seiner Söhne in dem Film "Hills of Kentucky" auf, als Welpe an der Seite seines berühmten Vaters. Der Vater selbst drehte 1931 drehte Rin Tin Tin im Alter von 13 Jahren seinen letzten Film "The Lightning Warrior". Im Jahr darauf verstarb er im Alter von vierzehn Jahren.
Sein bereits filmerprobter Sohn übernahm nahtlos die Rolle des tapferen Heldenhundes, war in seinem Realleben allerdings weniger heldenhaft. So schlief er 1936 seelenruhig im Nebenzimmer, als Einbrecher das Duncan-Haus in Hollywood ausraubten. Zum Ende der 30er Jahre nahm die Rin Tin Tin-Begeisterung merklich ab und Lee Duncan zog sich vorübergehend aus dem Filmgeschäft zurück. Erst 1947 nach dem zweiten Weltkrieg, kehrte Rin Tin Tin mit dem Film "The Retum of Rin Tin Tin" in die Kinos zurück. Mittlerweile war der heldenhafte Schauspieler in diesem recht erfolgreichen Comeback-Streifen ein weiterer Nachfolger von Rin Tin Tin (Rin Tin Tin III). Trotz des Erfolges entwickelte sich zu diesem Zeitpunkt keine neue Serie aus dem Film.
Zur Mitte der 50er Jahre wurde durch das gerade entstandene US-Fernsehen, die Hundelegende reaktiviert. Der vierbeinige Held flimmerte in 164 halbstündigen Schwarzweißepisoden mit dem Serientitel "The Adventures of Rin Tin Tin" über die Bildschirme.
Auch Deutschland wurde in den 60er Jahren von dem charmanten Vierbeiner im Sturm erobert :
Kavalleriesoldaten finden mitten im Wilden Westen einen ausgeplünderten Planwagen, in dem ein pausbäckiger Junge namens Rusty (Lee Aker) und sein braver Hund Rin Tin Tin stecken. Weil Rin Tin Tin dem Colonel das Leben rettet, dürfen Rusty und Rinty als Regimentsmaskottchen im Fort Apache bleiben und fortan kräftig mit dafür sorgen, dass die Prärie von blutrünstigen Indianern und hinterlistigen Banditen gesäubert wird.(Text-Quelle: Lexikon berühmter Tiere, Eichborn-Verlag 1997)
Anfangs wurde Rin Tin Tin noch von einem Vierbeiner aus der Duncan-Zucht gespielt, aber da Duncan erhebliche Schwierigkeiten mit der Fernseharbeit hatte kam ein anderer Hund zum Einsatz. Golden Boy junior, genannt JR war ein Hund des Trainers Frank Barnes und erhielt 1958 und 1959 den "Patsy Award". Und was ein richtiger Filmstar ist, der wird in gefährlichen Szenen gedoubelt und so bekamen die Stuntdogs "Hey You" und "Bearheart" ebenfalls einen Job beim Gilm und ersetzten JR in den Kampfszenen.
Einen letzten Versuch die alte Rin Tin Tin Ära aufleben zu lassen gab es 1976, in dem die mittlerweile angestaubte Abenteuerserie mit neugedrehten Anfangs- und Endszenen, in denen ein Rin Tin Tin VII als angeblicher Nachkomme des ersten Rin Tin Tin auftrat.
Beerdigt wurde der Stammvater aller Rin Tin Tins übrigens in seinem Heimatland Frankreich und sein eigener Stern ist auf dem Walk of Fame in Hollywood zu bewundern.
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