Ein Haufen weißer Hunde
Im letzten Herbst hatte wir das große Vergnügen an einem Maremmano-Treffen teilzunehmen. Aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz, reisten Maremmano Besitzer zu einem kleinen Hundeplatz bei Salzgitter.
Für mich war es relativ spannend, denn die Schweizer kannte ich aus einem Forum und den Initiator aus der Zeit als ich nach einem Maremmano suchte. Des Weiteren gab es ja noch diese Aufreg-Problematik bei Lilli, denn seit Schroeder bei uns war, gebärdet sie sich anderen Hündinnen gegenüber wie eine Furie. An deren Reaktion sieht man zwar, dass nichts dahinter steckt, aber stressig ist es schon.
Dort angekommen gab es ein großes Hallo, man begrüßte sich wie alte Bekannte – manchmal hat das Internet auch nette Seiten! Nach Kaffee und Kuchen ging es auf einen Spaziergang, der bei mir doch einen kleinen Beigeschmack hinterließ. Ich bezeichne mich selbst als verantwortungsvoller Hundehalter, wenn mir jemand ohne Hund entgegen kommt, dann leine ich meine an. Ebenso verfahre ich bei Radfahrern, angeleinten Hunden, Joggern & Co., denn die Hunde haben eh schon einen gewissen Ruf, der muss nicht noch schlimmer werden.
Na mit dieser Meinung war ich zwar nicht alleine, aber es fielen doch ein paar Leute aus dem Rahmen, schade!
Lilli hatte so etwas wie eine Schneeblindheit, denn sie blickte bei der Masse von weißen Hunden nicht mehr durch, wer Freund oder Feind war. Also rannte sie mit Begeisterung mit, ebenso unser Schroeder. Am Abend wurde ein äußerst interessanter Bericht gezeigt, über den Einsatz von Hirtenhunden zum Schutz gegen Wölfe in der Schweiz. Natürlich ging es hauptsächlich um Maremmanos. Es war schon interessant zu sehen, wie diese Hunderasse selbstständig agiert und wie sie in der Schafsherde angenommen werden.
Auch die Nacht war äußerst interessant, denn sehr viele Hunde und ihre Besitzer hatten Unterschlupf in demselben Hotel gefunden. Es war ein munteres Aufwuffen, wenn man über die Flure taperte. Unsere Hunde waren trotz fremder Umgebung sehr ruhig und verhielten sich vorbildlich.
Nach einem gemeinsamen Frühstück am folgenden Morgen ging es wieder zurück in Richtung Ruhrgebiet. Es war eine wirklich sehr schöne Erfahrung und der Kontakt zu den Schweizern wurde intensiviert und bis heute aufrechterhalten!
Im Mai fahren wir sie dann besuchen – unserer Schweizer Fraktion.
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